Nachts geht ein Serienmörder um und tötet Menschen. Alle Opfer haben seltsame Wunden am Hals und den Leichen wurde das Blut ausgesaugt.
Zur selben Zeit zieht der Junge Shiki Tohno in eine neue Wohnung. Nach dem Tod seines Vaters soll er nun bei seiner Schwester leben. Seitdem passieren ihm seltsame Dinge und nie weiß er, was real ist oder was er doch nur träumt. Acht Jahre vorher hatte er einen schweren Unfall und seit jenem Vorfall hat er eine besondere Gabe: Er kann mit Vampiren in Kontakt treten...
Was als erstes wohl klargestellt werden sollte: Shingetsutan Tsukihime ist ein Anime der von Vampiren handelt doch wer hier jetzt Actiongemetzel a la Hellsing oder Vampire Hunter D erwartet wird enttäuscht sein. Action gibt es zwar, jedoch nur in arg begrenztem Maße so das man kaum den Atem anhalten wird. Tsukihime dreht sich viel mehr in die exakt Entgegengesetzte Richtung und stützt sich verstärkt auf C... [ mehr lesen ]haradevelopment und statt pausenlosem Blutgemetzel auf thrillende Mystery-Elemente. Und damit hat die Serie sichtlich Erfolg. Von Beginn häufen sich, bezüglich der Figuren, Fragen an die den Verlauf der Story spannend halten und je weiter selbige fortschreitet desto neugieriger wird man, bis die Geschichte einen gänzlich in ihren Bann schlägt. Bis dahin dürften 6 Episoden vergangen sein...danach jedoch hatte ich das Gefühl es geht stufenweise bergab was sowohl Handlung als auch Charaktere angeht. Die erste Hälfte von Tsukihime ebnet den Weg für eine währlich exzellente Serie, während die 2. deutlich vom diesem Weg abkommt und mich somit mit leichter Enttäuschung zurück ließ. Besonders das Ende war in meinen Augen mehr als Schwach und war weit von dem entfernt was man einen "Showdown" nennen könnte. Dennoch muss ich sagen das mir Tsukihime gefallen hat, dieser Anime ist sehr atmosphärisch und spannend bis zum Schluß auch wenn er das hohe Niveau nicht für die gesamte Dauer der Serie halten kann. Freunde von düsteren und mysteriösen Geschichten werden hier ganz sicher zufrieden sein.
Animation
Die Animationen sind wirklich sehr gut. Die meiste Zeit bekommen wir es hier mit düsteren und nächtlichen Locations zu tun die ohne Zweifel optimal zur dunklen Art der Serie passen aber auch wenn hellere Farben zum Einsatz kommen überzeugen die Zeichnungen durch eine sehr gute Farbwahl. Wenn Action zu sehen ist dann eher in abgespecktem Maße ohne aufwendige Bewegunsabläufe o.ä. doch das ist nicht weiter schlimm da es in dieser Kategorie mehr auf die Atmosphäre ankommt und da wurde überzeugende Arbeit geleistet.
Sound
Das Opening passt zu diesem Anime wie die Faust aufs Auge und ist unheimlich atmosphärisch. Das Ending ist auch gelungen. Die BGM von Tsukihime ist komplett orchestralisch. Von Pianoklimpern bis hin zu Orgelspiel und Geigengefiedel ist hier alles vertreten. Das diese Art von Musik optimal zu einer mysteriösen Vampirstory passt muss ich wohl nicht erwähnen.
Story
Die Story macht schnell Lust auf mehr und dank vieler Fragen die sich schon nach kürzester Zeit stellen ist gewährleistet das man die Serie mit Spannung und Interesse verfolgt. Der Verlauf der Story gibt sich stellenweise zwar etwas langatmig und es werden einige Episoden vergehen in denen man kaum näheres zur Handlung in Erfahrung bringen kann aber trotzdem möchte man seinen Blick nicht vom Schirm abwenden. Doch wie schon gesagt verliert die Handlung etwas den Elan nach den ersten 6 Episoden und alles was vorher noch so schönes Mysteryfeeling aufkommen ließ wird immer geradliniger. Eine große Enttäuschung stellt das Ende der Serie dar, da es keinen richtigen Höhepunkt darstellt und einen mit einem gewissen Gefühl der Leere zurück lässt.
Charaktere
Tsukihimes große Stärke! Von der ersten Episode an spinnt sich ein Netz aus vielen Fragen um die Protagonisten. Besonders Arcueid und Shiki machen Lust auf mehr und man möchte ihren Geheimnissen auf den Grund gehen. Akiha war mir zunächst noch nicht auffällig genug doch sie sorgt im späteren Verlauf für Vorkommnisse die man nicht erwartet hat. Die einzigen Charakter die mir sehr vernachlässigt vorkamen waren Hauptfeind Rao und Ciel, sie bekommen keinerlei Entwicklung spendiert und hingen mir zu sehr in der Luft. Nichts desto Trotz motiviert der Cast die Serie bis zum Ende zu verfolgen.
