In Bakemonogatari geht es um den Drittklässler Koyomi Araragi, der in der jährlichen japanischen 'Golden Week' von einem Vampir angefallen und gebissen wird. Seitdem sieht er nur noch seltsame, übernatürliche Dinge wie Gespenster und Dämonen. Unter diesen paranormalen Dingen findet sich auch die Schülerin Hitagi Senjōgahara, die noch nie ein Wort mit ihm gewechselt hat. Sie stolpert, fällt kopfüber die Stufen hinab - und wird zum Glück noch rechtzeitig von Koyomi gefangen. Dabei erkennt er ihr Geheimnis - sie hat kaum Gewicht. Hitagi meint, das wäre so, seit sie eine seltsame Krabbe getroffen hat. Da Koyomi schließlich beschließt, Hitagi mit ihrem Geheimnis zu helfen, geht er mit ihr zu Meme Oshino, einem Mann mittleren Alters, der ihm vor nicht allzu langer Zeit mit seinem Vampir-Problem helfen konnte...
Jeder Arc beschäftigt sich mit Koyomi und einem anderen mysteriösen Mädchen und er fängt langsam an zu denken, die Ereignisse rund um die Mädchen hätten irgendeinen zentralen Grund...
Eine lustige Romanze rund um paranormale Geschehnisse, die auch vor Parodien und Wortwitzen nicht zurückschreckt.
Bakemonogatari, aka Ghost Story, und doch sind es nicht die Geschichten an sich, die diesen Anime tragen sondern vielmehr die Figuren, die in ihrem Mittelpunkt stehen. Statt Action oder Mystery sind es die Dialoge zwischen den Protagonisten, die diesen Anime durch ihre schnelle, schlagfertige und mitunter absurde Art mit Leichtigkeit über den Durchschnitt erheben, wobei der SHAFT-typische, abstrakte Animationsstil wieder das seine tut um diese leicht irreale Stimmung zu unterstützen.
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„If I kill you, that means I'll be the one closest to you when you're on your deathbed. Isn't it romantic?” Wie oft hört man denn schon solche Worte von der Heroin gegenüber dem Helden einer Geschichte? Doch gibt dieser Satz schon ein ganz gutes Bild von der schon in der Einleitung erwähnten Stärke des Anime, den Dialogen zwischen den skurrilen Figuren. Viel zu selten bekommt man sonst leider leicht abgedrehten, schwarzen Dialoghumor zu sehen, der auch ein wenig erwachsener wirkt als sonst üblich, wenn etwa das Thema Sex zumindest vom weiblichen Cast offen angesprochen wird. Bevor es soweit ist, muss man sich aber auch hier etwas gedulden, bis Senjougahara als Protagonistin vollständig integriert ist und damit das erste von mehreren Mädchen ist, mit denen die Hauptfigur Araragi konfrontiert wird und die es allesamt gemein haben, ihn durch ihre Eigenarten, Schlagfertigkeit und Unbefangenheit aus dem Konzept zu bringen.
Was den Rest des Anime angeht, der kommt an die Dialoge nicht ganz heran. Die Geschichten haben vom Konzept her vielleicht etwas Ähnlichkeit mit Mushishi, in dem Punkt, dass das Schicksal von Menschen erzählt wird, die mit übernatürlichen Dingen in Kontakt kommen und nun davon befreit werden müssen. Dieses Konzept ist noch nicht verbraucht und die Schicksale sind auch ganz nett, aber wirklich besonders bzw. mitreißend sind sie in der Regel nicht. Die Charaktere wiederum sind gerade wegen ihrer Eigenarten sympathisch, auch wenn sie nicht gerade tiefgründig sind und man sie mitunter auch ein wenig zu offensichtlich für Fanservice missbraucht.
Was die Animation angeht braucht man ja wieder nur einen Blick auf die Screenshots werfen, SHAFT wie man es kennt. Bis auf eine manchmal etwas zu hohe Sterilität bei den Hintergründen, passt der Stil mit seiner häufigen Surrealität, den eingeworfenen Comicelementen und der oftmals düsteren, von rötlichem Farbton getragenen Grundstimmung, in seiner etwas schrägen Mischung gut zu den Dialogen und weiß deren Wirkung zu verstärken.
