Bei einen mysteriösen Zwischenfall in der Schule erlangt die 17-jährige Schülerin Makoto Konno die Fähigkeit rückwärts durch die Zeit zu „springen“. Sofort fängt sie an diese Begabung zu Nutzen um ihre Schulnoten zu verbessern oder persönliche Probleme zu beseitigen. Aber schon bald muss sie feststellen, dass es nicht so einfach ist die Vergangenheit zu verändern wie es scheint...
TokiKake wurde auf einigen Festivals mit Preisen ausgezeichnet: Unter anderem auf den 39th Sitges International Film Festival of Catalonia als bester animierter Film. Weiterhin erhielt TokiKake den Animation Grand Award auf den 61st Annual Mainichi Film Awards (hier wurde vor zwei Jahren Kumo no Mukou, Yakusoku no Basho von Makoto Shinkai ausgezeichnet). Weiterhin wurde Tokikake noch als Animation of the Year bei den 30th Japan Academy Prize ausgezeichnet.
„Toki wa Kakeru Shoujo“, ein Film der im Vorfeld kaum bekannt war und sich dann nach kürzester Zeit zu einem der gehyptesten Anime-Movies des Jahres 2006 mauserte. Von allen Seiten hört man nur noch wie großartig dieser Film ist und kommt als Anime-Liebhaber praktisch nicht an ihm vorbei. Jedoch…sind die Lobpreisungen gerechtfertigt?
... [ mehr lesen ] Nun zumindest aus meiner Sicht sind sie das durchaus, denn „Toki wa Kakeru Shoujo“ hat, für meine Begriffe, eines der einfallsreichsten, komplexesten und überraschendsten Story-Skripte wie ich es seit einer gefühlten Ewigkeit bei keinem Anime-Movie mehr gesehen habe. Es ist zwar nicht so als wäre die Grundlage das eine Person die Fähigkeit bekommt durch die Zeit zu springen und in der Gegenwart von ihr begangene Fehler und Ähnliches ausbügelt, noch nie da gewesen aber mir fällt aus dem Stehgreif kein anderer Film oder keine andere Serie ein die diese Prämisse so überzeugend und unterhaltsam verarbeitet wie „Toki wa Kakeru Shoujo“.
Wie gut die Handlung durchdacht ist merkt man erst nach und nach, denn was Hauptcharakter Makoto mit ihrer Fähigkeit anstellt häuft in der typischen komplexen „Raum-Zeit-Kontinuum-Manier“ einiges an Geschehnissen auf von denen sich das eingreifen Makotos entscheidend auf wiederum andere Begebenheiten auswirkt. Es ist hier so ähnlich wie der Schmetterlingseffekt: Kleine Ursachen, große Auswirkungen! Und vor allem daraus zieht dieser Film seine Faszination und motiviert sobald der Hauptcharakter zum ersten Mal den Zeitsprung einsetzt zu energischem weiterschauen, da man nie genau vorhersehen kann was als nächstes passiert.
Doch das ist nicht alles was diesen Film so gut macht. Ebenfalls sehr gelungen ist, wie der Film seine Message rüberbringt. „Time waits for no one“ ist hier keine hohle Phrase sondern der direkte Leitstein für das Publikum sich Gedanken darum zu machen das man durch manche seiner Taten anderen Menschen schaden könnte, das man sich in der Gegenwart um die verschiedensten Dinge bemühen sollte da man es später bereuen könnte, sei es jetzt eine Beziehung, die Karriere oder sonstiges, und vor allem natürlich das man die Zeit nicht einfach zurückdrehen kann sondern sein Handeln stets wohl überlegt und die evtl. Auswirkungen des selbigen bedenkt. Im Film muss die Protagonistin diese Erfahrung am eigenen Leib machen. Sie KANN die Zeit zwar zurückdrehen, bekommt aber schnell die Kehrseite der Medaille zu spüren bis…ja bis sie sich wünscht die Zeit gänzlich anhalten zu können und genau DAS ist der Knackpunkt der Botschaft. In der Realität funktioniert das nämlich nicht und da kann man seinen Problemen nicht mit einem Zeitsprung entfliehen mit dem man alles wieder hinbiegen kann was man verbockt hat. Wie gesagt, ich finde es großartig wie der Film damit zum nachdenken anregt und obendrein noch stellenweise den richtungweisenden Zeigefinger ausstreckt, ohne das es plump oder aufgesetzt wirkt.
Ein weiterer überaus positiver Punkt des Films sind die charismatischen und realistischen Charaktere bei denen es dem Zuschauer leicht fällt Sympathien für sie zu entwickeln, allen voran Makoto. Auch die Nebencharaktere überzeugen. Sie sind zwar nicht der Mittelpunkt, sondern viel mehr Auslöser und Beweggrund für Makotos Entscheidungen durch die Zeit zu springen, aber sie schaffen es vortrefflich eine „Brücke“ zwischen Makotos Umfeld und dem Zuschauer zu errichten durch die der Film in der Charaktersparte einfach rund und schön ausfällt. Gewisse Figuren offenbaren sogar noch den einen oder anderen völlig überraschende Twist. Insgesamt ist der Cast also rundherum gelungen und sorgt obendrein noch dafür dass der Film den Spagat zwischen der anfänglichen Heiterkeit und den späteren immer deutlicher werdenden Anflügen von Dramatik mit Leichtigkeit vollführt.
