Covertext: Motoko Kusanagi und die Offiziere von Sektion 9 sind wieder da! Zusammen mit den drolligen, aber nichtsdestotrotz tödlichen Tachikoma-Robotern führen sie die Verbrecherjagd in der realen und der virtuellen Welt fort. Doch auch bestens vorbereitete Agenten wie sie können in Schwierigkeiten geraten, wenn sie es mit einer konspirativen Aktion zu tun bekommen, die von einem mysteriösen Hacker namens "Lachender Mann" angeführt wird!
Es kommt wohl darauf an, was man sich von GitS:SAC erwartet. Ist es ein Anime bei dem das Thema Künstliche Intelligenz und Seele von Maschinen behandelt wird, wird man hier entäuscht, aber ist es ein futuristischer Thriller über eine Spezialtruppe zur Verbrechensbekämpfung, hat man es hier mit einem wahrhaft würdigen Vertreter dieses Genres zu tun.
Die Story ist hier aufgeteilt in einerseits den Haupthandlungsstrang mit dem Fall des Laughing Man und andererseits in Einzelepisoden, die entweder gar nichts mit diesem Fall zu tun haben, oder wo erst am Schluss eine weitläufige Verbindung damit festgestellt wird.... [ mehr lesen ] Dieses System der Storyaufteilung ist äußerst gelungen umgesetzt. Die Geschichte des Laughing Man zieht sich wie ein roter Faden durch den Anime und man wird immer wieder häppchenweise mit neuen Informationen dazu gefüttert. Gleichzeitig gewährleisten die Einzelepisoden die nötige Abwechslung. Zusätzlich ist das GitS Universum grundsätzlich schon eine interessante und in großen Teilen auch realistisch anmutende Zukunftsvision und bietet - wenn hier auch weniger - einige Denkanstöße.
Das Manko des Animes bleiben aber die Charaktere, auf die nur sehr wenig eingegangen wird. So bleiben sie oberflächlich und man schafft es nicht wirklich sich in sie hineinzuversetzen.
Fazit: Für mich ist GitS:SAC ein gut gemachter SciFi-Thriller. Manche Leute finden ihn nur langweilig, wozu ich nur bemerken kann, dass es schon stimmt, dass hier kein Actionfeuerwerk gibt, nur braucht es dergleichen bei einer stimmigen Story auch nicht.
Wer sich noch an diese beiden Wörter erinnert, hatte das Glück, dem wahnsinnigen Opening von Koukaku Kidoutai alias Ghost in the Shell zu begegnen. Ghost in the Shell ist wohl mit Abstand der erfolgreichste und berühmteste Anime weltweit. Fast jeder hat schon irgendwann irgendwo mal den Namen Ghost in the Shell gehört und als Animefan MUSS man diesen Namen kennen. Da der erste Movie 1995 wie eine Atombombe eingeschlagen ist, war es natürlich unverzichtbar eine Fortsetzung zu bringen und eine PFLICHT für die wartenden Ghost in the Shell – Fans. So kam dann endlich nach 7 Jahre langem warten eine TV-Serie zu dem Erfolgsmovie mit dem Namen Ghost in the Shell Stand alone Complex. Auch wenn die TV-Serie sehr stark kämpfen musste um an die Qualität des Filmes heranzukommen muss ich zugeben, dass sie sich sehr gut geschlagen hat, denn es ist wirklich nicht leicht einen Welthit zu übertreffen. L... [ mehr lesen ]eider hat es GitS SaC bei mir nicht ganz zu den 100% geschafft, auch wenn es sehr nah dran ist. Gründe dazu liegen zumal bei der schwachen Charakterisierung der Protagonisten und dem doch sehr episodischen Verlauf der einzelnen Folgen und ab hier gebe ich gleich mal ein Paar wertvolle Hinweise an meine Reviewleser, die die Serie noch schauen wollen. Als erstes sollte man sich darauf einstellen, dass in diesem Anime sehr lange Dialoge auftauchen, die sich meistens sogar über eine komplette Folge Hinwegziehen. Deshalb ist es sehr ratsam GitS SaC NICHT gesubt anzuschauen, da man sonst, falls man nicht