Als ich die ersten Bilder von Elfen Lied sah war ich überzeugt davon dass es sich hier mal wieder um eine der vielen Knuddelromanzen handelt mit haufenweise süßen Mädchen mit schimmernden Kulleraugen und all dem üblichen Gedöns. Doch schon nach den ersten Sekunden wurde ich einmal mehr eines Besseren belehrt und das schockierende Blutbad das sich mir in den ersten 7 Minuten darbot, traf mich wie ein brutaler Schlag mitten ins Gesicht. Alles was ich mir bezüglich dieses Animes im Vorfeld ausgemalt hatte war in Bruchteilen von Sekunden zerschlagen und von einer Welle aus Blut weggespült worden. ... [ mehr lesen ]Das war der Zeitpunkt von dem an ich meine Augen nicht mehr vom Bildschirm lassen konnte und mich, ohne mich noch irgendwie neu zu orientieren, auf Alles gefasst machte. Die Atmosphäre die von dieser Serie ausgeht ist ganz und gar nicht niedlich, sie ist düster, bedrückend, brutal und depressiv. Selbst die stellenweise auftretenden heiteren Momente konnten nichts gegen das mulmige Gefühl in mir ausrichten das sich von Beginn an in mir breit machte. Ich kann mich an keinen anderen Anime erinnern der bei mir Gemütszustände dieser Art in solchem Ausmaß auslöste und das von Anfang bis Ende. Nüchtern betrachtet ist Elfen Lied im eigentlichen Sinne ein Harem-Anime und beinhaltet auch einige typische Elemente die deutlich darauf hinweisen. Dennoch würde ich Elfen Lied nie im gleichen Atemzug mit einem der renommierten Animes dieser Richtung (wie zB Love Hina) nennen. Die Grundkonzepte gleichen sich zwar aber allein durch diesen befremdend anmutenden teils irritierend unbehaglichen Unterton der sich wie ein rotes Band durch die gesamte Serie windet hebt sich Elfen Lied mehr als deutlich von allen mir bekannten Harem-Shows ab. Und dafür sorgt nicht nur der Gorefaktor: Die Serie ist nicht nur ein grausames Schlachten, auch andere Dinge werden in den Vordergrund gestellt wie zB psychische Labilität, Diskriminierung, Kindesmisshandlung sowie die hässliche Fratze der Korruption und Kaltblütigkeit der Menschen. Hinzu kommt eine gehörige Portion Dramatik die für ein heftiges Wechselbad der Gefühle sorgt und man sieht sich ständig zwischen Tragik und Irritation hin und her gerissen. Ein Meer aus Blut und Tränen legt sich brach und ohne Kompromisse vor dem Zuschauer aus und spielt ohne jede Rücksicht mit dessen Gefühlen. Trotz allem gibt es immer wieder Leute die dem Trugschluss erliegen das Elfen Lied außer exzessiver Gewaltdarstellung und dem präsentieren von nackter Haut nichts zu bieten hat. Es ist zwar ohne Zweifel Fakt das Elfen Lied diese zwei Faktoren beinhaltet aber sie sind nicht der Punkt dieser Serie und weit davon entfernt das zu sein was den Großteil der 13 Episoden hauptsächlich prägt. Vor allem ist EL ein Drama das sich um zwischenmenschliche Beziehungen und traumatische Erlebnisse dreht, inklusive einer tragischen Love-Story. In diesem Anime geht es um neu geschenkte Hoffnung, kaltblütige Individuen und die Sühne einer schweren Schuld. Die Geschichte geht sehr tief und zeigt auf brutale Weise was es heißt ohne Akzeptanz aufzuwachsen, zu leben und wie wichtig es ist Zuneigung zu erfahren. Damit verbunden werden moralische Botschaften wie "Man erntet was man sät." oder "Der Mensch ist sein eigener Teufel.", aufgegriffen und kritisch beäugt. Und genau DAS ist es was Elfen Lied in allererster Linie so großartig macht. Wer sich allein auf die Gewalt und den Ecchi-Anteil konzentriert ist auf dem gänzlich falschen Weg und verpasst genau das was Elfen Lied weit über den durchschnittlich, stupiden Standard-Splatter hinweg hebt. In meinen Augen zumindest ist Elfen Lied ohne jeden Zweifel ein großartiger Anime und ich kann diese Serie nur aller wärmstens empfehlen, selbst Leute mit empfindlichem Magen sollten trotz des hohen Splatteranteils über ihren Schatten springen und mal reinschauen, es lohnt sich!
Animation
An den Animationen habe ich eigentlich nicht viel auszusetzen: Die Charaktere sind vom Design her zwar nicht gerade innovativ ausgefallen aber dennoch sehr gut gezeichnet und nur sehr selten machen sich kleine Unsäuberlichkeiten, wie zB leicht deformierte Gesichter, bemerkbar. Die Backgrounds geizen nicht mit Details und bieten so manches Mal wunderschöne Szenerien die ab und zu fast photorealistisch rüber kommen. Die Farbpallete gibt sich zu einem Großteil sehr farbenfroh, wechselt aber, der Atmosphäre entsprechend, schnell zu dunkleren Tönen und steht der Serie einfach gut, schlicht und ergreifend. Etwas CG wird auch verwendet aber nur sobald die so genannten "Vektoren" der Diclonius zum Einsatz kommen, was IMO recht beeindruckend mit an zuschauen ist. Es ist ganz sicher nichts Bahnbrechendes a la Last Exile was man hier zu sehen bekommt, trotzdem rangiert Elfen Lied von der Animationsqualität ganz klar im oberen Drittel!
Sound
Was einem als erstes zu Ohren kommt ist das sehr ungewöhnliche aber absolut graziöse und stimmungsvolle Opening, welches komplett in Latein gesungen wird und sich einfach klasse anhört. Es hat so einen gewissen traurigen, wehmütigen Touch der einfach PERFEKT zu dieser Serie passt und bei mir durchgängig für Gänsehaut sorgte. Der Song ist beachtlich oft während den Episoden im Hintergrund zu hören, wird aber in vielen verschiedenen Variationen gespielt und lässt somit keine Monotonie aufkommen: Von instrumentaler Klavier- bis zur Männerchorversion ist hier für genug Abwechslung gesorgt. Das Ending hingegen gibt sich eher fröhlich und unbefangen, im krassen Gegensatz zum OP und somit auch erheblich weniger passend. Dennoch liebe ich den Song einfach, seit langem eines der besten EDs die ich gehört habe. Auch von der BGM her präsentiert sich Elfen Lied von der Schokoladenseite: Ein klassisch angehauchter Soundtrack erfreut das Ohr mit seichten Geigen- und Pianoklängen, passt der Serie wie ein Handschuh und verleiht jeder entsprechende Szene die gewünschte Atmosphäre. Von der musikalischen Seite hat mich Elfen Lied voll und ganz überzeugt!
Story
Die Story ist zwar nicht neu und erinnert an eine Mischung aus "Frankensteins Monster" und "Species", das hält sie aber nicht davon ab spannend und interessant zu sein. Das ich es kaum erwarten konnte die nächste Episode zu sehen ist Beweis genug dafür. Der Plot bietet für nur 13 Episoden genug Twists die die Geschichte vertiefen und viele Fragen werden aufgeworfen denen man unbedingt auf den Grund gehen will, was ungemein zum weiterschauen anspornt. Es wird dem Zuschauer nicht alles sofort erzählt und es bleiben zunächst viele Fragen unbeantwortet was den Plot und so manche Beziehung zwischen den Figuren angeht. Die Hintergründe werden nach und nach aufgedeckt und bringen mitunter einige interessante Ergebnisse zu Tage die schockieren und überraschen. Berserk ist erfolgreich mit dieser Schiene gefahren und auch Elfen Lied gelingt es auf diese Weise für einen ordentlichen Anteil an Motivation zu sorgen die Serie weiter zu verfolgen. Im Gegensatz zu Berserk schwächelt Elfen Lied jedoch ein klein wenig in punkto Scriptwriting und manchmal stützt sich der Verlauf der Serie ein wenig ZU heftig auf den Zufall was ein ums andere Mal in etwas unglaubwürdigen Ereignissen gipfelt. Ein kleiner Negativpunkt der aber nicht allzu schwer wiegt und nie komplett aus dem Ruder läuft. Was allerdings weit stärker zu bemängeln ist, ist die Tatsache dass die Geschichte am Ende etwas unvollständig wirkt und viele noch unbeantwortete Fragen im Raum hängen bleiben auf die man gerne eine Antwort gehabt hätte. Trotzdem, auch wenn man nach der letzten Episode sicher nicht ganz mit dem Ergebnis zufrieden sein kann weiß die Story von Elfen Lied nicht zuletzt dank ihrer dramatischen, bedrückenden Natur mitzureißen und den Zuschauer in ihren Bann zu schlagen.
Charaktere
Was die Charaktere angeht ist es ähnlich wie mit der Handlung: Je weiter die Serie fortschreitet desto mehr erfährt man über sie, man bekommt Einblicke in ihre Psyche, lernt sie kennen und verstehen. Man kann sicher sagen dass viele der Figuren typische Haremmerkmale besitzen aber das hat mich eigentlich nie gestört und allzu extrem ausgeprägt sind diese Merkmale auch wieder nicht. Für die relativ kurze Dauer von nur 13 Episoden bekommt man genügend Hintergrundinformationen zu den einzelnen Figuren und ihren tragischen bzw. grausamen Erlebnissen in ihrer Vergangenheit was dabei hilft so manchen Charakter besser deuten zu können und Gefühle ihm gegenüber zu entwickeln. Besonders hervorzuheben sind in dieser Hinsicht Kouta, Lucy und Kurama (zu einem kleinen Anteil würde ich auch Mayu und Nana dazu zählen) die sich später als sehr tragische Figuren entpuppen. Auch Mariko ist erwähnenswert: Sie hat zwar im Vergleich zu den bereits erwähnten Charakteren einen eher kurzen Auftritt, ihr Schicksal hinterlässt am Ende aber einen umso bedrückenderen Eindruck. Letztendlich habe ich, bis auf wenige Ausnahmen, mit so gut wie allen Figuren sympathisieren können und sie sind mir am Ende sehr ans Herz gewachsen.
Wert
Jedem Fan von Splatter ist Elfen Lied ohne Zweifel zu empfehlen aber auch Liebhaber von einfühlsamen, dramatischen Stories kommen bei diesem Anime voll auf ihre Kosten. Für Leute mit schwachen Nerven ist dieser Anime aber definitiv nichts, denn vor allem der krasse Kontrast von erschütternder Gewalt und niedlicher Unschuld kann für einiges an Irritation sorgen! Für mich allerdings ist Elfen Lied ein Pflichtkauf und ich werde mir die Serie ganz sicher noch einige Male anschauen.
So, zusätzlich zu meinen normalen Kommentar den ich schon etwas länger gepostet habe (siehe weiter unten) muss ich jetzt noch was schreiben, was mich persönlich sehr stört, ist das so gut wie in jedem Kommentar sowas wie "Trotz des vielen Blutes und des Ecchi Anteils ...". Was soll das heißen?? Es hört sich fast jedesmal so an als ob das was schlechtes wär. Die Story und die Charaktere und der Sound sind großartig und tragen maßgeblich zum Gesamtbild der Serie bei, genauso ist es auf bei den Splatter- und Ecchi-Elementen. Hat sich schonmal jemand gefragt was Elfen Lied wäre wenn es diese beiden Faktoren nicht beinhalten würde...??
