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Covertext: Die zehnjährige Chihiro und ihre Eltern verfahren sich auf dem Weg in ihr neues Zuhause. Plötzlich stehen sie vor einem Gebäude mit einem geheimnisvollen Tunnel. Dahinter liegt eine verlassene Stadt. In einem Restaurant machen Chihiros Eltern sich gierig über das bereitstehende köstliche Essen her - und werden in Schweine verwandelt. Chihiro ist verzweifelt, wie kann sie ihren Eltern helfen? Da taucht ein mysteriöser Junge namens Haku auf, der ihr erklärt, wie sie in der Zauberwelt überleben und ihre Eltern retten kann: Sie muss in den Dienst der mächtigen Hexe Yubaba treten. So arbeitet sie in deren gigantischem Badehaus für Götter und müde Geister. Doch um ihre Eltern zu befreien, muss Chihiro sich auf eine abenteuerliche Reise begeben, auf der sie ungeahnten Mut und eine bisher nicht gekannte Willenskraft und Ausdauer beweisen muss...
Ein weiteres Meisterwerk von Hayao Miyazaki, welches mit 21 Millionen Zuschauern den Rekord von "Mononoke Hime" (Prinzessin Mononoke) brechen konnte und 2003 sogar mit dem Oscar als bester Animationsfilm prämiert wurde.
Der Altmeister Hayao Miyasaki, dessen Name seit Prinzessin Mononoke für viele ein Begriff ist erfreut uns mal wieder mit einem vortrefflichen Märchen aus der japanischen Götter- und Geisterwelt.
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Auf dem Weg in ihre neue Heimatsadt verfahren sich die kleine Chihiro und ihre Eltern und kommen an einen alten verlassenen Tunnel der der Zugang zu einem scheinbar verlassenen Vergnügungspark ist. In den Restarants allerdings stehen die herrlichsten Köstlichkeiten dampfend und frisch bereit und ohne darüber nachzudenken stopfen sich Chihiros Eltern auch schon den Bauch damit voll während das kleine Mädchen sich auf dem Gelände umschaut und dabei auf den Jungen Haku trifft. Der marnt sie eindringlich vor der Dämmerung den Park zu verlassen. Doch da ist es schon zu spät, denn als Chihiro zum Restaurant zurückkehrt entdeckt sie anstelle ihrer Eltern das Essen runterschlingend nur zwei fette Schweine und um sieherum tauchen merkwürdige Gestalten auf. Voller Panik rennt sie zum Ausgang, aber dort wo einmal der Weg zum Ausgang lag befindet sich ein schier unendliches Meer. Es folgt ein Pakt mit der bösen Hexe Yubaba, eine Menge Arbeit in deren Badehaus, eine Menge außergewöhnlicher Begegnungen und das Geheimnis um ihren Freund Haru. Mit wunderschönen Bildern, tollen Animationen, liebevoll gestaltenen Charakteren und einer Menge Phantasie gelingt es dem Regisseur Miyasaki den Zuschauer in dieses für europäsche Augen etwas befremdlich aber nicht minder phantastische Zauberland voller Geister, Götter, Hexen und Zauberer zu entführen. Dabei wird nicht nur die japanische Geisterwelt thematisiert sondern auch nebeibei wieder der Umweltschutz und der Wunsch nach Einklang zwischen Mensch und Natur, wie schon zuvor in Prinzessin Mononoke, angesprochen. Der musikalische Beitrag von Joe Hisaishi trägt mit dazu bei, das aus Myiasakis Drehbuchvorlage solch ein zauberhaftes und lebendiges Werk werden konnte. Zwar ist der Film weniger actionreich dafür aber umso farbenprächtiger, absolut mitreißend und das Herz kommt dabei auch nicht zu knapp. Alles in allem für mich absolut überzeugend und eins der ganz großen Werke das auch nicht Animefans begeistern kann.
„Chihiros Reise ins Zauberland“ ist mit Abstand Hayao’s berühmtester Zeichentrickfilm weltweit, nicht nur wegen der zahlreichen internationalen Preisen. Wie auch erwartet von einem Ghibli-Film, versetzt Hayao seinen Publikum durch das richtige Einsetzen von gut gelungenen Animationen direkt in das Filmgeschehen ein. Auch ist die Musikeinlage, die meisten sehr beruhigen auf den Zuschauer wirken, sehr gelungen. Die Handlung in der Geschichte ist sehr einfach zu verstehen und deshalb für jederman geeignet.