gerade ein Schnellleser ist, mit dem Lesen nur schwer nachkommt ohne das man ständig auf „Pause“ drücken muss und die Fansubs sowieso sehr schlecht übersetzt wurden. Empfehlen kann ich da wirklich die Deutsche Synchro, da sie doch sehr gelungen ist und auch in einem verständlichen Deutsch gesprochen wird, so das die komplexen Dialoge doch mit etwas Anstrengen der Gehirnzellen verständlich sind. Des Weiteren wirkt die Story durch ihre episodische Erzählweise meistens sehr verwirrend und da ich sowieso kein Freund vom episodischen Verlauf bin war ich davon nicht so begeistert. Wichtig auch ist, dass man es hier nicht mit einem 0815 Anime für zwischendurch zu tun hat, sondern mit einem Juwel, dass man sich sehr genau unter der Lupe anschauen sollte, um jedes noch so kleine Detail der Kostbarkeit feststellen zu können. Ich für meinen Teil konnte mich sehr gut in dieses „Werk“ hineinversetzen, sodass ich sehr gespannt alle Folgen verfolgen konnte und dies auch, ohne mich zu langweilen. Auch wenn das Setting „Cyberpunk“ doch schon sehr zahlreich auftaucht und vielleicht dem einen oder anderen schon aus den Ohren hängt, muss man sagen, dass GitS SaC das sehr gut umgesetzt hat und man darf natürlich nicht vergessen, dass GitS Sac ja das Uhrtier unter den Cyberpunk Animes ist. Ein weiterer Zusatzfaktor ist, mit was für Interessen man an GitS SaC rangeht. Will man hier etwas mehr über das Thema KI oder Mecha erfahren, so kann man dann gleich wieder kehrt machen und sich nach etwas anderem umschauen, denn diese beiden Faktoren zählen nur als Lückenfüller bzw. als Nebensächlichkeit, die den Anime nur noch zusätzlich untermalen sollen. Wer aber schon immer einen Anime sehen wollte, der auf einem Thriller aufbaut, in dem es meistens um die Verbrechensbekämpfung geht, der ist hier mehr als nur genau richtig, denn in GitS SaC kommt dieses Setting wohl bisher am besten und am spannendsten rüber. Für mich ist GitS SaC der beste SciFi-Thriller, den ich bisher gesehen habe und ein MUSS für jeden Fan von solchem.
Story: 30/30
Die Story von GitS SaC ist in zwei Handlungsstränge unterteilt, dem Hauptplot, der sich wie ein roter Faden konstant durch die ganzen Episoden zieht und um einen mysteriösen Hacker mit dem Namen „Laughing Man“ geht, mit der man immer Stückchenweise gefüttert wird um die ganzen Puzzlestücke nach und nach selbst aneinander reihen kann um sich ein Gesamtbild zu verschaffen und dem Nebenplot, der hauptsächlich etwas von der verwirrenden Hauptstory entlasten bzw. ablenken soll, in der es um sämtliche Verbrechen geht, die natürlich bekämpft bzw. rechtzeitig aufgehalten werden müssen. Wie gesagt, auch wenn der Storyverlauf zum Teil episodisch verläuft, haben sie es durch die zahlreichen kleinen Nebenplots sehr spannend gemacht und ich für meinen Teil war immer gespannt, wie das Sektion 9 Team immer vorgegangen ist. So gegen Ende wird dann noch mal kräftig am Storyfaden gezogen und die Spannung dramatisiert sich bis zur vorletzten Folge und lässt den Zuschauer mit Unmengen an Fragezeichen über dem Kopf zurück. Wie glücklich war ich, als dann in der letzten Episode wirklich aber wirklich ALLE Fragen beantwortet wurden und man hier mit einem befriedigenden Ende die erste Staffel beenden konnte. Genau dieses Storytelling entsprach meinen Vorstellungen und ich war davon mehr als nur begeistert. Spannende Story, perfekte Erzählweise und ein sehr gut abgerundetes und zufrieden stellendes Ende. Mehr ist nicht hinzuzufügen und besser könnte ich es mir selbst nicht vorstellen.
