Es könnte ein normaler Tag für den Schüler Shirou Emiya werden. Eine Schulfreundin hat ihm Frühstück gemacht, er ist zur Schule gegangen und lebt sein kleines Leben. Doch die Zeit für einen besonderen Wettkampf ist angebrochen. Die Arena ist Shirou's Heimatstadt und Teilnehmer agieren im Verborgenen. Magisch begabte beschwören sich einen Diener um diesen gegen andere kämpfen zu lassen. Gewinnen kann man den Heiligen Gral, dem nachgesagt wird, dass er dem Gewinner einen Wunsch erfüllt.
GANBATTEEEEEEEE meine lieben Fate Stay-Night-Fanboys! Bald habt ihr es geschafft, diesen verabscheuenswürdigen Text der euer Heiligstes soooo böse in den Boden stampft nach unten zu befördern bzw. von Seite 1 zu verdrängen! Aber lasst jetzt bloß nicht locker! Der grüne Balken ist immer noch größer als der rote!!! Aber ich weiß das ihr das schafft und euch eines schönen Tages gegenseitig auf die Schulter klopfen könnt, mit der Gewissheit DeBaer's hier niedergeschriebene Blasphemie niedermanipulie... *hust* niedergevotet zu haben! GANBATTEEEEEE! Bin stolz auf euch!
Alle Jahre wieder gibt es sie: Animes die aus den verschiedensten Gründen schon im Vorfeld in den 7. Himmel gepriesen werden, so auch in diesem Fall:... [ mehr lesen ] Mit Fate / Stay Night haben wir es mal wieder mit einem Anime zu tun der auf einem extrem beliebten und nicht minder erfolgreichen Eroge basiert, das eine ganze Legion an Fans mit sich bringt welche dafür sorgt das sogar schon lange vor dem airing der 1. Episode der Hype regiert. Aber was ist wirklich dran an F/S N? Hält der Hype was er verspricht? Tja, am Ende bin ich mir nicht sicher ob es an zu hohen Erwartungen lag oder daran das ich als Zuschauer ohne Vorkenntnisse über das Game mal wieder im Regen stehen gelassen wurde. Auf jeden Fall gehöre ich zu den Leuten die am Ende ziemlich enttäuscht waren, da der Anime nicht mal annährend den guten Ruf des Games rechtfertigt. Allein schon die erste Episode konfrontiert mich mit einem Haufen von Charakteren wie ich sie schon in unzähligen anderen Animes gesehen habe und dann wird mir kurze Zeit später ein derart klappriges Storygerüst präsentiert, das ich mich ernsthaft fragte ob ich jemals einen schwächeren Start einer Serie gesehen habe. Ich meine, die Story dreht sich um einen (schrecklich) selbstlosen Jungen der am liebsten die ganze Welt retten würde, welcher in einen Kampf verwickelt wird in dem sich 14 Kontrahenten gegenseitig bekämpfen müssen bis zum Schluss ein Sieger fest steht…noch Fragen? Angesichts eines solch einfallslosen Konzepts ließ ich schon mal guten Gewissens alle Hoffnung fahren das ich mit F/S N einen Anime zu Gesicht bekomme der mich begeistern könnte. Und die Serie gibt sich auch erheblich Mühe den Zuschauer zu frustrieren. Vor allem die erste Hälfte der Serie gibt sich so unheimlich langatmig und träge das man einschlafen könnte, wäre da nicht so mancher Charakter über dessen Verhalten man sich zwangsläufig aufregen muss. Nicht einmal die vielen, von solch einer Storybasis zwangsläufig versprochenen, Fights stellen sich sonderlich unterhaltsam dar und zwischendrin gibt’s dann immer wieder diese schrecklich lethargischen Phasen in denen die Figuren minutenlange Dialoge führen. In der zweiten Hälfte nimmt das Tempo zwar zu aber es bleibt dabei das die Handlung praktisch von einem Kampf zum nächsten springt und bis zum Ende hin kaum Spannung aufbauen kann. Vermeintliche Twists verpuffen wirkungslos