Durch fehlgeschlagene Genmanipulationen wurde die Umwelt der Erde verwüstet. Die Menschen flüchteten in den Tiefschlaf. 300 Jahre später befinden sich die Menschen im Kampf mit „dem Wald“ oder sind von ihm abhängig. Der Junge Agito betritt eines Tages einen verbotenen Bereich in dem sich eine leuchtende Maschine befindet. In dieser schläft das Mädchen Toola seit nun fast 300 Jahren. Toola hat eine Mission zu erfüllen, nämlich die Zivilisation wiederherzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, schließt sie sich mit den finsteren Shunack zusammen, der mit seinen Truppen gegen den Wald kämpft. Bald wird aber klar das Shunack seine eigenen Pläne verfolgt. Um Toola zu retten geht Agito einen Bund mit dem Wald ein und erhält so verbotene Kräfte...
Origin - Spirits of the Past ist insgesamt gesehen eher ein durchschnittliches Werk Gonzo’s, in dem einem die bekannten und nicht besser werdenden Botschaften zur Umweltpflege mit der sprichwörtlichen Moralkeule eingebläut werden. Das erscheint aber bei weiten nicht so schlimm wie erwartet und schon lange nicht so penetrant wie in Arjuna. Im Gegenteil, gibt es viele positive Aspekte mit welchen der Film eine familienfreundliche und abendfüllende Unterhaltung abliefert.
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So zeigt sich das Setting als ein postapokalyptischer Planet, auf welchem ein Experiment vor langer Zeit schief lief und die Welt aus der modernen Zivilisation in die Subsistenzwirtschaft zurückgeworfen hat, in der sich der „Wald“ (wenig subtil) wehren kann und dies auch tut. Erkennbar sind die Parallelen zu Ghibli’sMononoke Hime und anderen Werken aus deren Schmiede, nur halt nicht so gut umgesetzt und wenig originell, was das Sehvergnügen aber nur bei rein kritischer Beleuchtung trübt. Was allerdings tatsächlich stört, ist das viel zu überhastetet ausgefallene Pacing mit der die Story hier voranschreitet, wodurch sich die ein oder andere Lücke in der Logik und Nachvollziehbarkeit auf tut.
Wo die Story enttäuschen würde wenn man mit Erwartungen rangeht, so liefert einem Gonzo hier optischen Hochgenuss ab. Vom bombastisch inszenierten Intro, welches wohl tatsächlich jeder Mal gesehen haben sollte, übers, anscheinend ebenfalls von Ghibli ausgeliehene, Charakterdesign bis hin zum sehr detailliert gestalteten Hintergrund ist der Gesamteindruck wirklich gut. Dieses wird noch vom tollen Soundtrack abgerundet.
Fazit: Wenn man sich auf dieses Hollywood like Popcornkino einlässt, wird man sicherlich prächtig unterhalten. Man sollte nur nicht ganz so viele tief schürfende Erwartungen mitbringen, da man in dieser Kategorie der Handlung eher oberflächlich abgespeist wird. Ansonsten ist der Rest sehenswert mit zwei sympathischen Hauptcharakteren versehen.
Ok, ich fange mal gleich mit den positiven Aspekten von Origin an, sonst vergesse ich die vor lauter Meckerei gleich noch im Eifer des Gefechts:
Der Film hat ein hammermäßiges Opening mit vielversprechendem Clip und unglaublich geilem Gesang, sowie eine astreine optische Aufmachung in nahezu allen Belangen. Das balladenhafte Pop-Ending weiß ebenfalls zu gefallen und das war's auch schon mit den Pluspunkten.
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Schrecklicher Weise ist dieser Film abgesehen von den vorgenannten Lichtblicken die ungeschönte Definition von postapokalyptischem Schmalz und macht die tolle Präsentation und musikalische Untermalung somit vollkommen wertlos: Beim Wasserklau im ach so gefährlichen lebendigen Wald findet Protagonist Agito rein zufällig eine prähistorische Schlafkapsel und heraus steigt ein hübsches Mädchen namens Toola... Hätte ich für jeden Anime in dem ich dieses Szenario schonmal vor Augen hatte einen Euro bekommen, müsste ich wahrscheinlich die nächsten Jahre nicht mehr zur Arbeit gehen. Natürlich lässt der Schurke aus der Vergangenheit dann auch nicht mehr lange auf sich warten und so beginnt Agitos Mission zur Rettung der Symbiose von Mensch und Wald, Toola nicht zu vergessen. Fortan jagt ein Öko-Klischee das nächste und die Weltverbesserer posaunen ihre Message so laut durch die Ruinen, dass selbst der härteste Granitblock schon Risse kriegt. Hinzu kommt, dass der haarsträubend hirnrissige Handlungsverlauf nur noch von den meilenweit an den Haaren herbeigezogenen Kausal-Konstrukten des Movies übertroffen wird.
Ganz ehrlich: Die Kotze steht mir immernoch auf Hälfte der Speiseröhre und sie hat es nur noch nicht weiter nach oben geschafft, weil sich mein Körper durch die durch diesen Film verursachte Langeweile aus Sicherheitsgründen an den Rand des Wachkomas bzw. Halbschlafes zurückgezogen hat.
Vielleicht ist Spirits of the Past ja etwas erträglicher, wenn man ihn sich auf japanisch oder englisch anschaut, die mittelmäßige deutsche Synchro macht diesen Anime auf jeden Fall nicht wirklich interessanter und lässt so gut wie keine Dramatik aufkommen.
Wenigstens wissen wir jetzt aber, woher das geflügelte Wort "verGONZOt" originiert... kann ich beim besten Willen nicht empfehlen.
Agito fängt am Anfang vielversprechend an: Sehr gutes Intro mit sehr guter Musik und ein ein hervorragende Zeichenqualität.
Die Story ist ebenfalls für den Anfang interessant. Doch schnell macht der Handlungsablauf alle heißmacher zunichte. Die Story verflacht btw. vereinfacht sich zu schnell und dann vergehen die nächsten Filmminuten wie im Flug wobei die Zeichenquali und der Sound stehts super bleiben. ... [ mehr lesen ]
Das macht die Sache umso bedauerlicher, das hätte ein guter Anime werden können. So ist er leider nur Durchschnitt.
Dennoch sollte man sich Opening und Ending einmal angesehen haben und mit dem Partner die Musik dazu gehört haben. Leider ist der Publisher der DVD wohl auch während des Films eingeschlafen. Den die Übersetzung des Endings wurde offensichtlich total verpennt. Es ist keine Übersetzung dazu auf der DVD zu finden. Ein ärgerlicher Faustpax