Moyashimon ist eine Komödie, die sich um das Collegeleben eines jungen Agronomie-Studenten namens Tadayasu Sawaki dreht, der eine besondere Begabung hat: Sawaki kann Mikroorganismen wie Mikroben mit blossem Auge sehen. Er sieht diese aber nicht realistisch wie bei Aufnahmen eines Elektronenmikroskops, sondern als kleine knuddelige Kreaturen, die mit ihm kommunizieren können.
Die Handlung beginnt mit dem ersten Tag von Sawaki an der Universität für Landwirtschaft in Tokyo. Er ist zusammen mit seinem treuen Freund Kei Yûki dort und wundert sich, wieso so viel Polizisten auf dem Gelände anwesend sind. Da Sawaki vom Land kommt, glaubt er, es handle sich um eine "städtische" Sache. Durch verteilte Flyer kriegen beide Studenten heraus, dass eine ältere Studentin namens Hasegawa vermisst wird. Beim durchforsten des weiten Unigeländes stossen beide auf einen kleinen Wald, wo Sawaki in der Luft plötzlich viele Bakterien schweben sieht, die für Verwesung zuständig sind.
Schnauze voll von standardisierten Schul- und College-Comedies? Lust auf was Neuartiges auf dem Sektor? Dann man ran an den Speck, die Pilze und die Parasiten.
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Eigentlich würde "Bwahahaha" schon als Kommentar zu Moyashimon ausreichen, aber so wirklich informativ wäre das nicht und daher holen wir mal kurz ein wenig aus:
Mit Tales of Agriculture setzen Shirogumi Inc. und Mangaka Masayuki Ishikawa (bis dato völlig unbeschriebenes Blatt) eine wunderschöne, erfrischende und vor allem extrem witzige Geschichte über den Alltag an einer Universität für Agrarwissenschaften in die Welt. Außerdem dürfen wir dabei zusehen, wie der Erstsemester Tadayasu Sawaki, der in der Lage ist Mikroben mit bloßem Auge zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren, mit seinen Kommilitonen allerhand Unsinn anstellt und langsam seinen Platz in der Welt findet.
Größtes Plus dieser Serie ist definitiv die Comedy, die den Zuschauer oftmals in schallendes Gelächter ausbrechen lässt, gefolgt von den überaus sympathischen Charakteren und der generell sehr erheiternden Atmosphäre. Ganz nebenbei kann man dann auch noch etwas über Gärungsprozesse und fermentierte Lebensmittel lernen. Mir fällt bei all den Serien die ich gesehen habe auf Anhieb nichts ein, was mit Moyashimon wirklich vergleichbar wäre und rate daher einfach mal: Schaut's euch an, ihr werdet nicht enttäuscht sein.
Ebenfalls sehr positiv überrascht hat mich die Visualisierung des Ganzen, denn die hiesige Optik kann man wohl am besten als "GONZO ohne Schlamperei" beschreiben und sie überzeugt auf ganzer Linie. Traumhaftes Charakterdesign (besonders bei den Ladies), detailreiche Hintergründe, extrem flüssige Animation, klasse Farbgebung... ich könnte ewig weiter schwärmen. Der Sound von Moyashimon gibt sich ähnlich wie die ganze Serie ungewöhnlich und so ist hier von Hiphop bis zu Pop und Rock alles vertreten, wenngleich die Musik eher eine untergeordnete Rolle spielt. Opening und Ending gefallen mir trotz der ganzen CG überdurchschnittlich gut und auch die zugehörigen Tracks gehen schön ins Ohr.
Fazit: Definitiv einer der besten, innovativsten und lustigsten Anime des letzten Jahres und ich wünsche mir sehnlich, dass es bald eine zweite Staffel gibt. Dringende Konsumempfehlung!
Schräge Begabung trifft auf schräge Uni trifft auf schrägen Professor, kurzum: ausgefallen!