und die meisten Figuren gehen einfach nur sang und klanglos den Bach runter. Es ist nicht so das F/S N überhaupt kein Potential hätte, ganz im Gegenteil: Es gibt unter den Charakteren ein paar interessante Beziehungen deren Entwicklung mich stellenweise sehr tangierte und auch über die Hintergründe selbiger wollte ich mehr erfahren. Doch leider besitzt auch F/S N die typische Krankheit die fast jede Hentai-Game-Umsetzung plagt: Viele Fragen werden einfach nicht beantwortet und als Person ohne Vorkenntnisse durch das Eroge ist man am Ende zum dummsterben verdammt. So ist F/S N insgesamt gesehen nichts weiter als ein simpler Fight-Anime der versucht sich hauptsächlich mit Action über Wasser zu halten, gemischt mit zaghaften Andeutungen von Romantik (die sich nie zu etwas brauchbarem entfalten), und dem das Harem-Genre stellenweise auch noch den einen oder anderen Besuch abstattet (was aufgrund der Eroge-Wurzeln von F/S N auch keine Überraschung ist). Man kann es drehen und wenden wie man will: Fate / Stay Night ist, abgesehen von gelegentlich recht netter Action, in so gut wie allen Punkten ziemlich schwach auf der Brust und setzt alleine in punkto Klischees und Lethargie neue Maßstäbe! Das Game kann eigentlich nur besser sein…oder aber es liegt allein an dessen Hentai-Gehalt das es so ungemein populär ist…
Animation
Die Animationen sind insgesamt gesehen in Ordnung, man wird hier zwar nicht gerade den Mund vor Begeisterung aufreißen aber immerhin kann man die visuelle Qualität von Fate /Stay Night noch als überdurchschnittlich bezeichnen. Die Charaktere sind schön gezeichnet und fast durchgängig, wie man es von Figuren aus einem H-Game erwarteten kann, attraktiv im Design (mir persönlich hat es Tohsaka besonders angetan). Die Mittelmäßigkeit in dieser Kategorie stellen wohl die Backgrounds dar, welche eher schlicht und trist daher kommen, mit einem Detailreichtum der mehr Alibiniveau hat und keinen großen Aufwand erkennen lässt. Die Action-Szenen hingegen kommen da schon wieder etwas aufwendiger daher und bieten, zumindest die meiste Zeit, flüssige, dynamische Bewegungsabläufe gepaart mit dem ein oder anderen netten, flashigen Effekt. Viele Kämpfe (nicht alle) sind somit recht nett mit anzuschauen aber dennoch wird einen das Gefühl beschleichen das man schon weit besseres gesehen hat. Wie gesagt: F / S N ist in dieser Kategorie guter Durchschnitt, mit ein paar Hinguckern aber nichts was einen unbedingt vom Stuhl haut.
Sound
Mit Ausnahme des 2. OPs sind die OPs und EDs eigentlich ganz nette Songs und sie passen auch ganz gut zum Ambiente der Serie. Dennoch habe ich sie alle schon nach einmaligem Hören jedes Mal geskippt. Bezüglich der BGM kann ich nichts weiter sagen als das auch sie, wie die Animationen, nur leicht überdurchschnittlich ist. Sie beinhaltet ein paar nette säuselnde Klänge und den ein oder anderen schönen Gänsehaut Track, aber als Ganzes betrachtet lässt sie irgendwie den Einschlag vermissen. Auf jeden Fall ist es kein OST der großartig in Erinnerung bleiben wird. Die Soundeffekte sind gelungen, besonders das Geräusch aufeinander treffender Klingen klingt authentisch. Über die Leistung der Seiyuus gibt es wie so oft nichts zu kritisieren auch wenn mir Taigas und Sakuras Synchronstimme leicht nervig aufgestoßen sind (erstere mit extrem nervigem, grellen Organ, zweitere mit dieser typischen gehauchten Piepsstimme die ich langsam echt nicht mehr hören kann…).
