Lucky Star zeigt den Alltag der vier Highschool Schülerinnen Konata, Kagami, Tsukasa und Miyuki, sowie deren Freunde und Familie. In ihren Erlebnissen und Gesprächen über Gott und die Welt werden die diversen Kuriositäten der japanischen Kultur aufgezeigt. Besonders die Subkultur der Otakus wird hier beleuchtet, vertreten durch Konata, die an wenig Anderem interessiert ist und deren Schulleistungen unter ihrem exzessiven Anime- und Videospielkonsum leiden, was von Kagami laufend mit sarkastischen Sprüchen kommentiert wird.
Lucky Star bietet herrlich sinnentleerte humorvolle Gespräche über Themen, deren Unterhaltungswert wohl vorher niemand vermutet hätte. Gleichzeitig stellt es eine der gelungensten Parodien auf die japanische Otaku-Subkultur dar.
"Otakus are the pride of Japanese culture!" Nachdem man Lucky Star komplett gesehen hat, möchte man diesen Satz schon ernst nehmen. Lucky Star ist ein wirklicher Otaku-Anime, aber anders als in Genshiken sind hier nicht irgendwelche Otaku-Beziehungen im Vordergrund, sondern purer Slice-of-Life und massenhaft comedy und ganz viel parodie. Im Prinzip kann man die komplette Rahmenhandlung von Lucky Star in einem Wort zusammenfassen: Alltag. Keine Superhelden mit übermenschlichen Kräften von denen keiner wissen darf? Keine zehn-Meter Kampfroboter? Keine Transformer-like-Weltraumschlachten? Kein Horror, Ecchi oder Hentai? Nur 4 Mädels in der Highschool wie du und ich? Geht das denn überhaupt? Seit Azumanga Daioh oder Gakuen Utopia Manabi Straight! wissen wir: Sehr wohl sogar! ... [ mehr lesen ] Wichtigste Personen sind eigendlich nur Konata, Kagami, Tsukasa und Miyuki. Konata ist intelligent und sehr sportlich. Leider ist sie unglaublich faul, ein Otaku und sie verbringt einen Großteil des Tages mit dem Spielen von MMORPGs und Adult-Games. Kagami ist die ältere Zwillingsschwester von Tsukasa und eine "tsundere" wie sie im Buche steht. Sie geht die Parallelklasse wie die anderen und sie und Konata geraten immer aneinander, sind aber gute Freunde. Tsukasa ist die jüngere Zwillingsschwester. Sie ist gutmütig und kann gut kochen, hat jedoch nicht viel in der Birne und verteht oft nur Bahnhof. Miyuki trägt eine Brille, ist sehr reich und höflich. Sie ist jedoch ein Tollpatsch und hat Angst vorm Zahnarzt, trotzdem muss sie erstaunlich oft zur Behandlung dorthin.
Es gesellen sich dabei noch die Konatas Vater, Konatas Cousine Yui und deren kleine Schwester Yutaka sowie Yutakas neuen Klassenkameradinnen und zwei aus Kagami's Klasse dazu.
