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Als Otonashi auf dem Gelände einer ihm unbekannten Schule erwacht, weiß er zunächst nicht, was vor sich geht. Weder das Mädchen mit der Feuerwaffe in der Hand, das ihn in Empfang nimmt, noch die Tatsache, dass er sich an kein Detail seines bisherigen Lebens erinnern kann, wecken in ihm Begeisterung. Das Mädchen, Yuri, erklärt Otonashi, dass er gestorben sei, und dass es sich bei dem Schulgelände, auf dem sie sich befinden, um eine Welt zwischen Leben und Tod handle. Sie erzählt ihm von der "Shinda Sekai Sensen", einer Art Untergrundorganisation, der sie und einige andere Bewohner dieser Welt angehören. Die Mitglieder der SSS sind allesamt "tote" Jugendliche, die sich weigern, sich dem System der Schule anzupassen. Denn sobald man sich den Schulregeln beugt, verschwindet man auf mysteriöse Weise aus der Zwischenwelt.
Doch Yuri und ihre Freunde kämpfen nicht nur gegen das System selbst, sie haben einen handfesten Gegner: Die Vorsitzende der Schülervertretung, genannt Tenshi. Mit ihren übermenschlichen Kräften versucht sie, die Ordnung auf dem Schulgelände wiederherzustellen, doch die Mitglieder der SSS wissen sich zu wehren. Otonashi, welcher der SSS beitritt, kann dennoch sein Interesse am "Engel" nicht leugnen, denn ihm kommt sie vor wie ein ganz gewöhnliches Mädchen...
Vielleicht liegt es daran das ich noch nicht lange Animes schaue und das ich einfach viel zu unerfahren bei diesem Thema bin, aber im Gegensatz zu anderen Usern hier, finde ich Angel Beats einfach genial.
... [ mehr lesen ] Story: In einer Welt nach dem Tod an den Leute kommen, die ein sehr ungerechtes Leben hatten, gibt es die SSS. Die Idee scheint eigentlich nichts besonderes in der Hinsicht. Trotzdem hat die erste Folge mich schon von Anfang an gefesselt und mich gerade zu gezwungen weiter zu schauen. Rebellionen in Filmen und Serien mochte ich eigentlich schon immer, das sie eine gewisse Emotion rüber brachten. Auch in Angel Beats wurde die SSS (Jenseits Kampffront) super inszeniert, was nicht mehr oder weniger an den Charakteren lag. Die Story verläuft ohne Stockungen oder extrem langweiligen Rückblenden, wie sie in einigen Animes zu finden sind. Was mich eigentlich nicht so sehr gestört hat, waren die paar kleinen Fehler. Sollte man aber in dem Bereich pingelig sein, könnte der Anime vielleicht ein wenig an seinem Glanz verlieren. Der rote Pfaden wurde eigentlich beachtet. Oder besser gesagt es gibt eine gute Einleitung, dann gehts langsam zu Höhepunkt und dann eine extra Folge mit gelungenen Schluss.
Charaktere: Die Charaktere haben mir wohl am besten am ganzen Anime gefallen. Sie sind witzig und individuell und entwickeln sich auch während des Animes weiter. Da der Anime auch die Vergangenheit einiger Personen zeigt, kann man sich sehr gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen. In meinem Fall, habe ich sogar manchmal genau das gleiche gefühlt wie die Hauptcharaktere. Wenn man schon von den Hauptcharakteren spricht... Die drei Hauptcharas, Yuri, Yuzuru und Kanade, finde ich als Hauptcharas sehr passend. Yuri ist ein wenig Tsundere, was sie eigentlich ziemlich sympathisch macht.
Yuzuru ist mit seiner einfühlsamen, weisen und leicht genervten Art eigentlich ein Prototyp eines passenden Hauptcharas.
Zwar finde ich Charakter die so regunslos wie Kanade in manchmal nervig, weil sie ihre Gefühle so selten zeigen. Trotzdem ist Kanade mein Zweitlieblingschara.
Wahrscheinlich hätte man manche Charaktere noch merh integrieren können, z.B Zuschauerliebling Shiina oder einer meiner Favoriten: Ooyama.
Humor: Ich persönlich mag den Slapstick Humor sehr gerne, da er die Charaktere in gewisser Weise mal von einer anderen Seite zeigt. Das in der Welt der SSS niemand sterben kann, wurde gut ausgenutzt.
Allein in der ersten Folge wurde Yuzuru allein 102 Mal umgebracht. Einmal von Kanade, dann 100 Mal von Noda und schliesslich noch einmal von einem riesigen Hammer, der als Falle diente.