... [ mehr lesen ] Die Geschichte fängt an, als das junge Mädchen Chihiro mit ihren Eltern sich auf dem Weg zu einem neuen Bleibe verfahren haben. Durch einen geheimnisvollen Tor gelangt die Familie auf einen verlassenen Vergnügungspark, welcher sie eigentlich nicht betretten dürfen. Von gutem Essen angelockt, entdeckt das Elternpaar ein Restaurant, wobei sie unerlaubt auf das bereitgestellte Essen stürtzen. Mit schlechten Gewissen erkundschaftet Chihiro den Park und trifft den Jungen Haku. Dieser warnt sie, rechtzeitig vor Einbruch der Nacht von dieser Gegend zu fliehen. Währenddessen wurde ihre Eltern zu Schweine verwandelt, da sie das Essen von den Göttern gegessen haben.
Hauptsächlich geht es in der Geschichte um die Rettung der beiden Elternteile vor dem sicheren Tod bzw. vor dem Schlachten. Um sich selbst zu schützen, muss Chihiro in einem Badehaus für den Göttern arbeiten. Yubaba, eine Hexe und gleichzeitig die Herrin des Badehauses, nimmt Chihiro ihren richtigen Namen und gibt ihr den Namen Sen. Ein Mensch, der sich zu lange in dieser zauberhaften Welt aufhält, vergisst seinen wirklichen Namen. Dadurch kann er nie wieder in die wirlickliche Welt zurückkehren. Natürlich bekommt sie von anderen Mitarbeiter Unterstützung, wie Kamaji der sechsarmige Heizer des Badehauses und Lin, eine normale Angestellte, die die Mutterrolle für Chihiro in dem Badehaus einnimmt. Auch spielt Haku, die rechte Hand und den Zauberlehrling der Hexe Yubaba, eine wichtige Rolle (was heißt hier wichtig... er nimmt die führende Rolle ein...das ist eher besser) in Chihiros Leben. Nicht nur weil sich Chihiro in ihm verliebt ist. Haku bewahrt Chihiro vor der größten Gefahr, nämlich das Vergessen des eigenen Namens, welcher er selbst schon bereits vergessen hatte. Sein vollständiger Name wird erst am Ende des Filmes bekannt gegeben. Bevor sie ihre Eltern zurückverwandeln und dem Reich der Hexe entfliehen kann, muss Chihiro schwer arbeiten und zudem auch eine Menge Abenteuer überstehen, wie z.B der Kampf gegen das Ohngesicht oder die Begegnung mit Yubabas Zwillingsschwester Zeniba.
Meiner Meinung nach ist der Film gelungen, wobei Hayao die Actionsszenen sehr sparsam eingesetzt hat. Einen richtigen Höhepunkt ist meiner Ansicht nach in dem Film nicht vorhanden. Auch wurde die Zwillingsschwester im Film sehr übertrieben böse characterisiert, wobei es überhaupt nicht stimmte. Actionliebhaber sollen sich lieber "Prinzessin Mononoke" ansehen. Dennoch bietet der Film eine gute Unterhaltung, weshalb ich den Film auch andere mit gutem Gewissen überlassen kann.
Der Film lässt sich in den Genre Adventure und Fantasy gut untergliedern, da man die typischen Merkmale von diesen Genre im Film gut erkennen kann. Der Film ist zwar für jederman geeignet, dennoch waren Hayao’s Zielgruppe hauptsächlich Familien. Wie bei vielen Werken von Hayao Miyazaki geht es auch bei diesem Film um Umweltschutz. Auch will er die Harmonie zwischen Mensch und Umwelt verdeutlichen.
Technisch gesehen ist der Film nicht zu bemängeln. Inhaltlich gesehen enthält der Film tiefgründige Handlungen, welche den Film die richtige Spannung verleiht.
Also für mich ist „Chihiros Reise ins Zauberland“ neben „Prinzessin Mononoke einer der wichtigsten animierten Film überhaupt. Also ganz klar wieder ein Meisterwerk von Hayao Miyazaki.
Es ist "natürlich" schon eine ganze Weile her, daß ich den Film gesehen habe, aber trotzdem war das erste Mal für mich ein wichtiges Erlebnis. Ich würde sogar sagen: Chihiro's Reise ins Zauberland ist der Film, der mich zum Anime-Fan gemacht hat.
Das liegt allerdings nicht nur am Film selbst - ich hatte vorher schon Blue Submarine No. 6 und Armitage III im Fernsehen gesehen, allerdings hatte ich da garnicht darüber nachgedacht - das waren für mich eben Science Fiction für ein spezielles Publikum. ... [ mehr lesen ] Damals kam ich aus dem Kino und dachte: "Wow, so einen bildgewaltigen Film hast Du noch nicht erlebt!" Mir war von Anfang an klar, daß ich die meisten Bezüge nicht kenne/verstehe, vermutlich auch viele nicht einmal als solche wahrnehme. Der Film hat mich so beeindruckt, daß ich in der Folgezeit nach und nach die meisten Ghibli-Filme gesehen. Und obwohl zumindest Hayao Miyazakis Filme doch viele wiederkehrende Themen haben, muß ich sagen: Ich habe nicht einen bereut.
