2071: Die Erde ist wegen Meteoritenhagel schon lang nicht mehr bewohnbar und die Menschheit hat sich im Universum verteilt. Vor allem der Mars ist reichlich mit Menschen bevölkert. Zu dieser Zeit machen sich Kopfgeldjäger Spike und sein Partner Jet, der ehemalige Polizist, mit Jets Raumschiff, der Bebop, auf den Weg durchs All um ihre leeren Geldbeutel zu füllen, indem sie gesuchte Verbrecher fangen. Zwar kriegen sie oftmals die gesuchten Leute, doch passiert irgendetwas, was verhindert, dass die beiden auch nur einen einzigen Schein mehr sehen, als sie zum überleben brauchen... Auf ihrem Weg durch das All treffen die beiden auf die freizügige und eigensinnige Faye und das kleine bzw. große Computergenie Ed, die sie beide begleiten. Auch ein Hund namens Ein ist mit von der Partie. Und neben den Verbrechern jagen die vier auch den Fragen ihrer Vergangenheit hinterher.
Cowboy Bebop ist einer der kultigsten Anime der gute Kritiken wahrlich verdient. Was ihn so auszeichnet?
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Die Serie ist unglaublich stylisch. Verschrobene Personen und eine Menge gelungener Gags machen ihn zu einen der wenigen Anime, die man sich mehr als nur einmal ansehen kann und immer wieder auf’s neue bestens unterhalten wird.
Die Erde ist ein Wrack, dass einen Anflug kaum rechtfertigt, Space-Cowboys treiben im Weltraum ihr Unwesen- so und noch besser geht es in Cowboy Bebop zu. Eine Science Fiction-Serie, in der 4 Figuren sich zusammenschließen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Spike, verschlossen und cool, Jet eher ruhig und nachdenklich, Faye, sehr um sich selbst bemüht und auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und das kleine Hackergenie ED. Die Charaktere sind super dargestellt und die zu Beginn im dunkeln liegende Vergangenheit jeden einzelnen wird Schritt für Schritt offenbart. Der Soundtrack von Yoko Kanno besitzt bereits zurecht eine große Fangemeinde und passt perfekt zu der coolen und etwas Durchgeknallten Bebop-Crew.
Das Opening "tank" sagt bereits alles über die folgende Serie aus. Ein sehr rhythmisches Lied das Ohrwurmqualitäten hat und zwar auch ohne Vorliebe für Blues. Doch der bestimmt den Großteil der Klänge, was meiner Meinung nach aber sehr bedacht ausgewählt wurde und ein markantes Zeichen der Serie darstellt.
Die Animationen sind sehr flüssig, da der Anime bereits etwas älter ist, kann die Bildqualität zwar nicht mehr ganz mit den neuesten Anime mithalten, ist aber immer noch gut anzuschauen und sollte wirklich niemanden abschrecken. Denn die Abenteuer der Bebop-Crew sind wahrlich unterhaltsam und sollten von jedem Anime-Fan einmal gesehen worden sein. Die Coolness der Charas kommt nicht zu überladen rüber, sondern man ist gezwungen, sie so zu akzeptieren, wie sie sind- und das fällt nicht schwer, denn sie sind unglaublich sympathisch gemacht. Zu guter letzt muss ich das Ende loben, das den Zuschauer keine offene Storyline bietet, sondern stimmig und zufrieden stellend abgeschlossen ist. Für alle, die etwas zum lachen, weinen und mitfiebern brauchen: Unbedingt reinschauen!
"Cowboy Bebop" bietet einen furiosen Mix aus Action, Comedy, obercoolen Charakteren und fast schon amerikanischen Flair. Pflicht für jeden angehenden Anime-Fan!
