Rund zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wird eine Gruppe von jugendlichen Straftätern zur "Shounan Special Reform School", einer Art Jugendgefängnis, geschickt, um dort mit den Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten, die sie im Krieg erfahren haben, fertig zu werden. Dort lebt bereits ein Insasse, der nun versucht, den Jugendlichen etwas über Freundschaft beizubringen und sie durch diverse auftretende Schwierigkeiten zu führen.
Das erste, was mir bei diesem Anime auffiel war das ungewöhnlich interessante Setting. Als ich dann auch noch erfuhr, dass die Serie von dem berühmt berüchtigten Animationsstudio Madhouse produziert worden ist, war es entschiedene Sache: Ich musste mir die Serie anschauen.
... [ mehr lesen ]
Was ich dann allerdings sah, war weniger berauschend als erhofft, dennoch nicht komplett miserabel.
Animation
Die Animationen von "Rainbow: Nisha Rokubou no Shichinin" sind zwar nichts großartig spektakuläres, entsprechen jedoch den heutigen Animationsstandarts und haben einen ansehlichen Zeichenstil vorzuweisen.Auch bei heftigeren und actionlastigen Szenen bleiben die Animationen flüssig und dynamisch und verlieren nicht an Qualität. Sogar die Hintergründe strahlen von Detailreichtum, so wie man es von Madhouse gewohnt ist. Alles in allem eine gelungene, "Madhouse-typische" Animation mit schönen Bildern und gleichbleibender Qualität.
Sound (OPs/EDs und Backgroundmusic)
Das Opening dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen, denn es ist ein Metal/Rock Song, den ich persönlich sehr gelungen finde und der auch zu der im Anime vorherrschenden Athmosphäre und Gewalt passt.Das Ending dagegen ist im Vergleich ein eher ruhiger Song, der den einzelnen Episoden einen guten Abschluss verpasst. Die Hintergrundmusik ist meist passend gewählt und untermalt die einzelnen Szenen je nach Stimmung mal mit trauriger, mal mit schneller und mal mit dramatischer Musik, wobei das traurige und dramatische überwiegt.
Story
Die Geschichte spielt im 20.Jhr etwa 10 Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Es geht um eine Gruppe von Häftlingen und deren innige und teilweise auch überdramatisierte Freundschaft.Zu Anfang werden sechs, teils sehr Junge Häftlinge in ein Gefängnis eingeliefert.Sie werden dort von einem homosexuellen pädophilen Arzt auf perverse Art gedemütigt, und anschließend von einem sadistischen Wärter zu ihren Zellen geführt, wo sie den siebten im Bunde kennenlernen. Die Geschichte erzählt nun von dem Aufenthalt der Häftlinge im Gefängis und deckt dabei auch die Vergangenheit und Träume der einzelnen Protagonisten auf.
Inszenierung
Nun ja. Die Inszenierung hätte, wie auch meine Bewertung, um einiges besser sein können. Doch leider scheitert der Anime an der unrealistischen und beinahe schon absurden Überdramatisierung. Auch könnte man das teilweise unlogische und unnachvollziehbare Handeln einzelner Protganisten bemängeln.Die hohe Gewaltdarstellung hingegen passt zum Anime und auch die Gefängnisathmosphäre ist gut gelungen. Die Inszenierung ist letztendlich nicht perfekt, aber es macht trotz allem Spaß der Handlung zu folgen.
Fazit
Wenn man keine Abneigung gegenüber Überdramatisierung hat, und über die einzelnen Mängel der Characktere hinwegsehen kann, dann bietet "Rainbow: Nisha Rokubou no Shichinin" eine gute Story,schöne Animationen und ein interessantes Setting, das es in der Art noch nicht vorher gab. Zwar kein "Must-Watch", aber dennoch ein guter Anime, den man sich zwischendurch mal ansehen kann.
LECKT MICH DOCH AM ETWAS ... Schon wieder eine Geschichte bei dem böse Menschen Böses tun und dabei noch unbestraft davonkommen (vielleicht)! Meine Lebensphilosophie ist einfach, "Auge um Auge, Zahn um Zahn", doch in "Rainbow" wird ein paar Mal zuviel die Weisheit verbreitet "„Wenn dich einer auf die linke Backe schlägt, dann halt ihm auch die andere hin" und genau das nervt mich an solchen Geschichten.
... [ mehr lesen ]
Der Weltkrieg ist vorbei, das Leben in Japan nach dem Krieg ist kein Zuckerschlecken. "Rainbow's" erste Folgen haben einige dramatische Momente die mir ehrlich gesagt die Lust am Weiterschauen raubten weil es tatsächliches hartes Leben in der Nachkriegszeit zeigte (na ja, hauptsächlich den Gefängnisalltag). Was bekommt der Zuschauer noch zu sehen!?! Gewalt, Verbrechen, Machtmißbrauch, Prostitution, Pädophilie, Menschenhandel, ... Wo es Dunkelheit gibt, da gibt es auch Licht! Freundschaft, Liebe, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit kommt in diesem Anime auch nicht zu kurz!
Animationen sind erstklassig und modern. Die Charaktere sind durchaus menschlich (real) und die Handlung ist leider Normalität der Nachkriegszeit und sogar in den heutigen Tagen!
"Rainbow" ist ein gelungener Anime und gehört meiner Meinung nach zu den Besten der Sommer-Season 2010, jedoch zu meinen Favoriten (Lieblingsanimes) gehört es nicht da es die schlechten Seiten der menschlichen Natur zeigt!