Light Yagami geht in die High School und steht kurz vor den schwierigen Aufnahmeprüfungen für Japans Elite-Universitäten. Doch das ist für Light keine große Herausforderung. Schließlich ist er mit so überdurchschnittlicher Intelligenz gesegnet, dass er alle Prüfungen stets mit Bravour besteht, und außerdem ist er fleißig und gewissenhaft. Doch eines Tages findet er auf dem Schulhof ein rätselhaftes Notizbuch. Es handelt sich um ein sogenanntes "Death Note". In diesem steht, dass ein Mensch dessen Namen man in das Notizbuch schreibt daraufhin stirbt. Nach anfänglicher Skepsis findet Light heraus, dass das Notizbuch tatsächlich funktioniert, indem er es an Kriminellen testet. Er findet nicht nur genaueres über die exakte Wirkungsweise heraus, sondern trifft auch bald auf den ursprünglichen Besitzer des Buches: einen Todesgott.
Die Versuchung, das Buch zu benutzen ist zu groß für Light. Er begreift das "Death Note" als eine Chance, um die Welt vom Bösen und Verbrechern zu befreien. Bald darauf erregt die unglaubliche Anzahl der unerklärlichen Tode von Kriminellen die Aufmerksamkeit und die Polizei wird auf diese mysteriösen Todesfälle aufmerksam. An der Spitze der dafür eigens gegründeten, internationalen Sonderkommission stehen der Polizeichef von Tokyo und ein Sonderermittler, von dem weder Gesicht noch Name bekannt ist. Er wird nur mit "L" angesprochen. Auch das amerikanische FBI entsendet einige Ermittler und nimmt die Fährte auf...
Langerwartete Animeverfilmung einer bekannten sowie erfolgreichen Manga-Vorlage.
Es war wirklich nicht leicht für mich dem unglaublichen Hype um „Death Note“ zu entgehen. Von allen Seiten hört man nichts als Lobpreisungen in den allerhöchsten Tönen und man selbst versucht die Ohren auf Durchzug zu stellen um sich die Serie nicht aufgrund zu hochgesteckter Erwartungen zu verderben. Nun die große Frage: Erfüllt „Death Note“ die Erwartungen? Meine persönliche Antwort lautet am Ende definitiv JA! Es ist seit „Monster“ keinem Anime mehr gelungen mich so an den Bildschirm zu fesseln wie „Death Note“ und auch wenn ich die Bezeichnung „Meisterwerk“, geschweige denn „Bester Anime aller Zeiten“ nicht leichtfertig in den Mund nehmen möchte, so ist „Death Note“ zumindest ganz nah dran am Olymp.... [ mehr lesen ] Doch was ist es was diesen Anime so ungemein faszinierend macht? Allem voran ist es die auf Fragen der Moral aufgebaute Story die den Zuschauer von Anfang an in einen inneren Konflikt stößt und ihn dazu veranlasst sich über die Richtigkeit oder die Falschheit des Handelns des Hauptcharakters Gedanken zu machen, die gleichzeitig so unheimlich innovativ ist und mit ihrer imposanten Masse an schier unerschöpflichen Twists ein ums andere mal aus den Socken haut. Es ist beeindruckend wie viele Wendungen sich zuweilen alleine in einer einzigen Episode einstellen und das Geschehen mitunter soweit intensivieren das man den Atem anhält. Das Skript glänzt damit durchgehend und es wird in keiner Episode Zeit verschwendet deren Fehlen den Storyfluss beeinträchtigen könnte. Hinzu kommt mit Light Yagami wohl einer der mit Abstand kontroversesten „Helden“ der Anime-Geschichte. Ich glaube ich habe in meiner gesamten Laufbahn noch nie einen Hauptcharakter so abgrundtief gehasst und war ihm gegenüber gleichzeitig so mit Ehrfurcht und Faszination erfüllt. Und ich bin mir sicher das so gut wie jeder andere Zuschauer ähnlich denken wird, denn das was diese Figur tut wird das Publikum erschüttern und vor Fassungslosigkeit schreien lassen aber im gleichen Moment tief beeindrucken, soviel ist sicher. Man nenne mir nur EINEN Hauptcharakter im ganzen Anime-Universum der das auch nur annährend schafft, nur EINEN! Um noch einmal auf die Story zurück zu kommen: Vom Aufbau und Verlauf gleicht die Handlung von „Death Note“ einer „Detective Story“ bei der der Zuschauer mit einer Fülle an Dialogen konfrontiert wird die so gut wie immer essenzielle Informationen in sich tragen. Allerdings dienen diese Informationen nicht als Stütze