... [ mehr lesen ] "Elfen Lied ist der beste Anime 2004", hörte ich meinen Freund sagen und schaute es an. Siehe da, er hatte völlig recht.
Elfen Lied sieht auf den ersten Blick harmlos aus nette Figuren mit großen Augen. Aber dann ... die erste Folge hat es dann schon in sich. Literweise Blutfontänen werden dem Zuschauen innerhalb der ersten 10 Minuten geboten und nur um in der zweiten Hälfte der Folge eine 360° Drehung zu machen um dem Zuschauer wieder eine heile Welt mit lauter netter Charakteren vorzuspielen ...
Der wie schon angesprochen "nette" Zeichenstil ist stellenweise sehr simpel gehalten. Bei den charakteren sowie auch bei den Hintergründen. Fiel aber nie bzw. selten negativ auf. Auch mit roter Flüssigkeit geizten die Zeichner nicht.
Das ist das Stichwort zum nächsten Punkt, den viele sehen Elfen Lied nur weil sie hier literweise Blut sehen und "geilen" Splatten finden. Doch bei näherem betrachten sind es andere dinge die den Anime ausmachen. Klar das Blut dient dazu die Aufmerksamkeit zu wecken: Und es klappt! Wie schon erwähnt geht es in den ersten Minuten heftig zur Sache und jeder der den Einstieg in den Anime gesehen hat sitzt gespannt vor dem Monitor und möchte wissen wie es weiter geht... so beschreiben viele Elfen Lied als Splatter in dem nur abgetrennte Körperteile rumfliegen, andere wiederum behaupten in Elfen Lied geht es nicht um Gewalt, sondern um ein tragisches Ereignis in der Vergangenheit und eine unglückliche Liebe. Elfen Lied schafft es wie kein Anime zuvor zwei so grundverschiedene Elemente fast perfekt miteinander zu verbinden.
Die Story: Lucy ist ein Diclonius, eine Art weiterentwicklung des Menschen mit "besonderen Kräften".
Sie hat 4 Vektoren (unsichtbare Arme) die sie als Waffe benutzt.
Sie wird in einer Art Forschungslabor mit anderen Diclonius gefangen gehalten. Doch es gelingt ihr schließlich eines Tages zu entkommen. Auf ihrer Flucht hinterlässt sie eine blutige Spur der Verwüstung. Doch bevor sie entkommen konnte wurde sie schwer verletzt und stürzt in den Ozean. Dort wird sie am nächsten Tag von Kouta, der nach 8 Jahren wieder zurück in der Stadt ist, und seiner Cousine Yuka gefunden. Aber Lucy hat wegen der Verletzung anscheinend ihr Gedächtnis verloren...
Auch noch verstärkt zu Erwähnen ist das grandiose Opening, welches hervorragend zu der Serie passt und auch noch eine tiefere Rolle in der Serie spielt...
Die Charaktere: Dafür das der Anime mit 13 Episoden recht kurz ist, bekommt man einen tollen Einblick in die Charaktere. Mich hat besonders der Charakter Kurama berührt. Aber natürlich ist nicht jeder Anime perfekt und so gibt es auch hier bei Elfen Lied eine Schwachstelle und zwar der Charakter Yuka (Koutas Cousine). Auf sie wird zwar in der Serie auch eingegangen, aber sachlich gesehen spielt sie im Verlauf der Serie keine (wichtige) Rolle. Hier an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, weil sonst die Spannung darunter leiden würde.
Alles in Allem ist Elfen Lied ein ..., ich würde schon sagen Meisterwerk das man gesehen haben muss, auch wenn man für Splatter Animes nichts übrig hat, denn dieser Anime bietet so viel mehr
"Elfen Lied" reiht sich gnadenlos die Serie polarisierender Animes wie Gantz oder Naruto ein. Dabei gibt es nur Zwei Extreme: Entweder man hasst sie oder man liebt sie. Unbestreitbar ist allerdings der gigantische Erfolge der Serie. Auf den ersten Blick, ist es bereits die Handlung, die den Zuschauer an den Bildschirm fesselt. Doch auf den Zweiten Blick bemerkt man, dass hier Nichts dem Zufall überlassen wurde. "Elfen Lied" lebt von der Gegensätzlichkeit des Lebens. Fast alles Existierende hat 2 Seiten. Es ist die Gegensätzlichkeit der Elemente, die die Welt im Gleichgewicht hält. Elfen Lied greift dieses Prinzip auf sehr geschickte Weise auf. Doch dieses weltbestimmende Prinzip allein ist noch lange nicht Alles, was der geniale Anime zu bieten hat. ... [ mehr lesen ] Die Animationen sind entsprechend dem Budget wie zu erwarten großartig ausgefallen. Die Hintergründe sind hervorragend gefertigt, das Charakterdesign ist stimmig und brilliant ausgeführt und die Bewegungsabläufe sind immer klar, detailliert und flüssig. Dabei beschreitet Elfen Lied in Sachen Stilmittel neue Wege. Was als erstes ins Auge sticht, sind die kindlich wirkenden Figuren, die dann auch mit allem Charme der Niedlichkeit zuschlagen, bevor sie unversehens zerfetzt werden. "Elfen Lied" ist bereits vom Manga aus gegensätzlich gestaltet. Umso erfreulicher ist es, da man dieses Schema in den Animationen noch verstärkte. Insgesamt spielt die OVA sehr gekonnt mit dem bewußt eingesetzten Detailreichtum, denn während bei den ruhigeren Passagen sehr auf Einzelheiten geachtet wurde, setzt man in den Action- und vor allem in den zahlreichen Metzel-Szenen auf tonnenweise einfachere Farbausschüttung, die allerdings sehr von der Farbe Rot dominiert werden. Somit unterstreicht der Anime zu "Elfen Lied" nicht nur die Gegensätzlichkeit der Handlung und der Atmosphäre, sondern bietet durch die schematische Umsetzung der Animationen auch einen auffälligen und gewollten Gegensatz zu anderen bluttriefenden Animes wie Gantz oder Sin, wo es sich genau andersrum verhält.
Die audiotechnische Qualität ist leider nur gemäß den heutigen Maßstäben angepasst. Glücklicherweise sind diese inzwischen relativ hoch, so dass wir auch jede Menge gute Umgebungsgeräusche und erstklassige Vertonungen zu hören bekommen. Ein durchaus positiver Aspekt, jedoch auch mit einem weinenden Auge. Die Musik in "Elfen Lied" zählt sicherlich zu besten Arbeiten, die bislang bei einem Anime geleistet wurden, wenn nicht sogar der beste Soundtrack überhaupt. Schon das wunderschön schwermütige Opening "Lilium" verzaubert mit klassischen Klängen die Ohren, garniert mit Abstraktionen von Gemälden von Gustav Klimt. Nach dem Opening durchzieht eine ebenfalls klassisch arrangierte und schwermütige Untermalung die komplette Serie. Auf diese Weise erreichen die düsteren und melancholischen Anteile der Atmosphäre eine unglaubliche Intensität. Da wirkt das eher poppige Ending irgendwie fehl am Platz, obwohl es im großen und Ganzen auch nicht weiter stört. Bei witzigen Sequenzen ist gänzlich kaum Musik zu hören, so dass der dargestellte Humor direkt ohne Umschweife auf den Zuschauer wirkt. Bei der ganzen Vorarbeit ging man bei der Synchronisation verständlicherweise auch keine Kompromisse ein. Bekannte und erfahrene Sprecher lassen keine Wünsche offen. Dabei hält sich die Synchro immer an die Vorlage und geben keinen Grund zum Meckern. Notiz am Rande: Elfen Lied hat seinen Titel von dem leicht anzüglichen deutschen Gedicht "Elfenlied", welches von Eduard Mörike 1828 geschrieben wurde. Die Bezeichnung "Silpelit" stammt auch aus diesem Gedicht. Im Manga wird das Gedicht im 5. Band erwähnt und auch vorgetragen. Allerdings taucht es im Anime nicht auf. Es sei denn . . . vielleicht . . .? (später mehr dazu)
Nun ein paar Worte zur Atmosphäre. Auch hier fällt "Elfen Lied" ein bißchen aus dem Rahmen. Denn während bei den meisten anderen Animes so eine Art Grundstimmung erkennbar ist, entzieht sich der "Elfen Lied" einer genau Kategorisierung. Grundsätzlich beginnt der Anime scheinbar düster und unheimlich, doch schon setzt wieder dieser komische Pop-Art Eindruck ein, weswegen die dargestellte Gewalt nicht gar so entsetzlich rüber kommt. Beim genauen Betrachten all der Splatter-Szenen werden auch direkte Parallelen zu Realfilmen wie "Braindead" und "Return Of The Living Dead" ersichtlich. Wobei wir auch schon beim nächsten Aspekt wären: dem Humor. Ja, es darf durchaus gelacht werden, denn durch die Charaktere und den Handlungsverlauf ergibt sich so manch amüsante Situation. Doch kaum hat man gelacht, wird’s anschließend romantisch, dann wieder tragisch und zum Schluß wieder düster. Um die Riege komplett zu machen gibt`s auch noch einen saftigen Ecchi-Anteil. Oder kurz gesagt: die riesige Vielfalt allein schon in der Atmosphäre machen den Anime um so unterhaltender, da man nie weiß in welche Stimmung "Elfen Lied" nun umschlägt. Die Wechsel gehen dabei auch nicht fließend oder schwimmend von statten, sondern wechseln schlagartig. Bei näherem Hinsehen erkennt man, dass auch hier das Prinzip der Gegensätzlichkeit eingehalten wurde. Auf Humor folgt Trauer, auf Romantik Tragik und so weiter.
Die Charaktere geizen stellenweise nicht mit Klischees, doch ist diese heftige Ausarbeitung der Charaktere durchaus gewollt. Doch bei allen lassen sich durchaus lebende Menschen als Vorbilder heraus kristallisieren: der Gutmensch, die eifersüchtige Freundin, der zum Verlieren geborene Loser, der cholerische Krieger und und und. Genauso klischeebeladen wie die Figuren an für sich, sind auch ihre vorhersehbaren Handlungen. Doch genau darin liegt die Raffinesse des Animes/Mangas. Man weiß wie sie reagieren und es liegt am Voyeurismus des Zuschauers, dass Denselbigen an den Bildschirm fesselt. Hinzu kommt, dass es für jeden Charakter auch einen Gegencharakter zu geben scheint. So dass auch hier das Prinzip der Gegensätzlichkeit eingehalten wird. Die eigentliche Stärke liegt allerdings in der Darstellung, wie sie sich zu diesen Klischee-Typen entwickelt haben. Im Mittelpunkt der Atmosphäre sowie der Handlung steht Lucy/Nyu, die praktisch Ying und Yang in einer Person ist und an der dieses Prinzip gnadenlos am stärksten geprägt ist. Dass die Wahl beim Hauptakteur auf eine junge Frau gefallen ist, ist ebenfalls wohl kalkuliert, denn eine Frau beinhaltet nicht nur die Fähigkeit, Leben zu schenken, in ihr kann sich auch eine unglaublich zerstörerische Kraft manifestieren. Durch die Persönlichkeitsspaltung Lucy`s wird dem Ganzen lediglich noch viel mehr Deutlichkeit verliehen. Im einen Moment eine eiskalte, psychopathische und gewaltgeile Zynikerin und im anderen Moment das liebste und aufopfernste Wesen was man sich nur vorstellen kann. Doch ihr Charakter verändert sich mit der Zeit, so dass sie quasi als Dreh- und Angelpunkt die einzige unberechenbare Komponente bleibt.