Story
Wie bereits erwähnt ist die Story um den Heiligen Gral-Krieg ein äußerst dünnes Gerüst, das nach Alibi für die vielen Kämpfe praktisch bis zum Himmel stinkt. Und so verläuft die Handlung dementsprechend linear und ohne viele Überraschungen über die Bühne. Hinzu kommt das schleppende Tempo mit dem die Story in den ersten 12 Episoden operiert, wo zwischen den Kämpfen kaum Fortschritte gemacht werden und stellenweise minutenlange Dialoge noch zusätzlich zur allgemeinen Trägheit beitragen. Mit dem Start von Hälfte 2 legt sich die Lethargie zum Glück etwas, das aber auch nur soweit das zwischen den Fights an denen sich der Plot entlang schleift nicht mehr allzu viel Zeit vergeht. Denn auch weiterhin offenbart die Handlung nichts was großartig für Spannung oder Motivation sorgt. Das einzige was mich noch motivierte die nächsten Episoden zu schauen war die Frage wie sich die Love-Story zwischen Shirou und Saber wohl entwickelt, auch wenn es mir schon längst klar war wie die Kiste zwischen den beiden ausgeht. Hier muss man aber abermals Geduld aufbringen bis in der Richtung endlich etwas ins Rollen kommt und als es dann endlich passiert wirkt die ganze Chose irgendwie erzwungen und aufgesetzt (alles schön verpackt in einer inhaltlich eher lachhaft anmutenden “Date-Episode“). Ach ja, gegen Ende geben sich sogar noch ein paar Twists ein Stelldichein aber diese kommen fast dilettantisch plump daher und sind mehr oder weniger voraussehbar. Hinzu kommt das der Plot in den letzten Episoden einen schwer überhasteten Eindruck macht und versucht viel zu viele Dinge schnell aufeinander folgend abzuhandeln.
Charaktere
Schon als ich hörte das im Krieg um den Heiligen Gral insgesamt 14 Figuren eine tragende Rolle spielen war mir eins klar: Aufgrund der Länge der Serie und des Umfangs des Casts sind einige Charaktere zwangsläufig dazu verurteilt ohne viel Entwicklung und/oder Hintergrund am Ende Sang und Klanglos in der Luft hängen zu bleiben. Im Endeffekt können nur die 2 Hauptcharaktere so etwas wie Entwicklung und teilweise auch Tiefe vorweisen. Zwar gibt sich Shirou mit seiner übertrieben selbstlosen und obendrein sehr naiven Art Mühe sich beim Zuschauer unbeliebt zu machen aber zumindest ändert er sich im Laufe der Serie. Selbiges gilt für Saber, deren Entwicklung und Backstory zu den wenigen Lichtblicken dieser Kategorie gehört. Ein Großteil der übrig bleibenden Figuren verkommt zu Statisten von denen einige nur als Tool für das fortschreiten der Handlung genutzt werden und obendrein ein unzureichendes Maß an Hintergrundinfos aufweisen. Shinji und Rider, Caster und der Lehrer (dessen Name mir entfallen ist), Assasin, Archer, Ilya und wie sie alle heißen. Sie alle sind traurige Beispiele dafür das man ohne Sammlung von Vorkenntnissen durch das Eroge am Schluss von vielen unbeantworteten Fragen umringt ist. Aber das ist bei weitem nicht der einzige Schwachpunkt von F/S N in dieser Kategorie. Was mich vor allem ständig irritierte war das stellenweise extrem irrationale Verhalten der Charaktere. Erst wollen sie sich scheinbar töten und im nächsten Moment machen sie sich gegenseitig Friedensangebote und beschließen Seite an Seite zu kämpfen. Beispiel gefällig? Ein Charakter posaunt heraus das er alle töten wird und am nächsten Tag sitzt er auf dem Schoß des Hauptcharakters und schmiegt sich an seine Brust (dieser lässt sich das ohne Widerworte gefallen). Doch damit nicht genug: Besagter Charakter sorgt später für schwere Verluste auf der Seite von Shirou und Co, und kurz darauf wird ihm ohne viel Trara Unterschlupf in Shirous Haus gewährt. Und sämtliche betroffene Figuren verhalten sich ihm gegenüber dann völlig normal als wäre nie etwas gewesen. Was soll das? Damit verliert die ganze Chose um den ach so erbarmungslosen Krieg erheblich an Glaubwürdigkeit. Was hätten wir denn da noch? Ach ja, da gibt es noch Figuren die kurz vor Schluss wie aus dem Nichts auftauchen und sich dann auch nicht mehr zufrieden stellend integrieren können (Stichwort: Gilgamesh) und den ein oder anderen Charakter-Twist der mit dem Vorschlaghammer daher kommt nur um danach überhaupt keine Erwähnung im weiteren Verlauf der Geschichte zu finden. (Stichwort: Die sich urplötzlich ergebende Beziehung zwischen Tohsaka und Sakura). Der Cast von F/S N leidet nicht nur unter dem Überbevölkerungssyndrom sondern schwächelt auch so an allen Ecken und Enden. Mangelnde Eroge-Erfahrung und schlechtes Writing tragen ihr übriges zur Misere bei die Fate / Stay Night in dieser Kategorie erleidet. Nach meinen Maßstäben absolut unzureichend!