Music: Einfach genial die Girl DeMo mit in die Story einzubauen. Zwar dient sie eigentlich nur als Ablenkungsmanöver, aber ihre Musik ist einfach super. Die Songs "Alchmy" und "Crow Song" sind sogar eins meiner derzeitigen Lieblingslieder.
Das Opening und das Ending sind wunderschön. Insbesondere das Opening, das sich in meinen Ohren sich glasklar anhört, ja eigentlich sogar "kristallklar", ist sehr gut gelungen.
Die Soundtracks passen eigentlich immer gut zur derezeitigen Situation und lassen den Zuschauer mitfiebern.
Animation: Noch ein Grund wieso ich Angel Beats überhaupt angefangen habe, ist der Zeichenstyl. Der Zeichenstyl von Na-Ga spricht mich einfach total an. Die Kampfszenen sind sehr gut animiert und auch nicht zu gering gesät ;).
Fazit: Wer ein Animekenner ist sollte vielleicht mit nicht zu hohen Erwartungen an den Anime rangehen, da viele andere User den Anime nicht ein mal als "Hervorragend" eingestuft haben. Sehenswert ist der Anime auf jeden Fall und bleibt für mich ein Favorit unter allen Dramen. Wer allerdings noch seine Zweifel hat, dem sage ich, dass er Angel Beats sich definitiv anschauen und dann selbst bewerten sollte, da der Anime auf jeden Fall unterhält.
„Ato wa, boku no koto kuraisuto to o-yobi kudasai.“
Mein erster Eindruck von diesem Anime: Interessantes Setting, aber nicht umwerfend innovativ. Kämpfe von Gut gegen Böse haben wir doch schon alle irgendwo mal gehabt. Doch lasst euch nicht täuschen, falls ihr nach den ersten Folgen denselben Eindruck habt, denn dieses Werk hat tatsächlich großartige Qualitäten, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
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„Wir sind alle tot.“ Was für nette Worte zur Begrüßung, wenn man gerade in einer fremden Welt aufgewacht ist und noch dazu alle seine Erinnerungen verloren hat. Doch Otonashi findet sich schnell zurecht, tritt der SSS bei und kämpft mit Yuri und den anderen Mitgliedern gegen Tenshi, ihr Schicksal und Gott selbst, denn sie wollen nicht verschwinden, wie es allen passiert, die das Leben als normaler Schüler akzeptieren. Langsam versteht er auch, was es mit dieser Welt, in die er geraten ist, tatsächlich auf sich hat. Ein guter Anfang für einen noch besseren Anime.
Charaktere
Ein Punkt, den man bei Angel Beats! etwas bemängeln könnte. Der erste Eindruck ist bei vielen der Charaktere auch schon der bleibende. Die kämpferische, sture Anführerin, der technisch begabte Bücherwurm, das zurückhaltende Mädchen a là Stille-Wasser-sind-tief… nichts was man als noch nie dagewesen oder extrem originell bezeichnen könnte. Manche bekommen auch zu wenig Screentime um überhaupt viel über ihre Eigenschaften sagen zu können. Aber zum Glück für den Anime schaffen es die simpel gestrickten Charaktere, mit Humor, oft unerwarteten Handlungen und sympathischem Auftreten ihre Defizite auszugleichen.
Musik
Tolles OP, melancholisches ED, epische Background-Musik – was wünscht man sich mehr? Bei diesem Anime muss man dazu erwähnen, dass eine eigene Band die Handlung untermalt, Girls Dead Monster, die auch wirklich passende Musik für die verschiedenen Szenen liefert und interessant in die Handlung eingeflochten ist.
Animation
Die Animationen sind flüssig, auch die actionmäßig angelegten Szenen halten die durchwegs hohe optische Qualität des Animes. Dazu ein gelungenes Charakterdesign, sehr ansprechend gezeichnet und gestaltet. Die Hintergründe sind detailliert und immer mit zur Stimmung passenden Details ergänzt, etwa dunklere Farben in bedrohlichen Szenen.
Story
Der zweite Punkt, der hier vielleicht etwas gründlichere Arbeit erfordert hätte. Ja, das Setting und die Grundidee sind interessant, doch je weiter die Story fortschreitet desto öfter fallen einem gewisse Unstimmigkeiten oder kleine Lücken auf, die nicht wirklich geklärt werden. Sie bringen das Ganze öfters ein wenig ins Stocken, und sind letztlich auch der Grund, weswegen ich keine 10.0 Punkte gegeben habe.
