In einer Welt, in der Menschen und Roboter zusammen leben, existiert eine Stadt namens "Romdeau". Sie ist ein kontrolliertes Paradies, in der die Regierung ihren Bürgern ihr Leben vorschreibt. Doch neben dem sogenannten Cogito-Virus, das Autoreivs befällt und ihnen echte Gefühle ermöglicht, befindet sich auch ein Kreatur namens Proxy auf freiem Fuß, die wahllos Menschen abschlachtet. Real Mayer, eine Inspektorin des Geheimdienstes und Tochter des Stadtregenten, wird zusammen mit ihrem Autoreiv-Partner Iggy beauftragt, die Fälle zu untersuchen. Als sie von Proxy attackiert wird, gerät sie immer tiefer in den Fall und in eine Welt, jenseits der Grenzen Romdeaus. Dabei nimmt vor allem der unauffällige Einwanderer Vincent Law eine außergewöhnliche Rolle bei der Suche nach dem Geheimnis von Proxy ein...
Nachdem ich die ersten 3 bis 4 Episoden von Ergo Proxy sah, war ich mir sicher, dass da ein richtiger Hit auf mich warten würde. Das Flair von Ergo Proxy ist sehr düster, das Opening hinreißend und die Figuren interessant und sehr gut gestylt. Die Umgebungen und Animationen sind auf höchstem Niveau und auch wenn der Zeichenstil streckenweise an einen Mix aus Witch Hunter Robin und Samurai Champloo erinnert, so schlägt dieser Anime diese in Sachen "perfektes Design" doch um Längen. Der Science Fiction-, Drama Anime konnte somit schon mal punkten.
... [ mehr lesen ] Doch wie sieht es mit der Story und den Charakteren aus? Nach der kurzen Einleitung hat der Zuschauer einen kleinen Einblick, was ein "Proxy" sein könnte, mehr möchte ich darüber nicht verraten. Re-l Mayer, Enkelin des Stadtoberhauptes von "Romdeau", ist kurze Zeit darauf an einer Mordserie an so genannten "AutoReivs" (Androiden) dran. Dabei zieht der aus Moskau eingewanderte Vincent Law ihre Aufmerksamkeit auf sich. Spätestens nach Re-l's Begegnung mit dem Proxy und der Feststellung, dass sogar ihr eigener AutoReiv Iggy ihre Aktivitäten überwacht, nimmt die Handlung seinen Lauf und ist durchaus spannend und düster inszeniert. Die zahlreichen Geheimnisse der Story sind solide ausgearbeitet und dürften es Mystery-Fans schwer fallen lassen, die Serie vorzeitig abzubrechen.
Auch die Figuren sind treffend dargestellt, besonders die niedliche Pino muss man ins Herz schließen und die Serie allein wegen ihr einmal gesehen haben. So viel zu den Pluspunkten, doch auch Ergo Proxy verdient das Prädikat "Meisterwerk" leider nicht ganz. Die Geschichte entwickelt sich unerwartet zu einer Reise auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit, was interessant klingt, jedoch einfach nicht die anfänglich versprochene Spannung halten kann. Ab der 2. Hälfte wird der Anime zu komplex und fordert dem Zuschauer entweder die größte Aufmerksamkeit oder ein mehrmaliges Durchsehen ab. Einige der letzteren Episoden wären meiner Meinung nach außerdem nicht nötig gewesen, da sie den Ernst der Serie vermissen lassen und man deren Tieferen Sinn nur dann erschließen kann wenn man sich genügend auf den Anime eingelassen hat.
Zudem ist mir, um noch einmal auf die Charaktere zurückzukommen, der im späteren Verlauf an Bedeutung gewinnende Vincent Law zu blass ausgefallen.
Im Großen und Ganzen ist Ergo Proxy eine Serie auf sehr hohem Niveau, die man sich zum besseren Verständnis jedoch ein weiteres Mal ansehen sollte. Empfehlen kann ich Ergo Proxy all denjenigen, die eine Mystery-Serie mit leichten philosophischen Ansätzen suchen.
Und auch Ergo Proxy braucht eine gewisse Anlaufzeit bevor sich die wahre Substanz dieser epischen Sinnsuche voll offenbart.
Wer sich jedoch von der anfänglich etwas träg entfaltenden Entwicklung nicht schrecken läßt und bereit ist etwas Denkarbeit zu verrichten, kommt in den Genuß einer durch und durch durchdachten Geschichte, die den geneigten Zuseher tiefer und tiefer in ihre Windungen zieht und bis zum Schluß immer weniger loszulassen bereit ist.
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Das düstere Szenario fasziniert mit einer vollkommen in sich geschlossenen Logik, verlangt dem Zuseher allerdings einiges an Aufmerksamkeit ab, um mit der oft fragmentarisch inszenierten Entwicklung Schritt halten zu können. So kommt es nicht selten vor, dass Episoden den Zuschauer, ohne jedes Vorspiel, an neue Orte tragen, mit verwirrenden Ereignissen, die sich nur in den Köpfen der Protagonisten abspielen, konfrontieren und ihn in surreale Erlebniswelten entführen, in denen sich das Puzzle der Geschichte Stück für Stück zusammensetzt.
Manch einer würde solcherlei Erzählstruktur bekritteln, allerdings sehe ich darin eine eine der großen Stärken von Ergo Proxy. Die Inszenierung erfrischt durch ihre Unkonvenionalität, teils auch durch einen experimentellen Zug, mit dem Ergebnis, dass dieser ohnehin Komplexe Anime noch unvorhersehbarer ausfällt.
