Natsume Takashi hat die Gabe Geister zu sehen und als er ein merkwürdiges Buch von seiner Großmutter erbt, erfährt er auch warum diese ihn verfolgen. Jetzt besteht ein Vertrag zwischen den Geistern und den Besitzer dieses Buches, das auch ihre Namen enthält. Fest entschlossen, versucht Natsume mit Hilfe einer außergewöhnlichen Katze die Geister zu befreien und den Vertrag aufzulösen.
Die erste Staffel des Anime Natsume Yuujinchou weist doch recht starke Parallelen zu Genrevertretern wie Mushishi oder Tactics auf, die Tiefgründigkeit meines Favoriten Mushishi konnte Natsume jedoch bisher leider nicht erreichen. Als Liebhaberin ruhig gestalteter Anime habe ich in Natsume Yuujinchou bisher trotzdem das Richtige für meinen Geschmack gefunden, wenn ich auch zugeben muss, dass der Anime nach den ersten Episoden arg schwächelt, ganz besonders im Storyverlauf, denn die einzelnen Kurzgeschichten sind das, was den Anime eigentlich ausmacht. Der gesamte Plot wird allerdings zunehmend banaler und besonders die letzten Episoden sind schlicht und einfach zu langweilig geraten
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Handeln tut die Serie von dem jungen Knaben Natsume, der, wie seine Großmutter Reiko die Gabe besitzt, Geister zu sehen. Er erbt von ihr ein mysteriöses Buch, in dem Reiko zu Lebzeiten Verträge mit Geistern abschloss um ihren Willen zu bändigen. Um der Verfolgung dieser Wesen zu entgehen, stellt sich Natsume die Aufgabe, die Geister von ihrem Bündnis zu befreien. Wie sich der Plot weiterhin entwickelt wird sich zeigen, allerdings werde auch ich nicht auf Dauer dafür zu haben sein, mir eine Serie durchgehend die selbst aufgebürdete Arbeit eines eigenbrötlerischen Teenagers anzusehen, der jede Episode einen Geist befreit. Auf einen weiteren Handlungsstrang wird anscheinend derzeit hingearbeitet, lassen wir uns also überraschen. Da die erste Staffel nun abgeschlossen ist, macht sich bisher jedoch lediglich Enttäuschung breit.
Den größten Unterhaltungsfaktor stellt bisher Natsume’s, auf den obigen Screenshots zu begutachtenden, Partner dar: Madara, mehr oder weniger in einer katzenähnlichen Gestalt unterwegs und mit seinem mürrischen Verhalten ein großer Pluspunkt für die Serie. Weitergehend sind die Charaktere zu meinem Bedauern aber bisher nicht besonders durchdacht ausgefallen, unser Hauptcharakter ist einer von der Sorte 'Einzelgänger aufgrund unbekannter Gabe', hinzu kommt im weiteren Verlauf ein mysteriöser Mitschüler. Ein paar den Nebencharaktere stechen allerdings hervor, die den Anime weitestgehend tragen.
Präsentationstechnisch hält Natsume Yuujinchou einen stets guten, der Zeit entsprechenden Standard. Auffallend sind die glänzenden und teils verwischten Farben, generell ist der Anime in hellen und strahlenden Farbtönen gehalten, was besonders die Hintergrundzeichnungen sehr angenehm aussehen lässt. Vom Soundtrack her halten sich sowohl Opening als auch Ending sehr mäßig, zwei absolut idyllische Lieder die passend zur Handlung gewählt sind, allerdings knapp an der Endnote 'Eintönig' vorbeischrammen. Zumal sich beide Titel von der Melodie her ähneln, das Ending allerdings noch einen Schritt weiter in Richtung friedliche Ader driftet, was mir dann wiederum auch gut als Outro gefällt. Ansonsten hält sich die BGM stark zurück,
Als Fan des sanften Stils den Natsume Yuujinchou aufweist bin ich gespannt auf das, was in der 2. Staffel folgt und werde das Review fertig stellen, sobald der Anime komplett beendet ist.