Fazit: Wer auf der Suche nach gelungenem, schrägen Dialoghumor ist, der findet hier wohl den besten Vertreter aus dem Animebereich.
Bis vor Kurzem wusste ich gar nicht, dass die Farben Schwarz und Rot eine so große Rolle spielen können - abgesehen von Zeichnungen natürlich. Aber nachdem in Bakemonogatari ca. jede Minute ein Screen, auf dem "Schwarz" steht, eingeblendet wird, bin ich erstmal ins Grübeln gekommen. Aber das ist nur eine Besonderheit("Oddity"), die man im Anime zu sehen bekommt...
Der High School Schüler Koyomi Araragi fängt eine seiner Mitschülerinnen auf, die gerade etliche Stockwerke über ihm von der Treppe gestürzt ist, und stellt fest - Mann! Die wiegt ja kaum was! Von diesem Zeitpunkt an hilft er diesem und weiteren Mädchen, die auf übernatürliche Art und Weise von den merkwürdigsten Problemen heimgesucht werden. Diese sind immer auf mehr oder weniger tragische Schicksale der Charaktere zurückzuführen. Natürlich braucht Araragi auch eine Art Mentor, der ihm bei seinen "Klienten" hilft - Meme Oshino
Charaktere
Koyomi Araragi Er ist der Hauptprotagonist neben Senjogahara und ist vom Gemüt her eher ruhig veranlagt. Immer hilfsbereit startet er in jeden neuen Tag und wird dabei(nach Folge 1) von Senjogahara begleitet, die ihm nach ihrer Rettung durch Araragi sehr dankbar ist. In Wortgefechten mit ihr zieht er so gut wie immer den Kürzeren.
Hitagi Senjogahara Die weibliche Hauptperson hat im Gegensatz zu Araragi vom geistigen Potential her ganz schön was auf dem Kasten. Das lässt sie ihn bei ihren täglichen Gesprächen, die sie oft und gerne führt, immer spüren - Es ist nicht selten der Fall, dass sie von verschiedensten Leuten "Tsundere" genannt wird. Trotzdem steht sie immer zu ihm und bewundert ihn, was auf Gegenseitigkeit beruht. Außerdem erscheint sie wesentlich reifer als er und überrascht ihn oftmals mit ihrer sexuellen Unbefangenheit - was übrigens alle weiblichen Personen an sich haben, denen Araragi hilft.
Meme Oshino Dieser Herr hat Araragi schon bei seinem "Vampirproblem" geholfen. Deshalb wird er von Araragi immer besucht, wenn es darum geht, einen kompetenten Menschen zu finden, der sich mit Göttern, Teufeln, Flüchen oder anderen Dingen auskennt, die den menschlichen Verstand normalerweise überschreiten. Aber alles hat seinen Preis. Für seine Arbeit verlangt er auch mal ein größeres Sümmchen Geld, was ihn aber nicht daran hindert, in einem Rohbau sein Dasein zu fristen.
Animation Ich denke dazu muss man nicht viel sagen. Jede Folge war für mich eine einzige Augenweide. Schnelle Bildwechsel stehen immer an der Tagesordnung. Dagegen hab' ich normalerweise nichts, aber was der Nachteil ist, liegt nahe: Oft hat man kaum eine Chance, den Text vollständig zu erfassen. Wenn man dann auch noch keine guten Englischkenntnisse besitzt, hat man schlechte Karten. Aber selbst mit einem deutschen Sub sollte man noch seine Probleme haben. Das ist aber leicht zu verschmerzen. Was des Weiteren ins Auge sticht, sind "Hybrid-Animationen" - also teils Animation teils Echtaufnahme. Aber das kennt man ja schon und ist eine wilkommene Abwechslung. Auch die Charakterzeichnungen sind in meinen Augen sehr gelungen. Man kann gar nicht anders als die Charaktere sympathisch zu finden. Besonders Senjogahara hab' ich sofort ins Herz geschlossen. Insgesamt ergibt alles ein rundes Gesamtbild und ist stimmig bzw. untermalt nocheinmal die Thematik.