um den Täter zu entlarven, denn diesen kennt man ja schon von Beginn an, sondern einzig und allein dazu ein komplexes Netzwerk aus Intrigen, Täuschungen und Manipulation seitens des Hauptcharakters zu knüpfen. Man wird angesichts dessen oft mit den Zähnen knirschen und die Hauptfigur zum Teufel wünschen aber dennoch gespannt sein was er sich wohl als nächstes ausdenkt um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. DAS ist die Quintessenz dieses Animes und sie sorgt für Dauermotivation bis zum bitteren Ende! „Death Note“ ist wahrhaft eine absolut großartige Serie, die absolut nicht mit irgendwelchen anderen Animes zu vergleichen ist. Ich muss zwar, wie viele andere auch, sagen das die Serie ab ca. Episode 24 nicht mehr ganz die Qualität erreicht die sie in den vorangegangen Episoden darbot aber das liegt einzig und allein daran das der Anime bis zu diesem Zeitpunkt einfach nur so genial ist, das alles was danach kommt praktisch keine Chance mehr hat dieses Niveau zu erreichen. Dennoch lässt das Geschehen auch nach Episode 24+ noch so ziemlich jeden anderen mir geläufigen Anime in punkto Spannung und Erwartungsfreude weit hinter sich. Fazit: „Death Note“ ist genauso genial wie man es von den Dächern singen hört und nimmt im Anime-Universum definitiv den Platz an der Spitze der Mystery-Thriller-Serien ein, sogar noch vor „Monster“ und „Higurashi no Naku Koro ni“. Wer auf anspruchsvolle Unterhaltung steht darf sich „Death Note“ nicht entgehen lassen und das gilt nicht nur für Anime-Fans, sondern für ausnahmslos JEDEN! Wer mit Serien die viel Text und nur wenig bis gar keine Action beinhalten nichts anfangen kann und nicht gerne sein Hirn einschaltet, der wird „Death Note“ allerdings als langweilig empfinden. Diesen Leuten empfehle ich DBZ und Naruto! :) Egal, DEATH NOTE GUCKEN!!!!
Animation
Die Optik von „Death Note“ ist mit Sicherheit als gelungen zu bezeichnen. Die Serie kann aufgrund ihrer Natur zwar nicht mit spektakulären Action-Szenen und dergleichen aufwarten, glänzt aber darin die dunkle Atmosphäre der Geschichte perfekt einzufangen. Die eingesetzten Farben beschränken sich zum Großteil auf triste Grau- und Schwarztöne die vor allem bei den Backgrounds zum Einsatz kommen und verleihen der Kulisse den gewissen sterilen, kalten Touch der das Ambiente unbehaglich und zuweilen auch gruselig daher kommen lässt. Perfekt für eine Serie des Mystery-Genres. Was ebenfalls bemerkenswert ist, ist wie die vielen Dialoge durch den kreativen Einsatz von plötzlichen Stillshots, dem umfärben des Hintergrunds in bedrohliche Farben, mit Nahaufnahmen der am Dialog teilnehmenden Personen oder geschickte Nutzung des Splitscreens, intensiviert werden. Die Anspannung wird damit ständig noch zusätzlich erhöht und isoliert die Figuren die einen Monolog oder Dialog führen gekonnt vom ganzen Drumherum damit die volle Konzentration des Zuschauers auf die jeweilige Szene gewährleistet ist. Besser kann man eine Serie dieser Art kaum in Szene setzen. Was das Charakterdesign angeht so bekommt man in „Death Note“ ausschließlich realistisch aussehende Figuren zu Gesicht (abgesehen von den Shinigamis natürlich, welche im übrigen ein sehr kreatives Design aufweisen) und der Stil passt sehr gut zu einem Anime dieser Gattung. Es wurde auch viel Wert auf Gesichtsausdrücke gelegt die den momentanen emotionalen Zustand der Charaktere perfekt wiedergeben. Besonders Lights diabolisches Grinsen oder Ryuuzakis stechend, kalter Blick sind Highlights in der Sparte. Negativ anzumerken wäre allein, das es einige Szenen gibt in denen die Figuren weniger aufwendig gezeichnet wurden, vor allem wenn sich die Kamera etwas weiter vom Geschehen entfernt. Das hält sich aber zum Glück in Grenzen. Ingesamt muss man zu den Animationen von „Death Note“ sagen das sie nach außen hin zwar nicht besonders spektakulär wirken aber sie tragen die Atmosphäre und die Spannung etlicher Szenen absolut vortrefflich und erfüllen damit genau das was eine Serie dieses Genres braucht.
