Am ersten Tag in der Mittelschule trifft die lebhafte Mato Kuroi auf die eher verschlossene Yomi Takanashi. Obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten, werden die beiden schnell beste Freundinnen und verleben gemeinsam glückliche Tage. Als sie im zweiten Jahr jedoch in unterschiedlichen Klassen landen, beginnen die Freundinnen sich zu entfremden. Derweil beginnt in einer anderen Welt ein tödlicher Kampf zwischen zwei jungen Mädchen, die Mato und Yomi erstäunlich ähneln...
Das Design der OVA basiert auf dem gleichnamigen Vocaloid-Musikvideo, das von Miku Hatsune gesungen wird.
Ein Machwerk rein für Black Rock Shooter Fans oder doch ein Anime geeignet für Jedermann? Zweiteres ist der Fall, denn neben der titelgebenden Figur bekommt man einen gelungen umgesetzten Slice-of-Life-Part präsentiert.
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Die Einzigen, die vielleicht ein wenig enttäuscht sein könnten, sind die Hardcore Black Rock Shooter Fans, denn obwohl es viele Szenen mit Kämpfen aus diesem Universum gibt, die sich auch allesamt sehen lassen können und gut unterhalten, liegt der Hauptaugenmerk des Anime vielmehr auf der Geschichte der Beziehung zwischen den Mädchen Mato und Yomi. Ab dem ersten Kennenlernen am Beginn ihrer Mittelschulzeit, entwickelt sich zwischen den beiden eine innige Freundschaft und genau hier hat der Anime seine Stärken. Obwohl die Zeit begrenzt und durch den anderen Handlungspart noch zusätzlich gekürzt ist, ist dieser Alltags-Teil von einer Lebendigkeit der Figuren geprägt, wie man sie bei derartigen Werken nicht oft zu Gesicht bekommt. Was mangels Zeit an Ausführlichkeit fehlt, wird durch gelungene Szenenabfolge und gewisse Feinheiten in der Charakterinteraktion wieder wettgemacht, so dass sich eine stimmige und befriedigende Entwicklung ergibt. Woran die OVA letztendlich aber scheitert ist diese beiden grundverschiedenen Handlungsteile zusammenzuführen, denn hier hinterlässt sie am Schluss mehr als nur ein Fragezeichen beim Zuschauer. Damit ist das Ende auch der spürbar schwächste Teil des Anime, denn es lässt einen ziemlich in der Luft hängen, lässt einen aber gleichzeitig auch auf eine Fortsetzung hoffen, was in diesem Fall bei gleichem Produktionsteam wohl wirklich etwas wäre, auf das man sich freuen kann.
Black Rock Shooter ist eine berührende, wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Trauer und Eifersucht. In erster Linie verfolgt man Mato, wie sie ihr erstes Jahr auf der High-School beginnt und dort ihre Klassenkameradin Yomi kennenlernt, woraus sich eine innige Freundschaft entwickelt. Aber darüber hinaus wird mit einem zusätzlichen Handlungsteil aufwartet, in dem sich unsere beiden Protagonisten, aus zunächst unbekannten Gründen, in einer geheimnisvollen Welt bekämpfen.
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Das Hauptaugenmerk richtet sich auf die Begegnung und das weitere Kennenlernen von Mato und Yomi. Ihre Beziehung entwickelt sich im Verlauf immer weiter, wobei allerdings nichts überhastet wirkt, was bei der kurzen Laufzeit von nicht einmal einer Stunde durchaus hätte passieren können. Aufgrund des ständigen Szenenwechsels zwischen den beiden Welten wird ein gewisser Rätseleffekt erzielt, durch den der Zuschauer versucht, sich die nötigen Parallelen selbst zu interpretieren. Des Weiteren schließt man besonders Mato wegen ihren sympathischen Charakterzügen schnell ins Herz, wodurch man im melancholischen Abschnitt des Animes, in Anbetracht der Lage, in der sie sich befindet, ihr Mitgefühl entgegenbringt. Das Ganze wird bereichert durch eine schlichtweg hervorragende Inszenierung, hohe Produktionsqualität und gelungene Regie. Außerdem werden einem allgemein sehr flüssige Animationen und grandiose Actionszenen geboten, die fesselnd und extravagant zugleich sind. Letztendlich lässt sich sagen, dass Black Rock Shooter, zumindest für mich, als Nichtkenner des noch tiefergreifenden Universums, seinem vorausgegangenen Hype gerecht wird und eine Geschichte erzählt, die mich seit längerer Zeit mal wieder bewegen konnte. Der einzige Wermutstropfen ist, dass das Ende nicht vollkommen zufriedenstellend ist, weil viele Fragen nicht beantwortet werden und einiges an Aufklärungsbedarf besteht. Auf eine Fortsetzung darf man mit Spannung hoffen.
Nachtrag: Ursprünglich handelte es sich bei „Black Rock Shooter“ um ein Lied der Musikgruppe Supercell, welches es schaffte, eine enorme Fangemeinde zu formen. Nach vielen Fanfictions und weiteren Videos, wurde eine namensgleiche Animeadaption angekündigt: Black Rock Shooter.
Ich kenne weder Vocaloid noch das Musikvideo, auf dem Black Rock Shooter basiert und bin dementsprechend neutral an den Anime rangegangen; hab wegen der Bilder aber eigentlich Action pur erwartet. Zu meiner großen Überraschung war die OVA dann aber gar nicht Action pur, sondern in erster Linie eine gut geschriebene alltägliche Geschichte über Freundschaft. ... [ mehr lesen ]
Action gibt es allerdings schon und die Kampfszenen können sich auf jeden Fall sehen lassen. Sie sind gut animiert und inszeniert; sogar endlich mal ohne Dialoge voller Pathos, weil die Figuren nämlich gar nichts sagen. Ein geschickter Kunstgriff. Leider gibt es aber einen Haken: die Verbindung zwischen den Kämpfen, die in einer Art Parallelwelt ausgetragen werden, und der Handlung in der Realität ist nicht ersichtlich. Man erkennt zwar, dass die Figuren aus der Parallelwelt Stellvertreter für die Charaktere aus der Realität sind, aber mehr erfährt man nicht. Vielleicht sind die Kämpfe nur metaphorisch gemeint; vielleicht haben die Figuren wirklich Alter Egos mit übernatürlichen Kräften - der Anime möchte es nicht verraten. Das hat mich zwar nicht groß gestört, aber so richtig gut durchdacht ist es trotzdem nicht.
Die Handlung in der Realität ist andererseits sehr interessant und das sogar obwohl es eigentlich eine ganz alltägliche Geschichte über zwei Freundinnen aus der Mittelschule ist. Im Gegensatz zu anderen Bishoujo-Animes verzichtet Black Rock Shooter aber darauf, die Figuren auf ihre Niedlichkeit zu reduzieren. Mato und Yomi verhalten sich natürlich, was bei Animes ja schon eine Ausnahmeerscheinung ist, ohne dass sie dadurch ihre Liebenswürdigkeit verlieren. Die Dialoge sind genauso gehalten - natürlich und glaubwürdig - sie haben mich ein wenig an die aus Natsu no Sora erinnert. Das was den Anime also ausmacht, ist Slice of Life auf hohem Niveau, falls man damit etwas anfangen kann und sich nicht daran stört, dass der Sinn der Actionszenen fehlt, sollte man ruhig mal einen Blick riskieren.