Aufgrund ihrer Position als einer der wenigen Level 5 Esper von Academy City ist Mikoto Misaka berühmt-berüchtigt in dieser Stadt, in der es Menschen möglich ist ihre übernatürlichen Fähigkeiten zu trainieren. Durch ihre für den städtischen Sicherheitsdienst arbeitende Freundin Kuroko Shirai wird auch Mikoto regelmäßig in diverse Fälle involviert, in denen sie sehr schnell zeigt, dass ihre Persönlichkeit mitunter genauso geladen ist wie die Blitze, die sie in der Lage ist zu verschießen. Als sich die mysteriösen Vorfälle in der Stadt mehren, verdichten sich auch die Hinweise auf dunkle Machenschaften ungeahnten Ausmaßes.
Hey, ihr Otakus da draussen, seid ihr bereit auf eine Serie voller Schulmädchen mit Superkräften in einer Bildungssstadt? Wenn nicht, sollte jeder der sich von der Beschreibung nicht angesprochen fühlt, nicht weiter lesen denn es erwartet euch ein unterhaltsamer Anime von angenehmem Fanservice, gut animierter Action, typischer Slice-of-Life/Moe und überzogenem Sci-Fi in einem.
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Fans von To Aru Majutsu no Index dürfen sich freuen. Wenn ihr die Serie mochtet, werdet ihr Railgun lieben. Ich selber konnte mit Index nicht viel angefangen und war bis jetzt erstaunt, das mich Railgun bisher gut unterhaltet hat. Ein Hauptfaktor ist sicherlich der Wechsel der Hauptcharakteren. Statt des langweiligen Touma kommen die temparamentvolle Misaka und für den Yurifanservice (!) zuständige Kuroko zum Einsatz und unter anderem werden einige andere wichtige Charakteren eingeführt, die zwar nicht unbedingt durch Tiefe glänzen aber ihre Rolle durchaus erfüllen. Speziell sind noch zu erwähnen Uiharu und Ruiko, die wichtig für die Handlung sind und ein wenig pathetisch/nervig rüber kommen.
Ein weiterer Faktor, durch die mir die Serie besser gefallen hat als Index, kann ich den einzelnen Storyarcs und Fillerfolgen zuschreiben. Auch hier sollte man nicht zuviel inhaltliche Tiefe erwarten sind dennoch halbwegs gut ausgearbeitet und dank den sympathischen Charakteren nett anzuschauen. Für mich gibt es aber ein zwei grössere Schwachpunkte, die ich ausgemacht habe, nämlich den wissenschaftlichen Aspekt, der mir überhaupt nicht gefallen hat und nicht so recht in das Werk passt sowie die relativ schwach geschriebenen Dialogen in den Handlungsabschnitten, die einfach theatralisch und schwach daher kommen. Die Moeness der Charaktere gehen meist in Ordnung und selten wird manchmal über das Ziel hinausgeschossen. Die Schwächen beiseite gelegt, kommen wir auch schon zu der grossen Stärke der Serie: Die Präsentation. Selbst die einzelnen Fillerfolgen, die nicht durch Bewegung oder Action glänzen, machen es wieder wett durch die hervorragende Inzensierung und Regie. Wenn dann die raren Actionszenen kommen, sieht man zu was das Studio J.C Staff fähig ist. Butterweiche Animationen (besonders die Haare), tolle Choreographie und grandioser Inzensierung. Die Musik unterstützt das Ganze und ist passend gewählt obwohl es nicht meine Musikrichtung ist. Man sieht den Szenen wirklich an, dass das Studio mit viel Enthusiasmus dabei war.
Es ist schwer eine Empfehlung zu geben. Ich selber würde mal behaupten, der Anime ist geeignet für Freunde leichgängiger Unterhaltung mit Faible für Fanservice und Moe, die keinen grossen Wert auf Charakterentwicklung und schwere Kost legen.
Auch der Spinoff ist wie schon das Original reinstes Popcornkino und in seinen Elementen ein typisches Werk der aktuellen Animekultur. Was ihn aber vom quasi Vorgänger unterscheidet sind die sympathischeren Hauptfiguren sowie ein gelungenerer Aufbau, wobei vor allem Ersteres vonnöten ist um über inhaltliche Schwächen hinwegzutrösten.