Sound
Was die Opening- und Ending-Songs angeht gefallen mir so ziemlich alle 4 Songs außerordentlich gut. Die ersten 2 Stücke sind noch verhältnismäßig „normal“ in ihrem Klang und passen der Serie sehr gut. Das mir die letzten 2 Songs so gut gefallen ist eigentlich ein Wunder, denn eigentlich kann ich dieser auf Rumgeschrei und Rumgehämmer basierende Musikrichtung die sich „Metal“ nennt, sonst nicht allzu viel abgewinnen. Bezüglich der Backgroundmusik liefert „Death Note“ so ziemlich genau das ab was eine dunkle, mysteriöse und schonungslose Mystery-Serie braucht und das sind Klänge die in der Lage sind den dramatischen und spannenden Szenen den zusätzlichen Kick zu geben und für Gänsehaut zu sorgen. Viele dieser Szenen werden von klassischer Musik und majestätisch klingenden Kirchenchören begleitet und diese passen nicht nur perfekt zum Thema des Animes, sondern unterstreichen das Geschehen in besonders intensiven Phasen nahezu ohne Makel. Manchmal kann einem ein richtiger Schauer über den Rücken laufen. Besonders wenn Light seine teuflische Seite zeigt und dabei ein ganzes Orchester ertönt, ist man vor Ehrfurcht förmlich erstarrt! Der Abwechslung halber werden stellenweise auch ein paar rockige Gitarrenklänge gespielt und das Piano kommt auch immer mal wieder zum Einsatz um die gesammelte Anspannung etwas zu lösen. Ebenfalls ein absolutes Highlight stellt das Voiceacting in dieser Kategorie dar. Die Synchronsprecher sind durch die Bank weg einsame Spitze und bringen die Persönlichkeiten der Charaktere und ihre Gemütszustände ohne Ausnahme vollkommen perfekt rüber. Je nach Situation klingen sie kalt, erbost, verzweifelt, nachdenklich oder völlig panisch und das stets absolut überzeugend. Vor allem Lights und Ryuuzakis Sprecher liefern eine herausragende Leistung ab! Der einzige kleine Schönheitsfehler ist meiner Meinung nach Misas Stimme, da sie mir eine Spur zu quiekend ausfällt und den Charakter obendrein noch dämlicher macht als er sowieso schon ist. Das schadet dem alles in allem sehr gelungenen Gesamteindruck den „Death Note“ in dieser Kategorie macht allerdings nicht im Geringsten.
