Seit zehn Jahren trennt eine mysteriöse Mauer eine Fläche Tokyos vom Rest der Stadt. Der unzugängliche Raum wird 'Hell's Gate' genannt. Seit dieser Zeit wurde die Existenz von 'Contractors' bekannt. Für einen Beobachter Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten - die morden. Misaki Kirihara, ihrerseits Polizistin, hat die Aufgabe dies zu stoppen. Li Shengshun, nach außen hin ein sympathischer Austauschstudent, arbeitet in Wirklichkeit für eine geheimnisvolle Organisation, deren Ziele unklar sind, sich aber nicht mit denen der Polizei decken.
Darker than Black wirft einen zu Beginn ohne viel Erklärung in eine düstere SciFi-Welt und lässt einen Li Shengshun begleiten, einen wortkargen, melancholischen Contractor mit übernatürlichen Fähigkeiten, der emotionslos seine Aufträge ausführt.
Story: Das Setting mit den Contractors ist nicht übermäßig innovativ, enthält aber immerhin einige interessante und auch skurrile Details, die ihm etwas Originalität verleihen. Z... [ mehr lesen ]u Beginn hat man etwas Probleme sich in der Welt zurechtzufinden, denn auf eine kleine Einleitung oder dergleichen wartet man vergeblich. So pickt man sich mit der Zeit stückchenweise die Hintergründe zusammen, was dem Ganzen aber auch einen gewissen Reiz verleiht, denn sonst ist der Anime eher episodenhaft aufgebaut und die Hauptstory ist nicht extrem umfangreich. Gegen Ende steigt noch mal die Qualität und das Finale ist äußerst gelungen und schließt die Serie auch erstmal befriedigend ab. Den Anime durchzieht eine gelungene düstere, melancholische Grundstimmung, vor allem getragen von Li und den Schicksalen der anderen Contractors. Leider wurden durch einen Detektiv und seiner Assistentin Comedyelemente eingebaut, die meiner Meinung nach nicht wirklich in den Anime reinpassen und etwas die Atmosphäre beeinträchtigen.
Charaktere: Li ist äußerst gelungen dargestellt: Als Contractor wortkarg, zurückgezogen und emotionsarm, blitzen jedoch immer wieder menschliche Charakterzüge durch und lassen ihn einem deshalb schnell sympathisch werden. Seine Persönlichkeit kommt dabei auch ziemlich überzeugend rüber und es ist sicher seine Rolle, die den ganzen Anime trägt. Denn leider hat man es verabsäumt auf einige der anderen interessanten Charaktere näher einzugehen. Obwohl Amber etwa eine der Hauptrollen einnimmt, sind Szenen, die einem ihre Persönlichkeit wirklich näher bringen spärlich gesät. Auch bei Yin, die in der Serie eigentlich doch eine ziemliche Entwicklung erfährt, bekommt man wenig Einblicke in ihr seelisches Innenleben. Von den diversen anderen Nebencharakteren fange ich jetzt gar nicht an, denn aufgrund ihrer Zahlmäßigkeit leiden sie bis auf wenige Ausnahmen auch unter dem Manko der Oberflächlichkeit.
Fazit: Atmosphärisch ist Darker than Black äußerst gelungen, um aber wirklich völlig überzeugen zu können ist die Substanz der Hauptstory einfach zu gering und es wird bei zu vielen Charakteren auf einen tieferen Einblick in ihre Psyche vergessen. So bleibt es bei einem doch gelungenen Unterhaltungsanime ohne großartigen Tiefgang.
Hmmm... Darker Than Black ist irgendwie eine ganz komische Serie...
Dieser Anime versucht relativ erfolgreich Action, Mystery, Drama, Comedy und ein wenig SciFi in der sehr nahen Zukunft mit einander zu vereinen. Schade ist dabei, dass aufgrund des Versuches so viel wie möglich davon in die Serie hinein zu pressen, ein "Flow" anfangs nicht so recht aufkommen will. Das erste Drittel wirkt daher nicht sonderlich gut konzipiert und schon gar nicht addictiv, doch trotzdem recht solide.
