Als Kouhei im Schwarzwald versucht, ein geheimnisvolles Mädchen in einem Schloss zu fotografieren, wird er von dem Vampirmädchen Hazuki gebissen. Durch Kouheis Blut ist es Hazuki möglich, das Schloss, in dem sie gefangen ist, zu verlassen. Hazuki folgt Kouhei zurück nach Japan und stellt dort verwundert fest, dass Kouhei ihr nicht gehorchen will, obwohl er eigentlich durch den Biss zu ihrem Diener werden sollte. Es kommen aber bald weitere Vampire, um Hazuki, die Tochter des Vampirkönigs, zurück ins Schloss zu bringen.
Vom Titelbild oder dem Opening von Moon Phase könnte man leicht einen falschen Eindruck bekommen. Denn wer diesen Anime für 100%ig zuckersüß hält, der ist schief gewickelt. T... [ mehr lesen ]atsächlich ist er desöfteren ziemlich dramatisch und gleichzeitig furchtbar spannend.
Dazu dann später mehr, erst einmal das Grundsätzliche:
Animationen: Die Animationen sind ganz ordentlich geworden. Etwas besserer Standard würde ich sagen. Das Charakterdesign ist gut gelungen, vor allem die Protagonisten ist einfach zuckersüß geworden.
Sound: Ob es einem gefällt oder nicht, das Opening ist innovativ, etwas Vergleichbares habe ich noch nie gesehen. Leider passt es nicht immer 100%ig auf manche Folgen, da es eben auch ziemlich dramatische Momente gibt. Die Sounduntermalung der einzelnen Folgen sticht nicht wirklich hervor, deswegen würde ich es auch Standard nennen.
Charaktere: Nun wenn schon die Charaktere schön gezeichnet sind, dann erhofft man sich natürlich auch einige Dinge von ihnen. Individualität, Glaubhaftigkeit und eine Weiterentwicklung zB. Die ersten beiden Punkte sind ganz klar vorhanden, nur bei der Charakterentwicklung gibt es stellenweise etwas auszustezen. Die Protagonistin macht zB eine sehr große Entwicklung durch, beim männlichen Protagonisten kann man das leider nciht wirklich behaupten. Hier hätte man vielleicht noch etwas mehr machen können. Trotzdem lernt man die einzelnen Charaktere schnell lieben.
Comedy: Moon Phase hat einen ganz eigenen Humor, den ich so auch noch nie erlebt habe, statt den Zuschauer mit irgendwelchen peinlichen Begegnungen zu überhäufen, gibt es viel Wortwitz und Situationskomik und auch einige Running-Gags, wie fallende Schüsseln (wer den Anime schon gesehen hat, weiß wovon ich rede ^^). Aber ich muss sagen, dass der Humor anfänglich vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist und einfach nicht jedem zusagen wird.
Action: Ja in diesem Anime geht es auch manchmal richtig zur Sache! Die Kämpfe empfand ich persönlich als sehr spannend, kämpfende Priester, die mit Bannzetteln um sich werfen hat man sicherlich irgendwo schon mal gesehen, doch so gut wie in Moon Phase wurde mir das noch nie präsentiert. Wobei ich sagen muss, dass Fans von Vampireanimes wie Hellsing wohl nicht auf ihre Kosten kommen werden. Die Actionsequenzen sind global betrachtet auch nicht wirklich zahlreich, es gibt viele ruhige Folgen, die aber deswegen nicht minder schlecht oder gar langweilig sind. Nur Actionliebhabern könnte das Ganze doch schnell schwer auf den Magen schlagen.
Echhi?: Oben bei den Genrebezeichnungen steht unter anderem auc das Wort Ecchi, nun wer schon einmal einen richtigen Ecchi gesehen hat, der kann sich normalerweise vorstellen, was ihn erwartet. Nun muss ich leider alle Ecchifans an dieser Stelle enttäuschen, denn hier bekommt man keine Höschen BHs oder viel nackte Haut zu sehen. Die wenigen Momenta, bei denen die Protagonistin mal badet, man aber trotzdem nicht viel sieht, kann ich an einer Hand abzählen.
Romantik: Nun werfe man wieder einen Blick nach oben auf Genre und was findet man dort nicht? Richtig das Wort Romance, was mich dann im Nachhinein doch ziemlich überrascht hat. Nun wird sich der eine oder andere fragen: Was Romantik bei einem erwachsenen Protagonistin und einem Lolicon-Mädchenverschnitt? Geht das denn überhaupt? Anfangs hatte ich auch Zweifel, doch ja es geht,sogar sehr sehr gut. Die romantischen Szenen, die enthalten sind, sind allesamt hervorragend dargestellt! Ich habe das Prickeln zwischen den beiden jedenfalls gespürt. Ich selbst binkein Loliconfan, trotzdem hat es mir gefallen, weil die Charaktere und die ganze Romanze einfach glaubwürdig ist. Es gefällt mir zudem, dass ich hier nicht nur emotionale Krüppel auf dem Bildschirm habe, die dem Gegenüber nicht ihre Gefühle offenbaren wollen, weil sie sich schämen oder sonst was, nein hier hat man wirklich viele Momente, wo man merkt, dass die beiden sich eben Lieben und nicht getrennt sein wollen. Also von meiner Seite ein großes Plus!