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Findet man die Hauptfiguren, allen voran natürlich Mikoto, nicht überaus sympathisch, dann braucht man nicht unbedingt zu dieser Serie greifen. Diese Warnung ist hier meiner Meinung nach doch angebracht. Railgun ist weder innovativ, noch tiefgründig, sondern schlicht Otaku-Popcornkino, also eine Mischung aus Action, Slice-of-Life und Moe. Vielleicht eine ungewöhnliche Einleitung für einen Anime, den ich trotz allem gerne geschaut habe, aber man braucht sich hier keinen Illusionen hinzugeben. Inhaltlich ist es nichts Besonderes, allerdings ist die Umsetzung vergleichsweise gut und die Charaktere zum Großteil sympathisch. Neben zwei längeren Storyarcs kurz nach Beginn und am Ende werden einem diverse Einzelepisoden und Kurzarcs präsentiert, die zwar nicht so zusammenhanglos sind wie bei Index, die aber ihre eigenen Schwächen haben. Sie wirken ein wenig belanglos, diese Kurzgeschichten. Seichte Handlung, viel Slice-of-Life, viele Moe-Situationen etc. Die Charaktere sind sympathisch, aber nicht interessant, weshalb doch immer ein Mindestmaß an Story benötigt werden würde, um die Sache am Laufen zu halten. Insofern kam der Anime einfach zu früh, denn er konnte nur den ersten Arc des Mangas aufgreifen, in dem der zweite noch nicht beendet ist. In der Vorlage sind die Geschichten kompakter, wirken rasanter und der zweite Manga-Arc ist auch schlicht um vieles besser als der eigens für den Anime geschriebene. Auch werden dort weniger Anforderungen an Charaktere wie Uiharu gestellt, die im Anime nicht viel mehr ist als eine eher nervende, naiv-schwächliche Moe-Quelle, der aber verhältnismäßig viel Bildschirmzeit zukommt.
Um aber mal von den Schwächen und der Kritik wegzukommen: Es gibt auch genug Gründe sich die Serie anzusehen. Zuallererst einmal ganz nüchtern: Die oben beschriebenen Kritikpunkte treffen auf fast alle Anime dieser Art zu und Railgun ist unter ihnen aber noch einer der besseren. Man versucht immer wieder Konflikte einzustreuen, die zwar nicht gerade ausgefeilt sind, aber die Sache doch ein wenig würzen, wobei mir hier vor allem Saten-san positiv in Erinnerung geblieben ist. Natürlich ist und bleibt auch Mikoto eine große Sympathieträgerin und auch wenn man ihr leider zu selten Gelegenheit dazu gibt, sind die Kämpfe einer Elektromanipulateurin einfach sehenswert. Fazit: Bunt-fröhliches Popcornkino ohne Anspruch, das vom Sympathiefaktor seiner Hauptcharaktere lebt und sicher all diejenigen unglücklich machen wird, die diese Sympathie nicht entgegenbringen können oder sich irgendeine Tiefgründigkeit in der Handlung erhoffen. Für all jene (wie mich), die sich nur das erwarten und Mikoto schon immer mochten, bietet die Serie aber leichtgängige Unterhaltung mit gehobenerem Produktionsniveau.
To Aru Kagaku no Railgun mag zwar typische Bishoujo-Action sein, wurde aber von Tatsuyuki Nagai so gut umgesetzt, dass der Unterhaltungswert trotzdem weit über dem liegt, was man sonst in diesem Genre geboten bekommt. ... [ mehr lesen ]
Natürlich tauchen die meisten Tropen des Bishoujo-Genres auch bei Railgun auf. Das Charakterdesign ist, wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, sehr moe, es gibt einigen (aber noch dezenten) Fanservice und der allgemeine Aufbau der Geschichte folgt auch den bekannten Mustern. D. h. es gibt ein wenig Action, etwas mehr Alltagsleben der Helden und wie gesagt recht viel Moe.
Im Gegensatz zur "Hauptserie" To Aru Majutsu no Index besitzt Railgun aber eine zusammenhängende Handlung, selbst wenn sie immer mal wieder von Alltagsepisoden unterbrochen wird. Die Komposition ist Nagai ziemlich gut gelungen - Mangakenner müssen sich übrigens darauf einstellen, dass der Anime in der zweiten Hälfte eine Neuinterpretation ist, sich also nicht mehr an die Vorlage hält - ich denke nicht, dass man aus diesem Thema viel mehr hätte herausholen können. Gut ist auch, dass Nagai wie immer ein Fünkchen mehr Wert auf die Charaktere legt als es sonst in diesem Genre üblich ist. Er hat ein paar nette Konflikte zwischen den Figuren eingebaut, die zwar genrebedingt immer noch einfach gehalten sind, aber den Helden zumindest etwas mehr Farbe geben und sich auch mit dem Pathos zurückhalten. Allgemein sind die Charaktere bei Railgun recht gelungen, allen voran die sympathische Mikoto, die mir schon in Index am besten gefallen hat. In diesem Fall hat es mich auch nicht so stark gestört, dass die Figuren alle sehr moe sind, wobei das zum Glück in erster Linie sowieso nur das Äußere betrifft.
Von der Action her kann der Anime auch überzeugen, die Kampfszenen wurden gut inszeniert und die Animationen sind so wie im ganzen Anime sicherlich überdurchschnittlich. Einziger Wermutstropfen ist, dass es relativ wenige von den Szenen gibt. Meistens geht es nur am Ende eines der Handlungsabschnitte richtig zur Sache (und es gibt nur zwei große).