Wert
Ich werde mit 100%iger Sicherheit nie wieder ein Auge auf Fate/Stay Night werfen. Dafür bietet dieser Anime einfach zu wenig Sehenswertes für meinen Geschmack. Nicht einmal die Fights sind es in meinen Augen wert noch einmal begutachten zu werden. Wer einen simplen Fight-Anime sucht und wen dünne Story und löchrige Charaktere nicht stören der wird hier sicher zufrieden sein. Anspruchsvolleres Publikum sollte Fate / Stay Night lieber aus dem Weg gehen. Letztendlich werden wohl nur Fans des Games oder zumindest solche die es schon gespielt haben das Höchstmaß an Unterhaltung aus dieser Serie schöpfen können, da sie sich die vielen Löcher die die Serie am Ende hinterlässt selbst stopfen können.
Fate/Stay Night ist mir schon einige Zeit ein Begriff, aber ich hab den Anime lange Zeit gemieden. Warum ich das getan habe? Vielleicht weil mich DeBaer's nicht so ganz positiv ausgefallenes Review ein bisschen abgeschreckt hat. Ich hab ihn mir nun aber letztendlich auch angeschaut und muss sagen, dass er mir ziemlich gut gefallen hat.
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Präsentation/Inszenierung: Fate/Stay Night bietet ein meiner Meinung nach recht interessantes Konzept, was mit einigen sehr spannenden Kämpfen daherkommt. Egal ob mit Schwerter, Magie oder anderen Waffen gekämpft wird, das Ganze kommt immer sehr actionreich rüber und weiß zu überzeugen. Gegen Ende hin entwickelt sich auch eine kleine Liebesgeschichte, die aber leider nicht allzu tiefgründig ausgefallen ist, was ich ein bisschen schade fand. Das Ganze wirkt aber dennoch nie wie aufgesetzt und fügt sich recht gut in dem überwiegenden Action-Anteil ein und sorgt für eine nette Abwechslung zu den Kämpfen. Die Story im Allgemeinen mag zwar auf den ersten Blick nicht sehr innovativ wirken und die erste Hälfte von Fate/Stay Night ist zugegeben ein bisschen schleppend, aber dann kommt das Ganze ins Rollen und es kommt von einem spannenden Kampf zum nächsten. Was mir an Fate/Stay Night jedoch nicht so gut gefallen hat, war das Ende. Ich muss zwar sagen, dass es auch keineswegs schlecht ist, aber wenn man den Anime schaut, erhofft man sich zum Schluss einfach was anderes.
