Die Goldenen 20er: Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs genießen die Menschen den Frieden. Die Wirtschaft blüht, dem Fortschritt scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. In den Metropolen schießen Wolkenkratzer empor, riesige Schiffe durchkreuzen die Weltmeere. Aber es gibt auch einen dunklen Schatten, in den die Wissenschaft kein Licht zu bringen vermag...
Genau für diesen Schatten ist nämlich der Orden der Magdalena in New York zuständig. Die junge Nonne Rosette Christopher und ihr Partner Chrno arbeiten für ihn - bei Nacht und Nebel müssen sie ausrücken. Als mobile Exorzisten-Einheit greift das schlagkräftige Duo immer dann ein, wenn Dämonen-Alarm geschlagen wird.
Rosette und Chrno sind ein eher ungleiches Paar. Während Rosette dank ihren Launen, ihrer Ungeduld und schießwütigen Ausbrüchen nicht wirklich dem Idealbild einer Nonne entspricht, scheint Chrno, im Gegensatz zu Rosette, der gelassene und brave Junge zu sein. Doch hinter dieser Maske verbirgt sich ein Dämon. Warum er mit einer Nonne für den Orden arbeitet? Er ist vertraglich an Rosette gebunden. Das bedeutet, dass sie zwar die Macht über seine Kräfte besitzt, zugleich sich aber seine Kräfte von ihrer Lebenskraft speisen: Mit jedem Einsatz von Chrno verkürzt sich Rosettes Lebendauer. Der Vertrag ist aber nicht die einzige Beziehung zwischen den beiden. Neben der zusammenschweißenden Partnerschaft ist es die Suche nach Rosettes Bruder Joshua, an der Chrno sich nicht nur gezwungenermaßen beteiligt, hält jener doch den Schlüssel zur Wiederherstellung seiner dämonischen Selbstständigkeit in den Händen...
"Chrono Crusade" schnappt sich nicht nur das allseitsbekannte "Menschenorganisation vs Dämonen"-Konzept, sondern drückt auch noch jungen, aufgekratzten Nonnen die Schiesseisen in die Hand, nur um sie in Begleitung ihres hauseigenen, handzahmen Dämons aus dem Streichelzoo, gegen haufenweise Teufelsbrut in den Kampf zu hetzen, der am Ende selbstverständlicherweise auch noch über das Schicksal von Himmel und Hölle entscheidet! Tja, das GONZO sich diese Manga-Vorlage geschnappt hat überrascht angesichts dieses Inhalts wahrlich nicht,... [ mehr lesen ] denn solcher Fluff ist einfach dafür prädestiniert von einem Studio als Anime umgesetzt zu werden, welches hauptsächlich auf leicht verdauliches Entertainment setzt und lieber mit knalliger Optik punkten will, als mit Originalität oder großartig tiefschürfenden Storyinhalten. Und tatsächlich bietet sich dem Publikum mit "Chrono Crusade" vom Start weg ein Anime der dem, häufig kritisch beäugten, Grundsatz "Style over Substance" des Studio-GONZO zu 100% treu zu bleiben scheint: Eine Action-Szene jagt die nächste, während kleine Anflüge von Fanservice und Comedy die Stimmung hochzuhalten versuchen und sich nebenher ein "Dämon des Tages"-Schema herauskristallisiert, welches die häppchenweise foranschreitende Hauptstory nur behäbig vorankommen lässt, sowie jeden kleinen Anfflug von Charakterentwicklung schnell wieder ausbremst. Klingt ernüchternd? Dann gehört man wohl zu den Leuten die in diese Serie im Vorfeld einfach die falschen Erwartungen gesteckt und sich mehr vom religiösen Setting versprochen haben. Wer sich allerdings von Anfang an bewusst ist, was er mit "Chrono Crusade" vorgesetzt bekommen wird, der darf sich freuen denn auf der Ebene des anspruchslosen, leichtköstigen Entertainments unterhält "Chrono Crusade" durchaus. Die Handlung verläuft mit gutem Tempo, stellt früh einige interessante und vor allem dramatische Ereignisse in Aussicht die am Ball bleiben lassen und stellt einen Cast vor der zwar in absolut keiner Weise mit großartig individuellen Persönlichkeiten glänzen kann, Alles in Allem aber nicht gänzlich unsympathisch ist und vor allem im letzten Drittel der Serie für einen guten Anteil an Drama und emotionalen Momenten sorgt, von denen so mancher sogar dazu im Stande ist einen unheimlichen tiefen Eindruck beim Betrachter zu hinterlassen. Fazit: "Chrono Crusade!" ist so ziemlich leicht verdaulicher Fluff in Reinkultur, also, wie gesagt, genau das was man von einem GONZO-Anime erwarten kann. Irgendwo zwischen uninspirierter, dennoch kurzweiliger Comedy, nicht überragender aber trotzdem knalliger Action, stellenweise käsigem aber doch recht rührendem zwischenmenschlichem bzw. dämonischem Drama und dem ambitionierten aber leider ziemlich misslungenem Versuch mit christlichem Dogma zu jonglieren, geht "Chrono Crusade" keine allzu originellen, geschweige denn tiefschürfende Wege, schafft es aber dennoch auf dem typischen Niveau eines Popcorn-Flicks über weite Strecken bei der Stange zu halten und für nette Unterhaltung zu sorgen.
