Train Heartnet ist einer der berüchtigsten Assasinnen Chronos', einer Art Mafia-Organisation, welche so ziemlich die gesamte Welt kontrolliert. Er soll kein Herz besitzen und so schnell und tödlich sein wie eine Katze, daher auch sein Codename "Black Cat" (= Schwarze Katze). Doch Train ist nicht gerade glücklich mit seinem Leben, doch dies erkennt er erst als er Saya trifft. Saya - jung, hübsch, mutig und Sweeperin (Kopfgeldjägerin). Durch ihren Einfluss beginnt Train, selbständig zu denken. >Warum sollte er töten, wenn er nicht töten will?< Als er dann bei seinem nächsten Auftrag wieder jemanden eliminieren soll, es aber nicht tut, rufen ihn die Anführer der Organisation zu sich. Ihnen erklärt er, er wolle aufhören mit dem sinnlosen Morden... Eigentlich wäre dies sein Todesurteil. Doch er hatte nicht mit Creed gerechnet, einem Verräter Chronos'. Er ist um einiges gefährlicher für die Welt, sodass die Eliminierung Trains auf sich warten muss! Doch was will Creed überhaupt von Train? Nun, er will ihn für seine eigenen Pläne haben, will mit ihm seine eigene Welt kreieren. Und er scheut auch nicht davor zurück, die unschuldige Saya zu töten, damit Train wieder so wird wie früher... Wird Train ihn davon abhalten können? Mit seiner Organisation im Nacken? Im weiteren Verlauf der Geschichte werden auch Sven, ein Kopfgeldjäger und Eve, ein kleines Mädchen, wichtig.
Black Cat, ein Anime mit zwei Seiten fängt zu Beginn mit einer düsteren, schleierhaften und spannenden Erzählweise an und schafft es damit sämtliche Zuschauer anzulocken und fest in seinen Bann zu ziehen. Doch dieser Schleier hält nicht sehr lange und löst sich ab Episode 8 auf und durchführt eine 180°-Wendung vom düsteren, traurigen ins hellere fröhliche. D... [ mehr lesen ]iese Wendung mag vielleicht nicht jedem gefallen, vor allem denen nicht, die einen crime fiction Anime sehen wollen, der konstant diese schaurige, düstere Atmosphäre hat. Wer aber sagt, bzw. meint, dass diese Wendung die Qualität des Animes reduziert, der sollte sich den Anime besser zweimal oder dreimal anschauen, damit diese Anschuldigung beseitigt werden kann. Es mag sein, dass der Hauptdarsteller ein neues Charakterimage bekommt, verfolgt man aber die Story mit beiden Augen, so kann man die logische Folgerung seiner Charakterveränderung daraus beziehen. Ob jemand diese Veränderung gut oder schlecht findet, liegt ganz allein im Auge des Betrachters und deshalb liegt es auch mir nicht in meiner Obhut, hier irgendwelche Empfehlungen bzw. Nichtempfehlungen zu verbreiten. Fakt ist, dass Black Cat mich nicht nur wegen seiner meisterhaften Animation und dem hammer Sound fasziniert hat, sondern weil auch die Story, die Charaktere und der Comedypart genau meinen Wünschen entsprochen hat.
Story: 25/30
Wie schon oben erwähnt zeigt sich die Story anfangs von ihrer Schattenseite. Unser Hauptcharakter Train Heartnett, zu dieser Zeit eher noch ein Antagonist, der sein Leben als Auftragskiller einer Organisation beschreitet und dabei natürlich so gefühlsarm und eiskalt wie ein Auftragskiller eben sein muss vorgeht und seine Aufgaben, die Verbrecher auszuschalten um den Weltfrieden sicherzustellen nacheinander abschließt bis er irgendwann ein Mädchen kennen lernt, die seinem einsamen, düsteren Leben wieder Licht bringt. Ab hier macht die Story eine 180°-Wendung und somit auch unser Antagonist, der sein Leben umkrempelt und fortan in Freiheit leben will. Der düstere Part ist somit vorbei und lässt Spielraum für den Action und Comedypart. Spätestens hier wird der Animefan feststellen, dass die Düsterkeit und Geheimnistuerei nur ein Lockmittel waren um in den Anime einzusteigen und das der Anime eine viel lockere Schiene fährt, als er es am Anfang tat. Der Storyarc verändert sich dadurch auch und handelt danach um Rache nehmen. Die vielen Kämpfe während der Zeit lassen zu keiner Zeit den Spannungspegel herabfallen und die vielen Neuen Gegner geben Monotonie keine Chance. Insgesamt ist die Story zwar kein Inovationsbrüller, schafft es aber dennoch während der Zeit sehr gut zu unterhalten. Ob Spannung oder Comedy, es gibt immer was zu sehen.