Story
An der Oberfläche ist es nur eine weitere Geschichte in der eine Person versucht die Welt zu verbessern, aber durch den Mix aus Detective-Story, Mystery und dem Übernatürlichen gewürzt mit einem Thema das die moralische Frage aufwirft ob es richtig ist bösartige Menschen zu töten um eine neue Weltordnung herzustellen, wird das Ganze zu einem einmaligen hochinteressanten Ritt der über die kompletten 37 Episoden in der Lage ist den Zuschauer zu fesseln und bis zum Schluss nicht mehr loszulassen. Allein die Death Note an sich ist ein großartiger Einfall und sie wird in der Serie nicht einfach nur dazu benutzt um Menschen sterben zu lassen sondern ist fest mit der Handlung verknüpft ins Geschehen mit eingebunden. Wie sich der Hauptcharakter im Laufe der Story die etlichen Regeln der Death Note jedes Mal so zu Nutze macht, dass die Dinge eine Wendung zu seinem Vorteil nehmen, ist einfach nur schrecklich genial und macht einem erst richtig bewusst wie gut durchdacht die Handlung ist. Hier geschieht nichts aus heiterem Himmel, nichts wird dem Zufall überlassen. Alles läuft mit einer Präzision vom Stapel wie in einem Uhrwerk und ständig kommen neue Rädchen hinzu die die Sache verkomplizieren oder alte werden durch Neue ersetzt um dem Geschehen eine Neue entscheidende Wendung zu geben. Die Story ist ständig in Bewegung und es existiert keine einzige Episode die man als überflüssig bezeichnen könnte. Hinzu kommt eine Fülle von Twists die völlig überraschend eintreten und gleichzeitig schockieren oder dafür sorgen dass man die Luft anhält. Am genialsten in der Hinsicht bietet sich die erste Storyarc dar in der Light und L aufeinander treffen und versuchen sich gegenseitig auszuschalten. Zweifelsohne das große Highlight der Serie. Die Storyabschnitte die darauf folgen erreichen dieses Niveau leider nicht mehr und auch wenn diese vom Skript her immer noch absolut großartig sind, so wird der Zuschauer zwangsläufig einen Abfall an Qualität wahrnehmen Das sollte man dem Storyverlauf aber nicht krumm nehmen. Viel mehr sollte man sich einfach vorstellen man hat einen unheimlich leckeren Kuchen vor sich und isst das größte und leckerste Stück zuerst. Danach nimmt man sich den Rest vor der auch genial schmeckt nur halt nicht mehr ganz so gut wie das erste Stück. Es ändert im Endeffekt nichts daran dass man am Ende einen der vorzüglichsten Kuchen verzehrt hat den es überhaupt gibt! ;)
Charaktere
Der Cast von „Death Note“ besteht aus einer Ansammlung an hochinteressanten Figuren von denen diejenigen die im Mittelpunkt stehen die Serie ausnahmslos anführen. Die übrig bleibenden Charaktere fungieren hauptsächlich als Bausteine für die perfiden Pläne Light Yagamis und bleiben vornehm in der Rolle der Opfer und der Hintergangenen stecken. Unter ihnen gibt es zwar immer mal wieder jemanden der den ein oder anderen Impuls gibt, welcher die Handlung vorantreibt aber dennoch sind sonderlich große Sympathieträger nicht auszumachen. Light Yagami ist mit Sicherheit keine Figur mit der der Zuschauer sympathisieren wird denn er besitzt ausschließlich negative Charaktereigenschaften. Egal ob er sich verstellt um auf dreisteste Art Menschen zu hintergehen oder völlig gefühllos Personen aus dem Weg räumt die ihm ein Dorn im Auge sind, im Laufe der Serie wird man ihn zwangsläufig anfangen zu verachten. Trotzdem ist Light ein absolut großartiger Protagonist der mit dem Gänsehaut erregenden Charisma eines intelligenten von Allmachtsfantasien besessenen Psychos umgeben ist und damit eine der Rollen spielt die ich bei Detective-Stories zu den mit Abstand interessantesten zähle. Auch wenn sein Handeln nicht mit der Moral des Durchschnittsbürgers vereinbar ist, es