Das Gerücht um eine mysteriöse Webseite verbreitet sich, besonders unter Jugendlichen, wie ein Lauffeuer. Es heißt, dass einem jede Nacht um genau 0 Uhr Zugang zur besagten Seite von Jigoku Tsushin gewährt würde. Jeder, der unter einem bestimmten Menschen leidet oder der von einer anderen Person geplagt wird, erhält hier die Möglichkeit, dessen Namen einzugeben. Kurz darauf erscheint die junge Ai Enma, die sich selbst als Höllenmädchen (Jigoku Shoujo) vorstellt. Sie vergibt eine Strohpuppe mit einer roten Schnur um den Hals, welche, wenn man die Schnur löst, einen Vertrag zwischen Ai und demjenigen, der sie um Hilfe gebeten hat, besiegelt. Dieser Vertrag beinhaltet, dass der gehasste Mensch durch Ai in die Hölle hinabfährt. Weitergehend fordert das Höllenmädchen jedoch eine Gegenleistung bei ihrem Bittsteller für diesen Dienst: Sobald dieser nämlich stirbt, wandert seine Seele ebenfalls direkt in die Hölle...
Ai Enma erhält außerdem Unterstützung durch ihre 3 Assistenten Ren, Hone Onna und Wanyuudou.
Ein kleines Mädchen aus der Hölle wird per Internet von leidgeplagten Erdlingen kontaktiert, damit sie diese von ihrem Peiniger befreit. Erinnert von der Frage „wie weit ist das Verhalten derjenigen moralisch vertretbar, die sich an die 'Höllenkorrespondenz' wenden?“ her stark an Genrevertreter wie Death Note, ist jedoch bei weitem nicht so gut inszeniert.
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Ähnlich episodenhaft wie Mushishi kommt auch Jigoku Shoujo daher. Der Anime ist als eine Art Ansammlung von dramatisch angehauchten Kurzgeschichten zu sehen, die mal mehr und mal weniger gelungen sind, jedoch allesamt dem selben Schema folgen. Das beginnt in jeder Episode damit, dass einer Person so lange Unrecht widerfährt, bis sich diejenige über das Internet an die 'Höllenkorrespondenz' und somit das junge Höllenmädchen Enma Ai wendet. Auch der Ausgang jeder Folge ist im Großen und Ganzen so eintönig, wie der restliche Verlauf an sich. Das zu Beginn noch so interessante Konzept ist irgendwann abgenutzt, es stellt sich eine gewisse Eintönigkeit ein und der Anime beginnt eine leicht ermüdend Wirkung zu entwickeln, gerade wenn man das Verhalten der Personen nicht mehr nachvollziehen kann, die Enma Ai um Hilfe rufen.
Man bekommt bei Jigoku Shoujo eine Vielzahl an aus dem Leben gegriffenen und gut durchdachten Episoden vorgesetzt, die nicht nur tragisch sein wollen – sie sind es auch, und zwar ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Diese hochwertigen Episoden werden allerdings regelmäßig von welchen abgelöst, deren Verlauf bei mir auf großes Unverständnis traf. Nicht jeder Beweggrund ist gut ausgearbeitet und gerade bei einem solch ernsten Thema, sprich ein Mensch hat die Möglichkeit einer anderen Person das Leben zu nehmen und sie in die Hölle zu schicken, ist eine nachvollziehbare Vorgeschichte für mich ein absolutes Muss. Das dies nicht immer gegeben ist, stößt einmal negativ auf. Zudem versucht Jigoku Shoujo weitestgehend realistisch zu bleiben - mal von der Tatsache der per Internet erreichbaren 'Höllenkorrespondenz' abgesehen. Nun konnte sich da wohl jemand nicht ganz entscheiden, denn eine kleinere Anzahl an Episoden ist extrem übernatürlich gestaltet und wirken daher so an den Haaren herbeigezogen, dass sie den Sehgenuss zusätzlich trüben. Im späteren Verlauf entwickelt sich ein eigenständiger Plot um einen Reporter der sich das Ziel setzt, Enma Ai’s Werk zu beenden. Dieser geht allerdings im eintönigen Kurzgeschichtenschema unter und entwickelt sich daher zu schleppend, um besonders positiv aufzufallen.