Animation
Die Optik von "Chrono Crusade" kann man, auch wenn sie schon über 6 Jahre auf dem Buckel haben, als grundsolide bezeichnen. Wie von GONZO gewohnt werden Action-Szenen mit haufenweise knalligen CGI-Effekten und über weite Strecken flüssigen Bewegungsabläufen der sich im Getümmel befindenden Figuren aufgepeppt. Auch die ein oder andere Kamerafahrt weiß zu gefallen und lässt so manche Szene sehr rasant und fetzig aussehen. Schade ist nur das solche Szenen nicht allzu oft auftreten und auch die meisten Kämpfe nur wenige Sekunden andauern. Ebenfalls gelungen ist hier der optische Spagat zwischen heiteren und dunkleren Szenen, bei dem erstere mit hellen und warmen Farben die Stimmung gut wiedergeben und letztere mit tristen schwarz-grau Tönen und mitunter gruseligen Nebeleffekten aufwarten, die besonders die Atmosphäre bei der Dämonenjagd verstärken. Die Backgrounds bieten ausreichend Details und versetzen den Zuschauer überzeugend ins Manhattan der 20er, was vor allem durch den alten architektonischen Stil der Häuserbauten überzeugend rüber kommt. Die einzige etwas größere Schwäche ist das Charakterdesign, welches zwar recht hübsch aber insgesamt einfach viel zu herkömmlich und somit komplett austauschbar ist und dann noch ein paar wenige Episoden in denen auffallend geschludert wurde was die Sorgfalt der Charakterzeichnungen angeht. Alles in Allem ist die Optik aber auch heute noch durchaus im Stande so manch aktuellerer Serie Paroli bieten zu können und wirkt keineswegs veraltet.
Sound
Opening und Ending unterstreichen mit ihrem Klang jeweils die turbulente und dramatische Seite der Serie. Während das Opening ein schnelles Stück ist das mit seiner Symbiose aus rockigen Gitarrenklängen und Streicher gut ins Ohr geht, säuselt das Ending mit zartem Pianogeklimper und Geigen melancholisch vor sich hin und stellt eine der, meiner Ansicht nach, schönsten Balladen die ich bis dato gehört habe dar. Dei BGM passt sich den zwei Gesichtern der Serie ebenfalls stets gut an. Es erklingen ein paar bouncige Tunes in lustigen Szenen und orchestralische Fanfaren die stark von Streichstrumenten geprägt sind, wenn es düster oder dramatisch wird. In Sachen Synchronsprecherleistungen gibt es kaum einen Seiyuu dessen Leistung sich über "solide" erhebt. Allerhöchstens Chronos Sprecher sticht damit hervor das er sowohl die zarte als auch harte Seite dieser Figur gekonnt rüberbringt und seine Stimme von leicht introvertiert auf zornig gut zu verstellen vermag. Die restlichen Rollen fallen nicht sonderlich aus dem Rahmen da die gesprochenen Charaktere fast ausschließlich extrem gängige Persönlichkeiten besitzen. Egal ob es das aufgekratzte, hitzköpfige Mädel, die schüchterne, kleine Maid oder der Prince Charming vom Dienst ist. Daran hat man sich irgendwann längst satt gehört.
