Im Jahr 1939 erschienen zum ersten Mal die menschenfeindlichen Neuroi auf der Erde. Ihre Herkunft und ihre Motive sind bisher unbekannt, doch zur Verteidigung richteten die Menschen die sogenannte "Strike Unit" zur Bekämpfung dieser Wesen ein. Unter ihnen befinden sich auch junge Frauen mit magischen Fähigkeiten, sie bilden die Elite Einheit der "Strike Witches" und setzten ihre Magie zur Bekämpfung aber auch zum Heilen von Verwundeten etc. ein. Eine von ihnen ist auch die junge Yoshika Miyafumi, die eine ganz besondere Motivation hat für die Menschen zu kämpfen...
Mein Name ist Pilop und ich schaue gerne Strike Witches! Vielleicht sollte ich eine Selbsthilfegruppe gründen, denn jede Woche freue es mich schon geradezu darauf mir wieder eine neue Episode einer Serie anzusehen, in der mit magisch betriebenen mechanischen Stiefeln und großen Waffen ausgestattete, auf jung getrimmte knapp bekleidete Mädchen, zu Zeiten des zweiten Weltkrieges gegen Aliens kämpfen und ihnen beim Einsatz ihrer Kräfte auch noch diverse Tierohren wachsen. Trash vom Feinsten kann man da nur sagen.
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Die Geschichte könnte wohl bescheuerter nicht sein und vielleicht ist das auch der Grund warum ich schon von Beginn an mit entsprechender Einstellung an diesen Anime gegangen bin. Yoshika Miyafumi, die eigentlich ein friedliches Leben ohne Krieg in Japan führen will, reist um ihren Vater zu suchen nach Britannia, der Hauptbastion gegen die außerirdischen Invasoren die schon Europa in Schutt und Asche gelegt haben. Dort legt sie ihre pazifistischen Ideale erst einmal auf Eis und schließt sich den Strike Witches an, jener schon in der Einleitung erwähnten Kampftruppe aus lauter äußerlich kindgebliebenen Teenagermädchen, die mit Waffengewalt und ihren magischen Flugapparaten gegen die Aliens vorgehen. Die Mitstreiterinnen stellen dann charakterlich eine schöne Klischeesammlung ihrer Herkunftsländer dar, wie die verfressene hyperaktive Italienerin, die emotionsarme Russin, die liebeskranke Französin, etc. Die Episoden bestehen schließlich aus viel Fanservice, eingebettet in die diversen Missionen und vor allem das Alltagsleben der Witches. Auf Dramaelemente hat man auch nicht verzichet und so werden anhand einzelner Hintergrundgeschichten Kriegsschicksale gezeigt, ohne dass man jetzt natürlich besonderen Tiefgang erwarten sollte.
Zugeschnitten ist der Anime ohne Frage auf Fans von Loli und Girls with Guns sowie eine Prise für Anhänger der Tierohren/Schwanz-Fraktion. Diese Kombination aus all diesen Elementen lässt einen den Anime schon von vornherein nicht ernst nehmen, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er es unbedingt darauf anlegt. Wofür man eine gewisse Toleranz aufbringen muss ist der Fanservice in Form der Modeerscheinung nur Unterbekleidung in Unterwäschegröße zu tragen inklusive laufender entsprechender Kameraeinstellungen. Ab und zu verdreht man bei diesen Dingen schon die Augen, aber der Anime ist als Gesamtes schon einfach zu absurd, als dass Ecchi stören könnte.
Fazit: Trash, Trash und noch mal Trash. Ziemlich unterhaltsam. Stereotype Charaktere, bescheuertes Setting , aber immerhin ein erträglicher, wenn auch sehr vorhersehbarer Dramateil. Sein Anspruchsdenken muss man natürlich schnell aufgeben, aber der Anime bietet genug trashige Unterhaltung.
Strike Witches erzählt die Geschichte von 11 Hexen, die mittels Zauberkraft, magischer Mechabeine und schwerer Waffen in Europa zum Zeitpunkt des 2.Weltkriegs gegen die mysteriösen Neuroi kämpfen, eine technisch überlegene Spezies, welche die Menschheit angegriffen hat. Dieses bekloppte Setting qualifiziert die Serie eindeutig für die Kategorie Trash, zumal die jungen Heldinnen auch allesamt recht luftig gewandet ihrem Tagwerk nachgehen.