Dialoge Wie schon beschrieben, sind diese auch für mich das Herzstück des Anime. Es vergeht keine Folge, in der ich nicht mindestens einmal geschmunzelt habe. Meist sind die Dialoge durch ein schnelles Hin und Her geprägt. Besonderen Spaß macht es, Senjogahara und Araragi zuzuhören. Hierbei driften die Gespräche sogar manchmal ins Absurde ab. Oder habt ihr schonmal erlebt, dass man zwei Minuten darüber diskutiert, ob jemand stumpfsinnig ist oder nicht? Davon abgesehen muss man immer voll konzentriert sein. Dies begründet sich zum einen auf den komplexen Themen, zum anderen auf die schnelle Dialogführung und wieder zum anderen auf die Tatsache, dass der Anime für uns nur gesubbt ist - abgesehen von denjenigen, die des Japanischen mächtig sind. Somit ist es, wenn man ALLES verstehen will, unumgänglich, zwischendurch mal den "Pause-Knopf" zu drücken und eine Szene zweimal anzusehen. Nichtsdestotrotz bin ich damit recht gut zurecht gekommen. Aber wenn die gesamte Serie deutsch gesubbt ist bzw. in ferner Zukunft sogar ein Dub zur Verfügung steht, werde ich mir den Anime mit Freude nochmal anschauen.
Opening/Ending Das erste Opening("Staple Stable") ist schön anzuhören, aber nichts Außergewöhnliches. Das zweite und jedes folgende Opening hat mich nicht wirklich vom Sessel gerissen. Was aber sofort im Ohr hängen blieb, war das Ending "Kimi no Shiranai Monogatari" von Supercell. Ein absoluter Ohrwurm, den ich mir auch anhören würde, wenn ich nicht gerade den Anime schaue. Hier scheiden sich aber üblicherweiße die Geister. Hört einfach selbst rein!
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bakemonogatari(bzw. Ghost Story) ein ausgezeichneter Sommertitel ist, den ich anfing zu schauen, obwohl noch nicht alle Folgen releast wurden(was ich normalerweiße nie mache) und von Folge zu Folge zum Weiterschauen motiviert. Zwar passagenweise sehr textlastig für diejenigen, die Action bevorzugen, aber gerade diese Dialoge lassen den Anime zu etwas Besonderem werden, und heben ihn somit vom Einheitsbrei ab. Aufgrund der etwas "komplizierteren" Texte steht einem hohen Rewatchwert auch nichts im Weg. Schließlich will man ja auch alles verstanden haben. In gespannter Erwartung auf die letzten drei Episoden kann ich nur meine Empfehlung aussprechen.
EDITIERT nach Folge 12: Obwohl ich diesen Kommentar grundsätzlich, trotz der fortschreitenden Episodenzahl, nicht erneut bearbeiten wollte, so hat mich das Ende der TV-Folgen doch motiviert, gegenteiliges zu tun, indem ich nochmals verkürzt meine Eindrücke zu den letzten drei Folgen, seit ich dieses Review verfasst habe, im Folgenden wiedergeben will.
Zunächst einmal bin ich mit Skepsis in die letzte Episode gegangen. Denn wie einen unzählige Erfahrungen bereits gelehrt haben, ist das Finale im überwiegendem Großteil aller Fälle doch eher ernüchternd, wenn nicht sogar enttäuschend oder sogar deprimierend – und das ist keinesfalls positiv, im Sinne von „deprimiert, dass es vorbei ist“, gemeint!
Doch was sich mir da bot war keineswegs ein verkorkstes Dejavu vieler anderer, unglücklich verendeter Animeserien. Im Gegenteil: An diesem Ende sollten sich Serien, die den Anspruch erheben Romancetitel zu sein, mehr als eine Scheibe abschneiden; denn selten habe ich einen Anime gesehen, der mich beim Ausklingen auf ähnliche Weise zufrieden gestellt und mir gleichzeitig Lust auf mehr gemacht hat.
