Die Geschichte dreht sich um den Hauptdarsteller Hirono Hiro, einen armen High School Studenten, welcher Shoujo-Mangas zeichnet um sich seinen Unterhalt zu verdienen. In einer kalten Weihnachtsnacht, nachdem er in der Kirche eine sehr komische Frau getroffen hatte, wird sein Fahrrad von einem anderen komischen Mädchen gestohlen. Er rennt ihr hinterher und findet sie bewusstlos auf der Straße liegend. Ihr Name ist Miyamura Miyako und ihr Rucksack wurde ihr von einem Mann auf einem Motorrad gestohlen. Wenig später fangen sie an miteinander herumzuhängen, das High-School-Leben zu genießen usw. Hiros Leben ist dennoch sehr von seinem Kindheitsfreund, Shindou Kei, beeinflusst.
„Anime ist Kunst!“ oder etwa doch nicht? Oh, dann hast du dir noch nicht ef – a tale of memories angeschaut! Denn diese Serie bietet so unendlich viele künstlerische Szenen und Bilder, dass es einem glatt vom Hocker hauen kann. Aber ist es wirklich gesund, einem Romance-Drama einen Berg voller verschiedenen künstlerischen Aspekten einzuverleiben? Ich jedenfalls fing sehr skeptisch an diesem Anime voran, denn ich fand das solche Elemente genauso wenig zu so einem Drama passen wie ein Elefantensteak in meinem Kühlschrank. Ob es mir nach den 12 Folgen gefallen hat? Oh ja, das hat es! Dieser Anime ist sozusagen der Beweis, dass man Unterschiede ansammeln und trotzdem etwas Tolles herauskommen kann!... [ mehr lesen ] Okay, ein Review gefällig? Da habt ihrs! ;-)
Handlung:
Die Handlung hier ist meiner Ansicht ziemlich innovativ und unüblich für einen Anime dieser Sorte gestaltet. Genau genommen gibt es hier 2 verschiedene Handlungsstränge, wobei es in der 1. Handlung um eine Dreiecksbeziehung geht und man in der 2. Handlung einen großen Anteil an Dramaelementen finden wird.
In der 1. Handlung geht es um einen High-School Studenten namens Hiro, der alleine zu Hause lebt und insgeheim Shojo-Mangas zeichnet und recht talentiert ist. Er ist Heiligabend auf dem Weg zu seiner besten Freundin Kei, mit der er schon seit Kindheitstagen befreundet ist. Auf dem Weg wird er von einem Mädchen namens Miyako überrumpelt, die sein Fahrrad „leiht“, um einen Taschendieb zu schnappen. Sie verletzt sich jedoch auf der Verfolgungsjagd und da sie keinen Schlüssel für zu Hause hat, verbringt sie Weihnachten zusammen mit Hiro. Sie sind sich beide sympathisch und kommen sich immer näher, doch Kei ist insgeheim auch in Hiro verliebt und natürlich eifersüchtig. Und so startet eine Dreiecksbeziehung, die zwar objektiv gesehen Klischeehaft wirkt, jedoch sehr gut gestaltet ist und das meiste Potenzial ausschöpfen konnte.
Die 2. Handlung, die mir jedenfalls um einiges besser gefällt als die erste, da sie mehr Tiefgang besitzt, handelt ebenfalls von einem Schüler namens Renji, der auf einem verlassenen Bahnhof ein mysteriöses Mädchen namens Chihiro kennen lernt, die durch einen schweren Unfall ein Auge verloren hat und einen Hirnfehler hat, der ihr alles vergessen lässt, was in den 13 vorherigen Stunden passiert ist. Doch Renji entscheidet sich trotzdem, sich mit ihr anzufreunden und auch sie kommen sich immer näher.
Die Story ist hier sehr anspruchsvoll und etwas verwirrend, da sie um einiges innovativer ist als in anderen Animes, sprich: Die Handlungen laufen parallel zueinander, aber haben bis auf ein paar Kleinigkeiten wenig miteinander am Hut. Es wird während einer Folge oft zwischen den Handlungen gewechselt, was mich ein bisschen an Serien wie „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ oder „verliebt in Berlin“ erinnert. In den ersten Folgen hatte ich ehrlich gesagt keinen Plan, es war einfach zu verwirrend, doch schon bald wird man aufgeklärt und ich musste einfach mitfiebern!