Wert
Tja, Tsukihime gehört zu den Serien die man nur beim ersten Mal RICHTIG auskosten kann. Wenn man die Handlung und die Charaktere schon kennt ist nicht mehr viel Motivation zu einem Re-Watch übrig. Die DVDs würde ich mir wohl nicht kaufen und wenn überhaupt dann müsste einiges an Zeit ins Land gehen bebor mich mir die 12 Episoden noch einmal anschauen würde.
Lunar Legend Tsukihime ist ein im Vergleich zu den eher auf Action getrimmten Genrevertretern Hellsing oder Trinity Blood ein ziemlich ruhiger Vampir-Anime. Er enthält Horror-, Krimi- und Drama-Elemente und auch einen gewissen Romance-Anteil.
... [ mehr lesen ]
Action-Szenen werden hier nur vereinzelt als Akzente gesetzt, in der Hauptsache beschäftigt sich die Geschichte mit den Charakteren und ihren Geheimnissen, die sich mit Fortschreiten der Erzählung zu einem packenden Mystery-Puzzle verdichten. In den Figuren liegt die ganz große Stärke von Tsukihime – fast jeder trägt nach außen eine Maske um sich selbst und anderen gegenüber einen Anschein der Normalität zu wahren, tatsächlich sind ihre Gegenwart und Vergangenheit aber durch dunkle tragische Schicksale miteinander verwoben. Auch der Konflikt zwischen menschlichen Gefühlen und den animalischen Trieben, die der Vampirismus mit sich bringt, wird thematisiert (und erinnert dabei an Romane von Anne Rice).
Charakterdesign und Animation sind relativ hübsch ausgefallen, besonders überzeugen aber die stilvoll gestalteten nächtlichen Szenerien. Die musikalische Untermalung ist ein weiterer Pluspunkt, zum einen durch die immer passend eingesetzte orchestrale BGM mit viel Piano und Streichern, und vor allem durch den grandiosen Ethno-Pop-Opener (klingt ähnlich wie einige Songs von „Delerium“).
Fazit: Mystisch, düster und spannend – die Atmosphäre nimmt den Zuschauer gefangen. Dem Anime gelingt es trotz eines ruhigen Erzählstils zu fesseln. Wer den Realfilm „Interview mit einem Vampir“ mochte, sollte hier auf jeden Fall mal einen Blick riskieren. In sanguine veritas…
Lunar Legend Tsukihime - eine Vampirismus-Dementia Serie, die ebenfalls Elemente eines Dramas und des Romance-Genre beinhaltet, jedoch leider auf keinem dieser Gebiete wirklich überzeugen kann.
... [ mehr lesen ]
Es geht hier vornehmlich um den Oberschüler Shiki, den ältesten Sohn der wohlhabenden Tohno-Familie, welcher nach dem Tod seines Vaters zu seiner Schwester Akiha ins Familienanwesen zieht. Parallel dazu lernt er auf merkwürdige Weise die Vampir-Prinzessin Arcueid kennen und beginnt Nachforschungen über seine Vergangenheit und das damit verbundene dunkle Geheimnis seiner Sippe anzustellen.
Theoretisch hätte man daraus einiges machen können, nur wirken der Ablauf der Geschichte und die in ihr agierenden Figuren leider deutlich zu sehr wie aus dem Serien-Baukasten. Die Charaktere bleiben trotz hintergründiger Beleuchtung recht unbeweglich in ihren Rollen und können daher beim Zuschauer nur wenig Sympathie oder Mitgefühl für ihre Schicksale erwecken. Spannend oder dramatisch kommt die Serie ebenfalls nicht wirklich daher und so bleibt schlussendlich nur die Ausarbeitung der Beziehung Mensch zu Vampir als zählbarer Pluspunkt zurück, was durch das grauenhafte Ende auch noch entkräftet wird.
Auch die optische Gestaltung aus dem Hause J.C. STAFF vermag bedauerlicher Weise nicht viel am eher negativen Gesamteindruck zu ändern, den diese Serie hinterlässt. Das Charakterdesign ist eher lieblos ausgefallen und lässt Details vermissen, Animation und Umgebungsgestaltung bewegen sich maximal im Bereich guter Standard und lediglich einige Bilder des nächtlichen Himmels konnten ernsthaft Eindruck schinden. Immerhin ist aber der Sound noch ganz ok, was am deutlichsten im hübsch anzusehenden Opening ins Auge fällt, welches eine Mischung aus Chorälen und poppigen Beats darstellt. Die BGM der Serie ist zwar etwas weniger auffällig, ist jedoch stets präsent wenn es um Action- und Drama-Parts geht.
Fazit: Ich persönlich empfehle, sich lieber mit dem Lied der Lämmer zu beschäftigen, als sich dieses verkorkste Standardwerk hier anzusehen. Tsukihime bietet keinerlei Innovation, kaum Atmosphäre oder Anspruch und nur wenig angenehme Interaktion zwischen den Protagonisten, was einen Konsum der Serie für meinen Geschmack weder rechtfertigt, noch ratsam macht.