Charaktere: Charaktere gibt es viele bei Fate/Stay Night. Es sind alleine schon 14 Personen (7 Masters und 7 Servants), die am Krieg um den heiligen Gral teilnehmen. Da aber nicht alle von Bedeutung sind, was auch gut ist, da der Anime sonst viel zu überbevölkert wäre, beschränken sich die wichtigsten Charaktere im Grunde auf: Shirou, Saber, Tohsaka und Ilya. Es gäbe noch ein paar, die vorallem gegen Ende des Animes an Bedeutung dazugewinnen, aber diese will ich hier nicht nennen, da es sonst zu Spoilern führen würde. Und nun kurz zu diesen Charakteren ein paar Worte... Shirou ist der typische Ich-will-ein-Held-sein Typ, der am liebsten die ganze Welt ohne zu kämpfen retten würde. Er ist deswegen zwar auch ein bisschen nervig, aber auf der anderen Seite ist er einem auch irgendwie wieder sympathisch. Er verliebt sich später in Saber und versucht sie mit allem was er kann zu schützen, was eigentlich ziemlich idiotisch ist, weil Saber ein Servant ist und es eigentlich ihre Aufabe ist ihn zu schützen und nicht umgekehrt. Saber ist, wie bereits erwähnt, Shirou's Servant und ihre Aufgabe als Servant ist es ihren Master zu schützen und die Waffe für ihn zu sein. Gegen Ende entwickelt auch sie Gefühle für Shirou, die über die eines Servants zu seinem Master hinausgehen. Tohsaka führt Shirou größtenteils in die Geheimnisse und Regeln des Krieges ein und es scheint, dass auch sie Gefühle für ihn hat. Und dann ist da auch noch Ilya. Sie ist fast noch ein Kind und ihr Servant Berserker soll der Stärkste von allen sein. Später wird klar, dass auch sie Gefühle für Shirou hat. Wer vielleicht noch erwähnenswert ist, ist Archer... Tohsaka's Servant. Er ist mir von den Servants, abgesehen von Saber, am sympathischten und hat einen tollen Kampfstil.
Animationen und Musik: Der Zeichenstil und die Animationen haben mir sehr gut gefallen. Es wird hier einem ein meiner Meinung nach gutes Charakterdesign mit tollen Hintergründzeichnungen geboten. Die Animationen liefen alle recht flüssig ab und von meiner Seite gibts hier nichts zu bemängeln. Die Musik gefiel mir auch sehr gut. Von den Openings gefiel mir das 2.OP am besten, das 1.OP war für meinen Geschmack etwas zu ruhig und hatte irgendwie keinen richtigen Pepp. Auch die BGM bei Fate/Stay Night gefiel mir recht gut und hat dem Ganzen immer einen mysteriösen, Spannungsaufbauenden Touch gegeben.
Fazit: Fate/Stay Night ist ein spannender Anime mit tollen Actionszenen und meiner Meinung nach sehr gut gemachten Charakteren. Das Ganze ist gehüllt in ein cooles Setting, dass mit viel Fantasie und einer recht interessanten Story daherkommt. Anschauen lohnt sich!
Jaja, manchmal fragt sich warum gewisse Dinge einfach existieren, schließlich gibt es sie so oft. Aber dann wird einem spät klar warum dieses Ding überhaupt existiert, der Nasenhaarrasierer zum Beispiel. Er nimmt eine Menge Platz im Wandschrank ein, sieht, ähem, auch nicht besonders gut aus und sein Nutzen beschränkt sich nur auf das Stutzen der Nasenhaare. Aber sobald man ein Date mit seiner neuen Flamme hat und bemerkt das in seinen Nasenlöchern ein Regenwald sprießt dankt man dem Elektriker-Gott für dieses kleine Wunderspielzeug.
Nun, der Vergleich hinkt ziemlich und bringt wahrscheinlich auch nicht unbedingt die Intention die ich vermitteln möchte, deswegen mach ich es mal ganz kurz: Anfang bah, Ende hurra!
