Yuji geht zur Schule und erlebt einen ganz normalen Sommerschulanfang. Sein letzter normaler Tag, nach dem sich alles ändern wird und nach dem nichts mehr so sein wird, wie zuvor...
Aber irgendwie kommt ihm das bekannt vor... Es ist September? Friagne der Jäger taucht zum ersten Mal auf? Shana erkennt ihn nicht? Seine Mutter kann ihm nicht sagen, wo sie Kaffee kauft? Was stimmt hier nicht?
Die Geschichte von Shakugan no Shana geht weiter... oder auch nicht...
Nach einem schwachen Einstieg entwickelt sich Shakugan no Shana 2 zu der schon aus der ersten Staffel bekannten Mischung aus Fantasy-Action und Dreiecksromanze, bei der Charakterentwicklung und Inszenierung der Actionszenen sogar den Vorgänger übertreffen. ... [ mehr lesen ] J.C.STAFF hat bei SnS2 einen großen Fehler gemacht, um mal mit den Schwächen zu beginnen, und das ist der Anfang der Serie. Zunächst kommen zwei Episoden, die inhaltlich so gut wie keinen Sinn machen und auch actiontechnisch nicht überzeugen können und danach wird sich lange Zeit stärker auf Slife of Life als auf die eigentliche Geschichte konzentriert. In dieser Phase fehlt dem Anime jegliche Spannung und ein Weiterschauen erfordert schon ein wenig Geduld beim Zuschauer. Mit Episode 8 und 9 zeigt der Anime dann aber, dass er auch anders kann und spätestens mit dem Pheles-Arc gelingt es ihm stetig die Spannung zu steigern, bis er dann sogar an seinem Vorgänger vorbeiziehen kann. Gefallen hat mir auch, dass der Anime diesmal mehr Wert auf Charakterentwicklung legt als in der ersten Staffel und Comedy und Fanservice dafür zurückgefahren wurden. Natürlich ist SnS2 inhaltlich keine Granate und oft muss der Plot durch Spektakel einige Fragezeichen aus dem Kopf des Zuschauers blasen, aber das ist es was Action ausmacht. Gerade die ist bei der 2. Staffel hervorragend inszeniert, wenn auch leider etwas rar gesäet. Insgesamt gesehen verkörpert SnS2 für mich all das was ein Action-Anime ausmachen muss, obwohl ich verstehen kann das jemand der mehr Wert auf Inhalt legt da wohl gegenteiliger Meinung ist.
Anders als in der 1. Staffel kommen diesmal die Nebencharaktere besser zur Geltung, was besonders auf die Entwicklung von Tanaka und teilweise von Keisaku zutrifft. In den späteren Episoden macht dann auch Yuji eine auffällige Entwicklung durch und lässt ihn den längst überfälligen Schritt nach vorne machen. Auf die Dreiecksbeziehung zwischen Yuji, Kazumi und Shana wird diesmal aber leider nicht ganz so stark eingegangen, selbst wenn der Anime in der letzten Episode einen Hauch von Auflösung präsentiert. Ansonsten ist alles beim alten geblieben, die Figuren sind nachwievor sympathisch und obwohl sie nicht wirklich Tiefgang besitzen auf ihre Weise trotzdem interessant. Und in der 2. Staffel haben mir die Gegenspieler, besonders Sabrac, besser gefallen als in der 1. Staffel.
Visuell überzeugt der Anime genauso wie die 1. Staffel; Charakterdesign und Animationen (besonders in den Actionszenen) bewegen sich auf einem für eine TV-Produktion hohen Niveau. Mindestens genauso gut ist der Soundtrack, der mal mit ruhigen, mal mit temporreichen Stücken die Handlung unterstützt. Außerdem haben mir besonders die beiden Openings gefallen, weil man bei ihnen mal was anderes als den üblichen J-Pop geboten bekommt.
Nachdem ich Shakugan no Shana II im ersten Anlauf abgebrochen und entsprechen verrissen habe wurde mir in letzter Zeit häufig nahegelegt, es doch nochmal zu versuchen, da die Serie sich zum Ende hin stark bessern solle. Das hat mich zumindest bewogen, mein altes Review zu löschen aber es sollten noch einige Monate dauern, bis ich dann doch genug Nerven hatte, mir das noch einmal anzutun. Und meine Meinung hat sich wirklich ... kaum geändert.