Story
Die Story von "Chrono Crusade" startet typisch für einen Menschen vs Dämonen-Flick und präsentiert sich zu Beginn im "Feind des Tages-Gewand", wo Rosette und Chrono ein ums andere mal einen Dämon ausschalten müssen und dabei mehr Chaos anrichten als es den Oberschwestern im Kloster lieb ist. Trotz des klaren Hauptaugenmerks der Serie auf Action in dieser Phase, schafft es die Handlung trotzdem für Interesse zu sorgen, da sie geschickt kleine Hints auf spannende und dramatische Ereignisse in den Episoden verstreut und auch ziemlich rasch neue Charaktere vorstellt die für Abwechslung sorgen. Das Tempo ist hoch genug und es werden genügend spannende Fragen aufgeworfen, von denen ein paar sich auch recht schnell klären ohne dem Zuschauer jedoch gleich alles auf einmal zu verraten, was die Motivation zusätzlich steigert die Geschichte weiter zu verfolgen. Da fällt die sich nur sehr langsam entwickelnde Hauptstory um Rosettes Suche nach ihrem Bruder und dem Plot des Oberfinsterlings Himmel und Erde aus der Balance zu werfen, immerhin nicht ganz so schwer ins Gewicht. Was allerdings schwer wiegt sind die in der Mitte der Serie eingestreuten Episoden mit starkem Fillercharakter, die inhaltlich so gut wie nichts spektakuläres bieten und die Story standesgemäß auf Eis legen. Nicht schön, wenn man den ohnehin schon etwas lahmen Hauptplot bedenkt. Bis es zum ersten großen Plottwist kommt, gehen einige Episoden ins Land. Leider zahlt sich die Geduld des Zuschauers nur bedingt aus, denn auch bei "Chrono Crusade" tritt das ein was so ziemlich alle mangabasierenden Serien plagt, bei denen GONZO das Storyruder angefangen hat selbst in die Hand zu nehmen: Die Handlung fängt an einen immer konstruierteren Eindruck zu machen und verkommt zu disharmonierendem Hick Hack bei dem eine Deus Ex Machina die nächste jagt. Darüber hinaus versucht man in diesem Falle wirklich auf Teufel komm raus der Geschichte am Ende noch Substanz zu verleihen in dem man plötzlich mahnend den Zeigefinger in Richtung Religion und deren Einfluss auf das menschliche Verhalten erhebt, was in seiner kolossalen, oberflächlcihen Plumpheit aber folgerichtig nicht mal im Ansatz fruchtet. Zum Glück vermag die wirklich gelungene und äußerst rührende Abschlussepisode so manchen Fehltritt den man sich hier handlungstechnisch geleistet hat zu übertünchen, zumindest wenn man zu den Leuten gehört für die alles rosig ist solange eine Geschichte sie am Ende nur dazu bringt ihr Augenwasser in Strömen fließen zu lassen.
Charaktere
Der Cast von "Chrono Crusade" glänzt nicht unbedingt mit einfallsreichen oder unverbrauchten Charakterpersönlichkeiten. Hauptcharakter Rosette ist der typische tomboysche Hitzkopf mit grellem Organ, der nach außen hin stark ist aber im Innersten einige Lasten zu tragen hat. Ihr Partner Chrono ist der zurückhaltende, vernünftige Typ der außerordentliche Hingabe an den Tag legt, wenn es um Rosette geht und auch sein Päckchen zu tragen hat (nein, damit meine ich nicht diesen "Telefonkasten"). Trotzdem ist es unterhaltsam dem Treiben dieses Duos zuzuschauen, da sich diese beiden Figuren gut ergänzen und sich gegenseitig ausbalancieren. Darüber hinaus werden einem die beiden mit interessanten Backstories schmackhaft gemacht die sich im Lauf der Serie nach und nach dem Zuschauer offenbaren. Auch das ihre Beziehung einen dramatischen Umstand mit sich bringt, der für spätere Ereignisse schlimmes erahnen lässt, lässt nervös und sorgenvoll der Dinge harren die da wohl noch kommen werden. An wirklich spannenden und interssanten Figuren war es das aber leider schon, denn was die Serie ansonsten charaktermäßig zu bieten hat ist eher matt. Zwar blitzt bei manchen Nebenfiguren fast ebenso großes Dramapotenzial auf wie bei den beiden Haupdarstellern, jedoch wird dieses nicht genutzt und eine viel zu oberflächliche Behandlung dieser Charaktere lässt kaum