An der kleinen Oberschule Hekiyou gehts drunter und drüber, denn die wichtigste Institution der Schule, das Schülerkomitee, setzt sich aus einer Bande total verschiendener, zum Teil leicht verrückter, Mitglieder zusammen. Allen voran die Präsidentin des Komitees, Kurimu Sakurano, versucht mit eiserner Hand ihren Club zu führen und ihren Willen durchzusetzen, stößt aber bei Ken Sugizaki auf Widerstand, denn er hat einen ganz anderen Plan für den Club: seinen ganz persönlichen Harem daraus zu erschaffen. Eigentlich hat er hierfür keine allzu schlechte Karten, denn er ist das einzige männliche Mitglied des fünfköpfigen Komitees, doch lassen ihn die weiblichen Mitglieder immer wieder gnadenlos abblitzen.
Seitokai no Ichizon ist eine Mischung aus dem alltäglichen Schulleben gepaart mit einer großen Anzahl an Anspielungen auf andere Animeserien wie Death Note, Suzumiya Haruhi no Yuuutsu, Yu-Gi-Oh!, Lucky Star und vielen mehr.
Seitokai no Ichizon ist ein Slice-of-life/Comedy-Anime, der vor allem durch seinen auf Otaku-Vorlieben zugeschnitten Aufbau besticht. Genau dadurch werden jedoch schon nach wenigen Episoden erste Abnutzungserscheinungen zu Tage gefördert und verpassen dem sehr gelungenen Einstieg einen kräftigen Tritt in die Kronjuwelen.
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In erster Linie baut Seitokai no Ichizon auf Humor, der sich auf Parodien und Dialogwitze beschränkt. Anfangs funktioniert dieses Konzept äußerst gut und kann den Zuschauer, wenn man das nötige Anime-Wissen mitbringt, das benötigt wird, um vor allem die skurrilen Parodien zu verstehen, immer wieder köstlich amüsieren. Doch schon nach kurzer Zeit nimmt die Anzahl der Parodien erschreckend ab und das schlecht gewählte Setting macht sich besonders bemerkbar. Beinahe der komplette Anime spielt in ein und demselben Raum des Schülerrates, wodurch sehr schnell auffällt, dass die Originalität der Witze abnimmt und der Anime so einiges von seinem Charme verliert. Der Cast besteht hauptsächlich aus stereotypischen Charakteren, die für den Comedy-Teil ausschlaggebend sind und dabei eine gute Arbeit abliefern. Eine gewisse Selbstironie wird dadurch dargestellt, dass sich die Charaktere bewusst sind, dass sie lediglich Figuren in einem Anime sind. So wird auch mal die eigene Fanbase subtil auf den Arm genommen, oder es wird sich über die zu kurze Laufzeit einer Episode beschwert. Ein Konzept, das mittlerweile immer häufiger in der Comedy-Sparte seine Anwendung findet, aber trotzdem immer wieder funktioniert. Der Gesamteindruck wird jedoch nochmals getrübt, weil versucht wird den Charakteren einen gewissen Tiefgang zu geben, was jedoch gänzlich scheitert. Ernstere Momente wirken deplatziert und es wird keine geeignete Atmosphäre für derartiges aufgebaut. Hätte man sich ausschließlich auf den Comedy-Teil konzentriert, dann würde die Bilanz jetzt positiver ausfallen.
Fazit: Seitokai no Ichizon beginnt äußerst vielversprechend, kann aber im späteren Verlauf nie wieder die Qualität der ersten Folge erreichen. Eine Grundvoraussetzung, um die vorhandenen Parodien zu verstehen, ist ein breites Anime-Wissen. Bevor man dieses nicht besitzt, sollte man lieber die Finger von dieser Serie lassen. Für alle anderen ist Seitokai no Ichizon zu empfehlen, die Lust auf einen verrückten Comedy-Anime haben und über einige Mängel hinwegsehen können. Ein besserer und gleichzeitig der wohl beste Vertreter des Genres ist und bleibt jedoch Lucky Star.
Bei Seitokai no Ichizon handelt es sich um eine Animeparodie und es ist ähnlich wie Lucky Star als typische Slice-of-Life Serie aufgebaut. Das Setting ist dementsprechend simpel: Es geht um den Alltag des Schülerkomitees der Hekiyou-Akademie. Die 5 Mitglieder treffen sich täglich und machen vieles, nur nicht zwangsläufig ihren Job. Zwischendurch gibt es, wie es sich für eine Parodie gehört, dementsprechend viele Anspielungen auf andere Serien.