Der Serie zugute zu führen ist das Charakterdesign, der Soundtrack sowie die detail- und abwechslungsreichen Hintergründe. Dadurch, dass der Anime stets demselben Schema folgt, sind aber leider auch einige Recap-Szenen in jeder Episode enthalten. Kurze Erwähnung sollte außerdem noch das grandiose Finale finden, das einen tollen und sehr tragischen Ausklang bietet. Der Anime lässt sich durchaus gut empfehlen, ihn an einem Stück anzuschauen könnte jedoch schnell ermüdend wirken. Man sollte sich mit Jigoku Shoujo Zeit zu lassen. Da der Anime sowieso durchgehend demselben Ablauf folgt, ist ein Break in der Serie kein Beinbruch und täte ihm und dem Zuschauer meiner Meinung nach Recht gut.
Achtung! Dieses Review bezieht sich nur auf die 1.Staffel von Jigoku Shoujo. Am Ende des Reviews können aber auch noch meine Eindrücke zu den anderen bisher erschienenen Staffeln eingesehen werden. Das Ganze ist dennoch Spoilerfrei.
Jigoku Shoujo war mir schon lange ein Begriff. Sei es wegen dem Höllenmädchen selbst oder wegen Vendel's Fanseite. Mehr als das konnte ich aber mit dem Anime nie in Verbindung bringen. Nachdem mir der Anime aber dann von zwei Freunden empfohlen wurde, habe ich mit Jigoku Shoujo auch gleich angefangen und wurde nicht enttäuscht.
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Präsentation/Inszenierung: Das Setting von Jigoku Shoujo hat sehr schnell meine Interesse geweckt. Der Episodenhafte Aufbau der Story bei Jigoku Shoujo ähnelt sehr dem von Mushishi. So kommen auch hier in jeder Episode andere Charaktere vor. Lediglich zwei Charaktere, neben dem Höllenmädchen und dessen Helfern, kommen in mehreren Episoden vor. Diese sind ein Reporter und dessen Tochter, die sich auf die Suche machen, das Höllenmädchen zu treffen und sie davon zu überzeugen ihre Höllenhotline einzustellen. Die Probleme der Menschen, die sich an das Höllenmädchen wenden, reichen von Mobbing bis zu Mord. So kommen oft einige sehr gut inszenierte Episoden vor, die aber auch von einigen nicht so tollen Episoden abgelöst werden. Der größte Schwachpunkt an Jigoku Shoujo ist, dass sich einfach alles zu sehr wiederholt und eintönig wird. Was anfangs die ersten Episoden noch wirklich sehr spannend daherkommt, wird gegen Ende des Animes immer langweiliger. Irgendwann kann man die Worte des Höllenmädchens an ihre Klienten auswendig, weil sie sich in fast jeder Episode wiederholen. Dennoch bietet der Anime auch Abwechslung. Sei es in den verschiedenen Geschichten der jeweiligen Episoden oder in dem spannend inszeniertem Finale, dass die letzten Episoden andauert.
Charaktere: Wie oben bereits erwähnt kommen in jeder Episode andere Personen vor. Lediglich das Höllenmädchen, dessen Helfer, der Reporter und dessen Tochter kommen in mehreren bzw. jeder Episode(n) vor. Das Höllenmädchen, Enma Ai genannt, ist ein sehr ruhiges Mädchen. Sie hat eine tragische Vergangenheit und ihre Handlanger; Ren Ichimoku, Hone Onna und Wanyuudou helfen ihr stets bei den Nachforschungen, die sie oft über ihre Klienten anstellt. Erwähnenswert sind dann noch der vorhin angesprochene Reporter und dessen Tochter, die auch ein größere Rolle im Anime spielen. Über die restlichen verschiedenen Charaktere, die, wie bereits erwähnt, immer andere sind, gibt es nicht viel zu sagen. Einige sind etwas interessanter als andere, aber im Grunde sticht keiner wirklich hervor.
Animationen und Musik: Der Zeichenstil und die Animationen bei Jigoku Shoujo sind sehr schön anzusehen. Was an dem Zeichenstil etwas auffällt sind die Augen mancher Charaktere. Man braucht sich nur ein paar Screenshots anzuschauen, um zu sehen was ich meine. Die Animationen laufen auch immer flüssig ab, also gibts von meiner Seite hier nichts zu bemängeln. Auch die vielen schönen und abwechslungsreichen Hintergründe haben mir sehr gut gefallen. Der Soundtrack von Jigoku Shoujo ist meiner Meinung nach einmalig. Abwechslungsreiche und mystisch klingende Songs sorgen hier für eine wunderschöne Musikuntermalung der einzelnen Szenen. Auch das Opening hat mir sehr gut gefallen. Das Ending lässt jede Episode schön mysteriös ausklingen.