Ich habe den Film - für mich - nie als Kinderfilm klassifiziert, bin mir aber unsicher, ob ein Japaner das womöglich anders sieht. Für mich war die ganze Bildersprache mit ihren Andeutungen auf die japanische Kultur ja vollkommen neu; insofern als "erster" Kontakt mit dieser Kultur wertvoll. Aber das mag für einen Japaner halt ganz anders aussehen. Und nur, weil man auf die Kultur Bezug nimmt, ist ein Film noch lange nicht für Erwachsene "geeignet". Bis heute denke ich, daß Chihiros Reise stärker von diesem Kulturbezug geprägt ist als andere Miyazaki-Filme, aber da bin ich sicher nicht ganz objektiv, weil es mein erster Ghibli-Film war.
Obwohl ich eigentlich kein besonders emotionaler Mensch bin, finde ich die Stimmung in Chihiros Reise (und eigentlich auch allen anderen Miyazaki-Filmen) sehr schön. Es hat zwar etwas von "Friede, Freude, Eierkuchen", aber die japanische Variante (oder: Miyazaki-Variante ?) davon ist eben doch ein bischen anders. Chihiro hat Angst, "kämpft" (im Rahmen ihrer Möglichkeiten), vollbringt (kleine) Heldentaten wie die Rettung des Flußgeistes und Hakus und "Ende gut, alles gut". Aber sie flennt nicht herum, ist nicht auf Yubaba wütend (oder gar schadenfroh, nachdem sie sie besiegt hat) - wie man das im europäischen/amerikanischen Kino erwarten dürfte. Ja, klar, einem europäischen/amerikanischen Helden stünde das schon irgendwo ganz gut zu Gesicht, aber die dürfen - Kinderfilme ausgenommen - ja nur Erwachsene sein (bevorzugt männlich) und "Strafe muß sein": Daß Chihiro aber Yubabas "Baby" rettet, obwohl Yubaba ihre Eltern quasi in Geiselhaft hält - nein, also das geht ja nun wirklich zu weit.
Eines fiel mir an der Geschichte bald auf: Gut und Böse sind weit weniger klar als in den meisten Geschichten. Einerseits ist die Hexe Yubaba, ein Kotzbrocken und Sklaventreiber. Andererseits ist sie doch irgendwie ehrlich und kein regelrechter Teufel. Oder das Ohn-Gesicht, welches einen großen Teil der Handlung anstößt: Erst erscheint es als armer Ausgestoßener, später frißt es einige Figuren (und wird dabei richtig hinterlistig) und tyrannisiert das ganze Haus mit seinem Hunger, und am Ende werden die Gefressenen doch wieder freigelassen und das Ohn-Gesicht erscheint wieder harmlos. Man könnte fast meinen, es wäre nur durch die Gier der anderen zum Bösen gekommen (was aber weder behauptet noch belegt wird). Und auch Chihiros Freund Haku begeht im Auftrag seiner Meisterin Yubaba Raubzüge, freilich wird behauptet, er könne nichts dafür, weil sie ihn kontrolliere. Außer Chihiro selbst, die nichts Böses tut, scheinen alle sowohl gut als auch böse zu sein - so, wie Menschen in der realen Welt, nicht aber in Märchen, eben sind. Dieser Aspekt ist mir später bei anderen Animes wieder begegnet. Ich vermute, daß ist Teil der japanischen Philosophie / Mentalität.
Was den Handlungs-"Ort", das Geisterreich, betrifft, bin ich mir nicht im klaren: Auf den ersten Blick scheint es eine schöne, bunte Fantasy-Welt zu sein. Aber Geister sind für den Japaner im Allgemeinen (soweit ich weiß) durchaus realer als für unsereins, Badehäuser dürfte es wohl auch geben ... und vielleicht auch ein Geisterreich, daß so unähnlich unserer Welt nun auch wieder nicht ist ?
Für mich ist und bleibt Chihiro's Reise ins Zauberland einer der schönsten Filme, die ich kenne. Ein bildgewaltiges Märchen, das einem viel japanische Kultur zeigt - und einen Konflikt, der ohne Boshaftigkeiten geklärt wird. Und das ganze geht - zumindest meiner Meinung nach - mit etwas Tiefgang und ohne große Lacher, die mich bei Walt Disney immer nerven (aber wer weiß: vielleicht denkt ein Japaner ja ganz ähnlich mit umgekehrten Vorzeichen ?). Was nun irgendwelche Botschaften oder erzieherische Untertöne betrifft (sowas mag ich meistens garnicht): Das kann man Miyazaki schon unterstellen. Aber er macht es so subtil, daß man es auch ignorieren/übersehen kann.
Domo arigato, Miyazaki-sama ! (Sorry, aber ich kann halt kein Japanisch - ich denke, ihr versteht's trotzdem)