Schaut man sich den Verlauf von Bakemonogatari an, so stellt man fest, dass die Serie ungefähr nach der Halbzeit doch deutlich an anfangs integrierten Elementen einbüßt. Die hitzigen Dialoge von Araragi und Senjogahara fehlen aufgrund der Abwesenheit von Hitagi komplett. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine amüsanten Gespräche mehr gibt. Es macht auch Spaß, Kanbaru, Nadeko und Hanekawa zuzuhören; aber das berühmte gewisse Etwas an Zynismus und Sarkasmus muss leider entbehrt werden. Die Protagonisten des laufenden Arcs werden in der Regel von den Ex-Protagonisten des vorherigen Arcs begleitet. Der Plan, die Charaktere eines Arcs im Nächsten nicht gleich ins Abseits zu stellen, ist sicherlich gut gemeint; zumindest hätte man aber vereinzelt die ein oder andere Konversation zwischen Hitagi und Koyomi einfließen lassen können. Natürlich reicht die Folgenzahl bei Weitem nicht aus, um allen Wünschen und Erwartungen gerecht zu werden. Die Animationen gelangen nach einem kleinen Hänger zwischendurch im letzten Viertel des Anime auch wieder zu alter Stärke. Doch zu meinem Erstaunen hat gerade die letzte Folge alle guten Eigenschaften der Serie nochmals verkörpert wie keine andere. Obwohl man in Sachen Arc-Story so gut wie nichts erfährt, wird uns nochmals eindrucksvoll vor Augen geführt, dass ein „simpler“ Meinungsaustausch zwischen Araragi und Senjogahara über eine ganze Folge hinweg bestens unterhalten kann und dabei alles wieder gutzumachen scheint, was in den letzten fünf Episoden vermeintlich versäumt wurde. Das Thema Liebesbeziehung wird so offen und unkonventionell behandelt wie man es sonst kaum zu Gesicht bekommt. Trauen sich andere Gestalten aus der hiesigen Animewelt kaum das „L-Wort“ auszusprechen, bekommt man hier eine wirklich reife Variante einer Beziehung geboten, die locker mit den Großen des Genres mithalten kann. Normalerweise würde ich mir wünschen, dass ein derart gelungenes Ende zum Wohle meiner guten Erinnerung nicht fortgesetzt werden sollte. Dennoch ist der Tsubasa-Arc nicht abgeschlossen und somit warte ich nun mit Spannung auf die letzten drei Web-Folgen, zwar mit wenig Erwartungen, aber mit umso mehr Vorfreude auf eine kleine Zugabe. Angesichts der durchweg positiven Resonanz bin ich mir fast sicher, dass wir im nächsten Jahr eine Fortsetzung zu sehen bekommen, denn mit Bakemonogatari ist SHAFT auf jeden Fall ein mehr als hervorragender Titel gelungen.
Geistergeschichten auf Asiatisch – ein wenig Grusel und dazu noch eine extra leichte Romanze. Die herausragenden Eigenschaften von Bakemonogatari sind dabei die Charaktere, ihre Dialoge und die gewaltigen Bilder, in denen sie sich bewegen.
Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht des Hauptcharakters Araragi Koyomi in der Vergangenheit kommentiert, überwiegend durch seine gesprochenen Gedanken, die seinen Eindruck von dem Moment in der Geschichte beschreiben. Der andere Teil wird dagegen durch schnell aufeinander folgenden Texttafeln aus seiner Sicht kommentiert. So wird die Vorgeschichte zur Serie, wie auch zu den einzelnen Geschichten, direkt am Anfang sehr schnell zusammengefasst, sowie seine unausgesprochenen Worte und Gedanken, während er mit anderen Dingen beschäftigt ist.
Charaktere
Ähnlich komplex sind die zahlreichen Dialoge, die Araragi Koyomi mit seinen Gegenübern führt. Zunächst wirken da Oshino Meme und Hanekawa Tsubasa sehr oberflächlich, dessen Eindruck bei Oshino sehr schnell umschlägt, während Hanekawa dagegen nur schleichend und andeutungsweise über die gesamte Handlung aufgebaut wird. Ein anderes Bild liefern Kambaru Suruga, Hachikuji Mayoi und Sengoku Nadeko, die mit ihren übernatürlichen Problemen in die Geschichte integriert werden und nachfolgend ihre Beziehung zu Araragi Koyomi erhalten. Herausstechend wird sein Verhältnis zu Senjougahara Hitagi, die jedes seiner und ihrer Worte sachlich korrekt auf der Goldwaage parat liegen hat – ein ruhiges Wasser, das sehr, sehr tief ist.