Animation: Ja, das wichtigste für meinen ersten Eindruck ist mir immer die Animation und das Design der Charaktere. Von Kyoto Animation kennen wir ja schon Augenweiden, wie Full Metal Panic! The Second Raid, Air oder Die Melancholie der Haruhi Suzumiya und obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussieht, scheint sich KyoAni diesmal auch wieder viel Mühe gegeben zu haben. Man beobachte im Opening den Cheerleader-Dance - hier sind Profis am Werk! Die Charaktere sind "moe" Stil, also extrem niedlich gezeichnet und sehen weitaus jünger aus, als sie tatsächlich sind. Das Gesamtbild vermittelt allerdings nicht einen Anime aus 2007: ein Anime-Kollege aus meiner Bekanntschaft wollte mir erst nicht glauben, dass Lucky Star eine 2007er Produktion ist. Die knallbunte Farbgebung und die zwar detailarmen aber sehr malerischen Hintergründe und die farblosen Statisten runden die Atmosphäre von Lucky Star aber perfekt ab. Ich denke all die Eigenschaften die kritisiert wurden, wie eben die uninteressanten Hintergründe oder die farblosen (und manchmal nur angedeuteten) Statisten, die sich sogar nur 2 Synchronsprecher teilen müssen, sind absolut gewollt. Man soll sich komplett auf die Charaktere konzentrieren, was auch tatsächlich funktioniert. Manchmal konzentriert man sich dabei aber so stark, das man die ganzen eye-catcher übersieht. Und das hat mich bei Lucky Star auch so beeindruckt: Jede Folge wartet mit bestimmten eye-catchern, wie zum Beispiel ein Ed-Cosplayer aus Fullmetal Alchemist oder die Poster in Konatas Zimmer. Lucky Star hat einen hohen rewatch Faktor, erst beim zweiten Anschauen (manchmal sogar erst beim dritten) sind mir Sachen aufgefallen, die mich fast zu totlachen gebracht haben, die ich jedoch beim ersten mal glatt übersehen habe. (man achte mal in Folge 1 bei ~0:15:45, wenn Kagami ins Klassenzimmer kommt, auf die beiden Typen links im Bild) Man sollte aber ein paar Animes vorher schon gesehen haben um die Andeutungen und eye-catcher zu verstehen. Dazu gehören: Fate/stay night, Full Metal Panic, Die Melancholie der Haruhi Suzumiya, Shuffle! und man sollte beser auch wissen wie die Rennen in Initial D ablaufen :) Lucky Star ist übrigens der EINZIGE Anime den ich kenne, der in unserer Welt spielt. Jeden Ort den unsere 4 Heldinnen besuchen, sei es der Animate-Shop in Saitama, der FamilyMart in dem Kagami sich etwas zu trinken kauft ,das Namenhafte Schnellrestaurant mit dem goldenen M, die Comiket oder sogar das Gebäude von KyotoAnimation selbst, alles wurde genauestens recherchiert und nahezu perfekt 1:1 übertragen. Der Tempel (den man im Opening sieht), in dem die Hiiragi-Schwestern in Lucky Star arbeiten erlebte einen wahren Otaki-Ansturm, nachdem Newtype eine Wegbeschreibung zu den Handlungsorten druckte.
Story Inhalt und das Ganze: Eine Story gibt es nicht. Kein Super-Oberschurke, der die Weltherschafft an sich reissen will? Nein. Das einzigste das die Story vorantreibt ist die Zeit. So beginnt Lucky Star mit Konata & Co kurz nach der Einschulung in die 2. Klasse der Oberstufe und endet, wie auch Azumanga Daioh kurz vor Ende des 3. Schuljahres. Inhaltlich gibt es deswegen nicht viel zu sagen. Lucky Star ist auch ein yonkoma-manga, deswegen gibt es statt einer langen mehrere kurze Handlungsabschnitte und es zieht sich auch kein roter Faden durch die Serie.Das macht aber Lucky Star auch einzigartig. Wenn ich den Zeitbalken unten am Bildschirmrand nicht hätte würde ich garnicht sagen können, wann die Episode denn zuende ist. Wenn sie denn mal zuende ist kommt dann noch der Lucky Channel, der ursprünglich eine Informations-Show zur Serie werden sollte und von Jung-Idol Akira Kogami und Minoru Shiraishi moderiert wird. Minoru Shiraishi ist in Lucky Star normaler Klassenkamerad von Konata, in Wirklichkeit aber Synchronsprecher (z.B. Taniguchi in Die Melancholie der Haruhi Suzumiya) der sich diesmal quasi selbst spielt. Akiras eigenartige Perönlichkeit (muss man gesehen haben!) und Minorus Talent dazu, Akira immer wieder zum ausrasten zu bringen lassen die Show nahezu jedesmal kläglich scheitern.