Aber fangen wir von vorne an. ... [ mehr lesen ]
Wo die erste Serie noch eine in meinen Augen gelungene Mischung aus Mysterie, Romance, School life und epischer Monsteraction war fehlt genau das im Sequel: Die Mischung. Shakugan no Shana II erinnert mich an ein Fürst-Pückler-Eis, in der die verschiedenen Elemente sauber voneinander getrennt sind, mit Mauern aus Stahlbeton mit Stacheldraht. Und Selbstschussanlagen. Das man nun ausgerechnet das Romanceelement nimmt, an Yujis lange Leitung noch einige Verlängerungskabel anschließt, einen Haremanime daraus bastelt und damit das erste Drittel der Serie füllt war eine Entscheidung, die wohl aus Alkoholmissbrauch entstanden ist. Denn eine Serie, die zuvor primär actionorientiert war über einen so langen Zeitraum lethargisch mit Harem + Schoollife zu füttern hat bestimmt nicht nur mich dazu bewogen, die zweite Staffel als Discontinuity abzuschreiben und die Lebenszeit lieber sinnvoll zu investieren.
Manche mögen nun sagen: Moment mal, da war doch die Actionszene am Anfang und der Flashback von Margery. Ja und beide sind Mittäter am Verbrechen. Die Serie mit Action einzuleiten und dann über einen langen, langen, laaaaaangen Zeitraum genau das NICHT zu bringen ist ein nicht gehaltenes Versprechen. Was nun die Rückblende angeht: Es wäre gut gelungen gewesen, wenn nicht von Anfang an für jeden klar war, wie es ausgeht, die Rückblende denn geschichtlich irgendeine Konsequenz gehabt hätte - zum Beispiel, wenn sie erklärt hätte, warum Margery nun genau den Silbernen mit solcher Inbrunst jagt - und wenn der Big Bad nicht gewirkt hätte, als wäre er geradewegs aus dem Sailor-Moon-Universum geflüchtet. Und am Wenigsten wett macht die Rückblende, dass gerade so ein Charakter wie Margery über die komplette erste Hälfte der Staffel ein komplett passiver Couch-Potatoe ist.
Um Folge 12 herum kommt dann der Wendepunkt: Man scheint sich im Studio daran erinnert haben, dass man hier Shakugan no Shana macht und nicht die 3. Staffel von Da Capo. Und auch, wenn bei Weitem nicht alle Plotlöcher gestopft werden, diverse Unsinnigkeiten auftreten und es inzwischen Formelcharakter hat, dass jeder Versuch Shanas, Yuji ihre Liebe zu gestehen ähnlich fatal ist, wie im Horrorfilm "Keine Sorge, er ist tot" zu sagen ... es gefällt mir. Man verzeiht doch überraschend viel, wenn die Explosionen nur groß genug sind und man die Gegner endlich wieder ernstnehmen kann. Tatsächlich nimmt das Pacing in der zweiten Hälfte so sehr zu, die Ereignisse überschlagen sich so oft, dass man gar keine Zeit zum meckern hätte.
Das ausgerechnet in diesem actionreichen Segment die meiste Charakterentwicklung statt findet, obwohl in der ersten Hälfte weiß Gott genug Zeit dafür gewesen ist, ist da nur noch symptomatisch: Margery ist wieder die alte, Yuji findet es in der Haremtrottel-Ecke nicht mehr allzu gemütlich und entwickelt sich wieder zu einem souveränen Charakter, Shana macht Nägel mit Köpfen und gerade Wilhelmina, die in der ersten Staffel noch recht farblos war, dreht hier richtig auf und schaffte es, mich zu begeistern. Warum um Himmels Willen nicht gleich so? Gegen Ende schlich sich dann das nagende Gefühl ein, dass man den Romanceteil wieder wie zuvor in einem Patt enden lässt aber selbst das bewahrheitet sich nicht, auch wenn die Auflösung etwas zu kurz kommt.
Technisch gibt es wenig zu sagen. Das Charakterdesign kennen wir ja schon zum größten Teil und die Animation ist durchwegs gelungen. Einzig der Soundtrack enttäuscht, hier wird einfach viel zu viel aus der ersten Staffel recycelt, auch wenn einige gute neue Stücke dabei sind.
