Frisch in der Stadt angekommen wird Yuuhi von einer Gruppe Schläger bedroht. Als Retter in ihrer Not erweist sich ein Junge namens Junichi, der sich jedoch danach wieder aus dem Staub macht. Als sie wenig später ihrer neuen Klasse vorgestellt wird, stellt Yuuhi mit Überraschung fest, dass Junichi einer ihrer Klassenkameraden ist. Die Freude über das Wiedersehen mit ihrem Retter währt jedoch nicht lange, denn durch ein Missverständnis endet der Tag damit, dass er ihr ihren ersten Kuss stiehlt. Dem nicht genug muss sie bald darauf feststellen, dass er der von ihren Eltern für sie ausgesuchte Verlobte ist und sie nun gemeinsam mit ihm und seiner Schwester Minato leben muss. Schnell fasst sie den Beschluss ihn bloß zustellen, um ihren Eltern zu beweisen, dass er kein adäquater Partner für sie ist.
Weia. Irgendwie hab ich kein Glück mit neuen Serien. Da macht auch Akane-Iro ni Somaru Saka (kurz AkaSaka) keine Ausnahme. Es folgt eine Ode an die Brillanz jenes Werkes, die möglicherweise hier und da rantige Züge annehmen kann.
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Der Anime basiert auf einem wohl recht erfolgreichen Eroge, dementsprechend typisch das Setting: ein Oberschüler, viele Mädchen, Liebe, Missverständnisse, lustiges Schülerleben. Worum geht es im Einzelnen? Jun’ichi hilft einem ihm unbekannten Mädchen aus der Klemme, als dieses von den üblichen ‚local punks’ bedrängt wird. Dem ritterlichen Auftritt folgt die große Überraschung als die Gerettete sich binnen kurzer Zeit als Jun’ichis neue Klassenkameradin und arrangierte Verlobte herausstellt.
Durch die Hintergrundgeschichte vom Storyboard-Grabbeltisch kalauert sich eine recht große Anzahl hübscher Frauen, der Protagonist und ein männlicher Sidekick-Charakter. Jun’ichi wird ganz zu Beginn noch als cool und kompetent dargestellt, doch sinkt er bald auf ein Niveau herab, das sich irgendwo zwischen Witzfigur, Prügelknabe und verstocktem Teenager ansiedelt. Über den Sinn, eine Figur als den großartigen ‚Geno-Killer’ einzuführen, um sie dann im weiteren Verlauf des Animes als fade Wurst darzustellen lässt sich streiten. Die weiblichen Gegenstücke sind nicht ganz so schlimm, gehen einem aber nach einiger Zeit mit stereotypem, aufdringlich überzeichnetem Gehabe teilweise beträchtlich auf die Nerven. Der Sympathie-Funke will zu keiner Zeit überspringen.
Die Geschichte arbeitet nach und nach alle unverzichtbaren School-Comedy-Elemente ab. Da wären zum Beispiel das Schulfest, ein Date, ‚weltfremdes Prinzesschen vs. Alltagsleben’ und so weiter. Damit der Zuschauer nicht vollkommen vor lauter erzähltechnischer Raffinessen in den süßen Schlaf gewiegt wird, wird das Ganze von Comedy- und Romantik-Einsatz getragen. Die Komödie setzt leider nicht auf Wortwitz oder geschickt platzierten Slapstick, sondern schlägt entweder mit dem Holzhammer zu, indem auf einen grotesken, deplazierten Höhepunkt der jeweiligen Folge hingearbeitet wird. Die Alternative besteht aus immer wiederkehrenden Aufhängern, in der Regel auf Kosten Yuuhis Tsundere-Persönlichkeit. Für den Romantik-Fan gibt es von der ersten Folge an ein mehr anstrengendes als amüsantes Hin und Her zwischen Jun’ichi und Yuuhi, das sich gegen Ende zu einer rekordverdächtig rasant abgehandelten Dreiecksromanze entwickelt. Um es kurz zu machen: weder das eine noch das andere kann überzeugen und stellt bestenfalls einen mittelmäßigen Aufguss des immer gleichen, sattsam bekannten Konzeptes dar. Der Unausgegorenheit wird in den letzten Folgen dann die Krone aufgesetzt. Hier sollten wohl ein paar Überraschungen eingebaut werden, um die Geschichte noch mal in Fahrt zu bringen. Das geht aber grandios nach hinten los, so dass man lediglich den Kopf schütteln kann ob dessen, was einem da gerade als ‚Story’ verkauft wird. Eine OVA ist ja bereits angekündigt. Honni soit qui mal y pense.