Story: Mir kam die Story noch ziemlich innovativ vor, denn als ich das Wort Vampir las, dachte ich mir eben: Eine Vampirstory? Vampire sind doch schon sowas von durch, was will man da bitteschön noch heraus kitzeln? Nun hatte ich dabei nicht bedacht, dass man diese Vampire in eine Glaubhafte Hintergrundstory einbinden kann und die Vampirfähigkeiten immer vom Autor der Serie abhängt. ZB hat mir einerseits die Geschichte mit dem Mädchen, das seine Tage eingesperrt in einem Schloss verbringen muss und sich befreien möchte sehr gut gefallen, doch im Endeffekt hat mir das warum gefehlt. Es wird zwar erklärt, warum Hazuka 2 Persönlichkeiten hat, aber warum sperrt ihr Vater sie ein? Warum soll sie unbedingt zurück gebracht werden? Was hat das alles zu bedeuten, was treibt ihr Vater eigentlich die ganze Zeit etc etc, inmitten der Serie hatte ich die Hoffnung, dass das alles gegen Ende noch ausgebaut wird, doch die Chance wurde vertan. Man hätte noch viel mehr aus der Story heraus holen können, genug Zeit hätte man gehabt... aber nein! Pustekuchen. Nun was mir aber am Storyverlauf gefallen hat, das ist die Dramaturgie. Das dieser Anime stellenweise so düster ist, hätte ich nicht für möglich gehalten. Vor allem bekommt man bei Moon Phase die Sterblichkeit des normalen Menschen gut vor Augen geführt, denn anders in anderen Animes, reicht ein einziger Stich schon aus, um einen Menschen fast zu töten. Das sind natürlich nur meine Empfindungen, man erlebt es eben oft, dass Menschen durch ihre Willenskraft immer wieder zu Boden geworfen und schwer verletzt werden und dann wieder aufstehen und weiterkämpfen und letztendlich überleben, doch das ist eben nicht so. Einsamkeit und die Sehnsucht nach Freiheit spielen auch zentrale Rollen und es gab wirklich Stellen, die mich auch zum Nachdenken angeregt haben, auch wenn Moon Phase nicht gerade besonders tiefgründig gemacht ist.
Mein Fazit: Ein gut gemachter, niedlicher, etwas tiefgründiger Anime, dessen Story man noch weiter hätte ausbauen müssen, der aber durch seine romantische Atmosphäre, seinen besonderen Witz und seinen liebenswürdigen Charakteren besticht.
Ein langweiliger Anime, der aus dem Loli-Nekomimi Charakter Hazuki nichts macht. Gewöhnungsbedürftiges Opening und zwischenzeitlich schrille Farben haben Tsukuyomi Moon Phase den Rest gegeben. Nachdem ich mich ungefähr durch die Hälfte gequält hatte, wollte ich schon abbrechen. Doch ich kann nicht einfach so einen Nekomimi-Loli-Tsundere-DFC*-Charakter sitzen lassen. (*Delicious Flat Chested) Das widerstrebte mir.
Glück für mich, denn die zweite Hälfte stellt die Schokoladenseite des Anime dar. Mittlerweile kam mir das Opening sogar innovativ vor. Ab und an wechselt der "Neko-mimi-mode" in einen "Tsukuyomi-mode"-Song und auch animierte Teile des Intros werden ab und an verändert, weswegen es sich lohnt selbige nicht zu skippen. ... [ mehr lesen ]Die schrillen Farben und stereotypen Charaktere begannen ebenfalls mich anzusprechen und auch wenn die Handlung weiterhin flach bleibt, so wird die Beziehung zwischen Hazuki und ihrem Shimobe (Diener) ausführlicher behandelt. Ausgezeichnet. Das war ohnehin der einzige Grund aus dem ich nicht abgebrochen hatte und der einzige Grund aus dem ich den Anime weiterempfehlen kann - aber nur an Nekomimi-Loli-Tsundere-DFC Fanboys.
Tsukuyomi -MOON PHASE- ist eine passable Mischung aus Romantic Comedy und Vampiraction. ... [ mehr lesen ] Dabei ist es aber sehr schwer den Anime als romantische Geschichte ernstzunehmen, denn die weibliche Hauptrolle ist ein Kind, während die männliche erwachsen ist, so dass man schon ein Lolicon sein muss um das zu mögen. Zum Glück spielt der romantische Aspekt aber sowieso nur eine sehr untergeordnete Rolle. Der Anime schwankt zwischen heiteren Abschnitten und dramatischen Momenten, die manchmal überraschend düster sind. Das stört aber nicht, der Wechsel findet nie abrupt statt; beides harmoniert miteinander. Die Handlung lässt in den späteren Episoden etwas nach, obwohl der Anime trotzdem noch unterhaltsam bleibt. Bei den Charakteren findet man überwiegend sympathische Figuren vor; die Heldin Hazuki fällt besonders auf, da sie anscheinend gleich mehrere "Fetische" ansprechen soll: sie ist tsundere, ein niedliches Kind, Vampir und läuft als Krönung auch noch oft mit Katzenohren durch die Gegend.
Das Opening vom Anime ist so bescheuert, dass es schon fast wieder lustig ist. Mehr als einmal kann man sich das aber nicht ansehen. Außerdem gibt es manchmal sehr starke Schwankungen bei der Animationsqualität. Einigen Folgen sieht man an, dass das Studio in Zeit- oder Geldnot geraten ist.