Die handlungstragenden Charaktere ordnen sich dabei der starken Geschichte keineswegs unter. Mit viel Tiefegang kreiert wirken sie sehr überzeugend und plastisch, schaffen mit ihren inneren und äußeren Konflikten überhaupt erst den Rahmen für die Handlung, bei der alles mit allem in Wechselwirkung steht, alle Dinge miteinander verknüpft sind und die bemerkenswerterweise niemals selbsterklärend daherkommt, stets Raum für Spekulation und Interpretation zulässt, es auf diese Weise schafft den Zuschauer zum nachdenken anzuregen und dadurch sehr fesselnd wirkt.
Was die handwerkliche Umsetzung angeht ist Ergo Proxy ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite sind die Designs sehr gelungen. Charaktere, Autoreives und Proxys überzeugen auf ganzer Linie. Das Enviromental Design fällt etwas ab, punktet in den Kuppelstädten zwar durch kühles, klares und technisches Design, ist in der zerstörten Außenwelt aber (naturgemäß) trist und monoton. Animationstechnisch gibts nur wenige Highlights, diese dann aber in den brachialen Kämpfen der Proxies untereinander. Ansonsten ist die Animationsqualität mäßig. Allerdings sind diese Mankos in anbetracht der tolllen Geschichte und dichten Atmosphäre wenig schlimm und mindern den sehr guten Gesamteindruck keineswegs.
Auf der Akkustischen Seite stechen ganz klar das Opening und Ending heraus. Der Soundtrack selbst ist technisch kühl und meist unauffällig, trägt aber stark zur melacholischen und bedrückenden Atmosphäre bei und ist in jeder Hinsicht als hochwertig zu bezeichnen
Abschließend kann ich nur sagen das Ergo Proxy ein hervoragender Anime mit hohem Wiedersehwert ist, der allen Freunden anspruchsvoller Unterhaltungskost ans Herz gelegt werden sollte !!!
Hab durch nen Freund von Ergo Proxy erfahren. Er hat mir erzählt, um was es bei dem Anime geht und welch geniale Atmosphäre er doch hat, aber auch, dass er gegen Ende hin sehr unübersichtlich wird. Ich hab mich dann also rangesetzt und begonnen Ergo Proxy zu schauen, um mir selbst ein Bild davon zu machen.
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Story: Ergo Proxy spielt in der Zukunft. Die Oberfläche der Erde ist wegen Klimaerwärmung und Verschmutzung fast unbewohnbar geworden. Doch es gibt sogenannte Kuppeln. Das sind Städte, die von der gefährlichen Atmosphäre geschützt sind. Die Technologie der Menschheit hat auch Cyborgs, sogenannte "AutoReivs" hervorgebracht. Sie dienen den Menschen und gehen den verschiedensten Tätigkeiten nach. Doch es gibt einen Virus, der "Cogito-Virus", der die AutoReivs infiziert und ihnen ein Bewusstsein verleiht. Mit diesem Bewusstsein können sie von den Menschen nicht mehr kontrolliert werden und stellen somit eine Gefahr dar und müssen deshalb vernichtet werden. In der Kuppel-Stadt "Romdeau" geht die junge Inspektorin Real Mayer, zusammen mit ihrem AutoReiv-Partner Iggy, einen Fall nach und kommt dabei mit Vincent Law in Kontakt, der ein großes Geheimnis birgt...
Wie ich bereits erwähnt habe, bietet Ergo Proxy eine sehr düstere Atmosphäre. Die Story wird aber gegen Ende der Serie immer verwirrender und darunter leidet dann meiner Meinung nach auch die Spannung. Naja, "verwirrend" ist vielleicht der falsche Ausdruck... sagen wir so: es werden zuviele Informationen auf einmal preisgegeben. In den letzten Episoden wird viel aufgedeckt und das Ganze passiert irgendwie einfach zu schnell... Außerdem gibt es auch 2 Episoden, die meiner Meinung nach irgendwie überhaupt nicht zu den restlichen Episoden passen. Um zu verstehen, was ich damit meine, muss man sie sich aber selbst anschauen.
Charaktere: Die Charaktere bei Ergo Proxy haben alle eine verdammt gute Persönlichkeit und passen hervorragend zu der düsteren Atmosphäre des Animes. Egal ob, Real Mayer, die schöne Inspektorin; Pino, das süsse Cogito-infizierte AutoReiv-Mädchen oder Vincent, der ein sehr großes Geheimnis birgt... Und auch die restlichen Charaktere bei Ergo Proxy sind alle wunderbar inszeniert.
Animationen und Musik: Der Zeichenstil und die Animationen sind wirklich sehr gut. Ein etwas anderer Zeichenstil, als die die man von anderen Animes gewohnt ist. Die Musik fand ich immer sehr passend und stimmungsfördernd. Das Opening ist gut gemacht und hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Ergo Proxy ist ein sehr mysteriöser Anime, der eine düstere Atmosphäre versprüht. Die Geschichte wird aber gegen Ende hin etwas zu schnell erzählt. Die Handlung wird unüberschaulicher und das nimmt leider auch etwas die Spannung. Dies ändert aber nichts daran, dass hier eine wirklich verdammt gute Story erzählt wird. Unbedingt anschauen!