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Naja vielleicht erstmal noch zur Story generell, die man auf jeden Fall nicht detailliert beschreiben kann, ohne massenhaft Spoiler einzuflechten. Ich versuche es trotzdem mal, so gut es geht:
Bei DTB geht es im Wesentlichen um den "Contractor" Hei, der im Alltag unter dem Namen Li Shen Shun firmiert, die Fähigkeit besitzt Elektrizität zu beherrschen und mit Mao, einem Contractor in Katzengestalt, der "Doll" Yin und seinem Supervisor Huang in einem Team für ein Syndikat arbeitet, dessen Ziele die meiste Zeit unbekannt bleiben. Hei, der bei der Katastrophe von "Heaven's Gate" in Südamerika einer Spezialeinheit angehörte und gemeinhin als "Black Grim Reaper" (Der schwarze Sensenmann) oder auch "BK201" bekannt ist, erledigt seine Aufträge stets kaltblütig, schnell und gründlich. Im normalen Leben ist er allerdings eher zurückhaltend, nett und ruhig. Welche Rolle er nun in den Machtkämpfen zwischen den diversen Geheimdiensten (MI6,FSB,CIA), dem Syndikat, der Ermittlungsabteilung für auswärtige Angelegenheiten, sowie der Gruppe von Contractor-Terroristen, den sogenannten "Evening Primrose" (EPR) einnehmen wird und ob er seine vermisste Schwester finden kann, wird sich noch zeigen. (Wie gesagt, ist schwierig, das ohne Spoiler zusammen zu fassen)
Ähnlich wie mit der anfangs beschriebenen Genrewahl hat man es auch mit den Charakteren gehalten: Es gibt unheimlich viele davon und man hat auch fast allen einen Background gegeben, der sie gut nachvollziehbar macht. Genug Zeit für eine wirkliche Beleuchtung der Hintergründe und Psyche zu den wichtigeren Personen hat man sich aber nicht genommen, was dazu führt, dass sich der Zuschauer manchmal leicht verloren fühlt und man oft einige Folgen warten muss, bis bestimmte Charaktere wieder die Bildfläche betreten. Sowas ist kontraproduktiv zur Charakterbindung, wenn man mich fragt... Vor allem über Havoc und Yin aka. Kirsi hätte ich gerne noch mehr erfahren und insgesamt hätte man da beim Thema "Heaven's Gate" mit Rückblenden, die leider nur sehr spärlich ausgefallen sind, noch deutlich mehr rausholen können. Ansonsten ist es aber schön zu sehen, dass die meisten Personen hier weder bedingungslos gut, noch böse sind. Jeder hat seine Licht- und Schattenseiten und ist von Eindimensionalität weit entfernt.
Weiterer Minuspunkt auf meiner imaginären Liste ist, dass man über die Ursprünge der Contractors überhaupt nichts erfährt... keiner sagt einem wo sie her kommen oder wer denn nun überhaupt mit ihnen die Verträge schließt, weswegen man nach Episode 25 etwas unbefriedigt aus der Serie geht. Das könnte zwar ein mögliches Hintertürchen zur Rechtfertigung einer zweiten Staffel sein, doch mehr als das möchte man im Prinzip doch gar nicht mehr wissen... naja.
Positiv anzumerken war aus meiner Sicht die leider etwas selten zum Einsatz gekommene Comedy, die hauptsächlich durch den Privatdetektiv und seine Assistentin transportiert wird, sowie der Suchtfaktor, der sich kurz vor Ende der ersten Hälfte dann doch mal einstellt. Storyseitig ist die Serie eigentlich auch ganz schön, nur leider durch die vielen Diskurse halt zu wenig ausgearbeitet, genau wie die eigentlich wirklich guten Charaktere.