Fazit: „Toki wa Kakeru Shoujo“ ist definitiv ein Juwel und rechtfertigt seine Beliebtheit bei der Masse dank einer extrem gut durchdachten Story, wundervollen Charakteren sowie überaus gelungene Animations- und Soundqualität, voll und ganz. Ein Film der so ziemlich in allen Kategorien überzeugt und sich damit ohne Mühe von gut 90% aller anderen Anime-Movies abhebt die ich bis heute gesehen habe!
Was tut ein Mensch, wenn er die Möglichkeit hat durch die Zeit zu reisen? Antike Kulturen besuchen? Den Lauf der Weltgeschichte verändern? Oder aber vielleicht doch nur sein eigenes Leben in optimalen Bahnen verlaufen lassen? Toki wo Kakeru Shoujo handelt von letzterem und zeigt eigentlich ziemlich intelligent die Schattenseiten eines solchen Verhaltens.
... [ mehr lesen ]
Makoto Konno erlangt durch einen mysteriösen Zwischenfall die Möglichkeit durch die Zeit zu springen. Nach anfänglicher Ungläubigkeit beginnt sie schnell das Potential dieser Fähigkeit voll auszunutzen. Kein Verschlafen mehr, kein Problem mehr mit unangekündigten Tests in der Schule, ein schneller Sprung durch die Zeit und die Sache hat sich erledigt. So verfolgt man wie sie nun ein vermeintlich optimales Leben führt, wo alles nach ihren Wünschen verläuft, bis auch sie langsam zu merken beginnt, dass damit größere Konsequenzen verbunden sind als sie zunächst geahnt hatte.
Der Anime nimmt sich in größerem Ausmaß einer Thematik an, die sonst eher wenig bei Zeitsprungszenarien behandelt wird: verpasste Chancen im Leben durch die Angst vor Veränderung. Ist es wirklich immer optimal alle Ereignisse in seinem Leben ändern und nach seinen eigenen Wünschen gestalten zu können? Verhindert man damit nicht auch Entwicklungen, die sich später als positiv herausgestellt hätten? Müssen dann nicht andere Leute für unser eigenes unbedachtes Handeln büßen? Für Makoto werden diese Fragen in diesem Anime beantwortet. Die zunächst auf unbeschwerte Comedy aufgebaute Handlung zeigt im stetig wachsenden Ausmaß die Auswirkungen eines derartigen Verhaltens und wie alles außer Kontrolle zu geraten droht.
Kurz angemerkt sei die Animation. Diese leidet meiner Meinung nach etwas unter dem Unterschied zwischen den Hintergründen und den Figuren. Die Hintergründe sind wunderschön und detailreich gezeichnet, die Personen aber eher einfach gehalten. Grundsätzlich bin ich eigentlich ein Anhänger simplen Zeichenstils und ich fand das Charakterdesign auch sehr ansprechend, aber in dieser Kombination passt es für meinen Geschmack nicht völlig zusammen, da sich die Figuren teilweise etwas unschön vom Hintergrund abheben.
Fazit: Der sympathischste Animefilm den ich kenne und ich würde ihn jedem uneingeschränkt empfehlen. Der Umstand, dass sich die Handlung rein auf Auswirkungen auf das Leben der Hauptperson und ihrer Mitmenschen beschränkt und auf Dinge wie Risse im Raumzeitkontinuum oder sonstige katastrophalen Szenarien von Zeitreisen verzichtet, stellt einen interessanten Aspekt des Animes dar, welcher einen auch durchaus über die Moral der Geschichte nachdenken lässt.
Das Mädchen das durch die Zeit sprang ist ein wunderbar komischer, im späteren Verlauf auch sehr trauriger Film, der seine Vielzahl an Auszeichnungen zu Recht verdient hat. Eine gut durchdachte und bodenständige Liebesgeschichte, tolle Protagonisten und ein lieblicher Soundtrack von Oku Hanako.
... [ mehr lesen ] Zu Beginn unterhält der Film den Zuschauer noch mit Makotos ersten,recht tollpatschigen Versuchen, durch die Zeit zu springen, was passend von rasanten Klavierstücken untermalt wird. Im letzten Teil betritt der Plot jedoch ein tiefgründigeres und dramatischeres Milieu und der Film gewinnt Stück für Stück an Einzigartigkeit. Makoto und ihre beiden Baseball- und Schulfreunde Chiaki und Kosuke sind sehr liebenswerte Charaktere, außer ihnen werden noch einige Nebenfiguren vorgestellt, das Hauptmerkmal liegt jedoch auf der Beziehung dieser drei jungen Erwachsenen. Viel Wert wurde auf die Natürlichkeit der einzelnen Personen gelegt, das verpasst dem Film die nötige Glaubwürdigkeit. Die Animationen sind flüssig, Charaktere und Umgebungen sind durchweg schön gestaltet. Die Farbgestaltung sowie das Charakterdesign wirken teils sehr blass und detailarme, was allerdings auch zur realistischen Art des Anime beiträgt.
Zugegeben, war der Erste Teil des Films recht schleppend, der Zweite gleicht das mit einer wunderbaren Freundschafts- und Liebesgeschichte zufriedenstellend aus. Durch die schöne Musik und die natürlichen Charaktere ein Film, der mich ziemlich mitgenommen hat. Daher einer der wenigen Filme, die jedem zu empfehlen sind. Seht ihn euch an, er ist unglaublich liebenswürdig gemacht und unterhält durchgehend auf hohem Niveau.