Auf dem Mars wurden die Überreste einer fremden Zivilisation gefunden. Die NASA-Expedition, die dorthin entsendet wurde, wurde beim "First Contact" komplett vernichtet. Den Menschen gelingt es dennoch, sich das Wissen der Tarsianer anzueignen und ihre Technik macht einen Quantensprung - die interstellare Raumfahrt wird endlich möglich.
Viele Jahre später gehen die beiden Hauptpersonen, die 15 jährige Mikako und der gleichaltrige Noboru, zur selben Schule. Mikako wird von der Raumflotte ausgewählt, eine Kampfmaschine zu steuern und geht mit auf die interstellare Suche nach der Herkunft der Tarsianer. Die Liebe der beiden beschränkt sich fortan auf den Austausch von Mails, die mit der Geschwindigkeit des Lichts den Weltraum durchqueren. Die Such-Flotte entfernt sich jedoch immer weiter von der Erde, und der Austausch der Mails dauert immer länger - ihre Liebe droht in Raum und Zeit zu versinken ...
Auch in seinen späteren Filmen 5 Centimeters per Second (Byousoku 5 Centimeter) und The Place promised in our early Days (Kumo no Mukou, Yakusoku no Basho) thematisiert Makoto Shinkai die Gefühle zweier Liebenden, die physisch voneinander getrennt sind - das Erstlingswerk Hoshi no Koe stellt diese in punkto Dramatik aber noch in den Schatten.
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Die Geschichte um die durch Raum und Zeit sich immer weiter voneinander entfernenden Mikako und Noboru ist zwar traurig, aber nicht trübselig - trotzdem hatte ich am Ende einen mächtigen Kloß im Hals. Die emotionale Wucht, welche dieses kleine Sci Fi-Märchen entfaltet ist schon enorm. Die Idee ist freilich nicht neu, bereits in Top wo Nerae! wurde mittels der Zeitdifferenz durch Lichtgeschwindigkeitsreisen Dramatik erzeugt; in Hoshi no Koe wird diese zum Leitmotiv einer tragisch-schönen Liebesgeschichte zwischen den Sternen.
Das Charakterdesign ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil es einen Kontrast zu den überwältigenden Panoramen und Hintergründen voller versteckter Kleinigkeiten bildet - mir persönlich hat diese Kombination sehr gut gefallen. Die prachtvolle Optik und gefühlvolle musikalische Untermalung sorgen dafür, dass neben dem Herzen auch die Sinne angesprochen werden.
Fazit: Kleiner Film mit großer Wirkung - visuell hochklassig und ergreifend umgesetzt.
Hoshi no Koe ist ein kleines großes Meisterwerk. Es ist kaum zu glauben das hinter diesem Anime nur eine einzelne Person steckt. Makoto Shinkai hat mit HnK wahrlich einen Meilenstein geschaffen und kann zu Recht stolz auf sein Werk sein. Angefangen bei den wirklich atemberaubenden Animationen und dem schönen romantischen Klängen im Hintergrund bis hin zur sehr originellen Story hat HnK alles was ein Animemeisterwerk ausmacht. Mir persönlich hat nur das Charakterdesign ein klein wenig missfallen doch das Mechdesign macht das locker wieder wett. Es ist schade das dieser Anime nur 24 Minuten lang ist und dann doch wieder überraschend wie sehr einen diese 24 Minuten in ihren Bann ziehen und bis zum Ende nicht mehr loslassen.
Hoshi no Koe ist das Werk, welches Makoto Shinkai zu seinem heutigen Bekanntheitsgrad verholfen hat und perfekt in sein Schema passt.
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Die 25-minütige OVA handelt von einer Fernbeziehung zweier Teenager. Mikako Nagime ist verliebt in ihrem Mitschüler Noboru, wird jedoch von ihm getrennt. Als Mitglied einer Raumflotte steuert sie einen Mecha und wird Teil eines Krieges im Weltall, während Noboru zurückbleibt. Trotz dass sich der Kontakt ab diesem Zeitpunkt auf Nachrichten per Handy beschränkt bleibt Noboru ihr treu, doch durch die Zeitverschiebung erreichen diese ihn immer später und die Ungewissheit nagt an ihm.
Mithilfe einiger Zeitsprünge vermittelt Hoshi no Koe eine epische Geschichte in weniger als 30 Minuten. Diese Zeit sollte sich jeder nehmen können, denn was Shinkai in dieser Zeit aus Hoshi no Koe herausholt ist bemerkenswert. Auf den ersten Blick erscheint einem dieser Anime ziemlich belanglos, die Geschichte mag zuerst nur wenig aussagen doch wer diesen Anime wirklich hat über sich ergehen lassen wird bemerken, dass da doch mehr ist. Trotz der schlichten Gestaltung ist die Thematik sehr bewegend, das relativ offene Ende zwingt den Zuschauer förmlich dazu, sich weiterführende Gedanken bezüglich Fernbeziehungen, Krieg und weiteren Themen zu machen. Die Palette ist hierbei wieder einmal ziemlich groß geraten, Shinkai's Werke sprechen viele aktuelle und ethische Themen an, um die Gedankenwelt ein wenig anzukurbeln. Das ihm das gelingt, hat er zu genüge bewiesen, dem kann sich einfach niemand entziehen. Die Gefühlswelt der beiden Personen steht deutlich im Mittelpunkt und ist sehr schön in Szene gesetzt. Diese gefühlvolleren Sequenzen haben mir im Gegensatz zu den actionlastigen Mechakämpfen sehr gut gefallen.
Dennoch sehe ich bei Hoshi no Koe einige Defizite. Angefangen bei der Präsentation: Die Hintergründe sind wie immer wunderschön, um nicht zu sagen atemberaubend. Ich liebe Shinkai’s Stil, diese Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich. Doch das Charakterdesign hat mir überhaupt nicht zugesagt, genauso wenig die Gestaltung der Kampfroboter und der Zusammenwurf von 2D-Figuren und schlecht gemachten CG-Effekten, die natürlich in 3D gehalten werden. Das passt einfach nicht in das Konzept, welches doch so auf Atmosphäre mit Hilfe von Bildern und Musik setzt. Die Musik wiederum ist gut gelungen und verpasst der Dramatischen Geschichte den Feinschliff.
Shinkai's Anime entsprechen nicht ganz meinem Geschmack, ich sehe es mir zwar gerne an, gänzlich überzeugen konnte mich jedoch bisher keines seiner Werke. Und um den Vergleich zu haben ist Hoshi no Koe eines der schwächeren. Ein interessanter Ansatz, Liebe, die Raum und Zeit durchbricht, zu beschreiben, doch als perfekt möchte ich es nicht bezeichnen. Das kann sich jeder selbst nach einer knappen halben Stunde zusammensetzen.