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Der High School Schüler Kimihiro Watanuki hat ein nicht alltägliches Problem. Er wirkt extrem anziehend auf Yōkai, die ihn deshalb auf Schritt und Tritt verfolgen und ihm allerlei Schwierigkeiten bereiten, unter anderem auch weil sie für andere Menschen unsichtbar sind und sein Verhalten deshalb auf sie entsprechend seltsam wirkt. Eines Tages stolpert er vermeintlich zufällig in das Geschäft einer mysteriösen Frau namens Yuuko Ichihara, die sich ihm als Hexe vorstellt, die gegen entsprechende Gegenleistung Wünsche erfüllt. Für die Befreiung von seinem Yōkai-Problem verlangt sie von Watanuki, dass er für sie arbeitet, was für ihn den Eintritt in die Welt des Übernatürlichen bedeutet, deren Phänomene und Besonderheiten er durch Yūkos Kunden immer näher kennen lernt.
xxxHolic ist einer von den Mangas, für die man eigentlich ein neues Genre erfinden müsste. So richtig einordnen lässt er sich nirgendwo. Für Mystery ist er zu wenig geheimnisvoll, er besitzt im Gegensatz zu episodischen Gespenstergeschichten eine Rahmenhandlung, schwankt stark zwischen Ernst und Heiterkeit und versucht dann auch noch fernöstliche Lebensphilosophie zu vermitteln. Die Reihe ist also eine ziemlich schräge Mischung aus allen möglichen Ideen, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht unterhält.
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Ich würde xxxHolic sogar als eine der besten Geschichten von Clamp bezeichnen. Die Handlung ist zwar hier und da etwas konfus, aber das kennt man ja schon von anderen Clamp-Werken und die Botschaft kommt meistens trotzdem rüber. Ein wichtiger Bestandteil des Mangas ist nämlich Watanukis Reifeprozess. Das was Yuuko ihm beibringt richtet sich natürlich auch an die Leser und eine gewisse Weisheit hinter den Gedanken kann man xxxHolic nicht absprechen. Das klingt nun aber anspruchsvoller als der Manga wirklich ist, denn eigentlich geht es ja vor allem um das Miteinander der Helden. Wenn es etwas gibt, das Clamp so gut wie immer gelingt, dann sind das die Charaktere. Es gibt kaum eine unsympathische Figur, jeder ist auf seine Weise charmant. Der cholerische Watanuki und der stoische Domeki geben ein lustiges Comedy-Duo ab und die geheimnisvolle Yuuko tut ihr Übriges dazu.
Einige Leser werden es vielleicht etwas befremdlich finden, dass xxxHolic und Tsubasa Chronicle miteinander verbunden sind, sprich einige Szenen sind nur verständlich, wenn man Tsubasa Chronicle parallel liest. Allerdings halte ich das nicht unbedingt für notwendig. Man verpasst nicht viel, wenn man es nicht macht. Wobei das jetzt nicht heißen soll, dass Tsubasa Chronicle schlecht ist, der Manga reicht zwar nicht an xxxHolic heran, aber man kann ihn schon lesen. Die Szenen sind nur alle nicht so wichtig, dass man sie unbedingt ganz verstehen muss.
Richtig unzufrieden bin ich nur mit dem Ende der Reihe, denn es kam mir ziemlich halbherzig vor, so als müsste der Manga unbedingt in diesem einen Kapitel beendet werden. War es eine Vorgabe der Redaktion? Wie dem auch sei, der kleine Wehrmutstropfen ändert nichts daran, dass ich vorher gut unterhalten wurde. fesselnd.