Zwei Jahre sind vergangen, seit Hei und Yin das Syndikat nach den Ereignissen aus der ersten Staffel verlassen haben. Auf ihrem Weg nach Russland, begegnet Hei einem Mädchen namens Suou Pavlichenko, deren Familie immer mehr in den Krieg zwischen den Contractors und den verschiedensten Splittergruppen hineingezogen wird. Inzwischen hat Misaki Kirihara ihre Position beim Büro für ausländische Angelegenheiten aufgegeben und beginnt nun damit, ihre eigenen Untersuchungen anzustellen, was Hei, die Contractors und das Syndikat betrifft.
Eine Fortsetzung, die eigentlich keine wirkliche ist… Ryuusei no Gemini stellt statt Hei mit Suou eine neue Figur in den Mittelpunkt und verläuft allgemein anders, als man es nach der ersten Staffel erwarten würde. Was einen zunächst vielleicht noch befremden würde, würde die Staffel nicht so mitreißend beginnen, steht dem Vorgänger letztendlich aber um nichts nach.
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Der Einstieg ist wie ein Sprung ins kalte Wasser. In Erwartung von Hei und Konsorten, bekommt man plötzlich Einblick in den Alltag eines jungen Mädchens in Russland, dessen Leben durch Contractors eine gravierende Wendung erfährt und als Hei endlich die Bühne betritt, ist er so ganz anders, als man ihn in Erinnerung hatte. Die zweite Staffel setzt nach einem Zeitsprung ein, wobei die zwischenzeitlichen Ereignisse und Auswirkungen auf Hei erst auf Bonusepisoden auf den DVDs nachgereicht werden. So bleiben die vergangenen Geschehnisse durch einige Andeutungen der Spekulation der Zuschauer überlassen, was jedoch einen nicht uninteressanten Rätselfaktor in die Geschichte einbringt und zunächst nicht weiter negativ auffällt. Erst gegen Ende macht sich dann bemerkbar, dass man besonders was Yin angeht, wohl durch die noch ausstehenden Episoden, zu wenige Informationen hat, weshalb der Abschluss eine Herausforderung darstellt wenn es darum geht ihn richtig zu deuten. Insofern bleibt es dem Stil des Vorgängers ein wenig treu, der ebenfalls kein völlig befriedigendes Ende geliefert hat.
Letzten Endes muss man aber schon fast sagen, dass die zweite Staffel ein wenig den Eindruck eines Spin-offs hat, sowohl aufgrund der neuen Hauptperson, als auch weil sich die Geschichte um Hei zumindest in den zwölf im Fernsehen ausgestrahlten Episoden nicht wirklich weiterentwickelt. Dem Unterhaltungswert tut das allerdings keinen Abbruch und in seinem Aufbau ist der Anime eigentlich sogar besser als der Vorgänger, denn obwohl gerne lamentiert wird, dass es nur halb so viele Episoden sind, sind hier alle Bestandteil einer zusammenhängenden Geschichte, ein großer Unterschied zur großteils episodisch ablaufenden ersten Staffel, die insgesamt weniger storyrelevante Folgen hatte, trotz doppelter Länge. Ansonsten hat sich am Stil nicht viel geändert. Man gibt sich immer noch düsterer und brutaler als der Animedurchschnitt, streut aber auch ein wenig Comedy ein, es gibt wieder einige neu Contractors mit schrägen Fähigkeiten und Renumeration und die Geschichte ist eben ebenfalls nicht völlig leicht verständlich. Ein Unterschied ist allerdings vielleicht der Umstand, dass man dieses Mal mehr Gewicht auf die Gefühlswelt der Contractors legt und im geringeren Ausmaß auch auf die der Dolls.
Ryuusei no Gemini beweist, dass man es seitens der Produzenten nicht verlernt hat, und dass man deshalb nur auf eine weitere Staffel hoffen kann, wobei nun aber auch feststeht, dass es für das Konzept nicht unbedingt Heis bedarf, sondern auch andere Personen im Mittelpunkt stehen können.
Ihr wolltet schon immer ein Nachfolger von Darker Than Black? Dann muss ich euch enttäuschen, DTB 2 ist wohl alles andere als ein richtiger Nachfolger, mehr ein Spin-Off mit deutlich anderen Schwerpunkten... das sich aber nicht vor dem Vorgänger verstecken muss, ganz im Gegenteil. Durch Einführung von neuen Haupt- und Nebencharakteren, einer richtigen Story, toll animierter Fights und dem typischen DTB Mysterygewand erwartet euch ein tolles Actiondrama.