Wer jetzt nicht weiß was er mit diesem Satz anfangen soll, der setzt sich am besten gleich vor "Tales of Agriculture", die 11 Episoden gehen nämlich wirklich leicht von der Hand und sind rundum amüsant anzusehen. ... [ mehr lesen ] Als frischgebackener Student kommt Sawaki in die Universität für Landwirtschaft nach Tokio, begleitet von seinem Freund Yuuki und einer ungewöhnlichen Fähigkeit: Er kann Mikroben mit freiem Auge sehen und mit ihnen sogar kommunizieren. Als wären damit nicht schon genug der Sonderbarkeiten, trifft er in der Uni auf den exzentrischen Professor Itsuki, die aufbrausende, eigenwillige Doktorandin Hasegawa und die zwei heruntergekommene Querulanten Misato und Kawahama. Diese Ansammlung - ja, nennen wir sie einfach mal so - verrückter Charaktere auf einer Uni, die sich so gar nicht wie eine normale Uni gibt verspricht vor allem eines: Comedy. Und dieses Versprechen wird auch gehalten. In 11 durch und durch unterhaltsamen Folgen wird ein kurzer Ausschnitt aus Sawakis Studienzeit gezeigt, der neben den schon erwähnten Comedyelementen auch eine nachdenkliche Note aufweist. Im Grunde geht es darum verschiedenste Dinge auszuprobieren, zu sich selbst und seinen Interessen zu finden um sich dann zu entfalten.
Zum Zeichenstil, der eig. nicht besonders hervorsticht nur folgendes: Entsprechend dem Stil sind die Bewegungen in hektischen Sequenzen und die Gesichtsausdrücke genial komisch gezeichnet. Auch die niedlichen Mikroben können sich, in den immer mal wieder auftauchenden, ausgefallenen Kameraeinstellungen, sehen lassen - zumindest für Sawaki ;)
Obwohl sich der Anime episodenartig gibt, sind die einzelnen Folgen doch meist miteinander verbunden, wenn auch nur durch ein paar Sätze, eine kurze Begegnung oder diverse Ereignisse, die die Charaktere beschäftigen und die Geschehnisse weiter beeinflussen. Am Ende hat man doch irgendwie das Gefühl vor einem recht soliden Gebäude zu stehen und nicht vor einem Fachwerkhaus aus dem das Gefach bröckelt. Außerdem hat man das eine oder andere über Sake gelernt!
Um es noch einmal kurz auf die Essenz zu bringen, hier das meistgebrauchte Vokabel der englischen Übersetzung: to brew. Die deutschen Pendants - anzetteln, aushecken, kochen, gären, auf etwas sinnen, sich zusammenbrauen, im Anzug sein - geben ziemlich gut das wieder, was einem in diesem Anime erwartet. Also alle, die auf kurzweilige Comedy stehen, gekleidet in ein Gewand, das man so schnell nicht wieder findet, sollten Moyashimon nicht an sich vorbeiziehen lassen.
So süß die Bakterien in Moyashimon auch sind, sind es letztendlich nicht sie, die die Qualität dieses Anime ausmachen. Angesiedelt an einer Agrar-Uni bekommt man gut unterhaltende Comedy mit allerlei schrägen Charakteren präsentiert. Setting und Gags sind dabei mitunter erfrischend anders und letztendlich ist es wahrscheinlich die geringe Episodenzahl und die damit verbundenen Schwächen, die das größte Manko an der Serie darstellen.
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Habt ein Herz für Bakterien, Mikroben, Pilze, … könnte das Motto von Moyashimon sein, sind sie doch sicherlich der ungewöhnlichste Faktor in der Serie, wobei ihre Rolle letztendlich aber die eines Nebendarstellers bleibt. Nach den ersten Episoden nimmt die Bedeutung von Sawakis Fähigkeit zunehmend ab, ohne dass es dadurch allerdings zu größeren Qualitätseinbußen in der Handlung kommen würde. Dafür gibt es einfach zu viele exzentrische und schräge Charaktere und genug abgedrehte Vorkommnisse, wobei man merkt, dass schon allein der Schauplatz an der Uni und damit abseits des üblichen High School Settings Erfrischung bringt. Da das Bakterienelement letztendlich doch in gewissem Ausmaß den gesamten Anime durchzieht, ergeben sich hier natürlich auch genügend damit in Verbindung stehende Möglichkeiten für Gags, die die Serie so von anderen abheben können. Solange sich die Handlung nun rein auf Comedy beschränkt, kann Moyashimon durchgehend überzeugen, allerdings mehren sich gegen Ende auch andere Elemente, die man wohl als Coming-of-age bezeichnen könnte. Sie sind nicht wirklich umfangreich und wirken vielleicht gerade deswegen irgendwie fehl am Platz, weil man sie in der gekürzten bzw. nur angerissenen Form den Charakteren auch nicht wirklich abnimmt. Das Ganze wirkt dann etwas bruchstückhaft, als wüsste man nicht recht was man mit den Ansätzen anfangen soll. Gerade diese leichten Anflüge einer Story führen dann aber auch dazu, dass das Ende nach nur elf Episoden viel zu früh erscheint und dementsprechend wenig befriedigend ist, wenn einem das auch sicherlich nicht davon abhalten sollte, sich den Anime anzusehen.