Die japanische Mythologie kennt eine große Vielzahl an Göttern, Yōkai usw.. Der normale Mensch kommt mit diesen kaum direkt in Berührung, die wenigsten bekommen sie je zu Gesicht. Anders Natsume, der Protagonist von Natsume Yūjin-Chō. Er sieht diese Wesen und muss sich nach dem Tod seiner Großmutter, welche dieselbe Fähigkeit hatte, nun mit allerlei freundlichen wie unfreundlichen Vertretern der Geisterwelt auseinandersetzen, die auf die ein oder andere Art noch eine Rechnung mit Natsumes Großmutter offen haben.
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Das japanische Verständnis von Geistern ist sehr viel breiter als das des gemeinen Mitteleuropäers, der darunter in erster Linie meist bösartige Seelen längst verstorbener Menschen versteht und genau daran knüpft auch die Optik des Animes an. Statt Geisterbahn-Look empfangen den Zuschauer schön gezeichnete, warm und hell kolorierte Bilder, kein Augenöffner, aber wie die Animation durchgehend auf angenehmem Niveau. Die Vertonung ist ebenso zurückhaltend, allerdings von hoher Qualität: die Synchronsprecher sind gut, teilweise hervorragend. Die Geräuschkulisse ist vielfältig und vor allem stets angenehm präsent. Läuft Natsume beispielsweise durch die sommerliche Landschaft ist die Luft erfüllt von Vogelgezwitscher und dem Surren der Zikaden. Sehr schön ist auch die BGM gelungen, die den Anime unauffällig und harmonisch untermalt. In ruhigen Momenten reicht ein leises Klavier, eine einzelne Oboe oder eine Gitarre aus, um die Atmosphäre zu verstärken. Wenn es denn mal turbulenter zugeht, kommen auch mal schnelle Taikorhytmen oder jazzige Einlagen zum Einsatz. Erwähnenswert in diesem Kontext noch das Lied aus dem Abspann: ebenfalls sehr ruhig, in seiner Art entfernt an gälische Balladen erinnernd, bei denen man auf dicken Pathos verzichtet hat.
Wie animus es bereits in ihrem Kommentar vorweggenommen hat, kann man den Anime ganz grob mit Mushishi vergleichen, doch schlägt Natsume Yūjin-Chō schnell eine andere Richtung ein, was aber nicht weiter tragisch ist. Man darf keine Abneigung gegen ruhig erzählte, episodische Serien haben, möchte man hier auf seine Kosten kommen. Hat man sich allerdings erst mal an das gemächliche Tempo, das Fehlen von Action, fingernagelzehrender Dramatik sowie eines ereignisreichen Haupthandlungsstrangs und schließlich den zunächst etwas spröden Protagonisten gewöhnt, wächst einem der Anime schnell ans Herz. Ein Grund dafür ist sicherlich die hier deutlich vertretene Comedy, eingebracht vor allem durch den arroganten und zu seinem Entsetzen in der Form einer hässlichen, fetten Katze festsitzenden Madara, der Natsume zur Seite steht.
Er sorgt dafür, dass man den eingangs eher abweisenden, kalten Natsume nicht gleich zum Unsympathen abstempelt. Mit der Zeit beginnt dieser sich nämlich zu öffnen und sein Gemüt hellt sich auf, der anfangs tief sitzende Hass auf seine besondere Gabe bekommt mehr und mehr Risse. Allerdings geht die Charakterentwicklung weg von der seit Geburt geistergeplagten Seele etwas schnell, was der Glaubwürdigkeit ein wenig schadet. Die Nebenrollen fallen noch nicht sonderlich auf, das könnte sich aber durchaus in weiteren Staffeln ändern.
Die Qualität der Folgen schwankt auf recht hohem Niveau. Einigen flauen Episoden stehen mehrere sehr sympathische, rührende Folgen gegenüber, die im geeigneten Moment auch für das ein oder andere Tränchen gut sind, wirklich dramatisch wird Natsume Yūjin-Chō allerdings nicht.