Animation: 18/20
Animationstechnisch ist Black Cat eindeutig ein Hammer. Die Charaktere sind wahnsinnig detailgenau und zusätzlich noch alle bildhübsch und das gilt für Frauen genauso wie für Männer. Auch der Hintergrund lässt keine Wünsche offen und präsentiert sich in allen möglichen Farben von düster bis ins helle und dies auch sehr gekonnt und faszinierend. Die CGI-Effekte gehören natürlich auch zur spitzenklasse und erstrahlen jedes Auge des Betrachters. Auch wenn es viele Standbilder gab muss ich sagen, dass diese nicht sehr störend aufgefallen sind und der Rest des Animes doch sehr flüssig verlaufen ist und es fast gar kein recyceltes Material zu sehen gab. Animationstechnisch gab es für mich also fast keine Mängel und hat dadurch fast die volle Punktzahl erreicht.
Sound: 18/20
Genau wie die Animation ist auch der Sound höchste klasse. Angefangen mit dem schönen OP von Yoriko, die so eine schöne traurige Stimme hat und einem nichts anderes bleibt außer Gänsehaut zu bekommen bis hin zu den beiden EDs, das erste etwas flippig und witzig und das zweite wieder eine schöne Ballade, die aber beide perfekt zum Anime gepasst haben. Die BGM darf natürlich auch nicht vergessen werden, die mit schönen Klängen den Hintergrund unterstützt und natürlich das Lied von Saya, was einfach nur geil ist. Die Synchro war auch ok auch wenn bei einigen Nebendarstellern daneben gegriffen wurde. Dennoch Daumen hoch für die Soundqualität.
Charaktere: 30/30
Den größten Punkt erhalten wohl die Charaktere. Ihnen wurde die meiste Zeit geschenkt und deshalb tragen sie natürlich einen hohen Sympathiefaktor mit sich. Angefangen mit unserem Hauptcharakter Train Heartnett, der Anfangs ein herzloser Killer war und später dann zu einem freundlichen, verfressenem Kätzchen mutiert ist. Ich gebe zu, dass vielleicht nicht jeder auf eine so morbide Charakterveränderung steht, muss aber sagen, dass dies jeder selbst entscheiden muss und ich für meinen Teil keine Probleme mit seiner Veränderung gehabt hatte, da es ja wie schon oben erwähnt ja spezifische Gründe gab, warum er so geworden ist. Für mich war er die ganze Zeit ein Sympathieträger und so hatte ich keine Probleme mit ihm. Des Weiteren begleiten ihn die Diebin Rinslet Walker, der Sweeper (Kopfgeldjäger) Sven Volfied und die kleine süße Eve und helfen ihm bei seinem Auftrag. Alle anderen Nebencharaktere haben einfach zu wenig Spielzeit um auf sie mehr einzugehen. Des Weiteren hatte man einfach nicht die Zeit um allen eine Hintergrundgeschichte zu geben, was sehr schade ist. Nichts desto trotz konnte man mit jedem ob Haupt- oder Nebencharakter sympathisieren und jedem die entsprechenden Gefühle zuordnen.
Fazit:
Black Cat ist ein Crime fiction Anime, der sowohl spannend als auch witzig ist und wo Aktion auch Aktion ist. Empfehlung meinerseits natürlich jedem Fan von solchem, die auch wie gesagt keine Probleme mit einer Charakterveränderung haben bzw. wenn Comedy im Spiel ist. Das der Anime dadurch an Qualität verliert ist totaler Humbug. Black Cat konnte mich über die Zeit sehr gut unterhalten und schließlich ist es ja das, worauf es ankommt. Es soll unterhalten.
Selten gibt es einen Anime, bei dem man wirklich genau den Zeitpunkt ausmachen kann, ab dem die Qualität stark absinkt. Black Cat ist so eine Serie.