... [ mehr lesen ] Wer Seitokai no Ichizon sehen will muss das nötige Hintergrundwissen mitbringen, um alles zu verstehen. Die Anspielungen auf andere Serien können dabei auch mal verloren gehen, weil die Protagonisten mal wieder ohne Punkt und Komma reden, wer also mit japanischer Tonspur und Untertiteln schaut, muss manchmal recht schnell lesen. Ansonsten sollte man auf jeden Fall wissen, was ein Eroge ist. Man muss keins gespielt haben, aber halt wissen, dass es in diesen Hentaispielen für verschiedene Mädels Routen gibt und viele Spieler halt versuchen, ein Harem Ending zu finden, bei denen der Spieler halt einen ganzen Harem an Freundinnen hat. Solchen Enden gibt’s dann aber nicht, vielmehr enden die Versuche dann eher so, wie die Animefassung von School Days demonstriert hat.
Für die Charaktere einer Parodie gilt: Stereotyp ist eine Grundvoraussetzung. Dementsprechend gestalten sich die 5 Protagonisten: Kurimu Sakurano, Schülersprecherin, Loli-Charakter und auch sonst nicht gerade reif. Ihre Autorität leidet schon mal unter ihrer geringen Größe und da hilft es nicht, dass sie sich häufig tatsächlich verhält wie ein kleines Kind. Chizuru Akaba, reif und unnahbar, doch manchmal zeigt sie sich von einer anderen Seite, mal süß, mal dominierend. Minatsu Shiina, sportlicher Tomboy und professionelle große Schwester. Irgendwer muss ja für Shounenreferenzen zuständig sein. Mafuyu Shiina, extremes Fangirl von BoysLove und Computerspielen, ansonsten aber sehr schüchtern und versteckt sich halt gerne hinter der großen Schwester. Ken Sugisaki, der einzige Junge im Komitee, ein Eroge-Fan, der es sich zum Ziel gesetzt hat, aus dem Schülerkomitee seinen persönlichen Harem zu machen und dafür vieles macht, meisten aber sich selbst zum Affen.
Die Handlung ist halt recht simpel: Jede Folge beschäftigt sich das Komitee mit einem Thema gehen dabei die absurdesten Sachen durch und am Ende wird es dann kurzzeitig etwas ernster. Ein Roter Faden wird bestenfalls angedeutet, Slice of Life halt.
Studio Deen ist dafür bekannt, eher mittelmäßige Optik zu liefern, was in diesem Fall auch vollkommen ausreicht. Die Handlung beschränkt sich größtenteils auf den Raum des Schülerkomitees und von der Sprache abgesehen geht es auch eher ruhig zur Sache. Es gibt also eh nicht viele Szenen, in denen die Animation hätte glänzen können.
Seitokai no Ichizon ist für jeden zu empfehlen, der nach Comedy für zwischendurch sucht und dem auch schon Lucky Star gefallen hat. Nicht unbedingt ein Einsteigeranime.
Seitokai no Ichizon ist der erste Harem seit 8 oder 9 Jahren, der mich wirklich unterhalten hat. Denn im Gegensatz zu unseren 0815-Standard-Harems haben wir hier einen männlichen Hauptcharakter, der in eine (bis dahin komplett weibliche) Gruppe kommt, und diese als seinen Haren deklariert. Achja, ich sollte vielleicht erwähnen, die Serie baut sehr stark auf Parodie... ... [ mehr lesen ]
Eine Schülervertretung, die aus 4 Mädels mit den typischen Eroge-Charakterzügen besteht, und ein Eroge-Fan. Parodien auf sowohl gewisse Klassiker, als auch vor allem auf neuere Anime aus dem Jahre 2009. Sehr viel Sadismus. Das sind so ziemlich die wichtigsten Bausteine von Seitokai no Ichizon. Die Charaktere sind alle allein äusserlich schon an gewisse bekannte und beliebte Anime-Charas angelegt. Von Beginn an werden nicht nur andere Anime, sondern auch die Fans und das Werk selbst von seinen Darstellern auf die Schippe genommen. Im weiteren Verlauf konzentriert sich die Comedy dann auf die Beziehungen der Charaktere zueinander und ihre Verbindungen, doch aus dem Nichts erscheinen immer wieder kleine Parodie-Einwürfe. Gegen Ende wird versucht, den Charakteren durch ernstere Szenen ein wenig Tiefe zu verleihen, was einiges an Fragen aufwirft, und wohl Vorbereitung der Zuschauer auf eine zweite Staffel sein sollte, für die ansonsten jegliche Berechtigung gefehlt hätte.
Was soll ich groß sagen? Der Anime ist Parodie-Fans sehr ans Herz zu legen, vor allem wenn sie ein breites Wissen der popläreren Produktionen des Jahres 2009 mitbringen. Wer Parodie nicht mag, dem sei Seitokai no Ichizon definitiv nicht zu empfehlen, denn auch wenn die anderen Comedy-Einlagen schon für sich allein was wert sind, dreht sich der Anime in seinem Ganzen um Parodien.