Kurz: ein ruhiger, handwerklich schön gemachter allerdings wenig anspruchsvoller Anime rund um die Nahtstelle zwischen den Welten der Menschen und der Geister, der mehr Beachtung verdient hat. 2009 gibt es neue Folgen.
"Natsume Yuujinchou" wird nicht umsonst als ein kleines Meisterwerk gepriesen: wenn ein Anime diesen Titel verdient, dann dieser! Schon ab der ersten Folge kann man sich dem Zauber der "Nastume"-Serien nicht mehr entziehen. ... [ mehr lesen ]Ja, worum geht es denn überhaupt? Natsume Takashi kann Ayakashi sehen, seit er denken kann. Leider erwies sich diese Fähigkeit eher als Fluch denn als Gabe: Natsume wurde von den anderen Leuten und Kindern als ein verrückter Sonderling angesehen und gemieden. Der einsame Natsume, der seine Eltern schon früh verloren hat, wurde nun von Familie zu Familie weitergeschoben, doch keine wollte ihn lange behalten, da er mit unsichtbaren Dingen sprach. Der nun jugendliche Natsume ist nun bei einer neuen Familie eingezogen, einem netten Ehepaar, die ein Haus in der Heimatstadt seiner Goßmutter haben. Natsume findet heraus, dass seine Großmutter, Natsume Reiko, auch Geister sehen konnte. Nicht nur das, sie besiegte die Ayakashi sogar und zwang sie, ihren Namen herzugeben. (Das bedeutet so viel wie Reikos Knechte werden.) Diese Namen schrieb sie in ein Buch, das Buch der Freunde (Yuujinchou). Nun befindet es sich in Takashis Besitz. Auf der Flucht vor einem blutrünstigen Ayakashi zerstört Natsume einen Bannkreis, und eine dicke Katze purzelt heraus. Diese erweist sich jedoch als starker Ayakashi und hilft Natsume. Wie sich herausstellt, jedoch nur, um an das Buch heranzukommen. Er erklärt dem Jungen die Bedeutung des Buches. Der entscheidet promt, alle Namen zurückgeben zu wollen. Irgendwie findet die Katze jedoch Gefallen an Natsume, und beschließt, ihm zu helfen, bis er stirbt/umgebracht wird. Dann soll das machtvolle Buch in den Besitz der Katze übergehen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, und Natsume begenet unterwegs vielen Freunden und Feinden. Was erwartet mich? "Natsume Yuujinchou" ist sehr tiefsinnig, man könnte ihn schon fast als lyrisch bezeichnen. Es ist ein eher ruhiger Anime, trotzdem kommt die Spannung nicht zu kurz. Dieser Anime regt sehr zum Nachdenken an und berührt ungemein. Der Zuseher wird in die zauberhafte, aber meist auch grausame und traurige Welt der Ayakashi eingeladen. Es ist schwer, diesen Anime zu beschreiben, aber er zieht einfach in seinen Bann. Musik & Animation Die OP- wie die END- Musik ist einfach perfekt auf das gesamte Konzept des Anime zugeschnitten. Besonders der erste END-Song hat es mir angetan. "Natsume" hat eine Animation, wie man sie bei keinem zweiten Anime sieht: bildgewaltig, mit vielen berührenden Momenten, klaren Linien und eher im lyrischen Stil gehalten. Einfach ein Augenschmaus! Fazit "Natsume Yuujinchou" kann mit Worten nicht beschrieben werden. Es ist bei Gott nicht jedermanns Sache, aber mir persönlich hat er wirklich, wirklich gut gefallen. Dieser Anime vermittelt dem Zuseher ein besonderes Gefühl für diese kleine Welt, und das schafft nicht jeder! Ich empfehle, sich einfach einmal selbst ein Bild davon zu machen. Ich kann diese Serie nur wärmstens empfehlen!!