Ein Urteil über die handwerkliche Qualität fällt nicht ganz so übel aus. Die Zeichnungen finde ich persönlich hübsch gemacht, die Animation dagegen ist sehr sparsam, was dem Anime besonders in Szenen mit vielen Figuren einen hölzernen Eindruck verleiht. Die Akustik geht in Ordnung, wenn man nicht gerade Aversionen gegen fiepsige Frauenstimmen hat.
Kurz: AkaSaka startet noch ganz manierlich, entwickelt sich dann jedoch schnell zu einem schwer genießbaren undefinierbaren Gemengsel aus Slapstick und Beziehungskiste. Zusammengehalten wird es von einer Rahmenhandlung, die sich nicht so recht entscheiden will, ob sie nun langweilig oder bescheuert sein soll.
Akane-iro ni Somaru Saka basiert auf einen Eroge. Bedeutet in den meisten Fällen wird’s ein Hentai oder wie hier eine Comedy-Romanze. Was sind die Zutaten um daraus einen Anime zu machen?- Viele (attraktive) Mädchen? Bingo!- stinknormaler Protagonist? Bingo! -wenig Story? Bingo! Actionszenen mit Mami &Papi? Bing….was???
... [ mehr lesen ] Wer die ersten Minuten zu Akane-iro gesehen hat, sollte sich nicht wundern, dass man statt Schulmädchen aus Hollywood geklaute Geheimagenten zu Gesicht bekommt, denn das gibt es noch häufiger zu sehen. Doch tatsächlich handelt Akane-iro von einem reichen, leicht reizbaren, aggressiven Mädchen, die gezwungen wird, den sogenannten Geno-killer zu heiraten. Da H-Games meistens nicht sonderlich viel an Inhalt bietet außer vielen Dialogen mit eingeschränkten Antwortmöglichkeiten und freizügigem Bildern, müssen natürlich Filler her, um die 12 Episoden vollzukriegen. So gibt es bei Akane-iro neben den erwähnten Agentenszenen das komplette Standardprogramm: Besuch bei heißen Quellen, Schulfest, Supermarkt, kochen usw. Aber auch bei der Comedy gibt es nicht viel Neues. Zwar gibt es auch durchgedrehte Momente, aber dies wirkte jedoch meist mehr Lächerlich als Lustig auf mich. Nach einen eher langweiligen Mittelteil ohne echte Höhepunkte, gibt es gegen Abschluss der Serie gibt es dann noch ein wenig Drama mit einem akzeptablen, aber eher voraussehbaren ende.
Im Mittelpunkt steht der Geno-killer Junichi, die verlobte Yuuhi und Minato, die Schwester von Junichi. Die anderen weiblichen Charaktere(cover / Screens) spielen beim Anime nur bedingt bis gar keine Rolle, während diese im Game wahrscheinlich auch zu Wahl standen, sodass eigentlich kein richtiger Harem zustande kommt. Allzu schlimm find ich das aber nicht, denn sie wirken hirnlos und werden mit steigender Länge immer nerviger.
Animation ist mit Ausnahme von einigen Stellen befriedigend. Auch das Charakterdesigne find ich recht ordentlich. Doch bei einigen Figuren muss man sich die Frage stellen, bei welchem Friseur sie waren, denn die Frisuren sind teilweise recht ungewöhnlich.
Naja…kurz gefasst ist Akane-iro durchschnittliche Comedy-Romanze + Agentenkram von Nebenfiguren, das nicht wirklich zur Story beiträgt. Ob das eine gute Mischung ist, lässt sich streiten. Wer noch keine/wenige H-game Adaptionen gesehen hat, könnte etwas Gefallen an Akane finden. Ansonsten wird man sich wegen wiederkehrenden Witzen und Inhalten aus anderen Eroge langweilen.