Die Handlung an für sich geht Hand in Hand mit der Atmosphäre und den Charakteren. Dabei läuft die Story angenehm linear und verzichtet auf zahlreiche Flashbacks, so dass es dem Zuschauer auch stets möglich ist, dem Ganzen zu Folgen. Dabei bleibt die Spannung immer aufrecht, so dass der Unterhaltungswert nie auch nur im Geringsten herabsinkt. Die berühmt berüchtigte Folge 14 ist mit zwiespältigen Gefühlen zu betrachten. Zum einen ist es sehr erfreulich, dass aufgrund des großen Erfolges eine weitere Episode produziert wurde. Doch damit fängt der Ärger auch schon an. Denn diese Folge enthält offensichtlich Elemente, die eher zur 10. Folge gehören und andererseits welche, die sich der 11. Folge zuordnen lassen. Darum wird besagte Episode auch gerne mal mit der Nummer 10,5 angegeben. Das Problem an der Sache ist nur, dass sich einige Ereignisse nicht mehr linear zum Zeitablauf befinden. Es hat den Anschein, als sei dies nur eine zusammengeschnippselte Episode aus nicht verwendeten Szenen der 10. und 11. Folge.
Beispielsweise Nana`s Aufgaben im Haushalt, die sie in Folge 10 bereits ausübt, obwohl dass erst in der angehängten Episode 14 zur Sprache kam.
Fazit: "Elfen Lied" ist ein ganz großes Muss für jeden Anime-Fan und in meinen Augen ein Meisterwerk ohnegleichen. Die geschickte Inszenierung sowie das Ying und Yang Prinzip sprechen die Zuschauer direkt an. Durch den höllischen Mix aus verschiedenen Bereich, die alle wohl dosiert sind, ergibt sich ein gigantischer Unterhaltungswert. Zudem können wir westlichen Zuschauer uns auch noch geschmeichelt fühlen, denn auffällig ist der offensichtliche leichte Hang zur deutschen Kultur: titelgebend ist das Gedicht "Elfenlied" von Eduard Mörike, zeichnerischen Anreiz gaben die Gemälde von Gustav Klimt und überdies bekamen alle Episoden auch im japanischen Original deutsche Namen. Allen denen, die bereits dem Charme und der Einzigartigkeit des Anime verfallen sind, sei noch angeraten den Manga zu lesen, welcher aus 13 Bänden besteht. Dieser ist in Sachen Sex und Gewalt dem Anime sogar noch um einiges Vorraus. Hinzu kommen noch einige zusätzliche Personen, mehr Story-Elemente und zu der physischen Gewalt gesellt sich auch noch eine ordentliche Portion psychische Gewalt hinzu. An für sich könnte der Anime abgeschlossen sein, doch reicht dieser nur vom 1. bis zum Ende des 6. Bandes. Es fehlen also noch die restlichen 7 Bände. ABER - was mein kleines Gothic-Herz unglaublich mit Freude erfüllt hat - Regisseur Mamoru Kanbe hat bereits verlauten lassen, dass ihn der Erfolg von Elfen Lied unglaublich bewegt hat und sich nach ein paar anderen Werken wieder voll und "gantz" Lucy widmen wird. Denn die Arbeiten an der Fortsetzung haben bereits begonnen . . .
Elfen Lied erzählt eine schicksalhafte, emotionsgeladene Geschichte, die auf der in einen Nebel aus Blut und Tränen gehüllten Vergangenheit der Protagonisten wurzelt. Ein kontrovers diskutierter Anime, der sich drastischer Stilmittel bedient.
... [ mehr lesen ] Inhalt: Die ausufernde Gewaltdarstellung der ersten Minuten lässt sich kaum in Worte fassen. Blutfontänen spritzen, abgetrennte Körperteile fliegen durch die Luft, alles mit wechselnden Kameraeinstellungen visuell sehr effektiv inszeniert. Man kann über das Ausmaß des dargestellten Splatter geteilter Meinung sein, aber z.B. die Szene in der aus einem Quergang zunächst nur das Flackern des Mündungsfeuers zu sehen ist und dann plötzlich die Schützen in Einzelteilen an die gegenüberliegende Wand klatschen, fand ich optisch sehr gelungen. Es tauchen regelmäßig solche visuellen Extreme auf, und versetzen den ohnehin von der Handlung schon gefesselten oder geschockten Zuschauer nochmal einen zusätzlichen Kick in die Magengrube.
Eine an die Wand gekettete nackte blutüberströmte 15-jährige, die nach ihrem Papa ruft, war für meinen Geschmack schon sehr grenzwertig.
Die Geschichte präsentiert in den ersten Folgen eine Reihe mysteriöser Ereignisse, deren Zusammenhang sich dem Zuschauer im Laufe der rasch voranschreitenden Handlung auf packende Weise enträtselt. Was ist Lucy für ein Wesen, daß sie über solche Kräfte verfügt? Was hat es mit Kohtas Flashbacks und offensichtlichen Erinnerungslücken auf sich? Wie stellt sich Yukas Beziehung zu Kohta dar und warum scheint sie über dessen Vergangenheit mehr zu wissen als er selbst? Das Puzzle was sich hier darbietet besteht aus unzähligen Details und obwohl der Hauptaspekt der Serie später stark in Richtung Drama geht vermeint man fast einen Thriller zu verfolgen, so sehr zieht die Story in ihren Bann. Daß vor allem in den ersten Episoden öfter mal nackte Haut auftaucht möchte ich nicht unerwähnt lassen, schließlich bekommt man ja auch direkt im Vorspann schon ein Closeup von Lucys Brüsten zu Gesicht. Diese Ecchi-Elemente dienen neben den schon erwähnten Schockmomenten als zusätzliche Augenöffner. Wenn ich nach dem Genuß der gesamten Serie darüber reflektiere ob man die Nacktszenen nicht auch hätte weglassen können, komme ich zu dem Schluß, daß das Gesamtbild dann verfälscht würde. Aber darüber kann man sicherlich streiten und das ist hier auch nur mein persönlicher Eindruck. Technik: Beim Charakterdesign gibts kaum etwas zu meckern, die Animationen sind gut, aber nicht herausragend, manchmal gibt es bei den Proportionen kleinere Fehler (z.B. Nana im Halbprofil im Gespräch mit Bandou am Strand - Augen zu tief gerutscht, das sah irgendwie merkwürdig aus). Hintergründe sind zum Teil wirklich hübsch, andere wieder unauffällig, aber insgesamt nie sonderlich detailreich ausgearbeitet. Grafisch hält Elfen Lied mit der dramaturgischen Opulenz nicht schritt. Ausnahme: das Opening - die Eröffnungssequenz sorgt sofort für offene Münder; Photomontagen aus Bildern von Gustav Klimt und den in der Serie vorkommenden Charakteren bilden ein absolut einzigartiges und unverwechselbares Opening. Auch musikalisch gehört es zum Außergewöhnlichsten was sich in der heutigen Animelandschaft vorfinden lässt. Das im Stile eines lateinischen Chorals gesungene Lilium taucht im Laufe der Serie variiert immer wieder auf und jagt mir immer noch jedes Mal einen kleinen Schauer über den Rücken. Es wird effektvoll in Szenen eingesetzt um die dort vorhandene visuelle Intensität (sei es nun Gewaltdarstellung oder Dramatik) stilistisch noch zu überhöhen. Das Ending überrascht dann umso mehr, weil es als eingängiges JPop Stück so gar nicht in das musikalische Gesamtkonzept zu passen scheint. Trotzdem finde ich es sehr gelungen - ich kann es leider nicht rational erklären aber mit einem melancholischen Ending Tune würde für mich bei der Serie irgendwas fehlen. Neben dem schon erwähnten Lilium-Motiv gibt es noch eine Reihe weiterer Stücke, hauptsächlich klassisch mit Streichern und Piano. Von ruhigen angenehm untermalenden Klängen bis zu psychedelisch anmutenden Begleitstücken in einigen heftigeren Szenen wird hier eine große Bandbreite geboten. Durchweg gelungen kann ich da nur sagen. Bei der Wahl der Sprachversion empfehle ich deutsch oder japanisch, von der englischen Synchronisation kann ich nur dringend abraten. Die Stimmlagen passen hier einfach nicht, Kohta klingt viel zu alt, Yuka hat eine unerträgliche Fieps-Stimme usw. Die deutsche Synchro ist dagegen ausgezeichnet gelungen, ich ziehe sie sogar der japanischen vor, da mMn die Stimmen noch ein wenig besser zu den Figuren passen als im Original. Die Übersetzung ist auch nahezu einwandfrei.
Daß Yuka die Kusine von Kohta ist hat man allerdings in der deutschen Synchro einfach mal geschludert.
Charaktere: Die schizophrene Hauptfigur Lucy/Nyu macht einen immensen Anteil der Faszination aus, die sich beim Schauen dieses Anime einstellt. Lucy wird gleich zu Anfang als kaltblütige Killerin dargestellt, die bar jeglicher Gefühlsregung alles dahinmetzelt was sich ihr in den Weg stellt. Später kommt dann noch eine ausgeprägte sadistische Ader dazu. Ihre Einführung ist vielleicht auch deswegen so extrem um den Zuschauer nicht vergessen zu lassen, um wen es sich hier eigentlich handelt, denn sobald ihr Alter Ego Nyu die Bühne betritt lernen wir eine völlig entgegensetzte Person kennen. Ohne Erinnerung an frühere Ereignisse, ohne Artikulationsfähigkeit und mit geradezu autistischen Wesenszügen vermittelt die hilflose Nyu von der ersten Sekunde ein starkes Mitleidsempfinden. Ihre Versuche die antike Standuhr im Kaede Haus zu reparieren kann man u.a. als Versuch interpretieren ihren eigenen angeschlagenen Geisteszustand wieder ins Lot zu bringen.
MASSIVER SPOILER: Ich persönlich neige zu der Lesart, daß Lucy/Nyu hier die Schäden die die Vergangenheit bei Kohta angerichtet hat wieder gerade biegen will. Die Uhr als Symbol für den Menschen Kohta bleibt solange funktionsunfähig wie es noch unbewältigte Traumata gibt. Sobald alle losen Enden aufgelöst sind, schlägt die Uhr plötzlich wieder - damit ist für mich auch klar, daß die Person am Tor in der Schlußszene Lucy sein muss, weil ihr Schicksal das letzte ungelöste Rätsel ist, das Kohta noch plagt.