Gleichzeitig hat gerade die Geschichte den Anime für mich sehenswert gemacht. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, eine Folge so tragisch inszeniert, dass man nicht daran vorbeikommt, eine Packung Taschentücher hervorzuholen, die nächste herrlich dämlich, mit jede Menge Slapstick und schrägen Andeutungen. Jedes Mal, wenn alles geklärt scheint, reißt ein unerwartetes Ereignis wieder alle Hypothesen nieder, sodass die Story einen bis zum Schluss an den Bildschirm fesselt. Nebenbei haben viele Folgen richtig gute Cliffhanger, sodass man sich sofort zur nächsten Klicken muss, bevor man ruhig schlafen kann.
Fazit
Es kommt eindeutig auf die Erwartungen an, die man in Angel Beats! setzt. Ich habe ihn ohne großes Überlegen begonnen, und war durchwegs positiv beeindruckt. Nicht das Meisterwerk des Jahres, aber ein durchaus unterhaltsamer Anime mit schönem Design, ungewöhnlich guter Musik und einem Setting, dem man nicht alle Tage begegnet. Nichts für Leute, die nah am Wasser gebaut sind, und auch nichts für die, für die 100 prozentige Story-Stimmigkeit ein Muss ist. Alle anderen, lasst euch auf Angel Beats! ein, in 13 Folgen bekommt man selten so gute Unterhaltung geboten!
Angel Beats baut auf eine Mischung aus Drama und Comedy, in Kombination mit überdurchschnittlich animierten Actionszenen, wobei der dramatische Teil insgesamt am ausgeprägtesten ausfällt. Dazu kommt eine undurchsichtige Hintergrundgeschichte über eine mysteriöse Welt nach dem Tod und eine Rebellion gegen Gott. Leider werden im Verlauf der Serie inhaltliche Defizite spürbar, die den Gesamteindruck durchaus erheblich trüben können.
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Wenn zwei gegensätzliche Genres die größte Zeit über in einer Folge ungefähr gleichwertig vertreten sind, dann kann das zu Problemen führen. In diesem Fall beißen sich manchmal die Genres, weil die Übergänge von ernsten und heiteren Momenten zueinander überhastet wirken und ein Umbruch der Stimmung erfolgt. Der Umstand, dass alle Charaktere bereits gestorben sind, bildet den Aufhänger für die Ausgangssituation. Das bedeutet für den humorvoll angehauchten Teil des Animes, dass sie zwar erneut sterben können, aber nur für eine geringe Zeitspanne auch wirklich tot bleiben. Hier wurde ein ausgezeichneter Spielraum geschaffen, um die Helden immer wieder wahnwitzig in den Tod zu treiben und diese Möglichkeit wird des Öfteren genutzt. Das Hauptaugenmerk richtet sich allerdings auf ein anderes Element und zwar auf das Charakterdrama. Von mehreren Protagonisten wird das frühere Leben durchleuchtet und die näheren Umstände ihres Todes. Was jedoch geschehen kann, wenn zu viele Charaktere in ein solches Szenario eingeflochten werden, wird hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Cast kann nur zu einem geringen Teil behandelt werden und dementsprechend zeigen viele Charaktere bis zum Ende keinerlei Tiefe auf. Dem Gesamtwerk wäre es zu Gute gekommen, wenn man den Handlungsbogen auf eine höhere Anzahl an Episoden gestreckt hätte.
Eine Rebellion setzt beispielsweise Missstände in einem Regime voraus. Hier bedeutet dies, dass gegen die von Gott gefällten Entscheidungen rebelliert wird. All unsere Protagonisten führten ein inakzeptables Leben, das ihnen früher oder später jegliches Glück entriss und in den Trümmern ihrer Existenz zurücklies. Es wurden realistische Gründe für eine Widerstandsbewegung geschaffen und gerne würde ich dasselbe von den Vergangenheiten der Charaktere behaupten. Diese zeugen nämlich teilweise von übertriebener und unlogischer Natur, wodurch die Ernsthaftigkeit der Thematik leidet. Allerdings werden sie dramaturgisch gelungen in Szene gesetzt und können mit einer passenden Atmosphäre aufwarten, wodurch man diese Schwäche ohne größere Abzüge in der Bewertung verschmerzen kann.
Fazit: Der Unterhaltungswert von Angel Beats hält sich trotz aller Mängel auf einem ordentlichen Niveau und auch wenn die Serie inhaltlich nicht atemberaubend ist, so wird eine durchgehend spannende Handlung geboten, die handwerklich hervorragend inszeniert ist. Nur wenn man über einige Logikfehler und unrealistische Entwicklungen hinwegsehen kann, wird man hier kurzweiligen Zeitvertreib finden. Zudem wäre es vorteilhaft, wenn man ein Faible für kitschige Momente mitbringt oder sich zumindest nicht an ihnen stört. Man hätte viel mehr aus der Geschichte machen können, aber Angel Beats bleibt unter seinen Möglichkeiten und das vor allem aufgrund des mangelnden Talents des Autors Jun Maeda.