Akihisa Yoshii ist der titelgebende "Baka", will meinen, dass seine schulischen Leistungen am unteren Ende der Notenskala liegen. Dieser Umstand wirkt sich insofern dramatisch aus, als dass an seiner Schule die Schüler je nach Testergebnis auf verschiedene Klassen aufgeteilt werden. Die Besten kommen in die A Klasse und genießen diverse Annehmlichkeiten, wie ein mit allen Schikanen eingerichtetes Klassenzimmer. Währenddessen müssen die Schlechtesten, die F Klasse, ihr Dasein auf Sitzkissen in einem mit alten Tatamimatten ausgelegten Raum fristen und sogar um die Tafelkreide bangen.
Mizuki Himeji wäre eigentlich eine der klügsten Schülerinnen des neuen Jahrgangs, doch wegen Fieber versagt sie beim Einstufungstest und wird in die F Klasse gesteckt. Dort befindet sich neben Akihisa, der heimlich auf Mizuki steht, auch noch dessen Freund Yūji Sakamoto, der gleichzeitig Klassensprecher ist. Die F Klasse beschließt nun ihre Situation nicht mehr einfach hinzunehmen und bedient sich diverser Kreaturen, deren Herbeibeschwörung günstigerweise an der Schule im Rahmen eines Experiments entdeckt wurde, um gegen die ranghöheren Klassen anzutreten und sich deren Privilegien zu sichern.
Baka to Test macht am Anfang noch den Eindruck, als wäre er eine der besseren überdrehten Shounen-Komödien, aber je weiter die Serie voranschreitet, desto stärker flacht sie ab. Am Ende bleibt vom Spass leider so gut wie nichts mehr übrig. ... [ mehr lesen ]
Das liegt am grundsätzlichen Problem, das jede Comedy-Serie hat: Witze nutzen sich schnell ab, vermutlich schneller als alles andere. So was kann man höchstens mit Substanz ausgleichen, aber die besitzt Baka to Test nicht und der Anime ist auch nicht so kurzweilig und abwechslungsreich wie Minami-ke & Co. Um genau zu sein versucht Baka to Test ja sogar mehr zu sein als eine abgedrehte Komödie, aber genau das bricht dem Anime in diesem Fall das Genick.
Die Figuren wurden schon in den ersten, guten Episoden so überzeichnet dargestellt, dass man sie nicht ernst nehmen kann. Jeder Anflug von Ernsthaftigkeit wirkt wie ein Störfaktor und deswegen überrascht es nicht, dass der Anime immer genau dann besonders schwach ist, wenn er sich in Richtung Romantic Comedy oder Action bewegt. Sympathisch sind die Figuren leider auch nicht, daran ist die extreme Überzeichnung wohl ebenso schuld, ich finde jedenfalls so gut wie alle Charaktere äußerst fade. Die einzige Ausnahme ist Hideyoshi, ich mag diese Art von Gender Bender und der Fanservice mit ihm ist auch den ganzen Anime über lustig.
So wie die Serie im Laufe der Zeit immer schwächer wird, verschlechtert sich auch die Inszenierung, die sich einiges von Shaft abgeguckt hat, ohne ganz so wahllos zu sein. Die ersten Episoden sind in der Hinsicht noch richtig gut, aber später gibt es dann so Episoden wie die Elfte, die inszenierungstechnisch eine Katastrophe ist und so wirkt, als wäre das Studio in Zeit- oder Geldnot geraten. Das Ende sowieso der schwächste Teil der Serie; viel zu ernst im Vergleich zu dem was vorher gezeigt wurde. Im Prinzip war es ja eine gute Entscheidung, die Light Novel neu zu interpretieren (das was ich davon gelesen hab war langweiliger als der Anime), aber leider ist das dem Studio nur ansatzweise geglückt.