ist faszinierend dem Jungen dabei zuzuschauen wie er seine Intrigen aufzieht und die Menschen von denen er umgeben ist mit bis ins kleinste Detail durchdachten Vorgehensweisen zum Narren hält. Neben ihm weiß nur noch ein einziger anderer Charakter wirklich groß zu glänzen und das ist L. Er ist nicht nur die mit Abstand sympathischste Figur in „Death Note“ sondern beeindruckt mit seiner unwiderstehlichen Art zu schlussfolgern, Theorien aufzustellen und auch mal auf sehr unkonventionelle Weise an die Fakten ranzugehen. Die Interaktion zwischen Light und L ist ziemlich genial und ihr „Wettstreit“ gestaltet sich packend und dramatisch bis zum bitteren Ende. Die restlichen Charaktere schaffen es leider nicht ganz einen solchen Eindruck zu hinterlassen. Das liegt einmal daran das manche einfach zu spät in die Serie eingefügt werden und sie dadurch nicht richtig aufblühen können auch wenn sie großes Potential haben (Near). Zum anderen ist es die Handhabung von Figuren die eine kurze Zeit noch aktiv das Geschehen mitbestimmen und später in den Hintergrund gedrängt werden bis sie dann einfach wieder hervorgekramt werden wenn die Handlung sie benötigt (gute Beispiele dafür sind Misa und Mello). Trotz allem kann man „Death Note“ in dieser Kategorie nur als extrem gut gelungen bezeichnen, denn wie der Cast mit- und untereinander interagiert und wie dadurch die verschiedensten spannenden und dramatischen Ereignisse passieren, ist schlicht genial.
Wert
Meiner Meinung nach muss JEDER Fan von anspruchsvollen Mystery-Thrillern „Death Note“ gesehen haben, soviel steht auf jeden Fall fest. In der Hinsicht ist dieser Anime so wertvoll wie eine Diamantenmine. Allerdings sieht das gänzlich anders aus wenn man „Death Note“ mindestens einmal gesehen hat, denn da die Serie von ihren unzähligen Twists und der Unwissenheit des Zuschauers lebt ist sie beim zweiten Watch nicht mal mehr annährend so spannend. Ich persönlich zumindest habe im Moment nicht mal im Ansatz Lust darauf mir „Death Note“ noch einmal komplett anzusehen. Hier ergeht es dem Anime genauso wie „Monster“ und vor dem ersten Rewatch müssten mal mindestens 2-3 Jahre vergehen. Das ändert aber nichts daran das „Death Note“ ein 10000000%iger Must-See ist! Anschauen ist knallharte Pflicht!
Eigentlich braucht man nicht viel mehr sagen, als dass Death Note derzeit der Anime mit der am durchdachtesten konstruierten Story ist und die „Denkduelle“ zwischen den zwei Hauptpersonen ihresgleichen suchen.
Die ersten 25 Folgen sind das qualitativ Beste das ich bisher in Animes gesehen habe. Die Handlung rund um das Duell Kira vs. L, ihr Katz und Maus Spiel das sich nur darum zu drehen scheint den anderen einen Fehler begehen zu lassen und wie sie das durch eigenes Vorausplanen ihrer Schritte zu bewerkstelligen versuchen, zieht einen einfach völlig in den Bann. Die Story erreicht ihre nervenaufreibenden Höhepunkte wenn eine Seite zu scheitern droht, nur um sich schlussendlich wieder durch einen geschickten Schachzug aus der Schlinge zu ziehen um zum Gegenangriff überzugehen. ... [ mehr lesen ]
Die Charaktere können für eine Geschichte wie diese nicht passender sein. Kein moralischer Gutmensch spielt die Hauptrolle, sondern ein eiskalter berechnender Schüler mit Göttlichkeitswahn, der bereit ist für seine Vision alles und jeden zu opfern. Auch sein Gegenspieler ist in der Wahl seiner Methoden nicht zimperlich und besticht durch diverse schrullige Verhaltensweisen. Sie beide vertreten zwei unterschiedliche Ansichten wie das Verbrechen in der Welt zu besiegen sei und auch als Zuschauer muss man sich fast zwangsläufig für eine der beiden Seiten entscheiden, die doch beide gute Argumente aufweisen können.