Fazit: Jigoku Shoujo bietet ein interessantes Setting, dass sich mit vielen Menschenproblemen beschäftigt. Jedoch könnte der Anime für einige schnell etwas langweilig werden, wegen den vielen Wiederholungen. Wer sich aber von sowas nicht abschrecken lässt und am Anime dranbleibt, wird mit einigen sehr guten Episoden und am Ende auch mit einem sehr spannenden Finale belohnt. Anschauen lohnt sich! __
Staffel 2: Staffel 2 gefiel mir insgesamt sogar noch etwas besser als Staffel 1. Hier verläuft nicht ständig alles nach dem gleichen Schema, wie beim 1.Teil. So beginnen hier einige Episoden damit, dass der Faden schon gezogen wurde oder die Episode setzt in der Mitte der Geschichte an und man wird erst laufend darüber aufgeklärt, um was es in dieser Episode eigentlich geht. Der grundlegende Ablauf ist zwar dennoch fast gleich geblieben, aber bei Staffel 2 wird das Ganze in meinen Augen etwas interessanter erzählt. Außerdem gibt es auch einen Neuzugang in der Gefolgschaft von Enma Ai, aber dazu will ich nicht mehr verraten. Weiters kann ich sagen, dass mich auch das Finale der 2.Staffel wieder überzeugt hat. __
Staffel 3: Nachdem mir Staffel 1 und Staffel 2 ziemlich gut gefallen habe, hab ich mich natürlich auf die 3.Staffel gefreut. Die Erzählweise orientiert sich hier wieder eher etwas an der 1.Staffel. So läuft hier so gut wie jede Episode nach demselben Schema ab, wie man es schon aus der 1.Staffel kennt. Auch am Ende gibt es hier wieder, wie man es von den beiden Vorgängern gewohnt ist, ein tolles Finale! Weiters gibt es auch in dieser Staffel wieder einige Neuzugänge bei den Charakteren. Abschließend kann ich sagen, dass die 3.Staffel meiner Meinung nach ziemlich ebenbürtig mit den ersten beiden Staffeln ist. Wen es also nicht stört, dass die 3.Staffel auch wieder nach demselben Schema wie die Vorgänger abläuft, dem kann ich auch die 3.Staffel von Jigoku Shoujo voll empfehlen!
Jigoku Shoujo ist ein netter, kurzweiliger Episodenanime, der einem immer eine schöne Prise "Horror" serviert, wenn man mal Lust darauf hat.
Die meisten Episoden sind gleich aufgebaut: Man sieht wie jemand dazu gebracht wird Enma Ai zu rufen und was schlussendlich der Auslöser ist, die gehasste Person tatsächlich in die Hölle zu schicken und damit auch sein eigenes Schicksal zu besiegeln. Gerade wenn dieses Prinzip anfängt etwas zu langweilen, wird eine Geschichte um einen Reporter und seine Tochter eingeflochten, der auf das Phänomen der Jigoku Shoujou aufmerksam wird und nun versucht die Rachemorde zu verhindern. Dieser zusätzliche Handlungsstrang bringt dann wieder etwas Abwechslung in die Serie. Er nimmt gegen Ende hin immer mehr Platz ein und stellt auch die Grundlage für das Finale dar.
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Wie in vielen Episodenanimes ist Charakterentwicklung keine der Stärken, allerdings bekommt man vor allem gegen Schluss in diesem Punkt doch noch was serviert.
Fazit: Jigoku Shoujou ist der ideale "Horror"-Snack für Zwischendurch. Die Fälle sind halbwegs abwechslungsreich (und inkludieren ein gewisses befriedigendes Gefühl wenn die Zielperson für ihre Taten zur Hölle fährt) und es wird noch rechtzeitig eine kleine Story eingeflochten, womit der Punkt Charaktere auch noch etwas bedient wird. Worin der Anime auf jeden fall zum Topbereich zählt ist die Atmosphäre, getragen von der gelungenen Animation.