Die Geschichte von Valkyria Chronicles findet auf einem fiktiven Kontinent statt, der an das Europa der 30er Jahre erinnert. Der Kontinent ist zweigeteilt und wird von der osteuropäischen imperialen Allianz und der atlantischen Föderation regiert. Das Imperium hat es darauf abgesehen, ein kleines, neutrales Land namens Gallia, welches sich zwischen den beiden großen Staaten befindet, einzunehmen. Die Geschichte folgt nun dem Soldaten Welkin und seinen Mitstreitern des siebten Trupps vom dritten Regiment der gallischen Miliz...
Sympathische Charaktere; etwas weniger oberflächlich als sonst in diesem Genre, aber auch langweilige und unglaubwürdige Kampfszenen: so zeigt sich der Action-Anime Valkyria Chronicles am Anfang. Im ersten Drittel der Serie hab ich noch gedacht, ich hätte einen etwas misslungen Genremix vor mir. Aber der Anime steigert sich enorm. Später sind die Kämpfe zwar immer noch unglaubwürdig, aber dafür wenigstens spannend und die Charaktere entfalten sich so gut, dass am Ende doch noch ein rundum gelungener Action-Anime herauskommt.
... [ mehr lesen ] Das Setting hat mir auf Anhieb gefallen; eine Phantasiewelt, die grob an den zweiten Weltkrieg angelehnt ist. Das verspricht Action, die es dann auch phasenweise gibt, aber wie gesagt ist sie zunächst durchwachsen und naiv. Erst nach dem ersten Drittel werden die Kampfszenen besser und das Finale macht die lahme Action vorher fast schon wieder wett. Zugute kommt dem Anime aber auch, dass er überdurchschnittlich gut animiert ist.
Und dann gibt es ja noch die Charaktere. Obwohl sich der Anime offensichtlich an Männer richtet, haben die meisten Figuren etwas an sich, das man sonst eher in Shoujo-Geschichten findet (für die Series Composition ist soweit ich weiß auch eine Frau verantwortlich gewesen). Das ist wohl ein Grund dafür, dass die Charaktere im Laufe der Geschichte einige interessante Entwicklungen durchmachen und lange nicht so blass bleiben, wie der typische Actionheld. Sympathisch sind sie sowieso, allen voran die weibliche Hauptrolle Alicia, die schon alleine den ganzen Anime tragen könnte.
Einem Actionfan, dem es darauf ankommt, dass es möglichst viel kracht, würde ich Valkyria Chronicles aber nicht empfehlen. Nicht nur wegen der lahmen Szenen am Anfang, sondern auch weil das Kämpfen nicht im Vordergrund steht. Der Anime geht mehr in Richtung Abenteuerfilm.
Also das ist mein allererster Kommentar überhaupt. :D
Die Geschichte von 'Valkyria Chronicles' höhrt sich ja schon ganz interessant an. Vor allem das Setting gefällt mir sehr gut. ... [ mehr lesen ]Anfangs dachte ich, wegen den Screens und wegen der Adoption von dem Spiel (Das ich übrigens nicht gespielt habe), das dieser Anime eher etwas für das jüngere Publikum sei. Teilweise stimmt das wohl auch. Aber jetzt mal von vorne. Man wird schon in der ersten Episode mitten ins Geschehen 'hineingeworfen'. Alles startet in der Stadt 'Bruhl', die von den Imperialen angegriffen wird. Die Stadtwache bekommt den Auftrag, den Zivilisten Zeit zu verschaffen um evakuiert zu werden. Sprich: Sie bleiben als Kanonenfutter zurück und halten die Imperialen Truppen auf.
Ich war echt erstaunt, wie 'hart' die Kämpfe teilweise sind. Das heißt nicht das sie sehr blutig sind, aber sie sind einfach realistisch dargestellt. Hier kommt aber schon der (bis jetzt) größte Kritikpunkt. Es herrscht zwar offensichtlich ein harter Krieg, aber keinen scheint das emotional in irgendeiner Weise zu schaffen zu machen. Da stirbt ein Character und alles was der Zuschauer (bis jetzt ^^) zu sehen bekommt ist ein erstaunter Blick der Protagonistin. Hier hätte man viel mehr Dramatik rüberbringen können. Ein anderes Beispiel: Zwei 15 Jährige Jungen sind bei der Stadtwache und müssen auch mehr oder weniger mitkämpfen. Diese zeigen aber keine wirklichen Angstgefühle oder ähnliches. Ein anderes Mädchen, das auch der Wache zugeteilt ist dagegen, fällt schon in Ohnmacht weil sie nur höhrt das der Feind einmarschiert.
Das alles passt irgendwie nicht zur doch ernsten und dramatischen Story. Beim Zeichenstil ist es das gleiche. Ich finde alles viel zu hell und fröhlich.
Vorläufiges Zitat: Die Serie hat für mich einiges an Potenzial und kann noch richtig dramatisch werden. (Ich hoffe sehr es driftet nicht in ein anderes Genre ab.) Man muss nur noch viel mehr an den Charactern 'arbeiten'. Und sie viel mehr Emotionen zeigen lassen. Dann kan dieser Anime richtig 'gut' werden.
Senjou no Valkyria gelingt der Spagat zwischen Action-Anime und Liebesdrama wie kein anderer Anime den ich bisher gesehen habe. Und genau diese Balance, macht diesen Anime so stark: Es ist eben nicht nur das Haudrauf-Geballer des Krieges oder irgendwelche Effekthascherei die hier im Mittelpunkt steht. Es sind vielmehr die Charaktere: ... [ mehr lesen ]Da gibt es den Commandeur von Squad 7, Welkin Guther, der alles andere als der klassiche Drill Instructor ist, die Bäckerin Alicia, die ein dunkles Geheimnis in sich trägt, die Liste der Charaktere der Squads sind lang und jeder von ihnen hat seine ganz eigene Auffassung vom Krieg. Und auch bei den "Bösen" zeigt sich, das sich auch ihre Beweggründe kaum von denen der "Guten" unterscheiden.
Die Serie mag für Viele Ähnlichkeiten zu Full Metal Panic aufweisen. Bewegt sich aber weit über dem Nivau dieser Serie. Auch Synchronisation und Animationsqualität sind auf einem wirklich hohen Level.
Für mich ist dieser Anime, der in seiner gut ausbalancierten Genremischung seines gleichen sucht, der Geheimtipp des Jahres.