Spike, Faye, Jet und (später) Ed sind Kopfgeldjäger in der fernen Zukunft. Allesamt haben sie ihre eigenen Schicksale, Wünsche und Beweggründe, auf die in den episodenartigen Folgen eingegangen wird. Ich will's mal so formulieren: jede einzelne Folge für sich funktioniert besser als "Cowboy Bebop" als Ganzes. Jede Episode besitzt eine Handvoll guter Charaktere, Charme und eine gute Pointe - dagegen stellt sich die Serie gegen Ende hin leider selbst ein Bein. Die Handlungsstränge haben zwar schon einiges mit unseren Hauptcharakteren zu tun, fokussieren sich aber leider zu sehr auf die Handlung selbst anstatt mehr auf die Tiefe der Charaktere einzugehen. Allerdings wäre dadurch aus "Cowboy Bebop" eine vollständig andere Serie geworden. Das Ende bietet einen runden Abschluss, keine Frage, aber wenn ich mir Perlen wie die Folge mit Jagd nach den komischen Pilzen oder die LKW-Oma ansehe kann das Ende nicht ganz mithalten. Das Wort "Füller" will ich eigentlich garnicht benutzen, aber einige Folgen wie z.B. die Schiffssäuberung nach Jet's riskantem Öffnen des uralten Kühlschrankes sind im Vergleich zu oben genannten Perlen ein wenig schwächer und trüben den Gesamtblick. Wahrscheinlich ist die Handlung das einzige Rädchen was im "Cowboy Bebop"-Gefüge am schlechtesten funktioniert, denn der Rest ist einfach kongenial ;P
Charaktere:
Spike, Jet, Faye und Ed muss man einfach gern haben, da geht kein Weg dran vorbei. Watanabe hat es wirklich geschafft sehr viele gute Charaktere unterzubringen ohne gleich in einen Stereotypenwahn zu verfallen. Der einzige Wermutstropfen ist das den Vergangenheiten der Charaktere einfach zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird als das man sie bis zum Ende ernst nehmen könnte. Trotzdem sind alle Charaktere wirklich gut gelungen, allen voran Spike mit seinem wirklich obercoolem Charme.
Zeichnungen:
Eins der Prunktstücke dieser Serie sind auf jeden Fall die hervorragenden Zeichnungen und Animationen. Wunderbare Hintergründe, gute Farbwahl, Top-Charakterdesign - so muss Anime aussehen! Hier und da hab ich ein wenig das Standardanimedesign mit den großen Kulleraugen vermisst, aber das gehört wohl zur "Cowboy Bebop"'sken Amerikanisierung.
Musik:
Yoko Kanno sorgt für einen absolut stimmigen Soundtrack. Lieblingslieder wird man zwar bis auf das allseits bekannte "Tank!" wahrscheinlich nicht unbedingt finden, dafür ist der Soundtrack im Ganzen ein ganz großes Ding, besonders für Techno- und Synthiehasser ;)
Gesamt:
Dieser Anime ist wirklich Pflicht, besonders wenn ihr irgendwelche vorurteilsbehafteten Anime-Ignoranten für die positiven Seiten des Anime-Genres überzeugen wollt ;D Die episodenhafte Anordnung der gesamten Serie, die sympathischen Charaktere und das perfekte Drumherum sorgen dafür das besonders Anime-Einsteiger hier auf den Geschmack kommen können. Der fade Nachgeschmack ist wahrscheinlich nur dort wo ihn die Wenigsten vermuten würden - in der Storyline. Als Ganzes ist die Serie längst nicht so gut wie seine einzelnen Episoden. Trotzdem ist das hier ein wirklich dickes Ding und Pflicht - nicht nur für Anime-Fans sondern auch für Leute mit cineastischem Anspruch!.
Cowboy Bebop, ein Anime der in aller Munde war und immer noch ist, ein Anime der wenns nach den Fans geht der absolute Kultanime überhaupt ist. Große Bedenken hatte ich, bevor ich mir Cowboy Bebop angesehen hatte, weil mich dieses Science Fiction Genre nun ja mal gar nicht reizt. Umso überraschter war ich als ich dann doch schließlich gefallen an Cowboy Bebop fand. ... [ mehr lesen ]Das liegt vor allem an den überaus cool agierenden Charakteren, die immer einen flotten Spruch drauf haben, sowie auch an einigen interessanten (Nah)Kämpfen. Eine große aufwendige Story bietet Cowboy Bebop meiner Meinung in keinster Weise. Der Zuschauer wird bei der Hauptstory relativ alleine gelassen. Da wären wir ja schon beim nächsten Problem. Die Story... eigentlich hasse ich solche Animes wie diesen, nämlich Animes die keine Zusammenhängende Hauptstory besitzen, so wäre es auch möglich gewesen die Story in , wenn überhaupt, zehn Folgen rüberzubringen. Was auch manchmal durchaus sinnvoll gewesen wäre, denn manche Folgen sind reine Zeitverschwendung und total überflüssig. Sie dienen nichtmal dazu die Charaktere näher Kennenzulern, sondern einfach nur um Action hineinzubringen. Einigen mag das ja genügen damit Cowboy Bebop ein Top Anime ist, mir aber nicht.