Animation: 20/20
Animationstechnisch gibt es in meinen Augen eigentlich nichts zu bemängeln. Die Charaktere sind sehr detailgenau gezeichnet ebenso wie der Hintergrund. Genau wie bei Haruhi sieht man auch bei GitS SaC des Öfteren einen wuselnden Hintergrund, sprich bewegende Menschen oder Autos sind da ganz normal und so was bei mir immer sehr positiv anzumerken, da dies einfach ein Vermeiden von Standbildern und recyceltem Material gewährleistet. Auch die CGI-Effekte lassen keine Wünsche offen und präsentieren sich in den prachtvollsten Farben und Lichteffekten. GitS SaC ist also, da es ja schon immerhin 6 Jahre alt ist immer noch auf einem sehr hohen Animationsniveau und sieht sogar besser aus als so manche Produktion aus dem Jahre 2007/2008.
Sound: 20/20
GitS hat in meinen Augen wohl die besten OPs die ich bisher jemals hören durfte. Das OP „Inner Universe“ von Origa (Ольга Витальевна Яковлева) in deutsch Olga Vitalevna Jakovleva ist mit Abstand das beste Lied was ich je gehört habe und hat genau meinen Musiknerv getroffen. Auch wenn ich nicht viel für Technobeats übrig habe muss ich zugestehen, dass diese hier voll ins Schwarze getroffen haben. Das ED kommt zwar lange nicht an die Qualität des OPs heran, gibt aber trotzdem einen etwas rockigen Gitarrenklang als Abschluss wieder, der weder zum skippen gezwungen hat noch irgendwie eintönig oder nervtötend war. Wie bei einem Meisterwerk zu erwaten, war die BGM natürlich so wie man es sich vorgestellt hat. Jedes einzelne Tönchen fand seinen Platz und wirkte zu keiner Zeit irgendwie deplaziert oder störend. Die Action wurde mit sehr flippiger Musik untermalt und die kleinen Dramenteile mit der entsprechenden Dramenmelodie geschmückt. In Punkto Sound steht also GitS SaC in den Topplätzen und dies auch mehr als nur gerechtfertigt.
Charaktere: 26/30
Kommen wir jetzt zu dem Grund, warum dieser Anime es nicht zu den vollen 100% geschafft hat und das sind die schwachen Charaktere. Ich selbst war auch sehr enttäuscht darüber, wie wenig man über die Hauptcharaktere erfahren durfte, obwohl man mit ihnen in jeder Folge zu tun hatte und das gilt sowohl für Charaktere, die eher nicht so oft am Bildschirm auftauchten wie für unsere Hauptcharaktere Major Kusanagi, Togusa, Batou oder Chief Aramaki. Man hatte einfach keine Möglichkeit irgendwelche Sympathien zu den Charakteren aufzubauen, da man einfach nichts über diese wusste. Mir kamen sie des Öfteren wie gehirnlose Roboter vor, die nur auf ihre Arbeit programmiert wurden um diese so gut wie möglich auszuführen ohne dabei irgendetwas zu empfinden. Besser hätte mir da eindeutig eine tiefere Hintergrundgeschichte gefallen. Diese Paar Häppchen die man zugeworfen bekommen hat reichen bei weitem nicht aus um ein zufrieden stellendes Ergebnis zu erhalten. Auch wenn es einige Momente gab, in denen ich mich sehr amüsiert habe und mich fast totgelacht habe, reicht es lange nicht aus, um dadurch eine positive Resonanz zu ziehen und so ist im Ganzen der Fehler im Diamanten dieser dicke Kratzer mit dem Namen „Charaktere“ geblieben und deshalb auch kein 100% Meisterwerk geworden. Schade eigentlich!