Bild- und Tongewalt
Bei diesem Anime steht der Spaß unüberseh- und -hörbar im Vordergrund. Das, was man von einer Geistergeschichte auf Anhieb erwarten würde, ist sie es jedenfalls nicht – außer grausam/blutig und das ist er an entscheidenden Stellen nicht zu knapp, und dass auch zurecht nicht in der Fernsehversion.
Die Schrifttafeln, die kein Mensch in der präsentierten Geschwindigkeit lesen kann werden in deren wahrem Tempo durch den Einsatz von der Percussion nochmals beschleunigt und sehr eindringlichen dramatisiert: Praktisch ist jeder Schlag der großen Trommel = ein neuer Text = ein Schlag auf die Pause-Taste – um es spielerisch zu beschreiben. Es ist praktisch unumgänglich sich eine Episode mindestens zweimal anzusehen, um nur diese Informationen bewusst und zeitnah verarbeiten zu können.
Die Grundstimmung zu beschreiben, die Bakemonogatari einnimmt, kann man nur als „fröhlich“ bezeichnen. Das fällt alleine schon bei den verschiedenen, charakterbezogenen Openings auf, wie aber auch bei dem Ending, dessen Lyrik in der zwölften Episode – der Letzten der Fernsehausstrahlung – die Handlung auf beeindruckende Weise dort abrundet. Auch die Bildfarben und der Soundtrack ergänzen sich gegenseitig, und wenn die Charaktere ihr Spiel darin spielen, bleibt diese Stimmung durchwegs erhalten.
12 Episoden
Ich kann sagen, dass mir der Anime in seiner Fernsehausstrahlung eine sehr große Freude bereitet hat, und im Hinblick auf die angekündigten drei abschließenden Episoden sich seine Bewertung eigentlich gar nicht mehr verschlechtern kann. Für mich könnten einer oder können alle lieb gewonnenen Charaktere ohne besonderen Grund tot umfallen oder vollends Ecchi werden – die ausgestrahlten zwölf Episoden sind es, die mich derart begeistert und meine Bewertung weit über die zur Verfügung stehende Skala bewegt haben.
HDTV vs. BD
Was aber kaum auffällt, ist eine Steigerung im Detailgrad, und zwar im Unterschied zwischen den ausgestrahlten Episoden und der kaufbaren Version. Praktisch jedes Bild wurde für die Blu-Ray neu gezeichnet, neu kompositioniert, und dem verstärkt abstrakten Stil angeglichen. Was im Fernsehen in HD schon Traumhaft aussah, kann sich jetzt mit einer „Steigerungsform-von-Traumhaft“ beschreiben lassen.
Finale
Meine Pause-Taste ist dem leicht geänderten Erzählstil wahrscheinlich noch dankbarer als ich, da mein Kanji-Wortschatz schon viel früher in der Serie sehr zu wünschen übrig ließ.
Mit den letzten drei nachgereichten Episoden findet diese Serie ein Ende wie man es sich wünschen kann. Hanekawa Tsubasa wird durch ihr Alter-Ego, der weißen „Katze“, nicht nur penetrant aufreizend in die zentrale Szenerie gesetzt, sondern wirkt auf die fatalste Weise schicksalhaft, ominös und extremst bedrohlich auf Araragi Koyomi und dazu auf seine Beziehung zu Senjougahara Hitagi – es ist schön der Geschichte bis zu ihrem Ende zu folgen und dann einige divergente/schmerzliche Sympathien zu den Hauptcharakteren entwickeln zu können, was nach wie vor auf die tolle und vielleicht auch ein bisschen geniale Erzählstruktur zurückzuführen ist.
Bakemonogatari ist nun für sich eine abgeschlossene Geschichte. Die von Anfang an offenen Fragen um den Hauptcharakter Araragi Koyomi, als auch Oshino Meme und Shinobu – diese bleiben nach wie vor dem Light Novel Kizumonogatari – der Fortsetzung zu Bakemonogatari – vorbehalten und werden nicht erzählt.
Aus meiner Sicht wird bis zum Schluss sehr viel Wert auf die Qualität der Serie gelegt – es passt einfach alles viel zu gut zusammen, und selbst dass wurde mit der Veröffentlichung auf BD noch verbessert. Es ist mir eine kleine Vorfreude wert, eine Hoffnung und auch ein Wunsch, dass auch die Fortsetzungen ihren Weg in eine ähnlich unterhaltsame Animeumsetzung finden werden.