Was schlussendlich die paar Prozent gekostet hat waren die Episoden 26-35, also der zweite Storyblock. Hier fällt die Originalität und Komplexität der Handlung gegenüber der ersten Hälfte etwas ab und ich konnte nie völlig mit der neuen Storyentwicklung warm werden. Sie war einfach trotz des einschneidenden Ereignisses dem ersten Block zu ähnlich, ohne aber an dessen Qualität heranzukommen. Zu den 97% hat schließlich das Ende verholfen, das noch einmal alle Stärken präsentiert die dieser Anime hat und ihn mit der wahrscheinlich besten Schlussequenz ausklingen lässt, die ich bisher in Animes gesehen habe.
Fazit: Müsste ich einem Anime den Titel Meisterwerk verleihen, wäre Death Note derzeit einer der heißesten Anwärter. Sieht man über die schon genannten Episoden in der zweiten Hälfte hinweg, deren Schwäche vor allem durch den genialen Beginn auffällt, bietet sich einem hier das derzeitige Nonplusultra in Animes hinsichtlich durchdachter Story, die den Zuschauer auch zwingt Stellung zu beziehen und sich die gezeigten Ansätze durch den Kopf gehen zu lassen.
Death Note, das ist die Geschichte um den jungen Yagami Light, der ein Death Note findet. Jede Person, deren Name hineingeschrieben wird stirbt. So kann man den Anfang von Death Note beschreiben. Eine Idee so simpel und doch so genial. Meine Begeisterung lässt sich kaum in Worte fassen. Das was in den ersten 15 Folgen geboten wird ist unbeschreiblich, nie, wirklich nie war ich von etwas so begeistert. Eine geniale Geschichte mit unzähligen Wendungen, die man nicht im geringsten vorrauszusehen vermag. Die restlichen Folgen reichen zwar nicht mehr an den Anfang heran, stecken aber trotzdem noch fast alle anderen Animes in die Tasche.
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Nach viermaligen Anschauen der Serie muss ich sagen, dass ich inzwischen die Wendungen der Story kenne, aber dennoch immer noch so fasziniert davon bin. Ich muss ehrlich zugeben, an manchen Stellen, obwohl ich ja weiß was kommt, bekomm ich tatsächlich eine Gänsehaut. Death Note beeindruckt von der ersten bis zur letzten Minute und ich für meinen Teil habe viele "Schlüsselerlebnisse" in diesem Anime gefunden, bei denen ich nur noch mit offenen Mund dastehe und staune. So etwas ist mir ja noch nie passiert.
Die Animationen und der Stil der Charaktere gehören zum besten was die Animewelt derzeit zu bieten hat. Die Figuren sehen super aus und sind sehr detailliert gezeichnet. Auch sehen sie im Vergleich Erwachsen aus, da die typischen großen Augen wegfallen, was keinesfalls schlecht ist, im Gegenteil, es passt viel besser zu Death Note. Gute Hintergründe und flüssige Bewegungen gehören ebenso zur Ausstattung wie großartige Gesichtsausdrücke und der gleichen. Auch zum Sound gibt es einiges zu sagen: Jede Szene wir einfach nur mit der im Moment passenden Musik hinterlegt, die BGM stimmt meiner Meinung nach. Auch die Sprachausgabe (zumindest die japanische) ist nur noch zu loben. So gut synchronisierte Animes wie dieses sieht man selten, die Qualität der Sprecher ist hier wirklich nur noch Hervorragend. Sie passen sich der Situation an und Klingen je den Umständen entsprechend. Und als das immer noch nicht genug wäre bittet Death Note neben all dem noch zusätlich ein paar der besten Openings und Endings der Animegeschichte. Die Lieder passen perfekt zum Anime. Oft habe ich mir die OP und ED viele Male hintereinander gehört, wobei das 1. Opening und das 2. Ending meine Favoriten sind.