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Die knappen Uniformen und das Fehlen jeglicher Beinbekleidung in Form von Hosen oder Röcken hat natürlich den Grund, dass die Witches im Alarmfall schnellstmöglich in ihre Striker Unit genannten Fluggefährte hüpfen können. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die Platzierung von Fanservice wird während der gesamten Serie groß geschrieben, sei es nun in Form von Pantyshots, zu denen die akrobatischen Flugmanöver reichlich Gelegenheit bieten oder den Tierattributen (Schwanz und Ohren), die den Hexen während ihres Einsatzes sprießen. Das Charakterdesign geht im Übrigen bei einigen Figuren schon arg Richtung Loli (die jüngste Protagonistin ist 12). Wer sich davon irritieren lässt, Finger weg! Denn den Höhepunkt setzt dem Ganzen mit der Episode 7 eine Nopan-Fanservice-Folge auf, die ausnahmsweise den Action-Teil ausklammert, komplett auf Ecchi-Comedy setzt und zumindest in der unzensierten DVD-Fassung überhaupt nichts mehr der Fantasie überlässt. Ansonsten steht Action eindeutig im Vordergrund, wobei hier auch nicht eine Luftschlacht die nächste jagt, sondern auch Zeit dafür aufgewendet wird, den Alltag der Mädchen auf der Basis zu dokumentieren. Wenn es dann aber zum Einsatz kommt, sind die Gefechte wirklich vom Feinsten - inszeniert mit viel Tempo und optisch sehr gefällig.
Die Charaktere sind genretypisch zwar stereotyp, aber sympathisch und den meisten hat man auch einen zu lösenden Konflikt mit auf den Weg gegeben, der sie über den Schauwert hinaus wenigstens ein bisschen interessant macht. Auch den obligatorischen Drama-Part kauft man ihnen daher besser ab - dieser geizt nicht mit Klischees, bietet kaum Überraschungsmomente (man will den Zuschauer ja nicht überfordern), ist aber durchaus nett gemacht. Nett im Sinne von unterhaltsam, denn mit diesem Cast lässt sich auch unmöglich ein ernst zu nehmendes Drama auf die Beine stellen (was auch nichts ins Gesamtbild passen würde). Mit immerhin 11 Strike Witches wird hier eine breite Palette unterschiedlicher Persönlichkeiten geboten, aus der sich jeder seine Favoritin heraus suchen kann, wenn auch Yoshika ganz klar die klassische Hauptfigur mit unerschütterlicher Moral und idealistischem Beschützerinstinkt darstellt. Erwähnenswert ist neben der visuell ansprechenden Umsetzung, sowohl was Animationsqualität als auch Charakterdesign angeht, noch die auffällige musikalische Begleitkulisse, welche die Action militärisch-pathetisch untermalt. Naja, wers mag.
Fazit: Fanservice-geladener Trash der unterhaltsamen Sorte, den anzuschauen schlicht und ergreifend Spass macht...wenn man jegliche Erwartung auf Anspruch oder Innovation von vorne herein über Bord wirft. Und für Pilops Selbsthilfegruppe habe ich natürlich auch schon eine Anmeldung ausgefüllt.
Strike Witches ist ein Musterbeispiel wie man viel Aufwand für Details betreiben kann, die letzendlich keiner Sau auffallen. Der Charaktercast der 11 Mädels basieren allesamt aus ehemaligen Fliegerasse. Ihre Mecha-Beine basieren auf echten Flugzeugmodellen und die Waffen die sie benutzen waren beim Great War auch wirklich im Einsatz. Merkt das der Anime-Zuschauer? Nö. Denn der Strike Witches Anime wird überlagert mit Pantyshots und oberflächlichen Klischees.