Die ersten sieben Episoden sind durchaus ansprechend und zeigen eine eher düstere Actionstory mit verschlossenem Hauptcharakter, gemischt mit einigen Comedyelementen die durch sympathische Nebencharaktere eingebracht werden. Dann erfolgt allerdings ein Zeitsprung von gerade einmal einem halben Jahr und Episode 8 lässt einen dann rätseln, ob Train in der Zwischenzeit einer Gehirnwäsche unterzogen wurde oder vielleicht schizophren ist. A... [ mehr lesen ]us der nachdenklichen Person, die sich nach mehr Freiheit sehnt, wurde ein vorlauter, verfressener Idiot, der nur noch in manchen Actionszenen etwas zu seiner früheren Form zurückfindet. Es ist mir ein Rätsel was die Produzenten zu dieser schizophrenen Charakterentwicklung getrieben hat, denn im Manga ist er wie ich inzwischen gesehen habe zwar grundsätzlich auch lockerer, aber keine permanente Witzfigur wie im Anime. Der Comedyanteil steigt damit natürlich an, wird aber nicht besser, denn der Innovationsfaktor bei Train ist nun exakt 0. Mit diesem Handicap entwickelt sich die Serie dann mit schwankender Qualität weiter, verläuft aber im Gegensatz zu den ersten Folgen einfach zu sanft, was sich auch beim Ende bemerkbar macht.
Fazit: Durch die misslungenen „Charakterentwicklung“ von Train und der damit verbundenen Änderung der Stimmung des Animes, nimmt die Qualität massiv ab. Anhand der ersten Episoden sieht man, was aus der Serie werden hätte können, hätte man sich nicht unnötigerweise dazu entschieden sie zu entschärfen und mit Comedy anzureichern.
Black Cat ist eine Serie, die sich selbst nicht ernst nimmt. Die Macher haben es offensichtlich nicht für erforderlich erachtet, viel Mühe in diesen Anime zu investieren und das - durchaus vorhandene - Potential auszuschöpfen. Stattdessen wird dem Zuschauer anspruchslose fast-food Kost präsentiert, die seine Zeit kaum wert ist. ... [ mehr lesen ] Black Cat erzählt die Geschichte eines begnadeten Berufskillers Namens Train, der seinen Arbeitgeber (eine mächtige und furchterregende Organisation) verlässt und seinen Unterhalt fortan als eine Art Kopfgeldjäger verdient. Eine Menge böser Menschen sind darüber unglücklich und lassen ihm und seinen Freunden keine Ruhe. Die Story mag nicht besonders innovativ klingen, allerdings ist sie zu Beginn wirklich nett erzählt, so dass man die ersten 7 Folgen noch gerne anschaut.
Was danach kommt, ist der schlagartigste Untergang eines Anime, der mir unter die Augen gekommen ist. Ohne ersichtliche Gründe ändern sich die Persönlichkeiten der Hauptcharaktere und der Comedy-Anteil wird ins Unermäßliche gesteigert. Was folgt ist einfach nur klaffende Anspruchslosigkeit und Langeweile. Lediglich gegen Ende der Serie kommt so etwas wie Spannung erneut auf.
Die Charaktere in Black Cat sind auf dem ersten Blick eigentlich ganz interessant. Das Problem ist es, dass sie sich nicht entwickeln (Es sei denn man bezeichnet eine völlig unerklärliche 180-Grad Kehrtwende als Entwicklung). Auch sind ihre Motivation und Handlungen fast immer unglaubwürdig, oft fast schon an Absurdität grenzend. Mit solchen Charakteren kann man keinen halbwegs erwachsenen Menschen überzeugen
Die Animationen sind OK, aber man sieht sie leider nur selten. Black Cat läuft häufig wie eine Dia-Show ab. Es ist wirklich das erste Mal, dass ich in einem Anime minutenlang dasselbe Bild anstarren musste, während im Hintegrund ein Dia- oder Monolog ablief.
Das führt dann auch gleich zu einem anderen Problem: Für etwas, was sich "Action-Anime" schimpft, bietet dieser hier einfach zu wenig Action. Standbilder und schöne Posen eignen sich gut für einen Manga. In einem Anime sind sie mE fehl am Platze.
Fazit: Wenn man mit sehr geringen Erwartungen an Black Cat herangeht, lässt es sich anschauen. Ich würde trotzdem davon abraten, denn bessere Animes gibt es genügend.