eine große Bindung zu. Das gilt sowohl für Azmaria, welche so ziemlich der Inbegriff des "Schüchternes, ab und zu errötendes und weinendes, piepstimmiges Mädchen"-Klischees ist und den Großteil ihrer Screentime als nerviges Tool fristet, als auch für Satella deren Geschichte nicht mehr als ein lahmes Abziehbild von Rosettes ist, die obendrein am Ende lieblos in den finalen Wirrwarr hineingequetscht und ratzfatz abgehandelt wird, nur damit man diesen Charakter schnell aus den Füßen hat. Erwähnenswert wäre nur noch der Oberbösewicht Aion, der zwar lange Zeit den Eindruck macht er wäre nur ein Arschloch im weißen Kittel der gerne hilflose Fraune küsst, sich aber als gewiefter Puppenspieler entpuppt, den eine ganz fiese Aura umgibt. Am Ende muss man sich in dieser Kategorie mit viel verschwendetem Potenzial abfinden und das einen so manche dramatische Szene nicht rührt, da die schwache Charakterisierung vieler Figuren verhindert das man sich zu den betroffenen Personen auf emotionaler Ebene hingezogen fühlt. Chrono und Rosette müssen hier praktisch den gesamten Laden schmeißen, was aber immerhin noch recht zufriedenstellend gelingt. Vor allem die letzte Episode wird einem das auf schmerzliche Weise bewusst machen...
Wert
"Chrono Crusade" garantiert gute Unterhaltung für Leute die nicht viel nachdenken, sondern es krachen sehen und sich nebenher von Drama erweichen lassen wollen ohne viel zu hinterfragen. Macht man sich bei diesem Anime zuviele Gedanken um die mehr schlecht als recht aufgezogene Story oder ist nicht in der Lage die Fehler die hier bei der Darstellung eines Großteils des Casts begangen wurden wohlwollend und mit einem Schulterzucken zu ignorieren, so wird man diesem Anime schnell Ablehnung entgegen bringen. Ich kann nur sagen: "Gönn' deinem Hirn mal 'ne Pause! Guck "Chrono Crusade!" Ach ja noch etwas: "Dieser Anime ist nichts für devote Christen!" ^^"
Nicht nur der Titel von „Chrono Crusade“ ist großartig, sondern auch der Anime selbst! Ein wirklich toller Anime den man als Drama Fan gesehen haben MUSS! Selten einen so schönen und zu gleich auch traurigen Anime gesehen. Dieser Anime bietet eigentlich allen Animefans etwas. Es ist alles vorhanden, ob Humor oder Trauer.
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Story: Die Story ist nichts neues, wird aber anders präsentiert. Es handelt von Rosette die dem Magdalenen Orden beigetreten ist um ihren Bruder Joshua zu finden. Auf der Suche begleitet sie ein Teufel Namens Chrono. Auf der Suche erleben sie viele Abenteuer und treffen mehrere neue Freunde, die ihnen zur Seite stehen. Natürlich gibt es auch einen Oberbösen Namens „Arlon“. Er ist wie Chrono auch ein Teufel, nur viel böser. Die beiden hatten auch eine gemeinsame Vergangenheit, die Chrono am liebsten auslöschen würde. Der Teufel versucht die Welt zu verändern. Natürlich haben Chrono und Rosette da was dagegen und geben alles um ihn aufzuhalten… Die Handlung ist von vorne bis hinten voll durchdacht. Es wird von Episode zu Episode immer komplexer und interessanter. Der Anime beginnt mit ziemlich lustigen Episoden und endet mit einem der wohl traurigsten Enden.
Charaktere: Die Charaktere sind alle perfekt ausgewählt. Die Hauptcharaktere haben alle ihre eigene kleine, meist traurige Geschichte die einen richtig bewegt. Jeder Charakter entwickelt sich im Laufe des Animes weiter und es ist sehr interessant und spannend dies mit zu verfolgen.
Animation/Musik: Die Animation ist sehr gut. Die 20er Jahre werden richtig schön bzw. so wie sie waren sehr gut präsentiert. Die verschiedenen Schauplätze und Charaktere sind sehr schön animiert und es ist einem auch nichts negatives während den kämpfen aufgefallen! Das Opening ist wie das Ending auch sehr passend. Die Musik während dem Anime ist auch gut gewählt und passt zur Atmosphäre. Mit der Musik wurde die Stimmung des Animes passend untermalt.