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Was macht eine Mysteryserie aus? Ja, sie sollte schon von Anfang an den Zuschauer mitreissen können und ihm nie zu viel verraten. Mit einem Schauplatzwechsel, einen Zeitsprung von 2 Jahren und der Einfühurng von Suou, der neuen Hauptdarstellerin, sind schon nur die Fakten verwirrend. Dank eines grandiosen Anfangs beginnt Ryuusei no Gemini anders als erwartet an und man fängt an, sich mehr auf die jetzige Story zu konzentrieren und bemerkt, das Hei nicht mehr der Gleiche ist. Was ist mit passiert, wieso ist er in Russland und warum interessiert er sich überhaupt für Suou? Nur einige Fragen werden beantwortet und auch sonst bekommt man im Laufe der Story nur wenig Informationen über Hei. Diese werden dann durch die Bonusepisoden auf DVD/Blu-ray nachgeholt. Die macht aber auch den Reiz einer Mysterieserie aus und man rätselt schön weiter. Wie Pilop schon sagte, ist der Aufbau der Story deutlich besser als im Vorgänger und keine der Episoden kommen einem verschwendet vor. Durch die storytechnische Änderung werden dabei Suou und andere Contractors/Dolls stärker beleucht und das ganze Werk bekommt eine erwachsenere und beklemmendere Atmospähre was man jedenfalls auch dem erhöhten Gewaltgrad verdanken darf. Zusätzlich zum alten Cast, erwarten euch einige neue Nebencharakter und diese ergänzen das Hauptchrakterduo perfekt ohne der Story im Weg zu sein. Um aber nicht mit der Tradition zu brechen, ist das Ende nur befriedigend und der Schluss kann von vielen Betrachtungspunkten anders beurteilt werden. Zum Glück kann man dadurch hoffen, dass eine weitere Staffel in Plannung ist.
Bones hat natürlich, wie gewohnt, nicht nur der Story und den Charakteren viel Aufmerksamkeit geschenkt. Inszenierungstechnisch und musikalisch gab man sich keine Blösse und ist meilenweit entfernt von der sonstigen Animedurchschnittsware. Wunderbare animierte Action mit hervorragendem Soundtrack (der perfekt zur jeder Szene passt) sowie dem erwachsenem Bones-Charakterdesign, den schönen Hintergründen und den sonstigen Zeichnungen ergeben ein stimmiges Resultat. Darker than Black: Ryuusei no Gemini ist jedem Animefan zu empfehlen, mehr brauche ich gar nicht mehr zu sagen.
Lange war ich auf der Suche nach einem Anime, der mich mal wieder richtig mitnimmt und in Darker than Black 2 habe ich ihn gefunden. Geködert von ein paar Bildern mit Yin, begann ich den Anime ohne Vorkenntnisse aus der ersten Staffel zu schauen und enttäuscht wurde ich nicht. ... [ mehr lesen ]Mit der neu eingeführten Hauptperson Suou gelingt der Einstieg in die Welt der Contractors und Dolls nicht allzu schwer. Zwar blieben noch Fragen offen - gerade bzgl. den Dolls und ihre Beziehung zu den Contractors- doch was die Story anbelangt, schien ich durch den Mystery-Gehalt und durch die Konzeption der Serie nicht allzu große Nachteile zu haben. Getragen wird die Geschichte um Hei und Suou von einer düsteren Stimmung, welche die Veränderung bzw. Wandlung Suou´s zu einem Contractor widerspiegelt. Melancholisch schön sind auch die Verwandlungsszenen Suou´s, welche durch die einsetzende Musik eine bedrückende Wirkung haben. Interessant ist auch die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten, die anfangs recht ambivalent, aber stets nachvollziehbar ist und deren Emotionalität in der letzten Szene der beiden gipfelt. Die Story um Suou und ihrer Familie ist sehr schön ausgefallen, hat ein paar Überraschungen auf Lager und findet ein überaus gelungenes Ende. Was auch positiv hervorzuheben ist, ist die erwachsenere Machart der Animeserie. Allein schon der Protagonist Hei, so wie er sich zumindest in dieser Staffel gibt, ist mit Nichten der 0815 Shonen-Held und die langsame und nachvollziehbare Entwicklung des in Trauer versunkenen Kerls, dessen Gründe meiner Meinung nach eher nicht so befriedigend in den darauffolgenden OVA´s erläutert werden, bleibt stets interessant. An der musikalischen Untermalung gibt es nichts zu meckern. Auch Opening und Ending wissen zu überzeugen. Das Produktionsniveau ist gut und die Kämpfe schön anzusehen. Non-Stop Action sollte man aber nicht erwarten, da hauptsächlich die Gefühle der Contractors im Vordergrund stehen.
Warum ich DTB2 mit nicht mehr als 84% bewertet habe, liegt daran, dass es einige Störfaktoren gibt. Zum einen sind dies deplazierte Comedyeinlagen und Personen, die zu diesem Zwecke eingeführt wurden, und zum anderen das im Widerspruch zum Titel stehende bunte Charakterdesign, welches zugegebenermaßen schon einen gewissen Reiz hat, aber nicht gerade mein Fall ist. Dies sorgt immer wieder für kurze Zeit dafür, dass sich die Atmosphäre des Anime nicht wie ein Ganzes anfühlt. Darüber hinaus mochte ich den Teil um Suou´s Freundin Tanja und ihren Freund, welcher zwar für die Entwicklung Suou´s wichtig, aber nicht zwingend notwendig ist, nicht wirklich. Ein weiteres Problem von DTB2 sind die zuvielen Charaktere, die man auch ruhig hätte weglassen können. Auch diese ganzen Geheimdienst-Geplänkel wirken eher infantil denn wirklich sinnvoll; auch wenn das zmindest zur Folge hat, dass der Großteil des Casts nicht aus Kindern und Jugendlichen besteht. Nichtsdestotrotz haben wir hier ein kurzweiliges Actiondrama vor uns, welches über eine mysteriöse Handlung und ein sehr interessantes Protagonistenpaar verfügt und sich gerade dadurch vom Einheitsbrei abhebt.