Charaktere:
Da die Charaktere allesamt aus einem H-Game in die Serie importiert worden sind, sind sie alle ohne Ausnahme sehr schön anzuschauen, auch die Kleidung wurde mit sehr viel Aufwand und Sorgfalt gezeichnet. Was mir an den Charakteren sehr gefallen hat, dass sie unheimlich menschlich auftreten und so gut wie ALLE Handlungen von ihnen nachvollziehbar ist. Dadurch kamen ein paar äußerst traurige Szenen zusammen, was dadurch gestärkt wird, da man selbst leicht in diese Situation geraten kann. Eifersucht, Lebensmüdigkeit, Freude, Verzweiflung, Liebe, Angst und auch die Hingebung zu einem bestimmten Menschen. Es gab sogar Stellen, in denen ich mit den Charakteren mitgetrauert habe, aber es gab auch Stellen, wo ich eine Intrige von einem Charakter absolut daneben fand, andererseits aber auch dasselbe getan hätte. Es gab Nächte, wo ich wach im Bett lag und einfach über die Charaktere nachgedacht hätte, als wären sie richtige Menschn. So etwas habe ich sonst nur in Kimi ga Nozomu Eien erlebt und dies hat mich sehr erstaunt. Vor allem aber hat das Studio ungewöhnlich viele Charaktere in ihrem 13-teiligen Anime untergebracht, doch so gut wie jeder Charakter kam gut rüber, ob nun optisch als auch charakteristisch. Die Synchronisation ist übrigens passend zu den Charakteren und man wird den einen oder anderen Sprecher aus Claymore oder anderen bekannten Animes wieder erkennen können.
Animation:
Soll ich es nun Animation oder Kunstwerke am laufenden Band nennen? Aber Wahrscheinlich auch beides! Ich kenne jedenfalls keinen Anime, der so innovative und verschiedene Stile auf dem Buckel hat! Ob starke Kontrastfarben, Ölgemälde, Schwarz-Weiß-Konturen, Standbilder, oder gar so Kunstvolle Szenen, wie ich sie in manch Spielen wie Kingdom Hearts gesehen habe, dieser Anime bietet einem eine breite Palette von verschiedenen Stilen. Auch die Perspektivische Darstellung (Kamera) bleibt nie gleich. Die Kamera wechselt in Szenen gerne und oft, manchmal sogar schon zu oft. Was mich ziemlich beeindruckt hat, war die Ablichtung von scheinbar unwichtigen Details. Ob es ein Biss in ein Sandwich war, oder einfach nur ein Bleistift, der im Nebenraum den Tisch herunterrollt, so gut wie alles bekommt Screentime geschenkt. Da hätte selbst Mc-Gyver einen Handstand in der Mitte eines Raumes machen können, die Kamera hätte nicht ihn, sondern eher ein Heizungsrad, dass gerade heruntergedreht wird oder ein Blatt, dass durch den Wind weht gefilmt. Es kam jedenfalls so unglaublich gut rüber, ich möchte es fast schon einen Meilenstein in Sachen Kameraführung und Szenenwechsel nennen! Die Hintergründe wurden an manchen Stellen übrigens sehr Farbenfroh und detailliert gezeichnet, an einigen Stellen aber Farblos oder gar im Wachsmalstiften-Style (was aber durchaus seinen Reiz hat).
Musik & Sound:
Es gibt ein ziemlich rockiges und hippes Opening auf Englisch zu sehen, was ich mir immer gerne angeschaut habe. Die Hintergrundmusik bestand aus netten Instrumentalen Tracks, die die Szenen sehr gut untermalen konnten. Die Hintergrundmusik wurde jedenfalls sehr treffend für die jeweiligen Szenen ausgesucht. Besonders die Endings fand ich toll, für einen 12-teiligen Anime gab es eine Handvoll Endings, die zum Teil auch von den Sprechern gesungen wurde.
Fazit:
Ich bin immer noch ganz baff! Unglaublich, was diese schrägen Vögel hier geleistet haben. Animationstechnisch kann dieser Anime vollkommen überzeugen, es wurde hier ein Meilenstein gesetzt! In den wenigen Folgen wurde so unglaublich viel Inhalt intelligent verpackt, die Story ist dank den guten Charakteren doch kein Abklatsch geworden, sondern zur Anspruchsvollen Handlung geworden. Ich empfehle diesem Anime jedenfalls jedem, der offen für etwas Neues ist und Freude an anspruchsvollen Geschichten hat.
Anime ist gleich Kunst? Dieser Anime ist es wahrhaftig, und es ist ein Meisterwerk! 97% von mir.
Ich bin immer wieder über die künstlerische Begabung der Japaner fasziniert. Immer wenn ich denke, dass ich so langsam aber sicher jeden Hammer Anime (zumindest in der Kategorie Romance) gesehen habe, erwische ich so ein Prachtexemplar wie "ef - a tale of memories". Dieser Anime hat mich doch tatsächlich dazu gebracht, dass ich meine Anime-Bewertungen der vergangenen Jährchen ein wenig umstrukturiert habe. Denn "ef" toppt so einige an Romance Animes, die ich in vergangener Zeit gesehen habe.