Ein Fazit zu finden ist etwas schwer, denn noch so ein gutes Ende rechtfertigt es nicht, sich durch die ersten Stunden zu quälen. Anime sind immer Freizeit, kein Arbeiten in der Kohlemine. Wer die erste Staffel mochte sollte es zumindest einmal versuchen - verfällt man durch die Langeweile der ersten paar Folgen langsam in einen Rigor Mortis Zustand sollte man bei Folge 10 weitermachen, Wesentliches verpasst man jedenfalls nicht.
Da ich ein großer Fan der 1.Staffel bin und Shana eine meiner Lieblings-Animecharakteren ist, hab ich mich natürlich rießig auf die 2.Staffel gefreut und wurde im Endeffekt auch wieder gut unterhalten...
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Story: Die 2.Staffel von Shakugan no Shana erzählt die Erlebnisse von Yuji, Shana & Co. weiter. Anders als bei Staffel 1 wird hier auf einiges viel mehr eingegangen und man erfährt zB. was das Reiji Maigo, dass Yuji in sich trägt, überhaupt ist und welchen eigentlichen Zweck es hat. Zur Story selbst kann ich eigentlich nichts sagen, weil ich diese in meinem Review zur 1.Staffel schon erläutert habe und hier, wie gesagt, einfach fortgesetzt wird. Es geht immer noch um Flame Hazes, Torches, Rinne und Tomogara. Von daher hat sich also nichts geändert. ;)
Bei der 2.Staffel von Shakugan no Shana darf man nicht den Fehler machen und die Staffel nach den ersten paar Episoden, die zugegeben wirklich unspektakulär ausgefallen sind, als langweilig abzustempeln. Die späteren Episoden sind dann wirklich um vielfaches besser und es blitzen wieder Kämpfe in gewohnter SnS-Manier über den Bildschirm!
Charaktere: Auch zu den Charakteren der 2.Staffel kann ich nicht viel mehr sagen, als ich in meinem Review zur 1.Staffel bereits erwähnt haben, da sie sich im Grunde nicht verändert haben und auch keine wirklich "allzu" wichtige neuen hinzugekommen sind. Diese Tatsache mag zwar vielleicht etwas ernüchtern klingen, aber es sei soviel gesagt, dass die Charaktere, die es seit 1.Staffel gibt, meiner Meinung nach ihre Sache wirklich sehr gut machen. Auch die Tatsache, dass Shana eine meiner absoluten Lieblings-Animecharakteren ist, gibt SnS2 schon mal einen Bonus von meiner Seite, da ich sie wirklich gern hab. Was ich auch noch erwähnenswert finde, ist, dass Yuji in dieser Staffel gegen Ende hin wirklich auch endlich mal in der Lage ist sich zu wehren und zu kämpfen. ^^
Animationen und Musik: Die Animationen und der Zeichenstil sind wie bei der 1.Staffel sehr gut. Ich liebe diese Augen immer noch. ^^ Und auch die Musik ist wie von der 1.Staffel gewohnt sehr gut. Beide Openings und die BGM-Stücke gefallen mir sehr gut.
Wahrscheinlich werden auch wieder einige hier finden, dass ich SnS2 mit 8.5 Punkten viel zu sehr überbewerte, aber auch hier gilt für mich immer noch dasselbe, dass mich auch schon bei der 1.Staffel zu einer guten Wertung gebracht hat und das ist die Tatsache, dass mich SnS2 wirklich gut unterhalten konnte und mir auch gefallen hat. Die 2.Staffel mag insgesamt zwar nicht an die 1.Staffel rankommen und einige Schwächen, vorallem am Anfang, aufweisen, aber ich finde sie dennoch nicht schlecht... im Gegenteil.
Fazit: Shakugan no Shana 2 mag einen etwas lahmen Start haben und braucht etwas, um in Fahrt zu kommen, aber die Story entwickelt sich im Laufe des Animes in eine wirklich spannende, actionreiche und unterhaltsame Geschichte. Fans der 1.Staffel werden die 2.Staffel im Endeffekt auch wieder sehr mögen. Mir gings zumindest so. ^^ Anschauen lohnt sich!