Sashi Imamiya und Arumi Asahina leben im Abenobashi Einkaufsviertel in Osaka. Eines Tages werden sie in plötzlich in ein Paralleluniversum, dem Abenobashi mahou Shoutengai (das magische Abenobashi Einkaufsviertel) gezogen. Sodann beginnt für sie eine abgefahrene Reise durch sehr verwirrende und schräge Paralleluniversen, in denen ihre Freunde und Bekannten in immer anderen Rollen wieder auftauchen. Sie versuchen immer wieder diesen Welten zu entfliehen, aber anstatt immer wie versprochen zu Hause zu landen, landen sie abermals wieder in einer Parallelwelt.
Eine witzige, abgedrehte Parodie auf alle möglichen Animes, Filme und Games mit liebenswürdigen und gut ausgearbeiteten Hauptcharakteren.
Abenobashi Mahou Shoutengai ist eine überdrehte Nonsense-Komödie; so verrückt, wie man es von Gainax gewohnt ist, aber nicht ohne ernste Hintergründe. ... [ mehr lesen ] Allerdings wird die ernste Seite vom Humor regelrecht erdrückt, was dem Unterhaltungswert aber nicht wirklich schadet. Ähnlich wie der (bessere) Furi Kuri, ist AMS in erster Linie eine Parodie. Deshalb kann man den Anime auch nur dann richtig genießen, wenn man sich in der japanischen Popkultur gut auskennt. Praktisch alle Otaku-Themen bekommen ihr Fett weg; (Video)Rollenspiele, Mecha-Anime, Martial-Arts-Streifen und Eroges, um nur einige zu nennen. Selbst Hollywoodfilme bleiben nicht verschont. Der Humor präsentiert sich sehr abgedreht und überzeichnet - Fans der leisen Töne werden vom Anime also eher enttäuscht sein - und als Zugabe gibt es noch derben Ecchi, der aber selber schon wieder eine Parodie ist. Dass der Anime durchaus ernste Hintergründe besitzt, zeigt sich schon an der normalen ersten Episode und später wird klar, dass sich die Themen "Realitätsflucht" und "Umgang mit dem Tod" hinter dem ganzen Humor verstecken.
Die Figuren sind alle so extrem überzeichnet, dass es schwer fällt überhaupt etwas über ihre Qualität auszusagen. Die beiden Hauptcharaktere haben aber zumindest etwas Liebenswürdiges an sich; Sasshi ist ein waschechter Otaku und seine leicht cholerische Begleiterin Arumi bildet das passende Gegenstück dazu.
7,8... dieses Rating geben zu müssen, tut mir fast schon leid.
Was beginnt wie ein übelster Blödel-Anime und Drogentrip, ist nämlich in Wirklichkeit eine ebenso anspruchsvolle wie rührende Geschichte über Leben und Tod und den Umgang damit, die mich am Ende fast zum Heulen gebracht hat.
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Zu Beginn der Serie werden uns die beiden Hauptcharaktere Sashi und Arumi auf mehr oder minder heitere Weise vorgestellt. Sie leben beide im vor dem Abriss stehenden Einkaufsviertel von Osaka, dem sogenannten Abenobashi. Arumi's Vater und Großvater betreiben das Restaurant "Pelican", Sashi's Eltern das "Turtle" Badehaus, doch unerfreuliche Veränderungen stehen ins Haus: Arumi's Vater will mit der gesamten Familie an die Nordspitze von Hokkaidô ziehen, um dort ein französisches Feinkost-Restaurant zu eröffnen... doch ihr Großvater ist dagegen. Als eines Tages die Schutzbüste des Restaurants vom Dach fällt, beginnen merkwürdige Dinge zu geschehen und unsere beiden kleinen Helden schlittern von einer magischen Parallelwelt in die nächste.
Hier liegt leider der massive Schwachpunkt dieser GAINAX-Produktion: Die überwiegend sinnfreien Comedy-, Parodie- (z.B. Shining, Terminator, Petshop of Horrors) und Ecchi-Einlagen und die vollkommen übersteuerte Grafik ergeben keinen Sinn, machen keinen Spaß und lassen befürchten, dass es auch im Rest der Serie so weiter gehen wird. Ab Episode 8 wird dann aber glücklicher Weise die Comedy endlich richtig gut und in Nummer 7 beginnt unterschwellig der Storyfaden, der nur noch in "Battlefield Shopping Arcade" unsanft unterbrochen wird. Im Nachhinein kann man aber auch das als versteckten Hinweis sehen.
Mehr möchte ich zur Story nicht verraten, ich sage nur: Schaut's euch an. Geht einem schon ziemlich nahe und ohne die Folgen 2-6 wäre das definitiv ein 9er, was gar nicht mal an den Animationen, die für GAINAX- und MADHOUSE-Verhältnisse Standard sind, oder dem sehr bunt ausgefallenen Soundtrack aus Big Band, Pop und Orchestralen liegt, sondern mehr an der subtilen Vorgehensweise, mit der sich Abenobashi dem Herzen des Zuschauers nähert, es umklammert und nicht mehr los lässt.
Also ich hab die Serie auch auf deutsch und japanisch gesehen und muss sagen, dass es kaum was lustigeres gibt als Abeno. ... [ mehr lesen ]Denn die Vielzahl der hier vorkommenden Parodien ist schon genial. Besonders die vielseitige Abwechslung der Parodien (Dating-SIM, RPG, SiFi, Krieg, Crime usw) macht den Anime zu einem MUSS für jeden Fan der leichten Unterhaltung. Die wenigen aber doch genialen Dramaeinflüsse runden dies in einen fast perfekten Anime ab. Auch die erste Episode hat wie bereits beschrieben ihre Daseinsberechtigung, als kleine Einführung. Die verschiedenen Charaktere sind zwar relativ einfach gestrickt, erfüllen jedoch vollkommen ihren Zweck. Hauptaugemerk wird hierbei auf die Entwicklung des männlichen Hauptcharas gerichtet. Diese schreitet im Laufe der Serie stets vorran und es ist interessant zu beobachten wie Satoshi mit dem Thema Tod umgeht von Folge zu Folge. Arumi macht im Laufe der Serie eigentlich keine Entwicklung durch und ist hauptsächlich dazu da, der Gegenpart von Satoshi zu sein.
Von der Optik her ist Abeno relativ bunt und die Zeichnungen sind sehr speziell ausgefallen, jedoch passt dies alles irgenwie zu dem Anime. Denn die bunte Farbenflut und die am Anfang relativ gefus wirkende Story passen sehr gut zueinander. Der Soundtrack ist im Comedypart auch recht schräg, jedoch sticht er jedesmal hervor sobald die Serie mal etwas ernster wird, denn diese Melodien treiben einen zusammen mit den traurigen Szenen fast zum weinen. Das OP ist genial und ED ist Standart.
Fazit: Aus meiner Sicht ein MUSS für jeden eingefleischten Animefan, da hier einfach jede Parodie trifft, jedoch sollte man mit vielen bunten Farben zurecht kommen und einer am Anfang recht konfusen Story. P.S. Taschentücher bereit halten falls man nahe am Wasser gebaut ist :-)