Die später in der Serie häufiger werdenden Rückblenden bauen in Lucy einen überaus komplexen Charakter auf. Das Gespann Kohta und Yuka wird dabei zu Statisten degradiert. Veränderungen finden bei ihnen praktisch nicht statt, die Figuren erscheinen durch ihre Konflikte aber durchaus plastisch und vermitteln einen menschlich sympathischen Eindruck. Logisch lassen sich einige ihrer Handlungen aber nur noch angesichts einer zugrunde liegenden Naivität nachvollziehen. Wiederum ein interessanter Charakter ist die Kaspar Hauser-artige Nana, die in punkto Selbstfindung und Charakterentwicklung gut ausgebaut wird. Überhaupt zeichnet den Cast eine hohe Memorability aus, sei es nun der innerlich zerrissene Dr. Kurama oder der durchgeknallte Bandou. Lediglich die Drahtzieher im Hintergrund bleiben etwas blass, da auf ihre Motive nicht eingegangen wird. Gesamteindruck: Elfen Lied vermischt viele Genre und lässt sich kaum rezensieren ohne den Begriff Gesamtkunstwerk zu gebrauchen. Leise Töne sucht man hier vergebens, der Zuschauer bekommt eine volle Breitseite visueller wie emotionaler Extreme ins Gesicht gedrückt. Ergreifende Szenen sind oft sehr pathetisch mit heftigem Tränenfluss aus großen Kulleraugen dargestellt und wechseln mit überbordenden Gewaltszenen - diese Gegensätzlichkeit verleiht der immer spannend bleibenden Story aber unvergessliche Akzente. Damit bewegt sich Elfen Lied auf einem schmalen Grat: mit einer schwächeren Geschichte wäre auch der Kontext für diese Momente verloren gegangen. So aber erweckt Elfen Lied den Eindruck, daß hier alles bis ins Detail gut durchdacht worden ist, die Schockmomente sind an den richtigen Stellen platziert und das Tempo in dem immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden bevor sich die Zusammenhänge zwischen den Charakteren nach und nach enthüllen macht es kaum möglich beim Schauen eine Pause einzulegen. Wichtigste Faustregel für alle Interessierten sollte sein nicht durch die Form der Präsentation vorschnell falsche Schlüsse zu ziehen und auf jeden Fall die Serie zu Ende zu schauen. Elfen Lied - ein Stück Anime-Geschichte, das man sich nicht entgehen lassen sollte!
Elfen Lied: exzessive Gewaltdarstellung + kindliche Mutanten + viel nackte Haut = guter Anime?
Ein Prinzip, das scheinbar wirkt, wenn man sich die übrigen Bewertungen ansieht. Wenn ich böse wäre, würde ich jetzt sagen, dass die extrem hohe Bewertung auf dem geradezu Idealzuschnitt auf männliche Reizzentren zurückgeht. ... [ mehr lesen ]
Die hohe Platzierung in der Toplist brachte mich dazu, mir den Anime auch anzusehen. Die ersten Minuten waren etwas schockierend aufgrund der ungewohnt drastischen Gewaltdarstellung. Allerdings verging mir das Gefühl schnell, denn Gewalt wird hier einfach inflationär eingesetzt, so dass sie schnell zu einem billigen Stilmittel verkommt. Sie hat hier leider keinerlei Ästhetik wie z.B. in Filmen wie Kill Bill, sondern ist reine Effekthascherei.
Wo man in der Story den besonderen Tiefgang finden kann ist mir verborgen geblieben. Viel Innovation war in der Mutanten-mit-Superkräften-sollen-neue-menschliche-Überrasse-begründen Geschichte nicht erkennbar. Dass auf das tragische Schicksal der Mutanten eingegangen wird ist wahrlich nichts besonderes mehr und es mangelt hier an neuen interessanten Ansätzen. Die Geschichte der menschlichen Hauptpersonen: ein bisschen Romantik und viel Tragik, beides auf durchschnittlichem Niveau. Zusätzlich bekommt man mit Kouta und Yuka Hauptcharaktere präsentiert, deren oberflächliche, einfallslose Persönlichkeit alleine schon eine Topwertung verhindert. Auf das dunkle Geheimnis in Koutas Vergangenheit kommt man dann auch schon fast nach dem ersten kleinen Hinweis. Die Story bietet einfach so gut wie keine Überraschungen. Durch die Gewalt wird versucht eine Dramatik zu simulieren, die man durch die eigentliche Geschichte nicht zu erzeugen geschafft hat.
Dieser Verriss des Anime meinerseits klingt jetzt drastisch, überhaupt wenn man meine schlussendlich doch nicht so schlechte Bewertung ansieht, aber ich musste einfach auf die leider oft zu unreflektierten Loblieder auf diese Serie eingehen.
Hier also noch positive Punkte: nette Unterhaltung für Zwischendurch; gelungenes Opening nach Bildern von Gustav Klimt.
Elfen Lied ist ein Anime der mich positiv überrascht hat. Anfangs dachte ich, dass dieser Anime nur Ecchi und sinnlosen Splatter aufzeigt. Aber nachdem Ich mich ein Wenig mehr mit diesem Anime beschäftigt hatte, musste Ich erkennen dass dieser erste Eindruck einfach falsch war.
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Elfen Lied bietet weit mehr als nur Ecchi und Splatter, auch wenn das immer noch einen recht ansehnlichen Teil einnimmt. Elfen Lied vereint in sich die Genre Drama, Action, Romance, Comedy und enthält Ansatzweise sogar Harem Elemente. Dieser Mix wurde insgesamt recht gut umgesetzt. Ebenfalls werden hier die hässlichen Seiten der Gesellschaft dargeboten, wie zum Beispiel Kindesmissbrauch und Diskriminierung Anderer.
Am Anfang des Anime steht sofort ein Paukenschlag. Ein Massaker welches seines Gleichen sucht, wirft den Zuschauer in eine Handlung welche bedrückender und schockierender kaum sein könnte. Nach diesem doch recht gewagtem Anfang, welcher aber schlussendlich die Brutalität mit der Lucy während des Animes vorgeht doch gut beleuchtet, passiert bei Elfen Lied jetzt nicht mehr wirklich etwas Neues. Doch dass, was passiert ist durch seine zahlreichen Facetten ungemein interessant und sehr spannend. Es werden während des Animes immer neue Fragen aufgeworfen, welche aber leider Gottes nicht alle beantwortet werden. Durch die Aufdeckung der meisten dieser Fragen, werden Hintergründe der einzelnen Charaktere und deren Verhältnisse zu einander, aber auch generell die Geschichte um die so genannten "Diclonius" und deren "Zweck" im Anime deutlich. Man erfährt viele schockierende aber auch mitreißende Ereignisse, die einen einfach nur an den Bildschirm bannen. Aber auch die Story Elfen Lieds hat seine Schwächen. Es werden zum Beispiel, wie schon mal erwähnt, einige, meiner Meinung nach wichtige, Fragen einfach nicht beantwortet. Daher wirkt das gesamte Ende des Animes einfach irgendwie unvollständig. Der Zuschauer fühlt sich allein mit vielen Fragen gelassen. Mit diesem weglassen der Antworten könnten die Macher aber auch vermitteln wollen das der Zuschauer einfach mal nachdenken und selbst Interpretationen finden soll, anstatt alles schön verpackt vorgesetzt zu bekommen. Ich aber fühlte mich einfach nur allein gelassen und hätte gehofft, dass man diese Fragen beantwortet hätte. Alles in Allem ist die Story Elfen Lieds, ungemein bedrückend und mitreißend, auch wenn sie scheinbar nichts Neues bietet.
Die Charaktere sind meines Erachtens sehr gut gelungen. Je weiter man in der Story voranschreitet desto mehr erfährt man über sie. Man bekommt Einblicke in ihre Gefühlswelt, in ihre Psyche. Man erfährt von den meisten Charakteren sehr viele Hintergrundinformationen.
Diese Informationen sind bei eigentlich Allen, mit irgendeinem Schicksalsschlag (die erwähnte Diskriminierung oder der Missbrauch sind Beispiele dafür) gekoppelt welcher entweder einen sehr tiefen Einschnitt in das bisherige Leben mit sich bringt, oder einen in ein psychisches Traumata wirft, das denjenigen noch Jahre später verfolgt.
Dadurch lernt man sie nach und nach zu verstehen und kann sie immer besser deuten. Jeder der Charaktere sind unglaublich tragische Figuren, die sich alle während des Animes in ihrer Art und Weise entwickeln.
Zum Beispiel Lucy, die sich von einer blutrünstigen Killerin, zu einer Person entwickelt, die ihre Gefühle gegenüber anderen auch offen zeigen kann und das Morden nicht mehr für notwendig hält, was zu Anfang nicht der Fall war.
Zur Animationsqualität und den Hintergründen muss man eigentlich nicht viel sagen. Die Hintergründe sind sehr detailreich gemacht und die Charaktere sehen ebenfalls, außer ein paar kleinen Ausnahmen, recht gut aus. Die Farben im Anime sind genauso unterschiedlich wie die Genre die Elfen Lied umfasst. Es wird ein Großteil der Farbpalette ausgenutzt, da die Farben von den jeweiligen Situationen und Geschehnisse abhängig gemacht worden sind.
Die Musik ist meiner Meinung nach das Beste was Elfen Lied zu bieten hat! Die gesamte BGM baut auf düsteren und dramatischen Instrumentalklängen, aber auch auf eindringlichen Chorgesängen auf. Jedes Stück, passt an sich einfach nur perfekt zum Anime und bringt die jeweiligen Szenen einfach nur grandios herüber! Das Opening "Lilium" halte ich für eines der Besten Openings im Animeuniversum. Dieses traurige, wehmütige Lied, welches komplett in Latein gesungen wurde, stimmt den Zuschauer perfekt auf den Anime ein! Das einzige was mir hier nicht gefallen hat, war das Ending. Ich fand es einfach nicht passend genug für diese Serie. Dennoch wirft es den Zuschauer durch seine fröhlichen Klänge mit einem doch recht komischen Gefühl aus jeder Folge hinaus, da es einfach nicht zum vorher Geschehenen passen will.
Elfen Lied ist definitiv nichts für Menschen mit schwachem Magen oder schwachen Nerven, da sein Splatter Anteil doch schon recht hoch ist. Allen anderen, die sich davon nicht abschrecken lassen und denen auch eine gehörige Portion Dramatik gefällt, kann ich dieses Anime nur empfehlen, da Ich persönlich Elfen Lied einfach für ein Muss eines jeden Animefans halte. Die DVD's, welche ich mir schon zugelegt habe, sind für mich einfach nur ein Pflichtkauf! Diese Kontraste die hier dargeboten werden (zum Beispiel ein unschuldiges Mädchen das eine blutrünstige Killerin wird und dasselbe nochmal umgekehrt) sind einfach nur genial dargestellt. Aufgrund dieser Tatsachen werde ich mir Elfen Lied definitiv noch mehrmals ansehen.