"Fate Stay Night" muss sich erst entwickeln. Anfangs bekommt man ein paar nette Aufwärmkämpfe zu sehen und eine recht kurz gehaltene Erklärung bezüglich des Krieges um den heiligen Gral, danach driftet alles so ein wenig ab und vermodert im Einheitssumpf. Bis ca. Episode 15 musste ich stetig laut Gähnen um mich wach zu halten und, noch wichtiger, "Fate Stay Night" vom Niveau her nicht mit einer besseren "Yugi-Oh"-Staffel zu halten (ist keine Beleidigung an "Yugi-Oh"-Fans ;D). Der Gral bleibt bis dahin handlungstechnisch gesehen unberührt und die Kämpfe dazwischen reissen einen nicht vom Hocker. Man hat das alles schonmal irgendwo gesehen. Nur dann kommt's wie ein Blitzschlag, "Fate Stay Night" beginnt ab Episode 15/16 Spannung aufzubauen und endlich "interessant" zu werden. Beziehungen entwickeln sich, die Kämpfe sind nicht mehr nur Beilage zur Handlung und auch der Gral bleibt nicht mehr nur bei den 4 Buchstaben. Highlights sind hierbei wahrscheinlich das Auftauchen von Gilgamesh, Saber's Kampf gegen ihn und der finale Schlussspurt den man überraschenderweise sehr ordentlich in Szene gesetzt hat. Das Ende ist wahrscheinlich ein harter Brocken für Saber-Fans (ja, ich bin auch einer :D), aber ich finde es rundet die Serie sehr gut ab und ein Happy-End hätte dem Anime nix erinnerungswürdiges mehr abverleiben können. So wird daraus zwar ein "Bad End" aber zumindest ein gutes "Bad End". Insgesamt ist die Handlung wenn man mal die langweiligen ersten 12-14 Episoden weglässt sehr gut durchdacht und sehr spanned, wenn man eben die besagten 12-14 Episoden weglässt...
Charaktere:
Emiya hatte bei mir die laufende Tendenz mir gehörig auf den Geist zu gehen. Immer wieder latscht er mit seinem übertriebenen Gerechtigkeits-, Aufoperungs, und Tapferkeitssinn von einer Schussbahn in die nächste, bis Saber ihn aus dem Schlamassel zieht. Zum Glück ändert er später sein Verhalten, nein anders, er hat zwar immer noch die selben Eigenschaften, paart diese aber zum Glück mit ein wenig Hirnschmalz. Saber blieb am Anfang ziemlich blass, musste eigentlich nur physisch gesehen was einstecken. Später entwickelt sie sich zu einem ungeheuer sympathischen Charakter mit unglaublich niedlichen Macken. Das Ende schmerzt dann doch doppelt, auch wenn man hier nur interpretieren kann. Der restliche Cast macht seinen Job solide, Rin sticht hierbei ein wenig hervor da sie anfangs durch ihre Präsenz die dünne Handlung zu kompensieren versucht aber später leider kaum gute Screentime abbekommt. Insgesamt ist der Cast solide, ohne Saber, Emiya und Rin (und eventuell Magician sowie Archer) wäre es bei einer Gruppe von Stereotypen geblieben. Ich werf einfach mal passend dazu den Namen "Sakura" in den Raum...
Zeichnungen:
Ähnlich wie beim H-Game sind die Zeichnungen ein wenig abseits der normalen Anime-Zeichnungs-Norm. Aber spätestens ab Folge 4 findet man alle Charaktere klasse. Die Animationen sind gut gelungen und auch die Hintergründe können sich sehen lassen. Insgesamt eine gute Präsentation.
Musik:
Die beiden Openings fand ich klasse, wobei das erstere nach meiner Meinung wesentlich besser zum Stil der Serie passt. Das Ending fand ich nicht so grell, aber da ich "Saber" auf meiner rechten Po-Backe eintätowiert habe, hab ich es mir jedes Mal angesehen ;D Der Soundtrack an sich ist grundsolide, nix weltenbewegendes.
Gesamt:
"Fate Stay Night" startet auf dem falschen Fuß, schafft es sich aber auf beeindruckende Art vor der Durchschnittlichkeit zu retten. Was herauskommt ist ein sehr feiner Anime mit Romantik, Action und einer (am Ende) wohl durchdachten Handlung. Wer noch nicht auf den Geschmack von blonden, stolzen, dickköpfigen Ritterinnen gekommen ist, wird wahrscheinlich eine nette Offenbarung erleben.