Sound, Musik, OP und ED. Bis auf einige wenige Ausnahmen ist das gesamte Repertoire an Hintergrundmusik anderen Animes entnommen (der Eurobeat während des Staffellaufs ist bspw. aus Initial D) Nur das Opening ist wirklich von Lucky Star und wie hier schon gesagt kunterbunt, qietschig und total durchgeknallt, eben so wie Lucky Star ansich ist. Endings gibt es für jede Folge ein eigenes. Während wir bis Folge 12 immer nur die Tür des Karaoke Zimmers sehen und dem Karaoke unserer 4 Freundinnen zu verschiedenen Anime Songs (darunter Cha-La-Head-Cha-La aus Dragonball Z oder das Opening von Full Metal Panic? Fumoffu) lauschen dürfen, beglückt uns Minoru Shiraishi höchstpersonlich (in Live-Action) mit seiner Perfomance zu verschiedenen Anime-Songs von Folge 13 aufwärts.
Fazit und so weiter: Lucky Star ist kein Meisterwerk aber dennoch Kult. Die erste Episode in der nur über gegrillte Steaks, Puddings und Schokohörnchen gelabert wird ist der perfekte Einstieg. Man denk sich: entweder du bist so ein Hardcore Anime Freak und ziehst das jetzt auch durch - oder du schaltest gähnen ab und siehst es dir nie wieder an. Die, die es geschafft haben freuen sich jetzt, den Lucky Star wird mit jeder Episode lustiger wenn die anderen Klassenkameradinnen noch dazukommen wirds noch besser! Vielleicht soll die erste Episode die Spreu vom Weizen trennen, vielleicht war das auch unbeabsichtigt, aber eine ganz Episode über Themen labern, für die ich nichteinmal 5 Minuten brauch... nicht schlecht. Comedy und Slice-of-Life Fans, Hardcore Freaks, und leute die mal zwischen den etwas anspruchsvolleren Animes eine Pause brauchen, sollten, bzw. müssen(!) sogar einschalten. Wer Lucky Star noch nicht gesehen hat, hat definitiv etwas verpasst. Abzüge gab's für das hohe "Anime-Vorwissen" das man benötigt aber wer das nicht hat, sollte ersteinmal die Finger hiervon lassen und sich die oben vorgeschlagenen Animes zuerst anschauen. Lucky Star erhält von mir 93%.
Willkommen in einer Welt scheinbar sinnentleerter Gespräche. Willkommen bei einer Abrechnung über die Kuriositäten und Abstrusitäten der japanischen (Otaku-)Kultur. Willkommen bei Lucky Star, einem der unterhaltsamsten Animes 2007.
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Gleich am Beginn bekommt man das abgedrehteste Opening zu sehen, das ich kenne. Es hört sich in etwa an wie hyperaktive Synchronsprecher auf Drogen, begleitet von eher wirren Animationsszenen. Der Text dazu setzt den Trend fort, er ergibt keinerlei Sinn und wirkt wie eine sinnlose Aneinanderreihung von Phrasen. Klingt abschreckend, hat aber auch eine gewisse Faszination und mit der Zeit bemerkt man die Ohrwurmqualität des Liedes. Irgendwie ist es auch passend für einen Anime wie diesen.
Was einem dann geboten wird ist ein Slice-of-life-Anime, der am laufendem Band die diversen Skurrilitäten der japanischen Gesellschaft parodiert und die Charaktere über verschiedene alltägliche Dinge „philosophieren“ lässt. Vor Lucky Star hätte ich nicht gedacht, dass eine Unterhaltung darüber, auf welcher Seite man anfängt ein Schokohörnchen zu essen, Unterhaltungswert hat. Die beiläufig wirkenden Gespräche lassen einen teilweise erst bemerken, wie abstrus doch manche Gepflogenheiten sind, die man bisher einfach hingenommen hat. Leider schwankt die Qualität zwischen den Folgen. Immer wieder mischen sich auch einzelne darunter, die stellenweise wirklich etwas langweilig sind.