Als ich die ersten paar Minuten von Elfenlied gesehen habe dachte ich mir nur "Ach du liebe Güte, was geht den hier ab?" ... [ mehr lesen ]Man wurde mit einem niedlichen Zeichenstil gelockt und dann sieht man in den ersten Minuten nichts anderes als die Farbe rot. Zuerst hatte ich die Befürchtung, dass der Anime komplett nur mit Splatter zu tun hat, wurde aber wiedermal des besseren belehrt und war komplett begeistert. Nicht nur die Story hat mich interessiert, sondern auch wie schon gesagt, der niedliche Zeichenstil und vorallem als ich das Intro gehört habe musste ich Elfenlied sehen. Alles hat genau meinen Nerv getroffen und ab da fing ich an Elfenlied regelrecht "aufzusaugen". Natürlich muss man hier schon gleich eines vorwegnehmen. In diesem Anime geht es nicht NUR um Gewaltverherrlichung. Wer das denkt, braucht hier gar nicht reinzuschauen. Viel mehr wird auf die Charaktere eingegangen und ihre Geschichten erzählt. Dabei spielen viele Faktoren, die auch in unserer "realen" Welt vorkommen eine sehr wichtige Rolle. Diskriminierung, Mobbing, Eifersucht, Kindesmisshandlung sind da nur ein Paar Beispiele, die Elfenlied anspricht um den Zuschauer mit diesen Faktoren zu konfrontieren. Zusätzlich fließt auch eine romantische Ader durch Elfenlied, die auch nicht außer Acht gelassen werden darf und sogar einen immensen Teil von Elfenlied ausmacht. Wer hier also nur auf Gemetzel achtet, dem entgeht die wahre Message von Elfenlied und das ist wahrhaftig nicht die Gewalt!
Story: 29/30
Die Story von Elfenlied hat mich total mitgerissen, da man in ihr leider die reale Wahrheit findet, ausgenommen der Fabelwesen. Die Story zieht einen richtig in seinen Bann und weckt richtige Gefühle in einem, die er vorher noch nicht hatte. Es gab echt momente, in denen ich ne kurze Pause machen musste und über die Geschehnisse, die ich gesehen habe nachzudenken. So sehr sind mir manche Szenen nachgegangen. Elfenlied ist ein Anime der wirklich auf die Psyche geht und ist somit auch nicht für Kinder geeignet und ich rate es auch jedem unter 16 jährigen ab anzuschauen. Soll jetzt nicht heißen, dass ich ein Weichei bin oder so, denn ich habe schon so einiges "schreckliches" gesehen, aber dennoch hatte ich immer ein unwohles Gefühl in der Magengegend wenn mir wieder mal eine wahre Fratze der Realität in Elfenlied begegnet ist. Unbeschreiblich, fantastisch!
Animation: 20/20
Die Kombination von Brutalität, dem Niedlichen und dem Romantischen hat mir sehr gefallen. Der Zeichenstil war hoch und die Charaktere wirkten für mich sehr detailgenau und schön anzusehen. Auch der Hintergrund war eine einzige Augenweide. Diese fast Fotorealistischen Bilder, mal farbenfroh, mal dunkel, genau passend zur Stimmung fand ich einfach total beeindruckend. Vorallem der Einsatz der Sakurablüten fand ich echt schön gemacht. Aber auch Sonnenuntergänge und Wasser, dass am Strand aufkommt und trocknet sah echt "sehenswürdig" aus. Animation also auf dem TOP!
Sound: 19/20
Das Opening "Lilium" sitzt mir heute noch wie ein Ohrwurm im Kopf und ich habs wie ein irrer "auswendig" gelernt, damit ich schön mitsingen kann ^^ Es ist einfach perfekt für Elfenlied. Das Opening spielt aber auch eine wichtige Rolle im Anime selbst und wurde so auch öfters während der Folgen eingebaut und durch verschiedene Instrumente wiedergegeben. Das ED war ein überraschender Kontrast zum OP und war eher sehr flippig. Mich persönlich hats nicht angesprochen, da ich finde, dass Elfenlied ein dramatischer Anime ist und in ihm nix "fröhliches, flippiges" auftauchen sollte. Die BGM ist mal wieder der hammer. Jedes DRAMA wurde perfekt durch dramatisch Klänge untermalt, sei es mit einer Geige, Klavier oder sogar mit einem Orchester. Alles sorgte für Gänsehaut und war einfach abgöttisch gut.
Charaktere: 30/30
Die Charaktere wurden sehr detailiert beschrieben, sodass man zu jedem eine Beziehung aufbauen konnte und so mit jedem sein Schmerz mitfühlen konnte. Jeder hatte eine tragische Hintergrundgeschichte, die eig. jedem Menschen mit Herz ans Herz gehen sollte. Wenn nicht, naja entweder bist du dann ein außerirdischer oder hast KEIN Herz ;p ^^ Unser Protagonist Kouta, der unter Amnesie leidet ist zwar der typische Klischeetyp, ich persönlich fand ihn aber zu keiner Zeit irgendwie nervtötend oder langweilig. Er hat schon zu seinem Cast gepasst und das war gut so. Die wichtigste Rolle in Elfenlied trägt eindeutig Lucy/Nyu. Nicht nur ihre Geschichte sondern auch ihr Charaker ist einfach einmalig. Sie ist auch ein Charakter, bei dem ich immer wieder nur den Hut ziehen kann. Ihr Belastbarkeitsfaden ist bestimmt aus Titan ^^ Ich stellte mir oft die Frage, wie sie das alles nur aushält und so fühlte ich regelrecht ihren Schmerz und ich fand zu KEINER Zeit, dass Lucy irgendwo im Unrecht war. All ihre Tätigkeiten hatten einen diftigen Grund und ich stand immer hinter ihr. ;) Nana und Mayu sind auch Charaktere mit beeindruckender Hintergrundgeschichte, die einem immer ans Herz gingen und auch für ein mieses Gefühl gesorgt haben. Der einzige Charaker, der meiner Meinung nach irgendwie "Fehl am Platz" war, war Yuka. Die Eifersüchtige, nörgelnde Cousine unseres Protagonisten fand ich etwas deplaziert in Elfenlied. Auch wenn sie eine wichtige Rolle für die Story ist, bin ich der Meinung, das sie auch durch jedes x-beliebiges Mädchen ausgetauscht werden könnte. Der Rest der Nebencharakter hatte leider nicht so viel Chance in 13 Episoden halbwegs charakterisiert zu werden, sodass noch viele Fragen offen sind und ein "hoffen" auf eine Fortsetzung da ist.
Fazit:
Für mich zählt Elfenlied eindeutig zu den besten Animes der heutigen Zeit. Fans von Splatter, die aber nicht nur auf das eine achten, aber auch Fans von Romanceanimes würde ich Elfenlied empfehlen. Leute mit nem sehr schwachen Magen, oder auch noch zu jung sollten lieber die Finger von Elfenlied lassen.
Der Name Elfenlied war mir sogar als absoluter Anime-Novize bereits ein Begriff. Lange habe ich mich auf die Serie gefreut und kann nun ruhigen Gewissens sagen, dass meine, zugegeben sehr hoch gesteckten Erwartungen nicht enttäuscht, sondern sogar noch weit übertroffen wurden.
... [ mehr lesen ] Schon das geniale Opening, Lilium, welches im Laufe der Serie immer wieder mit wechselnden Instrumenten und Chor die Handlung unterlegt ist für mich DER Ohrwurm des Anime-Genres und ich ertappte mich auch Wochen nachdem ich die Serie genossen hatte immer wieder dabei, wie ich die Melodie leise vor mich hinsummte. Dazu wird das Intro mit Bildern, sichtlich inspiriert vom derzeit wohl wertvollsten Gemälde im Besitz der Republik Österreichisch, Gustav Klimts „der Kuss“, unterlegt. Die geniale Musik stimmt einen gleich von Beginn an ganz auf die zu erwartenden dramatischen Geschehnisse ein und tatsächlich erleben wir gleich von der ersten Sekunde weg Szenen, reich an intensiver, blutiger Gewalt und tödlichem Hass.
Lucy, ein weiblicher Diclonius, ein mit Hörnern und damit einhergehenden enormen telekinetischen Kräften geborenes Mädchen, hängt gefesselt und fixiert in ihrer Zelle. In einer grandios schockierenden Auftaktszene beginnt sie die um sie herumstehenden entsetzten Wachen mit unsichtbaren Armen zu zerfleischen. Schlagartig wird dem elektrisierten Zuseher damit schon nach wenigen Minuten klar, dass von der hier gnadenlos agierenden Hauptfigur keine Kompromisse eingegangen werden. Jeden kann es treffen. Niemand, auch kein unschuldig scheinender und noch so sympathisch wirkender Protagonist, ist vor ihrem Zorn sicher. Dabei scheint sie auch noch unverwundbar zu sein. Von einem Heckenschützen am Kopf getroffen stürzt Lucy ins Meer und wird nackt und ohne Gedächtnis von dem Jungen Kouta und seiner Cousine Yuka am Strand entdeckt. Fortan kommt nur noch das Wort „Nyu“ über ihre Lippen und so wird Nyu zu ihrer unschuldigen Identität, in der sie niemanden etwas zu leide tun kann. Doch immer wieder durchbricht Lucy diese Unschuld, was den Spannungspegel der Serie immens hoch hält.
Der dargebotene Handlungsverlauf begleitet den Zuseher indes auf eine Achterbahn der Gefühle, den Lucy ist unerbittlich, brutal, gefühlskalt und rächt sich an jedem ihrer Widersacher auf grausame Art und Weise. Doch wird man davon nur zu Anfang abgestoßen, den schon bald beginnt man irgendwie Verständnis für ihr Handeln zu entwickeln. Durch einige Rückblicke in Lucys Vergangenheit, in denen man Kenntnisse über ihre traurige Kindheit erlangt, die einem den Magen umdrehen, ist man geneigt ihr Vorgehen zu einem gewissen Grad sogar zu unterstützen.
Auf diese Art wird Lucys Charakter sehr gut ausgeleuchtet und auch Koutas Vergangenheit und die der meisten anderen Protagonisten wurden zu meiner vollen Zufriedenheit in die Story integriert. Nur Yuka kommt dabei etwas zu kurz. Trotzdem möchte ich auf sie nicht verzichten, sorgte doch gerade ihre Anwesenheit, zumindest bei mir, für ständigen Nervenkitzel, da ich angesichts ihrer aufkeimenden Eifersucht Nyu gegenüber ständig um ihre Gesundheit und damit verbunden natürlich auch dem perfekten Familienidyll in der gemeinsamen WG besorgt war.
Ich war froh, dass der oft erwähnte Ecchi-Anteil der Serie nicht aus dem Ruder läuft. Die paar eingestreuten Nacktszenen dienen hier weniger dem Fanservice, sondern unterstreichen perfekt die kindliche Unschuld Nyu’s oder sie dienen als Vorbereitung der einen oder anderen, der wenigen, heiteren Szenen der Serie. Alles in Allem absolut vertretbar und nie schlüpfrig, sondern immer der Story dienend.
