Der Krieg zwischen Menschen und den "Image", einer geheimnissvollen Alienrasse, ist schon seit einem halben Jahrhundert im Gange.
Im Jahre 2054 ist ein Junge an Board der Gekko, dem Mutterschiff der Einheit 303 der Befreiungsarmee, unter dem Kommando von Holland Novac. Sein Name ist Renton und sein Traum ist es, auf seinem Nirvash in den Krieg zu ziehen. Eines Tages beschließt er, seine Kindheitsfreundin Eureka, die vor 8 Jahren entführt wurde, zu retten und mit ihr zusammen nach Hause zurückzukehren.
Doch das Schicksal stellt ihre Liebe auf eine harte Probe und legt ihnen einige Hindernisse auf den Weg. Als die finale Schlacht mit dem Feind entbrennt, öffnen die beiden das Tor, um Legenden zu werden...
"Das Spiel zum Film"; "Die Fortsetzung von Film XXX" , jetzt neuerdings auch "Der Film zur Serie". Na das hört sich alles sehr fabelhaft an, besonders für die Fans, oder? Dummerweise sind sie in 98% aller Fälle SCHLECHT umgesetzt. ... [ mehr lesen ] Fangen wir von vorne an: Zunächst einmal muss ich erstmal klar stellen, dass die Geschichte einen komplett unterschiedlichen Setting hat als in der original Serie, nur die Charaktere und deren Charakterzüge (größtenteils) sind gleich geblieben. Statt Scub Coral heißen die Feinde jetzt "Images", Dewey Novac heisst jetzt Dewey Sörenstam und Dominic - hust- ist Rentons "Meister". Es gibt noch mehr Veränderungen aber jetzt habt ihr einen kleinen Vorgeschmack, was euch erwartet. (Oh, und da gibt's noch einen BABY-nirvash der die ganze Zeit "mukyuu~" geräusche macht)
Die größte Schwäche von Film wäre die Story: Der Film erzählt eine komplett neue und eigenständige Geschichte, also mit Plottwist, Charakterentwicklungen und allem drum und dran - und das in weniger als zwei stunden. Kann das gut gehen? NEIN Anders als in der Original Serie, wo fast alle Fragen schlussendlich zu etwas hinführen, einen Sinn ergeben und einen großartigen Abschluss findet, hat der Film im Gegensatz dazu einfach keinen - Sinn. Es wurden viele WTF-momente und Fragen aufgeworfen, die jedoch überhaupt nicht mehr angeknüpft und weitergeführt werden, sodass am Ende riesige plot holes übrigbleiben und zahlreiche Mysterien noch offen bleiben. Sorry, aber die Geschichte ist einfach unverständlich und ihr werdet euch sicherlich ärgern, wenn ihr nach 6580 Sekunden plötzlich aufwacht und euch dann fragt "wie, das war's jetzt?!??"
Selbst die Vielzahl an Dialogen tragen schlussendlich nur wenig zur eigentlichen Story bei, aber das liegt auch daran, dass der Film hauptsächlich auf die Beziehung von Renton und Eureka fokussiert . Wobei ich zum nächsten Punkt komme: die Dialoge. Ich weiss nicht, aber hier kommen die Charaktere sehr oberflächlich rüber und die Dialoge zwischen Renton und Eureka' Techtelmechtel sind einfach zu kitschig und banal, schlechter umgesetzt als in der originalen Serie, wo es noch hervorragend gepasst hat und noch einen süßen Charme hat. Auch sonst kommt der Cast im Film ziemlich blass vor, was sehr schade ist, wenn man sie doch in der TV Fassung sehr geschätzt hat und sie damals noch viel lebendiger wirkten. Der Film hat jedenfalls einiges an jenem Charme verloren, was die originale TV Serie damals so brilliant ausgezeichnet hat.
Über die Animationen halte ich mich kurz, sie ist recht... bescheiden. Für ein movie ist das immer noch ein bisschen wenig, speziell die vielen Szenen recyclying, -die übrigens aus der TV Serie entnommen wurden-, fand ich deplatziert, einzig die Action Szenen sind immer noch spektakulär inszeniert. Zusammengefasst sind die Animationen ungefähr gleichzusetzen mit der 50-teiligen TV-serie. Schade, denn Bones hätte sicherlich noch mehr drauf gehabt. Der Soundtrack ist vorwiegend der Gleiche geblieben, was keineswegs negativ heißen soll, und die Synchronsprecher machen weiterhin einen guten job. FAZIT: Ich will nicht unbedingt sagen, dass es total misslungen ist, aber ich bin extrem unbefriedigt von dem Film. Den Film fehlt eben das gewisse Etwas. Okay, es tut gut, die liebgewonnenen Charaktere mal wieder zu sehen aber das entschuldigt nicht die löchrige Story und die fehlende Tiefe und Substanz.
Ganz klar: Wer (noch) sehr an der originalen Eureka Seven Serie hängt, der sollte sich diesen Film lieber nicht anschauen. Der ist streng genommen ziemlich überflüssig und macht obendrein euren guten Erinnerungen von Eureka Seven kaputt.
Halt, es gibt doch noch etwas positives zu sagen und zwar ...