Fazit:
Ghost in the Shell Stand alone Complex zählt eindeutig zu den Eliten im Cyberpunk. Jeder der sich in irgendeiner Form als Animefan bezeichnet MUSS diesen Anime gesehen haben. Absoluter Pflichtkauf und in meinen Regalen steht die Sammelbox eh schon längst. Hätte der Anime nur mehr Zeit in die Charakterisierung der Protagonisten investiert, wäre es eindeutig ein absolutes Meisterwerk geworden. Empfehlung meinerseits natürlich jedem, der Fan von Cyberpunk und Thriller ist und der auch mal einen Anime sehen will, bei dem man seine grauen Gehirnzellen benutzen darf. Wer aber einen Anime für zwischendurch oder einfach mal zum Abschalten sucht, der ist hier gänzlich falsch und sollte dann doch lieber einen Harem etc. anschauen. ;)
Mit Ghost in the Shell ist wahrhaftig die Zeit der „Area gloris“ angebrochen.
Man nehme so etwas wie die beliebte amerikanische Serie 24, subtrahiere Echtzeitablauf und addiere ein Near-Future-Cyberpunk-Setting und heraus kommt Ghost in the Shell Stand Alone Complex? Fast, aber nicht ganz...
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Inhalt: Zunächst ist es wichtig zu verstehen, daß sich die Serie zwar der Charaktere und des Hintergrunds aus dem Manga von Masamune Shirow bedient, die bereits Grundlage für den Film von 1995 waren, aber eine alternative Geschichte erzählt, in der die Ereignisse des Films nicht stattgefunden haben. Alles dreht sich um die Spezialeinheit namens Sektion 9, welche außerhalb der Regierungsorganisationen im Japan des Jahres 2030 operiert und deren Aufgabengebiet die Ermittlung bei einer breiten Palette von Cyber-Verbrechen abdeckt. Wie es für das Cyberpunk-Genre üblich ist, spielen auch politische Verwicklungen eine wichtige Rolle. Letztere domnieren vor allem im Main Story-Arc, da wird der Zuschauer schon durchaus gefordert, was die Menge an beteiligten Parteien und Personen angeht. Der Haupthandlungsstrang wird aber nicht in jeder Folge fortgeführt. Darauf weist netterweise schon eine Einblendung im Titel hin: "a standalone episode" für die unabbhängigen Episoden bzw. "complex episodes" für eine Weiterführung der Geschehnisse um einen außergewöhnlichen Hacker unter dem Pseudonym Lachender Mann. Die Einzel-Episoden erinnern meist an x-beliebige westliche Krimiserien, nur daß hier Wirtschaftskriminalität übers Netz betrieben wird und Terroristen über das Cyberspace zuschlagen. In dieser Serie wird außerdem viel geredet. Einige Episoden sind sehr dialoglastig und wenn dann mit Techno-Babble oder Literaturzitaten um sich geworfen wird, entsteht schnell der Eindruck, man wolle mangelnde Substanz überkleistern indem man intellektuell Eindruck schindet. Über pseudo-philosophisches Gerede geht es aber nicht hinaus. Interessant allenfalls, daß J.D. Salingers Catcher in the Rye hier eine gewisse Rolle spielt, welches neben seiner Bekanntheit als Schul-Pflichtlektüre auch schon in Fletcher's Visionen zu filmischer Berühmtheit gelangte.