Beim Charakterdesign wurden gottlob keine Experimente gemacht. Die Figuren rund um die WG sind allesamt gut gezeichnet und sympathisch. Die Animationen befinden sich auf einem ansprechenden Niveau. Die Hintergründe sind meist sehr detailreich und schön gezeichnet. Insgesamt sind hier keine echten Schwachpunkte auszumachen.
Die BGM der Serie ist ebenfalls großartig und unterstreicht die Handlung und düstere Atmosphäre immer passend. Hier beide Daumen hoch. Ich möchte hierbei auch das Ending noch extra herausstreichen, welches durch seine unbeschwerte Fröhlichkeit zwar in starkem Kontrast zur Serie steht, für sich alleine meiner Meinung nach aber eines der besten mir bekannten Outros darstellt und den gepeinigten Zuseher nach all dem Leid, dass er zuvor noch mit erleben musste, doch noch mit einem positiven und lebensbejahenden Gefühl entlässt. Schon nach dem zweiten Mal hören wollte ich es nicht mehr missen und war für mich fester Bestandteil der einzelnen Folgen.
Noch ein Wort zum Ende der Serie, das manchmal kritisiert wird, weil es unrealistisch und nicht nachvollziehbar ist…. ICH LIEBE ES!
Schon nach wenigen Folgen, als sich die Verbindung in der Vergangenheit zwischen Kouta und Lucy abzuzeichnen begann, machte sich ein flaues Gefühl in mir breit. Diese wunderbare Gemeinschaft, dieser Ort voll Glück und Einigkeit würde durch das dunkle Geheimnis der beiden Vorgenannten wohl unweigerlich zerstört werden. Meine Gefühle kreisten bald nur noch um den Gedanken: Wie kriegt die Geschichte jetzt noch die Kurve, um mich nicht vollends in depressiver Einsamkeit, ob des Zerfalls dieser perfekten Symbiose, zurückzulassen.
Die ebenso einfache wie geniale Antwort darauf ist: LIEBE!
Man kann die Liebe nicht erklären und Kouta selbst meint auch zu Lucy, dass er ihr niemals vergeben kann. Aber er liebt sie und er wird sie auch immer lieben. Alle anderen, die er liebte, seine Eltern und seine Schwester sind tot. Ich denke, dass er sich genau deshalb an die zum Gehen gewandte Lucy geradezu klammert und sie bittet zu bleiben. Kouta hat alle verloren, die er liebte und kann den Gedanken nicht ertragen auch den letzten geliebten Menschen in seinem Leben zu verlieren. Selbst Lucy, die sich eigentlich, wie jeder andere Mensch auch, nur nach Liebe sehnt und nur deshalb überlebte, um Kouta noch einmal zu begegnen und um Verzeihung zu bitten, wird durch die Liebe in seinen Armen zu einem anderen, einem besseren Menschen. Der schönste Moment der Serie, das selige Glück in Lucys Gesicht, während Kouta sie umarmt und festhält. Gerne wäre ich hier an seiner Stelle gewesen.
Für mich ein ganz starkes und mutiges Ende. Also ich für meinen Teil bin mit dem Ausgang der Geschichte vollends zufrieden.
Speziell loben möchte ich noch die sehr gute deutsche Synchro der Serie. Die Sprecher passen hervorragend zu den Charakteren und machen ihre Sache wirklich gut. Besonders Lucys gefühlskalte Stimme bereitete mir dabei ein ums andere Mal Gänsehaut. „Macht es noch Spaß?“ fragt sie Bandou, in ihrem unnachahmlich eiskalten Ton, während sie ihn grausam foltert.
Als ich mir damals die erste Folge angesehen habe, dachte ich zuerst GEIL! Einfach viel Blut und Gemetzel ohne viel Hintergrund. Für den kleinen Anime zwischendurch: Klasse^^. Vlt 75-85% mehr sind nicht drinnen. Doch so ab Folge 4 wurde mir klar, dass hinter diesem nackten, blutigen Gemetzel doch eine richtig gute Story steckt, die einen Zuschauer richtig mitfühlen lässt. Es war damals einer meiner ersten Animes der mich erst richtig dazu bewogen hat Animes zu schauen. Er hat mich total gefesselt! In der einen Folge habe ich gelacht, in einer anderen war ich geschockt und wieder in einer anderen war ich den Tränen nahe (... [ mehr lesen ]siehe die Szene mit dem Hund x_X. Ich saß vor dem PC und dachte nur wtf machen die Kinder da mit dem Armen Hund? x_X). Das hat bis jetzt kein anderer Anime geschafft und deshalb hat er meiner Meinung nach 100% verdient. So begeistert wie von diesem Anime war ich von keinem anderen. Man muss auch beachten, dass sie eine so komplexe und eigentlich relativ große Story in 13 Folgen erfolgreich gepresst haben. Unglaublich^^. Fast so gut war Higurashi... Dieser Anime hat mich auch geschockt, fast zum Heulen gebracht und auch zum Lachen gebracht. Einfach genialer Anime. Er hat eigentlich auch 100% verdient, aber dadurch, dass mich Elfenlied noch ein wenig mehr mitgerissen hat, hat Elfenlied diesen einen Punkt mehr^^.
Viele die diesen Anime schauen sehen nicht die wahre Story dahinter und sehen nur Blut und Brüste und geben deshalb eine so hohe Bewertung. Lasse man das extrem oft vorkommende Blut weg und schneidet die Nackt Szenen, dann wäre der Anime niemals so gut bewertet worden. Ich hätte ihn wahrscheinlich noch nicht mal gesehen. Ich bin erst auf diesen Anime gekommen, da viele Leute in anderen Foren Bilder von Lucy als Avatare hatten. Da habe ich mich gefragt was des überhaupt für ein Anime ist. Als ich dann „Elfenlied“ hörte dachte ich: „wasn das fürn komischer Anime?“ Als ich dann die ersten 7 Minuten sah dachte ich wtf... Naja was soll man sagen^^. Ich hätte diesem Anime ohne das ganze Blut und ohne die nackte Haut vlt nicht ganze 100% gegeben. Trotzdem ist die Story dahinter einfach nur extrem gut die schon eine sehr gute Bewertung verdient hat.
Ich kann aber auch genauso gut die Leute verstehen die den Anime als Misst abstempeln. Diesen Anime liebt man oder hasst man^^. Ist ähnlich wie mit Bayern München. Entweder man hasst sie oder man liebt sie. Es gibt eigentlich nichts dazwischen. Ich mag es nur nicht wenn manche Leute die erste Folge sehen und den Anime sofort als Misst abstempeln. Man sollte dem Anime eine Chance geben und ihn immerhin bis zu Folge 5 anschauen. Wenn der Anime einem dann immer noch nicht gefällt, dann kann man von mir aus 40% geben, aber wenn man ihm gar keine Chance gibt könnte es sein, dass man einen der besten Animes aller Zeiten verpasst!
Fazit: Elfenlied liebt man oder hasst man. Jeder sollte diesem Anime eine Chance geben und ihn immerhin bis zu Folge 5 anschauen. Wer ihn nicht sieht ist selber Schuld und verpasst den vlt geilsten Anime aller Zeiten^^.
E... [ mehr lesen ]s kommt oft vor dass Anime nach dem ersten Bild das man von ihnen sieht verurteilt werden. Dank dem niedlichen Charakterdesign das hier verwendet wird, haben wahrscheinlich einige Leute von Anfang an gedacht das dieser Anime eher auf Kulleraugen-Romanze schaltet. Tja, wie sehr man sich täuschen kann denn in Elfen Lied geht es, gerade in den ersten sieben Minuten, heftigst zur Sache. Das anfängliche Gemetzel ist äusserst brutal. Da fliegen die Körperteile nur so rum und Blut ist dort auch nicht grade wenig vorhanden, allerdings ist dies ein sehr guter Einstieg in die Story, da man sofort mit Lucys Hass auf die Menschen konfrontiert wird. Ich kann schon jetzt sagen: Wer sich von dem Gemetzel abschrecken lässt, der ist selber Schuld. Es gibt durchaus auch einige ruhigere Szenen und storymässig ist dieser Anime auch ganz weit oben. Naja, dazu erwähn ich im folgenden Teil mehr:
Story
Also ich habs vorhin schon angesprochen: Die Story ist genial. Angefangen bei einer Metzelei, durch die man denken könnte dass es in Elfen Lied nur ums reine Abmetzeln anderer Leute geht, die aber doch eigentlich gut zur Story passt, dank Lucys Hass auf die Menschen, über den halben Gedächtnisverlust von Lucy, der bei ihr zur schizophrenie führt ab und zu ist sie das liebe Mädchen und dann ist sie doch plötzlich wieder die kaltblütige Mörderin, bis hin zu Lucys und Koutas Vergangenheit, die auch noch von sich selbst aus sehr dramatisch ist. Elfen Lied hat insgesamt eine sehr spannende und interessante Story. Das einzige was hier nicht wirklich gut ist, ist das Ende denn es lässt sehr viele Fragen offen.
Charaktere
Also, bei den Charakteren ist viel vertreten, von dem unscheinbaren kleinen Mädchen, bis hin zur kaltblütigen Mörderin. Im Laufe der Sendung bekommt man, gerade bei Lucy und Kouta, immer mehr Einblicke in ihre Psyche, man lernt sie später erst so richtig kennen und versteht ihre Beweggründe und die Charaktere selber dann meistens auch. Man entwickelt ihnen gegenüber schnell genug Gefühle. Wobei sich wohl Kouta, Kurama und Lucy, vom Rest hervorheben, weil sie später als tragische Figuren entpuppt werden (gut, Mayu, Nana und Mariko auch, aber bei den drei genannten sieht man viel von der Vergangenheit und sie haben wohl das tragischste Schicksal von allen Charakteren aus Elfen Lied). Der Cast ist auf jeden Fall sehenswert und ausgeklügelt.
Animation
Die Charaktere sind vom zeichnerischen her nicht gerade detailreich, aber das machen sie dadurch wieder wett, dass sie trotzdem sehr gut gezeichnet wurden und das einzige was mir bisher auffiel war eigentlich, das Lucy als Lucy grösser ist als Kouta und als Nyu kleiner, aber das stört nicht mal so sehr. Die Hintergründe sind dafür umso detailreicher und auch sehr gut gezeichnet. Sobald die Vektoren der Diclonius zum Einsatz kommen, wird auch mal CG eingesetzt was ich als sehr passend und beeindruckend empfinde. Was die Animationsqualität angeht, da spielt Elfen Lied in der oberen Liga.
Sound
Natürlich ist das erste Lied mit dem man bei Elfen Lied konfrontiert wird das Opening, Lilium. Es ist ganz auf latein geschrieben und sehr schön zum Anhören. Anfangs fand ich es noch eher schlecht, aber das war weil ich an diese Art der Musik einfach nicht gewohnt war, nach etwa 4 Folgen hatte ich mich aber an das traurige Lied gewohnt. Eben dieses angesprochene "Lilium" wird in verschiedenen Variationen in der Serie gebraucht, zum Beispiel wird es von einem Männerchor gesungen, oder die Melodie erklingt auf einer Musikbox. Ich finde diese Idee war sehr gut und passte auch immer gut zu den traurigen Szenen, in denen die Variationen vorkamen. Was das Ending angeht: es klingt sehr gut, keine Frage, aber es passt nicht zur Serie da es eher fröhlich rüberkommt. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr gutes Ending und es wert angehört zu werden. Die BGM ist auch immer stimmungsvoll und passend zu der Atmosphäre in Elfen Lied. Auch vom Sound überzeugt Elfen Lied sehr.
