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Vier Jahre nachdem Wakatake Mari ihr Gedächtnis verloren hat, wird sie von ihrer Großmutter zur Kaihou Akademie geschickt. Sie ist davon aber wenig begeistert.
Auf der Fahrt dorthin sieht Mari ein seltsames Mädchen bei den Möwen. Es stellt sich heraus, dass dieses Mädchen ebenfalls auf das Internat geht, ihr Name ist Hagino.
Nachdem sich ihre Hände berührt haben, beginnt Hagino Mari zu attackieren, verleugnet aber in Gegenwart der anderen so etwas getan zu haben, weshalb Mari ziemlich wütend ist.
Als sich Hagino in der Nacht aus dem Haus schleicht, folgt Mari ihr. Was sie dort sieht ...
Blue Drop ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite wird die Geschichte schön erzählt, besonders auf der zwischenmenschlichen Ebene, aber auf der anderen Seite ist der Anime wenn's um die Aliens geht manchmal sehr unplausibel. Man wird an dem Anime nur dann gefallen finden, wenn man über die fehlende Glaubwürdigkeit hinwegsehen kann (was ich konnte, deswegen auch die recht hohe Wertung). ... [ mehr lesen ]
Solange sich der Anime um die Mädchen und ihre Probleme dreht ist er gut erzählt und nachvollziehbar, aber sobald die Handlung irgendetwas mit den Aliens zu tun hat, ändert sich das leider schlagartig. Vor allem Maris Reaktionen auf die Ereignisse wirken sehr unplausibel (andere Charakere reagieren später genauso seltsam). Es kam mir so vor, als hätte der Drehbuchautor entweder keine Erfahrung mit dem Sci-Fi-Genre oder kein Interesse daran. Jedenfalls spielt sich alles was die Aliens angeht nur im Hintergrund ab und wird sehr schnell abgehandelt. Vielleicht wären mehr Episoden für diesen Anime besser gewesen. Trotzdem unterhält der Anime, weil er wie gesagt schön erzählt wird und die Charaktere durch ihre sympathische Art die Schwächen der Handlung überdecken können. Neben diesen Schwächen gibt es noch etwas anderes, das mich gestört hat, nämlich dass es für meinen Geschmack zu wenig Romantik gab. Immerhin ist Blue Drop ein (fanservice-loser) Yuri-Anime. Die Actionszenen, die ab und zu mal auftauchen, wurden von Gonzo hervorragend animiert, aber ich denke nicht, dass sie Actionfans besonders begeistern werden. Es gibt zu wenige davon und sie sind schneller vorbei als ein Wimpernschlag.
dass es mir schon klar war, dass es kein Happy End gibt - alleine schon weil der Anime ein Prequel zum Manga ist, aber das Ende war mir dennoch zu tragisch. Das passt einfach nicht zur Erzählweise des Anime.
Wären da nicht die unglaubwürdigen Reaktionen auf die Aliens, würden die Charaktere wirklich gut sein. Mari ist eine starke Frauenrolle. Mutig, selbstbewußt und ein wenig dickköpfig, aber auf jeden Fall sehr sympathisch und auch die anderen Figuren aus dem Wohnheim bieten interessante Charaktere. Etwas komisch fand ich nur Haginos Alter, denn obwohl sie vom Aussehen her ein Teenager ist, kommandiert sie ein Schlachtschiff und muss daher schon lange erwachsen sein. Es könnte sein, dass die Aliens langsamer altern als Menschen, nur wird das nirgendwo erklärt.
Optisch weiß der Anime zu gefallen. Die Mädchen sind schön gezeichnet und passabel animiert, die Hintergründe detailliert und die CGI-Animationen in den Kampfszenen erreichen schon die Qualität von aufwändigen OVA-Produktionen. Die Musik (meistens ruhige Stücke) steht der Grafik in nichts nach und passt immer zur jeweiligen Situation. Toll ist auch das ruhige Opening, mMn eines der besten seiner Art.
Blue Drop wirkt schlussendlich, als ob man eher gezwungenermaßen zwei unterschiedliche Handlungsstränge vereint hat und das Ganze zusätzlich in eine zu geringe Episodenzahl pressen musste.
Während die Darstellung der zwischenmenschlichen Beziehungen trotz mancher Unglaubwürdigkeiten recht gelungen oder zumindest unterhaltsam ist, wirkt der Science-fiction-Part manchmal schon wie ein Fremdkörper in der Geschichte und fällt qualitativ gegenüber dem Rest der Story ab. I... [ mehr lesen ]n ihm macht sich besonders die geringe Episodenzahl bemerkbar, die zu etlichen Logiklücken führt und oft das Gefühl bewirkt, als fehlten Teile. Zusätzlich verstärkt wird dieser Eindruck durch, zumindest meinem Gefühl nach, kleinen Zeitsprüngen zwischen einzelnen Episoden, die manche Charakterentwicklung ausblenden. Auch das Ende fand ich unbefriedigend und zu kurz geraten.
Fazit: Blue Drop würde eigentlich einen schönen Erzählstil und sympathische Charaktere bieten, kann aber durch eine misslungene Verflechtung der Handlungsstränge, sowie eine zu geringe Episodenzahl nicht das theoretische Potential entfalten. Trotzdem war mir der Anime durchaus sympathisch, weshalb meine Wertung höher ist als sie es wahrscheinlich sein sollte.
Von den momentan laufenden Serien mein Favorit. Den Hauptcharakter Mari, fand ich auf Anhieb interessant (keine typische Clichèanimefigur) und generell scheint der gesamte Anime abseits des Mainstreams zu liegen. Die Serie scheint trotz Sci-fi eher ruhig (aber nicht langatmig) zu sein anstatt auf viel Action aufzubauen und der Plot entwickelt sich eher ruhig aber stetig und könnte noch sehr interesant werden und etwas Shoji Ai scheint auch dabei zu sein. Ich werde die Serie weiterverfolgen und mal sehen, wie es sich noch entwickelt, zumal 13er Episoden Anime sowieso meistens die interessantesten sind = weil keine Filler etc.