Technik: Das Opening ist gleich mal ein Appetitanreger par excellence. Temporeiche CG-Animation, unterlegt mit den treibenden Beats des Songs Inner Universe von Yoko Kanno. In der Serie verläuft die CGI-Einbindung dann absolut harmonisch und wird häufig eingesetzt. Hintergründe sind ausnahmslos sehr detailreich, kranken dafür aber etwas an Bewegungsarmut; ebenso wirken manche Szenen, in denen mehrere Charaktere in ein Gespräch verwickelt sind, unnatürlich statisch - ganz im Gegensatz dazu steht das grafische Muskelspiel in den Actionszenen. Ghost in the Shell S.A.C. hat bei mir einen optisch unausgeglichenen Eindruck hinterlassen. Musik wird sehr sparsam eingesetzt, manchmal nur ein einzelnes Stück pro Episode. Dafür sind mir auch keine Wiederholungen aufgefallen. Der Soundtrack klingt zwar modern und abwechslungsreich, wird für meine Begriffe aber oft zu unmotiviert eingesetzt (so nach dem Motto: oh, wir hatten noch gar keine Musik in dieser Episode, lass mal schnell noch einen Song einschieben). Eigentlich etwas schade, denn die Songs sind auch ohne die bewegten Bilder äußerst hörenswert. Die deutsche Synchronisation hört sich (bis auf eine Ausnahme, siehe Spoiler weiter unten) sehr gut an. Meiner Meinung eine der besten deutschen Dubs, die es momentan gibt, sowohl was Auswahl der Sprecher als auch Qualität der Übersetzung angeht. Wer beim Zuhören ein Deja Vu-Erlebnis zu haben glaubt, braucht sich nicht zu wundern: einige Stimmen sind aus Stargate SG-1 bekannt - Samantha Carter => Motoko Kusanagi, Teal'c => Batou, Daniel Jackson => Togusa...
Eine kleine Warnung für alle, denen die Stimmlage der Tachikomas genauso auf den Zeiger gehen sollte wie mir: Es gibt eine Episode in der fast nichts anderes passiert als Gespräche zwischen den Tachikomas, die sich über Existenz und Bewußtsein austauschen. Nach kurzer Zeit erweckte das in mir den dringenden Wunsch meine Trommelfelle mittels eines Schraubenziehers zu perforieren. Hab dann irgendwann gemuted und auf Subs umgestellt, es war einfach nicht mehr zu ertragen. Aus dem gleichen Grund hab ich mir auch die DVD-Bonus-Specials "Alltag der Tachikomas" geschenkt ... ihr wisst schon ... der Schraubenzieher ...
Charaktere: Die Hauptcharaktere Kusanagi und Batou sind Cyborgs. Cyborg =/= Roboter, schließlich verfügen beide über ein menschliches Bewußtsein. Im Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung scheint das aber mal geflissentlich vergessen worden zu sein. In zwei Episoden bekommen wir kurze Einblicke in die Vergangenheit der beiden, und besonders aus der "Kindheit" des Majors, die seit dem sechsten Lebensjahr in einem Cyberkörper steckt hätte man viel Potential für einen komplexen Charakter schöpfen können. Aber da kommt einfach nichts. Nada. Überhaupt nichts. Es gibt Passagen, in denen sie über ihr Selbst reflektiert, tut das aber dermaßen nüchtern, sie könnte auch aus einem Buch vorlesen (nein, das ist in der japanischen Synchro nicht anders, also wahrscheinlich so beabsichtigt). Die "facettenreichste" Persönlichkeit ist noch Togusa, der bezeichnenderweise den geringsten Vercyberungsgrad in der Einheit hat. Der Familienmensch Togusa wird mit positiven Charaktereigenschaften schon fast überfrachtet und bildet in der ganzen technoid kalten Cybertruppe einen wohltuend sympathischen Anachronismus. Die Langzeitmotivation des Anime erwächst mit Sicherheit nicht aus dem Cast, sondern aus der langsamen Zusammensetzung des Puzzle um den Lachenden Mann und im größeren Rahmen aus dem Detailreichtum der Welt selbst, in der die Serie spielt. Das geht natürlich zu Lasten des Re-Watch-Wertes, denn nach dem ersten Schauen hat man in dieser Hinsicht alles gesehen.
Gesamteindruck: Gemacht für ein breiteres internationales Publikum erscheint Ghost in the Shell S.A.C. oft anime-untypisch (geradezu "unjapanisch"), punktet aber mit einem detailliert ausgearbeiteten Setting und einer komplexen Haupthandlung. Die meisten Stand Alone-Episoden kommen dagegen in Spannungsaufbau und Komplexität nicht an. Trotz einiger Schwächen aber eine Referenz im Cyberpunk-Genre.