Die Hauptunterhaltungsfaktoren sind sicherlich Konata, ein weiblicher Otaku und ihr Gegenstück Kagami, die für Konatas Ansichten meist nur einen sarkastischen Kommentar übrig hat. So wird laufend auf die diversen Animes bzw. Gepflogenheiten aus den Serien oder DatingSims angespielt und sie auch häufig in den Kontext zur realen Welt gesetzt. Angereichert wird der Anime durch die diversen anderen Charaktere wie Miyuki, einer oft abwesend wirkenden Einserschülerin, Tsukasa, die immer leicht hilflos wirkende Schwester von Kagami, Konatas Vater, der in den Otakufetischen aufblüht oder Konatas Cousine Yui, eine Polizistin mit wenig Pflichtbewusstsein.
Am Schluss jeder Folge bekommt man dann noch den Lucky Channel präsentiert, der eine Art „Informationssendung“ über Lucky Star darstellt und dessen Moderatorin Akira gleichzeitig einer der unterhaltsamsten Charaktere des ganzen Animes ist. Nach Außen hin energetisch und freundlich wirkend, offenbart sie in der Interaktion mit ihrem Assistenten Minoru schnell ihr wahres Gesicht eines ausgebrannten, jähzornigen Idols, das um seine Popularität fürchtet.
Fazit: An Lucky Star werden sich wahrscheinlich wieder die Geister scheiden. Weiß man mit dieser Art von Humor und Gesellschaftssatire nichts anzufangen, braucht man nach der ersten Folge erst gar nicht weitersehen. Spricht er einen aber an und kann man sich an diesen oftmals grenzgenialen sinnlos humorvollen Gesprächen erfreuen, wird man Lucky Star bis zur letzten Episode genießen können. Für mich ist es der Anime, den ich derzeit wahrscheinlich am meisten vermissen werde.
Lucky Star nimmt mit scharfer Beobachtungsgabe alltägliche Angewohnheiten aufs Korn und überspitzt sie manchmal philosophisch, manchmal überdreht zu einer sympathischen Slice of Life-Comedy. Ein absolut kultiges Opening und vier Hauptcharaktere, die zugleich so normal und trotzdem auf harmlose Weise verrückt erscheinen, sind die Zutaten dieses Erfolgsrezepts, das als innovativster Comedy-Titel 2007 wie eine Bombe einschlug.
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Hier wird sich amüsant über Otakus, Gamer und Schulprüfungen ausgelassen, während wir an den Gesprächen und Gedanken von Konata, Kagami, Tsukasa und Miyuki teilhaben. Dieses Quartett aus sehr unterschiedlichen Charakteren bildet die Identifikationsfiguren, in denen wahrscheinlich jeder schmunzelnderweise die eine oder andere Facette von sich selbst wieder erkennen kann; bei den im Laufe der Serie zahlreicher werdenden Nebenfiguren erlaubt man sich einen höheren Grad an Überzeichnung, in dem man sie als misanthropes TV-Idol, pflichtvergessene Polizistin oder Dōjinshi-Zeichnerin mit zuviel Fantasie präsentiert.
Ein wesentlicher Bestandteil von Lucky Star sind die zahlreichen Referenzen japanischer Otaku-Kultur in Gestalt von Anspielungen auf diverse Anime und Visual Novels. Haruhi und Code Geass werden die Meisten noch korrekt identifizieren können, einige Gags gehen einem aber mit Sicherheit durch die Lappen. Auch eine gewisse Kenntnis japanischer Lebensart und Wohnkultur erschließt manche Scherze erst richtig – der abwechslungsreiche Aufbau durch Aufteilung in kurze Szenen verhindert aber, dass man irgendwann nur noch mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf zurück bleibt. Wirkliche Konflikte gibt es nicht, hier wird spielerisch, aber respektvoll geneckt und trotz manchem sarkastischen Kommentar entsteht nie der Eindruck, dass es sich bei den Vieren um etwas anderes als die dicksten Freundinnen handelt. Fazit: Eine leichtfüßige Parodie des „Everyday Life“, unterhaltsam, spritzig und frei von platten Witzen, dafür mit viel feinsinnigem Humor.