Fazit
Jedem Fan von Splattern nur zu empfehlen und auch Leuten die Dramas mögen: Dieser Anime ist genial, schaut ihn euch an ihr werdet es nicht bereuen (und lasst euch vom anfänglichen Gemetzel nicht abschrecken, an die die solche Gemetzel nicht mögen).
Elfenlied hat mir sehr gut gefallen. So war ich anfangs doch etwas skeptisch, da das Ganze ja bekanntlich nicht gerade "ruhig" beginnt. Doch ich ließ mich von den anfänglcihen "Splatter-Effekten" nicht abschrecken, sondern verfolgte das Ganze weiter. Nichtsdestotrotz sollte man bei allem "süßen" Charakterdesign beachten: "Was "niedlich" aussieht, IST NICHT ZWANGSLÄUFIG NIEDLICH!!!" Zur Bewertung: ... [ mehr lesen ] -Story: Die Story in Elfenlied ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. So dauert es fast ein wenig zu lange (in Anbetracht dessen, dass die Serie nur 13 Episoden hat...), bis man mal "hinein gefunden" hat. Dann allerdings bietet sie einige (für mich) unerwartete Wendungen.
So z.B. die gemeinsame Vergangenheit von Kouta und Lucy.
Die Idee mit den Diclonii fand ich gut gelungen, wenn auch nicht wirklich innovativ. Der inhaltliche Zusammenhang bleibt glücklicherweise weitestgehend gewahrt. Bedauerlich fand ich, dass manche Handlung doch etwas zu offensichtlich war...
-Charaktere: Die Charaktere aus Elfenlied verfügen alle über mehr oder weniger ausgeprägte Individualität. Hinzu kommt eine charakterliche Entwicklung, auch, wenn diese sich nicht auf alle Personen erstreckt. Schön dargestellt fand ich die Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren.
Bei diesem Punkt möchte ich v.a. das Dreick Kouta x Lucy x Yuka ansprechen, das durch Lucys "2. Persönlichkeit" Nyuu doch einiges an Brisanz gewinnt.
Gut gefallen hat mir auch die Darstellung der einzelnen Charaktere, da sie durchaus auch aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt werden, was das Verständnis ihrer Handlungen erleichtert.
-Action: Die Action kommt in Elfen Lied ebenfalls nicht zu kurz. Insbesondere Fans von "Splatter" dürften sich darüber freuen, da es doch einiges in der Richtung zu sehen gibt. V.a. die Vectoren sind ein Garant für VIEL BLUT! Trotzdem bleibt das Ganze noch in einem erträglichen Rahmen, sodass die Action, wenn man etwas Blut sehen kann, durchaus überzeugt.
-Humor: Auch der Humor ist in Elfen Lied vorhanden. Allerdings sollte man anmerken, dass man nicht allzuviel erwarten sollte, da dieser sich hauptsächlich aus den "Missverständnissen", die Nyuu verursacht, begründet. Allerdings muss man sagen, dass wohl zu viel Humor dem Ganzen geschadet hätte, weshalb ich die "Menge" durchaus gutheiße.
-Musik: Was die Musik betrifft, so halte ich Elfen Lied für ein wahres Meisterwerk. Nicht nur Opening und Ending haben mich überzeugt, sondern auch die musikalische Untermalung während der Episoden weis die Stimmung enorm zu unterstützen, wodurch richtig gehend "Tiefe" entsteht.
Einen Schwachpunkt sehe ich in der Storybegrüdung, v.a., was die Diclonii angeht. So wird (zumindest mir) nicht wirklich ersichtlich, wie es jetzt zu deren Auftreten kommen konnte. Auch erscheint das Ganze manchmal etwas an den Haaren herbeigezogen.
-Fazit: Insgesamt hat mir Elfenlied schon zugesagt. Allerdings würde ich diesen Animes nicht Leuten empfehlen, die ein sehr sensibles Gemüt haben, da es mitunter doch recht heftige "Splatter-Effekte" sind und infolge dessen nicht gerade mit der Blutmenge gespart wird... Verträgt man sowas jedoch, wird man auf jeden Fall belohnt! An dieser Stelle möchte ich mich für das Interesse bedanken. Über eine Bewertung würde ich mich sehr freuen. Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr die auch gerne in mein GB schreiben, oder mir eine PM zukommen lassen. ...
Elfen Lied ist ein brilliantes, schockierendes Erlebnis - wenn man sich darauf einlassen kann/will.
Elfen Lied bietet verstörenden Kontrast zwischen brutalem Splatter und Romatikkomödie. Kaum ein Anime weiß so schizophren rüberzukommen wie dieser.
... [ mehr lesen ]
Die erste Viertelstunde des Animes gehört zu den übelsten und brutalsten Splatterszenen, die ich jemals gesehen habe und obwohl es in praktisch in jeder Folge fliegende Köpfe gibt, übt dieser Anime eine unglaubliche Faszination aus. Immer wieder wird dem Zuschauer eine bunte, heitere Welt vorgekaukelt, in der die (größtenteils) nichtsahnenden Charaktere in einer gemütlichen Harematmospähre ihren Spass haben, während Sekunden später, hinter dem Haus ein weiteres Massaker in Szene gesetzt wird. Es ist fast unglaublich und trotzdem schafft es Elfen Lied diese beiden Gegensätze brilliant miteinander zu verbinden, sodass durch die heiteren Szenen die schockierenden Szenen nicht in den Hintergrund gedrängt sondern in ihrer Intensität und Wirkung hundertfach verstärkt werden. Gleichzeitig stumpft man nicht durch den inflationären Gebrauch roter Flüssigkeit ab, sodass die Gewalttaten in den letzten Folgen mindestens genauso an die Nieren gehen, wie die Anfangssequenz.
Eine weitere Besonderheit dieses Animes ist, dass die gezeigte Gewalt kein hirnloses Abschlachten wie bei anderen Vertretern des Genres (z.B. Zombiegeschichten) ist, sondern sich trotzdem noch eine unglaubliche Dramaturgie bewahrt, in denen Themen wie Missbrauch, "Rasssismus" und Sadismus durch die Härte der Darstellung umso eindringlicher in die Seele des Zuschauers eingebrannt werden.
Charaktere:
Die Charaktere in Elfen Lied spiegeln das Gesamtkonzept der Serie wieder, auch sie sind extrem zwispältig und mussten schreckliche Dinge erdulden. Alle Hauptcharaktere (außer vllt. Yuka) sind schwerstens Traumatisiert, wie kaum ein Charakter vor ihnen, trotzdem sind sie (freiwillig oder unfreiwillig) in der Lage, einen Großteil der Story praktisch unbeschwert zusammenzuleben und in gewisser Hinsicht glücklich zu sein. Die Charaktere werden extrem differenziert dargesellt, ihre Geschichte enthüllt sich nach und nach und durch diese Enthüllungen entwickeln sie sich stetig weiter.
Story:
Absolut fesselnd. Jede Folge ist spannend von der ersten bis zu letzten Minute. Ständig folgen überraschende Wendungen und mit jeder hinzukommenden Figur ändert sich die Richtung und die Wirrungen schlagartig. Später werden dann in Flashbacks die Hintergründe der Charaktere gelüftet, was aufgrund des Leids, das sie ertragen mussten und all der Wirrungen, die ihren Persönlichkeiten vorausgingen zu den dramatischsten Teilen der Geschichte gehört. Nach jeder Folge folgt ein Cliffhanger, nachdem ich jedesmal fast in die Tastatur gebissen hätte, warum denn die Geschichte für heute schon beendet ist...
Zeichenstil/Animationen:
Der Stil(bzw. die "Kameraführung") erinnern ein wenig an die Hollywood-Regisseure Quentin Tarantino oder Tim Burton: Wenn etwas passiert, wird auf diese Szene voll draufgehalten, egal ob da gerade jemandem der Kopf abgerissen wird oder nicht. Ansonsten sind in den ruhigeren Abschnitten die Hintergründe, insbesondere die Ungebung der Stadt wunderschön in Szene gesetzt. Bis heute suche ich den Namen der Stadt, in der die Serie spielt (oder der sie nachempfunden wurde), weil ich die Aussicht von der Treppe vor Koutas Haus derart faszinierend finde, dass ich sie gerne mal in Wirklichkeit sehen möchte.
Musik:
Ein weiteres Prunkstück von Elfen Lied. Das Opening ist eine unglaubliche künstlerische Leistung. Es singt hier eine Japanerin auf Latein Bibelverse und Kirchengesang, die von Bildern frei nach Gustav Klimt begleitet werden. Die Atmosphäre die dadurch erzeugt wird, ist im Vergleich zu praktisch allen anderen Animes absolut unvergleichlich. Das Ending ist sehr rockig und schafft dadurch einen erfrischenden, auflockernden Kontrast zur Serie, damit man nicht auf ewig im geschockten Zustand verbleiben muss :-)
Genre/Klassifizierung:
Elfen Lied besteht zum Großteil aus harter Gewalt. Punkt. Daran ist nichts zu ändern oder schönzureden, gehört aber in diese Serie hinein. Sieht man jedoch neben der expliziten Gewalt- und Sexdarstellung auch die Hintergründe und Persönlichkeiten der Figuren, so offenbart sich ein sehr mitreißendes Drama, bei dem ich mehrfach meine Einstellung zu einigen Figuren überdenken musste, weil sie plötzlich Gründe für ihr handeln erhalten. Dementsprechend steht der Dramaaspekt für mich in der Serie an erster Stelle. Daneben enthält Elfen Lied natürlich auch eine gehörige Portion Action, die Absolut opulent in Szene gesetzt wurde. Leider sticht diese jedoch in erster Linie durch die schon mehrfach angesprochene Gewaltdarstellung hervor, die sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Neben diesen beiden Aspekten ist auch der Humor nicht zu vernachlässigen bei dieser Serie. Praktisch alle Szenen, in denen Nyu zum tragen kommt, sind unglaublich witzig. Ohne diesen Humor wäre der Rest der Serie wohl auch nur sehr schwer zu verdauen gewesen.
Fazit:
Elfen Lied ist faszinierend. Elfen Lied ist verstörend. Elfen Lied ist hart. Trotzdem ist es ein absolutes Erlebnis, für jeden (auf jeden Fall Erwachsenen), der mit dieser Härte klarkommt und das Ganze differenziert genug betrachtet. Von mir gibt es auf jeden Fall die Höchstpunktzahl - 10P.
Ich habe mir zum Release des deutschen Vektor 4 (30.10.06) die komplette Serie bestellt.... [ mehr lesen ] Ich bin einige hochkalibrige Serien gewöhnt, denn in meiner Anime-Sammlung befindet sich eine zweistellige Anzahl an Serien, die näher an der 20 als an der 10 liegt.