Nun komme ich zum nach meiner Ansicht nach stärksten Punkt, der mich zu den 100 % bewegt hat. Den Death Note strotzt nur so von Charakteren die kaum noch zu überbieten sind. DN wartet mit einer Menge an Nebencharakteren auf, die nicht nur Statisten sind, sondern ihre eigene Geschichte erzählen bzw. machen. So existiert keine Person auch nur einfach so ohne Grund. So gut wie alle tragen maßgeblich zur Entwicklung der Story bei und außerdem sind die Nebencharas fast alle durchgehend sympathisch. Neben diesen sind natürlich die Hauptcharaktere, die in wirklich keinem Anime so gelungen sind wie in Death Note, ich war immer wieder auf´s neue zu tiefst gefesselt von ihnen. Zu den Hauptcharaktern zähle ich hier jetzt mal Light, Misa, Ryuk und L (...). Wie ich hier bei fast allen anderen Kommentaren mitbekommen habe, gibts hier wieder zwei eindeutige Tendenzen, die natürlich offensichtlich sind. Entweder ist man für Light oder man ist für L. Ich persönlich hasse ja L.
Mit dieser Meinung steh ich warscheinlich ziemlich alleine da, denn was ich so mitbekommen hab gibt´s vielmehr "L-Fans" als "Kira-Fans". Aber das nützt auch nix, mit diesem Charakter kann ich einfach nichts anfangen. Nun noch eine kleine Erläuterung der Hauptcharas im einzelnen. Beginnen wir mit Misa, die eigentlich immer ein sehr fröhliches Gemüt hat und unsterblich in Light verliebt ist, weitere Aussagen würden nur Spoilern ... Ryuk: ein von der Shinigami-Welt gelangweilter Shinigami, der seinem Alltag entrinnen will und nur nach etwas Abwechslung und Spaß sucht. Deshalb "verliert" er ein Death Note in der Menschenwelt. Ist außerdem noch etwas süchtig nach Äpfeln. Nun kommen wir auch schon zu L, er ist der Gegenspieler von Light und größter oder einer der größten Meisterdetektive der Welt. Arbeitet mit der japanischen Polizei zusammen um Light alias Kira zu fangen. Seine Intelligenz ist durchaus mit der von Light zu vergleichen, er ist der einzige der Light´s Gedankengängen Folgen kann und immer versucht die Schritte seines Gegners vorrauszusehen. Außerdem scheint er ein Faible für Süßigkeiten zu haben und fällt sofort wegen seiner komischen Art zu sitzen auf, die wie er sagt dazu beiträgt damit er besser denken kann. Schlussendlich der Hauptcharakter persönlich Yagami Light bzw. Kira: Findet das Death Note und will mit ihm eine perfekte Welt ohne Kriminalität und voller Herzensguter Menschen schaffen. Wie oft hab ich schon gehört das Light unsympathisch oder sogar zu verabscheuen ist, mir geht es da genau anders: Light ist einfach so faszinierend das ich ihn einfach nicht hassen kann egal was ist. Auch wenn seine Beweggründe noch so falsch sein mögen und sein Handeln auch noch so schlecht, meine Zuneigung zu Light, die ich seit der ersten Sekunde hatte, geht nicht so leicht weg. Light ist der intelligenteste Schüler Japans und daher fällt es ihm nicht schwer sich immer neue und genialere Strategien auszudenken um seinen Zielen Schritt für Schritt näher zu kommen. Mit einigen Außnahmen behält Light immer einen kühlen Kopf und hat in jeder Situation den vollen Durchblick und weiß sofort wie jedes Problem zu lösen ist. Von dieser Genialität kann man einfach nur fasziniert sein. Einer der Bsten, wenn nicht der Beste Charakter, der jemals in einem Anime mitspielte. Es wäre das Klügste jetzt hier aufzuhören, bevor ich meine Begeisterung nicht mehr zurückhalten kann.
Unterm Schnitt läst sich sagen, das Death Note in fast allen Bereichen oberste Spitze ist, egal ob Sound, Grafik, Charaktere oder Story, Death Note glänzt hier in absolut allen Dingen. Und wenn ein Anime die Bezeichnung Meisterwerk verdient hat, dann ist es mit Sicherheit dieser, der absolut zurecht den ersten Platz belegt. 100 Punkte von mir für den Kandidaten.