Angenommen, du konntest mit Eureka 7 überhaupt nichts anfangen oder hast einfach so gar keine guten Erinnerungen mehr an die Serie, dann empfehle ich hier einen Blick zu riskieren. In der erträglich langen Laufzeit verbergen sich einige nette Paralleln zum Original und doch ist alles anders. Zwar schwächelt dieser Film genauso wie die Serie ab der Mitte etwas, aber dann ist es ja auch gleich geschafft und die richtig guten Animationen zu genießen macht am Ende auch ohne Story Spaß. Yep, soll heißen, dass der Film handlungstechnisch nichts zu bieten hat. Macht aber auch nichts weiter, wenn Eureka im Bild ist. Ob nun als Loli zu Beginn oder mit langen Haaren (und nackt) gegen Ende. So richtig Spaß kann der Film aber nur machen, wenn man wenigstens die Hälfte der Serie gesehen hat, denn nur dann kann man die vielen lustigen Anspielungen verstehen.
Wie die anderen Kommentatoren vor mir hatte auch ich die Serie gesehen, es lag bei mir aber schon zwei Jahre zurück. Ich habe mir den Film von vorneherein mit nicht besonders hohen Erwartungen angesehen und durchaus schon in der Annahme, dass es sich dabei in weiten Teilen um einen Zusammenschnitt handeln würde. So etwas ist nur selten wirklich überragend, aber fast immer eine nette Erinnerung an die Serie und deren Charaktere. In diesem Fall wurde ich wirklich enttäuscht. ... [ mehr lesen ] Das Äußere:
Der Film erschien mir tatsächlich über weite Strecken als ein Zusammenschnitt der Serie, auch wenn eine weitgehend neue Handlung mit neuem Hintergrund erzählt wird. Ich könnte jetzt nicht quantifizieren, wie viel wirklich recycelt wurde, aber es waren unter anderem jede Menge kleiner Randszenen, die auch dazu genutzt wurden, (nahezu) alle Personen der Serie wenigstens einmal einzublenden; Teile von oder auch ganze Actionsequenzen; viele oder das Gros der Szenen an Bord der Gekkostate; und mehr. Viele / fast alle alten Szenen wurden mit neuen Dialogen belegt, einzelne durch den Mini-Nirvash, den einzig neuen Charakter ergänzt. Wirklich neu waren die Einführung der Vorgeschichte mit Renton und Eureka als kleinen Kindern und weite Teile der Auflösung.
Durch das Gros der recycelten Szenen und die notwendige Angleichung der neuen Abschnitte ist die Animation vergleichbar mit der Serie und hat mir schon damals weitgehend sehr gut gefallen.
Zur Handlung und zu den Charakteren:
Die Handlung des Films ist gegenüber der Serie wirklich völlig neu. Daran ist zunächst mal nichts auszusetzen, im Gegenteil – gut umgesetzt hätte das dem Film auch für Kenner der Serie einen ganz eigenen Reiz gegeben. Tatsächlich wurden aber auch das Setting und die Voraussetzungen, auf denen die Handlung aufbaut, komplett umgekrempelt – lediglich die Grundlage der Technik ist geblieben, sonst hätte man das Filmmaterial ja nicht wiederverwerten können.
Was das Ganze letztlich für die erfahrenen Eureka Seven Zuschauer zum Problem macht, ist, dass auch die Rollen und Beziehungen nahezu aller Personen ebenso umgekrempelt wurden. Die Crew der Gekkostate ist nach wie vor die gleiche, aber die Gekkostate ist jetzt ein militärisches Schiff mit der Crew als Sondereinheit und Renton als jungem Leutnant. Renton und Eureka wurden ‚vorsichtig’ adaptiert, die Crew der Gekkostate wurde gewaltsam an die neue Rolle angepasst, alle übrigen Personen haben praktisch keinerlei Bezug mehr zur Serie.
Man hat die Handlungsträger und auch viele Nebenpersonen im Laufe von 50 Folgen kennen gelernt, ist mit ihren in der Serie stetig entwickelten Charakterzügen vertraut und wird jetzt mit Figuren konfrontiert, die mit den damaligen Personen nur mehr den Namen und das Gesicht gemein haben. Für neue Zuschauer mag dies kein Problem darstellen, für Fans der Serie ist es äußerst verwirrend.
Unmittelbar hieraus ergibt sich auch das Problem, das ich mit der Handlung hatte. Ich hatte immer wieder die Seriencharaktere vor Augen, die plötzlich ‚Out of Character’ agierten. Für einen unbedarften Zuschauer womöglich logische und nachvollziehbare Zusammenhänge erschienen mir an den Haaren herbeigezogen, weil die Verhaltensmuster der Akteure nicht mehr stimmten. Dass weiterhin nahezu alle Personen der Serie auch wenigstens einmal eingeblendet werden sollten, trug auch nicht gerade zum Verständnis der Handlung bei.
Offensichtliche eigene Schwächen der Handlung wie z.B. das im Vergleich zur Serie nicht viel bessere Ende des Films sind bei meiner Bewertung nur mehr i-Tüpfelchen.
Fazit:
Wirklich interessieren würde mich die Beurteilung durch einen Zuschauer, der Eureka Seven bisher nicht kannte, den dessen Urteil mag anders ausfallen. Für mich als Kenner der Serie ist der Film eine der schlechtesten Filmadaptionen, die ich bisher gesehen habe.