Von Seiten der Animation gibt es hier natürlich nichts zu meckern. BONES, die sich auch schon für Wolf's Rain, FMA und Eureka7 verantwortlich zeigten, liefern hier trotz einigen Aufs und Abs erwartungsgemäß wirklich gute Arbeit ab, die an den schlechtesten Stellen immer noch besser ist als das meiste, was sonst so auf dem Markt herumschwirrt. Dass einem vor Begeisterung die Kinnlade runterfällt, passiert aber nur äußerst selten und vornehmlich in der ersten, langweiligeren Hälfte der Serie.
Beim Sound sieht es im Prinzip nicht anders aus: Darker Than Black zeigt sich auf diesem Gebiet vielseitig und gibt einen Haufen schöne Stücke zum Besten. Seien es Piano-Soli, Jazz, Streicher oder auch Pop, alles hat hier Hand und Fuß, was man vor allem vom ersten Opening "Howling" sagen muss. Auch wenn ich mit Emocore nichts anfangen kann, ist das von der Instrumentalisierung her ein wirklich guter Titel, der perfekt zur Serie an sich passt. Zu den SFX kann ich nicht viel sagen, denn sie stechen weder groß positiv noch negativ hervor, was eigentlich kein schlechtes Zeichen sein sollte.
Fazit: Guter Anime, der gar nicht so düster ist, wie sein Name es vermuten ließe, jedoch an entscheidenden Stellen leider zu oberflächlich bleibt. Ich hoffe sehr, dass da 2008 noch was nachkommt.
Wenn man diesem Anime eines zu gute halten muss, dann ist es wohl die Titelwahl, die wohl die meisten Neugierig macht wie düster ein Anime sein muss der sich selber dunkler als schwarz bezeichnet. Glücklicherweise ist aber der Titel nicht das einzig interessante an dieser Serie.
... [ mehr lesen ]Story/Aufbau: Insgesamt leidet die Story leider am episodenhaften Aufbau der Serie, da immer eine Doppelfolge genutzt wird um die Geschichten zu erzählen, einzige Ausnahme stellen hier die letzten 5-6 Folgen dar, die dann glücklicherweise in einander greifen. Der Einstieg in die Serie wird einem durch diesen Aufbau leider ziemlich erschwert, man lernt zwar recht schnell, dass sogenannte Contractors existieren, sie besondere Fähigkeiten haben und auch der Mainchar Hei ein solcher ist, aber was es genau mit ihnen auf sich hat erfährt man erst später. Auch bekommt man recht früh einen Einblick in Heis Vergangenheit, mit dem aber leider so gut wie nichts anfangen kann zu diesem Zeitpunkt und der einen nur mit Fragen zurück lässt. Außerdem erfährt man noch das Hei und seine Kollegen für ein mysteriöses und sehr mächtiges Syndikat arbeiten und häufig beginnt eine neue Geschichte damit, dass Hei über den neusten Auftrag des Syndikats unterrichtet wird. Oft wird ein Teil der Doppelfolge auch dazu genutzt um einen neuen Charakter einzuführen, was teilweise ziemlich ausufert und dafür sorgt, dass es bis ca. Folge 10 oft so ist, dass eine Folge sehr schleppend verläuft und nicht viel passiert und im zweiten Teil dann die ganze Action passiert, manchmal auch umgedreht. Die guten Folgen motivieren einen aber dann in der Regel doch immer weiter zu schauen und später wird das Niveau fast durchgehend gut und man lernt immer mehr Hintergründe kennen. Erwähnenswert ist wohl noch die Doppelfolge in der, der Detektiv und seine Otakuhelferin eingeführt werden, diese Unterscheidet sich so drastisch von allem was man bis dahin gesehen hat, dass man wohl erstmal denkt man sei auf einmal in einem anderen Anime. Dieser Zweiteiler ist überhaupt nicht düster und rein auf Comedy ausgelegt, was wohl ziemlich irritierend wirkt, man sollte diese Folgen aber nicht überbewerten oder sich davon abschrecken lassen, falls man damit nichts anfangen kann.