Es gibt Visual Novel Adaptionen, die können auch aus einem wenig originellen Setting dank sympathischer Charaktere noch einen unterhaltsamen Anime hervorbringen. Und es gibt Visual Novel Adaptionen, die ein einfallsloses Setting haben, oberflächliche, langweilige Charaktere und dieses Manko dann durch vermeintlich lustige, übertriebene Einlagen erfolglos auszugleichen versuchen, solche wie Akane-Iro ni Somaru Saka.
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Schon lange habe ich keine derart öde Romantic-Comedy mehr gesehen. Zu Beginn sieht es ja noch nicht so schlimm aus. Zwar bemerkt man schnell, dass der Anime sicher keinen Innovationspreis gewinnen wird, aber der Ersteindruck ist nicht viel schlechter als bei anderen Visual Novel Adaptionen. Doch schon bald beginnt man immer öfter die Augen zu verdrehen. Hat man schon einige Anime dieser Art gesehen, dann wird man hier so gut wie gar nichts Neues entdecken können sondern nur den x-ten Aufguss altbekannter Schemen und Witze, die einen schon längst nicht mehr unterhalten. Besonders schlimm sind in diesem Punkt die Charaktere. Junichi ist ein Standard Harem-Held, leicht vertrottelt, etwas pervers und von einer ganzen Gruppe Mädchen diverser Archetypen insgeheim verehrt. Yuuhi ist schlicht und einfach eine Vorzeigetsundere, in einem solchen Ausmaß, dass sie einem einfach nur mehr auf die Nerven geht. 0 Besonderheiten, 100%ig berechenbar. Ihre Konkurrentin um Junichi – und das ist wahrscheinlich noch die größte Besonderheit des Anime – ist dessen Schwester Minato, die ebenfalls das Paradebeispiel eines anderen Stereotyps darstellt, dem der aufopferungsvollen, perfekten und umsorgenden Hausfrau. Dieses „grandiose“ Trio wirft man nun in den Schulalltag, der noch mit ein paar anderen Archetypen angereichert ist, von lebhafter Kindheitsfreundin über leicht verschrobene Schulsprecherin bis hin zur abgehobenen Tochter eines Industriemagnaten. Vielleicht um das Ganze nicht zu langweilig zu machen, hat man sich hier entschlossen, dass wenn man sich schon keine neuen Witze einfallen hat lassen, doch zumindest den allgemeinen Comedypegel auf ein ungewöhnliches Niveau zu heben. Herausgekommen ist dabei natürlich keine gut unterhaltende Komödie, sondern nur ein misslungener Versuch mit abgedrehten Comedyelementen wie Riesenroboterkämpfen etc. den Zuschauer zu unterhalten. Gleichzeitig wird dadurch die Romantik auf dem Mindestlevel gehalten und geht bis zum letzten Drittel nicht über die langweiligen Reaktionen der Tsundere und entsprechende „lustige“ Peinlichkeiten zwischen ihr und Junichi hinaus. Erst in den letzten Episoden versucht man noch einmal ein wenig Drama in die Serie zu bekommen und ich weiß nicht was mich geritten hat, aber ich hatte für einen kurzen Augenblick wirklich noch die illusorische Hoffnung, man könnte hier noch etwas Passables abliefern. Eine Hoffnung, die schon kurz darauf durch eine weitere Glanzleistung der Charaktere pulverisiert wurde, wodurch einem der Qualität der Serie würdigen miesen Ende nichts mehr im Wege stand.
Fazit: Vielleicht ist der Anime für Neueinsteiger in diesem Genre noch im Mindestmaß interessant, aber wer schon einige Romantic-Comedies gesehen hat, der sollte einen Bogen um ihn machen. Am laufenden Band nur altbekannte Witze serviert zu bekommen, dargebracht von Charakteren mit 0 Tiefgang, ist einfach nur langweilig. Falls jemanden die Schwester-Thematik in einem Haremsetting interessieren sollte, der greift besser zu Da Capo.