Nun zu Elfen Lied:
Eindrücke
Ich erspare euch hier die Handlung nochmal aufzuschreiben, denn diese könnt ihr weiter oben nachlesen.
Vielmehr geht es hier darum die Eindrücke zu beschreiben. Bereits nach Start des ersten Vektors entsteht ein Gänsehautgefühl, dass ich nur selten bekomme. Grund dafür ist der stimmige Vorspann inklusive Titellied (Lilium - das einem übrigens auch in der Serie immer wieder begleitet).
Selten ist es mir so schwer in einem Anime gefallen den Charaks zuzuweisen, wen ich nun sympatisch finde und wen ich hasse. Denn die Handlung und die Charakter entwickeln sich derart weiter (vor allem die Hauptperson Lucy) dass ein regelrechtes Gefühlswechselbad entsteht. Sogar anfangs gehasste Charakter gewinnen mehr und mehr Sympatie.
Anders als manche finde ich die splatter-Effeckte nicht so abstoßend, alsdass es in irgendeiner Form stören könnte. In der Tat werden Gliedmaßen abgerissen, Köpfe abgetrennt oder Gedärme durch die Luft gewirbelt, doch ist hier deutlich zu spüren, dass damit nicht versucht wird irgendetwas zu verharmlosen. Im Gegenteil: dem Zuschauer soll vermittelt werden, wie eng der Grad zwischen einem niedlichen Wesen (Nyu) und einer brutalen Mörderin (Lucy) sein kann. Letztere gewinnt aber nach und nach an Sympatie, welche anfangs fehlt.
Die Handlung und die Rückblendungen lassen in die Gedanken der Hauptperson einblicken. Wie bei einem Puzzle entsteht nach und nach ein komplettes Bild.
Deutsche Synchronisierungen
Ein riesiges Manko bei vielen Animeserien sind die Synchronisierungen. Beispiel dafür ist Noir. Die Synchronisierungen bei Elfen Lied sind durch die Bank weg exzellent und professionell. Es entsteht zu keiner Zeit eine akustische Unglaubwürdigkeit.
Ende
Keine Sorge, ich vermeide jede Art eines Spoilers. Aber gerade erfahrene Animefans wissen, dass solche Serien sich vor Allem durch sog. cliffhanger auszeichnen (offenes Ende) was oft einen unbefriedigenden Eindruck hinterlässt (Beispiel: Neon Genesis Evangelion, The Candidate for Goddess). Auch Elfen Lied bedient sich eines cliffhangers. Aber dieser ist zum Glück nicht so stark ausgeprägt wie in den o.g. Fällen. Der Zuschauer kann zumindest ahnen, wie es weitergeht.
Fazit
Die Serie ist einmalig und originell. Der Sound und die Sprecher sind absolut zufriedenstellend. Sehr schade, dass die Serie in nur 13 Folgen erzählt wird. Zu gerne wäre der Zuschauer längere Zeit mit den ins Herz geschlossenen Charakteren gefolgt. Die Serie enthält Humor, melancholistische Einlagen aber auch starke Gewaltszenen, die aber nunmal Teil der Authentität sind.
Mit 92 Punkten folgt Elfen Lied meinem persönlichen Spitzenreiter "Wolf's Rain" aus meiner Animesammlung.
Elfenlied ist wohl einer der am meisten Kommentierten Animes und so möchte auch ich noch meinen Senf dazugeben.
Die Story von Elfenlied möchte ich jetzt nicht im Detail ... [ mehr lesen ]wiedergeben zum einen wurde das vermutlich schon oft genug gemacht und zum anderen finde ich ist es das beste wenn man sie sich ohne unnötiges Vorwissen ansieht. Also hier nur eine kurze Einleitung. Bei Elfenlied geht es um die Diclonius eine durch Mutation entstandene Menschenrasse die sich durch kleine Hörner und starke telekinetische Kräfte auszeichnet. Um diese besser untersuchen zu können werden sie in einer geheimen Forschungsanlage festgehalten, eines Tages gelingt es jedoch Lucy durch eine Unachtsamkeit der Wachleute zu entkommen und richtet dabei ein Blutbad an das ihren Hass gegenüber den Menschen zum Ausdruck bringt. Bei der Flucht wird sie aber auch am Kopf verletzt und stürzt ins Meer. Als sie etwas später am Strand angespült wird hat sie all ihre Erinnerungen verloren und ist nicht mehr in der Lage zu sprechen, so wird sie von den Studenten Kouta und Yuka gefunden die kurzerhand beschließen sie bei sich aufzunehmen.
Als eine der Stärken von Elfenlied kann man auch seine Charaktere sehen vor allem Lucy gehört wohl zu denn besten was man an Tiefe und Entwicklung jemals zu gesicht bekommen wird, aber auch Kouta, Nana, Mayu und Kurama haben einen gut ausgearbeiteten Hintergrund was es einem möglich macht viele ihrer Handlungen besser zu verstehen. Als einzige ist es Yuka deren Leben man als normal bezeichnen könnte was jedoch einen guten Kontrast zu den anderen abgibt. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist das Opening "Lilium" das einfach nur perfekt zu Elfenlied passt.
Als ich die ersten Ausschnitte von Elfenlied gesehen hatte dachte ich mir das es sich nur um irgend so einem Moe-Ecchi-Splatter handelt und so dauerte es auch recht lange bis ich mich dann doch an diesen Anime herangewagt habe da das eigentlich nicht mein Genre ist und eins steht fest man darf sich weder von der Gewalt noch der nackten Haut abschrecken lassen. Wenn man sich jedoch auf die Serie einlässt merkt man schnell das durch die Luft fliegende Körperteile und der angedeutete Sex keinesfalls die Faszination von Elfenlied ausmachen, sondern eine fast unmögliche Liebe und die Tatsache das man andauernd mit den dunklen Abgründen der Menschen konfrontiert wird.
Abschließend kann ich nur jedem empfehlen sich diesen Anime anzusehen denn hier bekommt man eine gefühlvolle und schockierende Geschichte erzählt die Anfang aber auch durchaus ihre unbeschwerten und lustigen Momente hat.
Vor dem erscheinen in der deutschen Serienfassung habe ich lediglich einige Screens gesehen und die englische Serienbeschreibung hat mich nicht sonderlich gereizt, somit waren meine Erwartungen an die Serie nicht sonderlich hoch - Dennoch, als ich die Uncut-Version begann anzusehen, war ich erstmal bis ins Mark geschockt wie absolut grausam und heftig doch dieser Anime einem schon in den ersten Minuten (Verzeiht die Wortwahl) so ordentlich die Fresse massiert. ... [ mehr lesen ] Ähnlichkeiten zu anderen Animes Viele Animes verwenden die typischen Vorgeschichten, in denen sich die Hauptcharaktere schon in frühem Alter, teils noch als Kinder unter 10 Jahren begegnet sind und ggf. auch Freundschaften dadurch entstanden sind, wobei irgendwann ein Cut stattgefunden hat und sich diese Personen aus den Augen verloren haben und nun wiedertreffen. Als gutes Beispiel lässt sich zb. "Goshuushou-sama Ninomiya-kun" nennen, in der es gewisse Ähnlichkeiten gibt.
Auch dieser Anime benutzt wie viele andere auch, die Grundsituation: "Jung, Single, großes Haus, alle quartieren sich bei Ihm ein" - nichtsdestotrotz erweist sich das wiederum als Vorteilhaft für die Erinnerungen der "Nyuu". Dies hält auch die Spannung zuhause unerwartet hoch.
Auch in dem og. Beispiel treten Persönlichkeitsspaltungen auf, welche diese durchgeführten Aktionen verdecken sollen um den guten vom Bösen Charakter zu trennen und dem Zuschauer die Möglichkeit zu geben durch diese Änderung diese auch schnell zu erkennen - Nicht das ich das nicht liebe, jedoch ist diese Änderung etwas übertrieben, sprich die typischen körperlichen Symptome könnten auch weniger stark zum Ausdruck gebracht werden.
Musikalische Begleitung und Soundeffekte Was den Sound betrifft - Genial, stimmungsvoll und graziös in Hinblick der plötzlich sich wendenden Situationen. Grazile Untermalung auch der actionshaltigen Abschnitte und gewiss nicht zu wenig oder zu viel - eben passend.
Super gelöst fand ich die Effekte bei den Vektoren (die unzähligen Hände) - ein Stück weit widerwärtig, wenn Menschen dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden.
Auch die Zerstörungseffekte - Alle Achtung, möchte jedenfalls nicht auf der Brücke gestanden haben ;-)
Über die Synchronsprecher und deren Stimmen kann man sich immer streiten, keine Frage - Ich fand diese jedoch gut, nicht perfekt aber es hat gepasst.
Animationseffekte und Designs Ist jetzt wenig bis gar nichts neues enthalten was doch wünschenswert gewesen wäre, dennoch sind die verwendeten Gestaltungen der Charaktere und das Design der Umgebung für diese Geschichte gut gelöst worden. Ich bedauere nur, dass hier eher realitätsfern gemordet und gestorben wird, auch wenn es etwas anderes ist von den "Vektoren" gekillt zu werden.
Die Hintergründe sind jedoch fast immer photoristisch gezeichnet, einfache Schönheit, wenige genaue Details, Ferneeffekte und exzellente Sonneneffekte, wobei allerlei Lichtspiel inbegriffen ist.
Ein schnelles umschwenken, der Gegebenheit entsprechend, wurde auch sehr gut gelöst.
Im Allgemeinen ist es eben nichts super außergewöhnliches oder neues zu sehen, wie bei "Death Note" oder "Last Exile"
Hauptcharaktere und Nebenrollen In jeder Episode erfährt man immer mehr über diese Personen, wodurch sich ein Puzzle langsam und sicher zu vervollständigen beginnt - Gewisse Hintergrundgeschichten lassen sich auf den ersten Blick nicht erkennen, wird jedoch in der nächsten oder übernächsten Episode umso deutlich sichtbarer dargelegt, bzw. man kann sich es zusammenreimen.
Auch wenn diese Persönlichkeitsspaltung eine wichtige Schlüsselfunktion spielt, ist es dennoch möglich, dass sich die Charaktere weiterentwickeln und damit weiter an Identität gewinnen.
Der junge Man steht im absoluten Interessenkonflikt und erinnert sich immer wieder an die verstorben Schwester - Durch den Mord psychisch labil in den Kinderjahren und der einigermaßen guten Genesung ist er auch immer voll dabei auch wenn es Ihm ordentlich an den Kragen geht.
Die alte Freundin von Ihm hingegen ist eine typische junge Frau mit ebenfalls involviertem geschichtlichen Hintergrund und interessanten Charaktereigenschaften - Da ist ziemlich nachvollziehbar, dass Eifersucht ne große Rolle spielt. Zuweilen ist Sie immer besorgt und achtet stets auf Ordnung, wie man es anderswoher auch kennt.
Nebenrollen treten bei dieser Serie absolut nicht zu Kurz und werden teils auch detailliert durchleuchtet - sehr interessant gestaltet ist da meine Meinung.
Mir hingegen sind die Charaktere inzwischen ans Herz gewachsen, lobenswert ;-)
Fazit Absolut sehenswert und gehört verdient in die Top 10