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Animationen Der Zeichnungsstil selber ist guter Durchschnitt. Für einen Flight Mecha Anime wurden die Hintergründe leider nur unspektakulär umgesetzt. Dafür sind die Kurven um das Gesäss immer top gezeichnet. Die Animationen der Charaktere sind meistens sehr flüssig und zum Teil auch sehr gut. Leider werden die gut animierten Szenen durch unlogische Physische Bewegung sehr relativiert. So wird aus einem schönen Sturzflug nichts anderes als ein Pantyshot-Fest, weil jede Bewegung in der Luft anscheinend eine Ausrichtung des Gesässes in Kamerablickwinkel erfordert. Das Fliegen mit Mechabeinen an solche physisches Gesetze gebunden sind, war mir bis dato nicht bewusst. Jedenfalls sind diese nun von meinem Wunschzettel gestrichen.
Sound Sowohl OP als auch Ending passen zum Anime sind aber keine Offenbaarung. Ich habe es nach 1-2 hören nurnoch übersprungen. Trozdem sollte der Detailliebe wegen erwähnt werden, dass das Ending immer von 2 Synchronsprechern der Serie gesungen wird und das Duo in jedem Ending ein anderes ist. Die Synchros generell passen alle so erschreckend gut, dass man wohl auch hier von stereotypischen Charakterstimmen sprechen kann. Die Backgroundmusik fällt nur seltenst auf.
Story Yoshika Miyafuji, eine überzeugte Pazifistin, will zwar nichts mit dem Krieg gegen die Neuroi, einer charakterlosen Alienrasse, zu tun haben, aber weil sie ihren todgeglauben Vater sucht, bricht sie nach Britannia auf, dem Teufelsherd im Krieg und Hauptlager des 501st Joint Fighter Wings, einer Elite Truppe von Strike Witches. Schon bald dort angekommen legt sie ihren Pazifismus ab und beginnt den Kampf gegen die Neuroi. Die Geschichte beginnt... und endet eigentlich auch damit. Denn was die nächsten 10 Folgen kommt ist mehr ein 'slice of life' einer Auszubildenden Witch als der grosse Konflikt zwischen Menschheit und Aliens.
Charaktere Wie schon oben beiläufig erwähnt, besteht der Cast aus den 11 Hexen, welche aus der ganzen Welt stammen. Vergleicht man die Anzahl der Charaktere mit der Episodenanzahl wird man mit einer sehr komplizierten mathematischen Formel, oder wahlweise mit dem natürlichen Menschenverstand schnell merken, dass hier Charaktertiefe und -entwicklung mit 12 Episoden so unverträglich sind wie Elefant und Maus. Zwar gibt es immer wieder mal einzelne Hintergründe zu wenigen Charakteren, die dem Zuschauer jedoch etwa so viel sagen wie der Katze der Begriff 'Komplementärfarben'. So Schwarz-Weiss die Sicht einer Katze ist, so Schwarz-Weiss präsentieren sich auch die Charaktere von Strike Witches. Da man Ihnen aus Episodenmangel keine Story einhauchen konnte, versucht man sie eben über Klischees schnell einzubetten. Neben der hyperaktiven Italienerin geben sich die obligatorische Sexbombe und die ebenso obligatorische schüchternde, an sich selbst zweifelnde Britin einander die Hand. Auch die restlichen 8 Charaktere glänzen mit schon-immer-dagewesenen Charakterzügen. Wer jedoch unter der grossen Auswahl an Menschenmädchen tatsächlich keine Sympathiesiegerin findet, darf sich über sein Lieblingstier eine persönliche Favoritin aussuchen. Schliesslich wächst bei einem Kampf jedem Charakter Tierohren und Tierschwänzchen und so ist von der Katze über den Puma bis zum Waschbär alles vertreten.
Fazit So viel negatives und dennoch eine 80iger Bewertung? Nun wahrscheinlich haben mich die oberflächlichen Ecchi-Animes des Jahres 2008 wie Kanokon mein ganzes Niveau gekostet. Den Strike Witches ist unglaublicher Trash. Und dennoch gefällts mir. Da ich dem Fanservice nicht abgeneigt bin, sinnfreie Animes zur Entspannung gerne schaue und die Light Novel wirklich überzeugen kann, war Strike Witches für mich dennoch ein grosses Vergnügen. Wichtig für potentielle Interessierte ist jedoch: Strike Witches wartet mit Trashunterhaltung und einer grossen Palette an Charakteren auf, welche den Anime zu keinem Weltbewegenden, aber unterhaltsamen Abendprogramm machen.