Charaktere: Aus meiner Sicht besitzt Darker than Black eine Vielzahl sympathischer Charaktere, angefangen beim Mainchar Hei, der zwar in der Regel drein schaut als wäre ihm jegliche Emotion fremd, aber einen dann doch immer wieder überrascht. Ich würde zwar nicht so weit gehen zu behaupten, dass er eine große Charakterentwicklung durch macht, aber doch hat man am Ende des Animes ein anderes Bild von ihm, als am Anfang. Seine Fresssucht ist zudem oft recht witzig, erinnert aber stark an Charaktere wie Son Goku oder Ruffy.
Heis „Gefährten“ sind eigentlich ausschließlich Support Chars die selber nicht kämpfen können und bis auf Mao auch nicht mal Contractors sind und Hei eher aus dem Hintergrund gelegentlich unterstützen oder über seinen neusten Auftrag unterrichten. Charakterlich sind alle sehr unterschiedlich, was gelegentlich zu interessanten Meinungsverschiedenheiten in der Gruppe führt. Zum einen ist da Huang, der Anfangs wohl am ehesten so wirkt wie 0815 Kleingangster und stehts besorgt ist die Wünsche des Syndikats zu erfüllen. Der Contractor Mao der eine sprechende Katze ist und vorübergehend auch die Körper anderer Tiere übernehmen kann, was ihn zu einem ausgezeichneten Kundschafter macht. Und schließlich noch die Doll Yin, Dolls sind ähnlich wie die Contractors keine normalen Menschen mehr und haben praktisch 0 Persönlichkeit, verfügen dafür aber über so genannte Observer Spirits, kleine blaue Geister oder sowas mit denen sie unter einer bestimmten Bedingungen ebenfalls die Gegend auskundschaften können.
Ansonsten gibt es unter Freund und Feind noch eine Menge weiter sympathische Charaktere, von denen man mal mehr, mal weniger erfährt.
Contractor Fähigkeiten/Action Jeder Contractor verfügt über eine einzigartige Fähigkeit, wie z.B. Hei der Strom erzeugen kann, was nun nicht sooo spektakulär ist, aber dafür tauchen im Verlauf der Serie durchaus einige Contractors auf mit ziemlich kreativen Fähigkeiten, was oft zu interessanten Kämpfen zwischen Hei und den anderen führt. Die Kämpfe, von denen es eigentlich in jeder Folge mindestens einen größeren gibt, sind bedingt durch Heis Tempo in der Regel recht rasant und unterhaltsam anzuschauen.
Animation/Optik/Atomsphäre Die Animationen haben mir im ganzen sehr gut gefallen und optisch wirkte der Anime auf mich sehr ansprechend. Die Atomsphäre in den meisten Folgen war passend zum Namen meist düster und mysteriös und ein Großteils des Animes spielte nachts.
Erwähnenswert vielleicht noch die Otakuhelferin des Detektivs, die auch optisch für mich aus dem Rahmen fiel, irgendwie scheint sie ein wenig anders gezeichnet zu sein als die anderen (sie wirkt bunter, runder, knalliger), was ihre Ausnahmestellung zum Rest der Serie wohl verdeutlichen sollte.
Fazit Wer von den vor allem anfänglichen Storyschwächen absieht und sich nicht am Episodenhaften Aufbau stört, kann mit DTB einen interessanten, mysteriösen und meist unterhaltsamen Anime mit einigen tollen Charakteren erleben. Auf mich hat er im Nachhinein auf jeden Fall einen positiven Eindruck hinterlassen und ich würde mich sehr freuen wenn es was mit der 2. Staffel wird :)
Die deutsche Dub hat mir außerdem recht gut gefallen, bis auf eine Ausnahme fand ich eigentlich, dass die meisten Charactere gut getroffen sind und glaubwürdig wirkten.