Baka to Test to Shoukanjuu ist einer der witzigen, nicht zu ernst nehmenden und amüsanten Animehaltestellen , bei der Unsinn & Co. ganz weit vorne liegen
... [ mehr lesen ] Story :
Akihisa Yoshii ist ein junger Schüler, lebt alleine und geht auf eine Schule mit einem ESB-System, dass es ihm erlaubt, sich mit anderen Schülern zu kloppen, indem jeder eine Alternativform beschwören kann, so eine Art ''Chibi-Charakter'', der dann an der Seite der Spielers kämpft. Die Klassen sind von A bis F untergeteilt, wobei A ein luxuriöser Aufenthaltsklassenraum mit riesigem Display ist und nur den besten Schülern des Jahr gebührt bis hin zu der Klasse F, ein verkaffter, alter, modriger Raum, der eine Sanierung schon längst nötig hat. Zusammen mit seinen Freunden Mizuki Himeji ( Eine attraktive, intelligente Mitschülern, die Yoshii schon sehr lange kennt ), Minami Shimada ( Eine leicht aufbrausende, aber dennoch gutherzige Mitschülerin von Yoshii ), Yuki Sakamoto ( Der eher ruhige Klassensprecher der 2 F ) sowie weiteren Schülern. Später begegnet Yoshii auch seiner älteren, ziemlich perversen Schwester, die dann bei ihm einzieht. Die Location bezieht sich vor allem auf die Schule, dauernd werden die Alternativ-Egos beschworen und es wird auf witzige Art und Weise das Schlachtfeld geräumt. Vor allem Kämpfe zwischen Klassenparteien werden zu taktischen Überlegungen, um den Widersacher eins auszuwischen. Währenddessen spielt auch ein Beziehungsdreieckskonflikt zwischen Yosii, Himeji und Shimada statt, der nur gering auftritt. Der hohe Anteil an Humor und die total überdrehten Szenen machen den Anime lustig. Ebenso witzig ist der Voyeur Tsuchiya. Ein absoluter Perversling, dem kein Höschenblick seiner Kamera entkommt. Und wenn Yoshii auch dabei ist, dann fließt das Blut aus den Nasen wie Regen von den Dächern, und zwar ganze Flüsse.
Animation :
Also die Animation hält sich ganz gut, die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Bei Massenschauplätzen, zum Beispiel bei Versammlungen werden die Menschenmengen meist nur durch Silhouetten gekennzeichnet, da steigt aber die Konzentration auf die Handlung an und daher ist das auch nicht schlecht. Vor allem bei übertriebenen dramatischen Szenen, in denen die Charaktere schwarzweiß zu sehen sind, ist sehr anschaulich.
Musik :
Die Musik habe ich kaum bemerkt. Die Handlungen verschmelzen mit der Musik, man kann wenig was trennen, von daher kann ich auch nichts dazu sagen. Das Opening und Ending Theme war ganz schön gemacht, es hat gepasst und war sehr stimmig.
Fazit :
Also der Anime war sehr verdreht, denn man konnte ihn kaum ernst nehmen, Keine dramatischen, traurige oder gefühlsstarke Szene hat lang angehalten oder änderte sich wieder in ein totales Schwachsinnsdesaster. Für unsere Comedy-Fans auf jeden Fall was Sehenswertes. Und die, die gerne mal so eine kleine Beziehungssituation inmitten eines riesigen Schulchaos erleben wollen, können sich den Anime ebenfalls reinziehen.
Der Anime klingt in seiner Beschreibung doch etwas "Action" und "Fantasy" lastig: Ein Schulsystem in dem die Schüler Kämpfe austragen müssen, um in bessere Klassenräume zu kommen. ... [ mehr lesen ]
Für Fans dieser Genre ist der Anime jedoch nicht sehr geeignet, denn die Kampfszenen fallen kurz und nicht besonders spannend aus. Baka To Test konzentriert sich vollkommen auf Comedy!! Auch die Romance Stellen fallen nicht besonders auf und dienen eigentlich auch nur dazu die Comedy-Elemente in die Geschichte einzubauen. Also ist der Anime auch für Romantiker nicht besonders geeignet ;) Wer Comedy-Animes mag, wird diesen Anime aber sicher mögen!
Die Charaktere sind sympatisch, die Comedy-Einlagen passend und die Grafik hat auch ihren eigenen Stil der schön anzuschauen ist und immerhin so aussieht als hätte man sich Mühe damit gegeben (was -wie ich finde- Heute nicht mehr allzu oft vorkommt).
Alles in Allem ein sehr lustiger und empfehlenswerter Anime aus meiner Sicht und ich werde mir auf jeden Fall die 2.Staffel anschauen!