Hinsichtlich der Animationsqualität ist allerdings noch folgendes zu sagen: Der Anime ist alt, fast zehn Jahre hat er bereits auf dem Buckel, aber dafür hält er sich noch ganz gut. Mir würden auf die schnelle sofort ein paar aktuelle Animes einfallen, die nicht so beeindruckend aussehen. Klar bei näherem Hinsehen fallen kleine Detailschwächen in den Zeichnungen auf, aber das kann man Verzeihen. Die für damaligen Verhältnisse grandios inszenierten Weltraumschlachten sind ebenfalls ein Prunkstück, da ich nun mal aber leider nicht so der Weltraum-Fan bin haben mich diese eher gelangweilt, nun darum gehts aber jetzt nicht, denn sie sehen gut aus. Auch Kämpfe sind recht spektakulär, da könnten sich einige andere eine Scheibe abschneiden. Damals: großartige Top-Qualität, Heute: Noch immer schön anzuschauen.
Musiktechnisch wird sofort eines klar: Cowboy Bebop spezialisiert sich auf Jazz. Nun ja... Jazz ist nicht jedem seine Sache, eigentlich gefällts mir nicht, aber die Musik hatt genau den richten Flair für den Anime um den Charme perfekt einzufangen. Noch zu sagen ist: Mit Viktor Entertaiment kommen die gleichen Soundspezialisten zum Einsatz wie bei Samarui Champloo, die einen spezialisieren sich auf Jazz, die andern auf Hip-Hop, überhaupt sind sich diese beiden Animes trotz ihres grundverschiedenen Genres doch recht ähnlich. Waffensounds und Geräusche der Flugzeuge wurden auch sehr treffend vertont. Opening und Ending waren nicht so mein Ding, aber Jazzfreunde werde ihre Freude dran haben.
Storymäßig hat Cowboy Bebop nicht fiel zu bieten, denn die Hauptstory um Spike dauert genau fünf Episoden, dazu noch für jeden der anderen Charaktere zwei Episoden in denen deren Geschichte erläutert wird und aus die Maus, der Rest beeindruckt mich überhaupt nicht und gehört wenn überhaupt nur zum Durchschnitt und hat mir einige Gähner gebracht. Nicht falsch verstehen ich mag die Story um Spike, ich mag auch die Folgen der anderen Charaktere usw. aber ich kann es nicht leugnen das mind. 6-9 Folgen puure Langeweile bei mir herrschte und das finde ich bei einem 26-teiligen Anime einfach unverzeihlich. Da kann die großartige Hauptstory mit ihrem genialen Ende allerdings nicht über alle Schwächen hinwegdecken.
Wie allerdings schon gesagt das positivste an Cowboy Bebop sind seine Charaktere, die sowohl vom Design als auch vom Inhalt her überzeugen. Sie sind witzig, charmant, wenns sein muss aber auch zielstrebig und ernst. Ein hervorrangen Cast an Hauptprotagonisten erwartet diejenigen die den Anime sehen. Welche Charaktere allerdings zu kurz kommen sind Spike und Vicious. Wie bitte Spike?? Ja genau, denn die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit vom Titankrieg her, auf die viel zu wenig eingegangen wird. Nach den vielen "Langweiligen" Folgen hätte man sich durchaus noch ein oder zwei weitere Zeit nehmen können um deren Vergangenheit besser zu durchleuchten, es hätte dem Anime gut getan, auch Fayes Geschichte über die Vergangenheit wird nur halbgar erzählt, hier verschenkt Cowboy Bebop wichtige Punkte. Das hätte nicht sein müssen.
Bevor mein Fazit beginnt noch etwas, womit ich glaube das ich ziemlich allein dastehe. Komischerweise fand ich den Film um einiges besser als die Serie und das liegt nich an der aufpolierten Optik, nein wie ich finde sind die Charaktere glaubwürdiger, die Story und die Kämpfe um einiges spannender und nicht zuletzt Gegenspieler der um einiges interessanter ist als es bei der Serie der Fall war. Wie gesagt kann nicht verstehen warum die Serie soweit vorne plaziert ist, im Vergleich zum Film.
Als abschließendes Fazit ist zu sagen, Cowboy Bebop ist ein Anime der Kultstatus erreicht hat, Kultserien müssen nicht perfekt sein oder sollten es gar nicht. Auch Cowboy Bebop hat seine Ecken und Kanten und das Alter merkt man dem Anime auch an, trotzdem war es ein Meilenstein in der Animegeschichte die den Animes enorme Popularität gebracht hat. In meinem Freundeskreis kenne ich viele die mit Animes nicht so wirklich was am Hut hatten, aber mit Cowboy Bebop oder ähnlichen Serien ihren Einstieg in die Welt der Animes fanden. Es ist nicht überragend, gehört dennoch zu den Serien die man wenigstens einmal anschauen sollte.
Was wären noch die besten Worte für einen passenden Abschluss? Genau!