... [ mehr lesen ] Der Anime bietet zwei WUNDERSCHÖNE Lovestorys, die man schöner nicht hätte inszenieren können. Geschichte 1 handelt von Hirono, einem jungen Mangaka, der mal wieder in die allseits beliebte Lage kommt, dass ihn zwei Frauen "vergöttern". Liebe, Freundschaft, Eifersucht und kleine Sticheleien stoßen hier aufeinander. Zum Glück geht diese Story genau so aus, wie ich es mir gewünscht habe. Geschichte 2 ist deutlich deprimierender als Geschichte 1. Sie handelt um ein Jungen namens Renji, der ein seltsames Mädchen namens Chihiro begegnet. Schnell schlägt sein Herz für Chihiro. Was er nicht weiß, Chihiro hat ein Handicap, dieses Handicap sorgt für viel Chaos zwischen den Beiden. Ich hab permanent mit den beiden mit gelitten und habe immer gehofft, dass es doch noch irgendwie ein gutes Ende nimmt. Für mich ist die Geschichte um Renji und Chihiro die minimal stärkere Geschichte. Achja, die beiden Geschichten sind zwar unabhängig voneinander, dennoch haben gewisse Charaktere einen draht zu Charakteren aus der jeweils anderen Geschichte.
Zur Optik kann ich nur eins sagen : Bombastisch! "Ef" ist endlich seit langer langer Zeit wieder ein Anime, der mich nur allein von der Optik her vom Sessel fegte. Besonders hervorzuheben sind die stets wechselnden Animationen und Zeichenstile. Besonders die schwarz weiß Stimmung trat immer in den genau richtigen Momenten ein. Eine echte Wahnsinns-Optik.
Das Opening ist ebenfalls ein super schönes, "Herzschmerz-verursachendes" Lied. Die Endings sind ebenfalls alle samt berührend und melancholisch. Ich liebe den gesamten Soundtrack von "ef".
Bis auf Kei, gab es hier eigentlich keine Charaktere die mir auf den Zeiger gingen. Kei ist aber nur in paar bestimmten Stellen etwas nervig, bzw grausam. So sehr, dass ich doch teilweise ein bisschen 'n Groll gegen sie hatte. Ansonsten ist dieser Anime absolut frei von Hass-Charakteren.
Ich bin wirklich mehr als gespannt auf "A tale of Melodies", allerdings kann ich es mir nicht vorstellen, dass die Fortsetzung an diesen Kracher heranreichen wird. Aber ich lasse mich ja gern (hoffentlich positiv) überraschen.
Fazit : Der Memento unter den Animes. Ich sehe kein Grund wieso man "ef" nicht als atemberaubendes Meisterwerk abstempeln sollte. Der Anime bekommt 10 von 10 hysterischen Mailbox-Nachrichten.
ef – a tale of memories versucht besonders innovativ zu erscheinen, kann aber schlussendlich doch nicht immer überzeugen.
Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die jeweils ihre Stärken und Schwächen haben. Zu Beginn wirkt der Anime noch äußerst verwirrend, doch pendelt sich der Erzählstil bald ein, verbleibt aber leider bei einer strikten Trennung der beiden Storylines. ... [ mehr lesen ]Chihiros Arc ist sicher der interessantere, schwächelt aber vor allem durch den äußerst blassen und langweiligen Renji, der sicher viel des Potentials der Geschichte verspielt und deshalb keinen adäquaten Partner für sie in dieser tragischen Story abgibt. Hironos Arc wiederum gibt sich von der Handlung her klassischer, ohne aber völlig in Klischees abzudriften und bietet die besseren Charaktere, wobei ich Miyako hier noch am schwächsten fand, da bei ihr das theoretische Potential ihrer Persönlichkeit nicht ausgenutzt wird und sie zu berechenbar agiert. Das Ende ist wieder nur teilweise gelungen, was hier aber wohl sicherlich Geschmackssache ist, nur hätte ich Chihiros Arc einfach anders abgeschlossen.
Bei der Animation wollte man besonders innovativ sein und bietet ein sehr weites Spektrum an verschiedenen Animationsstilen, denen man den künstlerischen Ansatz nicht absprechen kann. So oft das allerdings auch zu wirklich guten Szenen führt, so oft geht es auch schief und der Anime verliert sich stellenweise in hektisch wirkenden Stilabfolgen. Der häufige Wechsel der Animation verhindert hier, dass sich ein eigener Stil herausbildet, womit das Ganze oft den Anschein eines Herumexperimentierens behält.
Fazit: Der Anime würde eigentlich eine interessante Story und auch gute Ansätze in der Animation bieten, schafft es allerdings nicht diese wirklich gelungen umzusetzen. Zusätzlich schwächelt er bei einzelnen Charakteren, allen voran Renji aber auch in manchen Punkten Miyako, und kann damit die Schwächen in der Inszenierung auch nicht ausgleichen. Was bleibt ist eine innovativere Liebesgeschichte mit einzelnen wirklich gelungenen Szenen, die man sich durchaus ansehen kann, wenn man mal etwas eine Spur abseits der gängigen Handlungsklischees sucht.