Fazit: Chrono Crusade kann ich nur empfehlen. Alleine schon das Ende macht den Anime zu einem Toptitel. Aber wie schon gesagt ist nicht nur das Ende großartig, sondern natürlich auch der Rest. Ein Anime der alle Animefans ansprechen sollte… Dieser Anime vermittelt die verschiedensten Emotionen. Ob Humor, Trauer, Wut, Hass,… Alles ist vorhanden und macht den Anime zu einem richtigen Toptitel!
Eine tommygun-schwingende Nonne, die mehr Bein zeigt als so manches GoGo Girl und jede Menge Slapstickeinlagen sind nicht gerade der beste Ausgangspunkt für einen Anime, der ernst genommen werden will. So präsentiert sich "Chrono Crusade" zumindest in den ersten Folgen, wo man mitnichten denkt, dass sich hier eventuell was Ernstes entwickeln könnte... ... [ mehr lesen ] Animation/Sound/Optik
An der Animation gibt es aus meiner Sicht absolut nichts zum aussetzen und bleibt über die komplette Länge auf einen sehr hohem Niveau. Die Schauplätze werden je nach Situation entweder sehr bunt oder sehr düster dargestellt. Die Charaktere wirken zwar optisch ein bisschen klischeehaft, aber sind trotzdem gut gezeichnet. Besonders gut gelungen sind die Dämonen, die einmal eine menschliche Erscheinung haben und eine dämonische, die sehr gut rüberkommt. Die Kämpfe sind gelungen, auch wenn manchmal zuviel "Super Power" für diesen Anime im Spiel ist. Die Sounduntermalung ist gut, aber vor allem in den ruhigen Passagen hervorzuheben. Das Ending und Opening sind optisch jetzt nicht sehr beeindruckend, da die Schriften über den ganzen Bildschirm gehen. Das Opening ist ein eher fröhlicher Popsong, wobei das Ending mit einem traurigen ausklingt.
Story
Dreh- und Angelpunkt ist die Nonne Rosette und ihr eigentlich nicht sehr dämonisch wirkender Begleiter Chrono und deren Beziehung zueinander. Das Drumherum ist ein Mix aus teilweise echten christlichen Ereignissen/Begriffen und Fantasyelementen. So spielt zum Beispiel die "Botschaft von Fatima" eine Rolle, die zeitlich korrekt eingebaut wurde, aber auch der Name "Maria Magdalena", der aber wiederum lediglich als Sinnbild für die sündige, aber starke Frau hergenommen wurde. Ein Knackpunkt ist der anfangs sehr hohe Slapstickanteil, der im Laufe der Serie immer mehr abnimmt und der Dramaanteil, der gegenläufig immer mehr zunimmt. Getragen wird die Story wie so oft von dem "Erreichen eines Ziels", das aber erst ab der zweiten Hälfte richtig in Angriff genommen wird. Vorher wirkt "Chrono Crusade" sogar noch ganz leicht episodenhaft. So nimmt die Story erst ab der zweiten Hälfte richtig an Fahrt zu, da erst sehr langsam die einzelnen Vergangenheiten aufgedeckt werden und das Ganze in einem dramatischen Finale endet.
Fazit
Ich lasse mich hier zu einer Bewertung hinreißen, die der Anime eigentlich gar nicht verdient hätte. Zu schnell wird der Hebel, vor allem anfangs, zwischen der Comedy, der Action und dem Drama umgelegt. Grundsätzlich wirkt vor allem der Comedyanteil schwach, lediglich Freunde von extremen Slapstick dürften hier ihre Freude daran haben. So bald die Sache ernst wird, ist "Chrono Crusade" zwar verdammt gut, aber das wäre auch über die ganze Länge möglich gewesen. Trotz alledem möchte ich nicht von einem "Schade" sprechen, zu schön war das Finale und die Dramaelemente. Empfehlen kann man "Chrono Crusade" jeden der etwas mit Fantasy anfangen kann. Unterm Strich gibts 7 Punkte plus einen Bonuspunkt, für die bewegensten 4 Minuten die ich persönlich je auf einem Bildschirm gesehen habe.